Die sieben schlimmsten Wende-Songs
So erfreulich der Mauerfall vor zwanzig Jahren war, so grausam sind viele der Lieder, die damals ertönten. Pathetische Balladen, peinliche Hymnen – hier sind die sieben schlimmsten Lieder der Wende.
Von Johannes WaechterWer eine Revolution macht, hat wichtigeres zu tun, als sich um hochwertige musikalische Untermalung zu kümmern. Trotzdem ist es schade, dass nahezu sämtliche Lieder über Mauerfall und Wende eher unerträglich sind – was Funk und Fernsehen leider nicht davon abhält, in Jubiläumszeiten “Wind Of Change” als Endlosschleife zu senden. Hier sind also, aus gegebenem Anlass, meine sieben schlimmsten Wende-Lieder.
1. Scorpions: “Wind Of Change”
Es gibt nur wenige eherne Gesetze der Popkultur, eines davon lautet: Alle Songs, in denen jemand pfeift, sind Schrott! Der beste Beweis dafür ist “Wind Of Change”, die grausame Glasnost-Ballade der Scorpions. Der Song entstand nach einem Auftritt der Band in Moskau im Sommer 1989, war jedoch beim Fall der Mauer noch nirgendwo zu hören; er erschien erst 1990 auf den Scorpions-Album Crazy World. Später wurde er vom ZDF zum “Jahrhunderthit” gewählt und bescherte den Scorpions nicht nur massive Verkäufe, sondern auch einen Einladung in den Kreml zum Fototermin mit Gorbi. Vielen anderen Menschen bescherte “Wind Of Change” ein Gefühl, das am ehesten mit einer Mischung aus Migräne und Zahnschmerzen vergleichbar ist.
2. Westernhagen: “Freiheit”
Westernhagen verkneift es sich zu pfeifen, aber dafür pfeift’s gehörig durch Metapherngebälk seiner 1987 veröffentlichten Grölhymne: Der Text ist so vage gehalten, dass er eigentlich auf alles passt. Freiheit? Klar, warum nicht?! Auf jeden Fall besser als keine Freiheit, oder? Bloß die Dudenredaktion dürfte gegen die Zeile “Freiheit ist die einzige die zählt fehlt” Einspruch erheben.
3. David Hasselhoff: “Looking For Freedom”
Bei MTV scheint es noch Menschen mit Herz zu geben! Als vergangene Woche in Berlin die “European Music Awards” verliehen wurden, durfte auch der längst abgehalfterte David Hasselhoff mitmischen. Im Glitzeranzug kam er auf die Bühne und schrie “Freedom” in Publikum. Immerhin lässt sein Auftritt auf einen historischen Lernprozess schließen. Während er früher behauptete, die Mauer ganz alleine zum Einsturz gebracht zu haben, sagte er nun: “The East Germans are responsible for the wall coming down”. Zum Glück ging das Mitleid von MTV nicht so weit, ihn “Looking For Freedom” auch noch singen zu lassen.
4. Karat / Peter Maffay: “Über sieben Brücken musst du geh’n”
Da der Song tatsächlich im Osten und im Westen zum Hit wurde, ist ihm eine gesamtdeutsche Note nicht abzusprechen. Das macht den arg pathetischen Text (“Manchmal wünsch’ ich mir mein Schaukelpferd zurück”) und die klischeehafte musikalische Inszenierung aber auch nicht besser. 1990 sangen Peter Maffay und Karat-Sänger Herbert Dreilich den Song dann erstmals gemeinsam, kürzlich kam es bei Carmen Nebel erneut zum Gipfeltreffen Maffay-Karat; statt des inzwischen verstorbenen Herbert Dreilich sang nun sein Sohn Claudius, wobei er und Maffay auffallend schlecht mit dem Playback zurande kamen.
5. Pink Floyd: “Another Brick In The Wall”
Obwohl Pink Floyds The Wall absolut gar nichts mit der Berliner Mauer zu tun hat, ließ sich Roger Waters die Chance nicht entgehen, seinen Songzyklus im Juli 1990 nahe des Brandenburger Tors als Bühnenspektakel zu inszenieren. Hunderttausende kamen, die Diskrepanz zwischen “Wir sind das Volk” und “We don’t need no education” blieb jedoch nicht unbemerkt: Das Soundtrack-Album verkaufte sich auffallend schlecht.
6. Nena: “Wunder geschehn”
Mit diesem Song begann Nena 1989 ihre Solo-Karriere, vier Tage nach dem Mauerfall tauchte er – oh Wunder – in den deutschen Charts auf. Die Zeile “Wunder geschehen / Ich hab’s gesehen” passte damals tatsächlich wie die Faust aufs Auge, die Zeile “Was auch passiert / Ich bleibe hier” entsprach eher nicht der Stimmung in der DDR.
7. Kaoma: “Lambada”
“Lambada” stand im Herbst 1989 zehn Wochen lang auf Platz eins der bundesdeutschen Charts. Der Westen begrüßte die Schwestern und Brüder aus dem Osten also mit einem hampeligen Tanz und einem belanglosen Stück Plastik-Pop – ein gutes Sinnbild für die schöne neuen Konsumwelt. Vom “Lambada” hat man seit den Zeiten von Egon Krenz zum Glück nicht mehr viel gehört.
Einverstanden? Gibt es noch schlimmere Wende-Hits? Oder sollte gar einer dieser Songs gar nicht so schlimm sein, wie ich behaupte?
Foto: ddp
Die Leuchte
Das Modul-Regal
Der Eimer
Der Stapelhocker
20 Jahre
Sagen Sie
Perfekter Plan
CUS



00 Uhr 14
“Hihi, Herr Wächter, da haben Sie ja in ein Wespennest gestochen!”
00 Uhr 18
Dieser Artikel ist voll daneben. Musik ist Geschmackssache. Lambada ist kein Wendesong und diesen Song von Los Kjarkas als hampeligen Plastikpop zu bezeichnen zeugt von der Inkompetenz des Autors. Solchen Leuten sollte in der SZ kein Forum gewährt werden. Ich habe die SZ schon lange abbestellt und werde mir bald auch keine mehr am Kiosk kaufen wenn das auf diesem Niveau weitergeht. Echt traurig.
00 Uhr 20
ja michi, du hast vollkommen recht, bestimmt bricht morgen der dritte weltkrieg aus, johannes wächter, pfeifend vorne weg und dann wars das mit deutschland-kulturland! wäre er nur ein onehitwonder, dann würde er das sicherlich total anders sehen, so eher respektvoll und so…
dieser schachsinn, dieser schachsinn…
00 Uhr 20
@richmodis: wir haben dich auch lieb!
00 Uhr 20
Wer es jetzt immer noch nicht verstanden hat: Wenn man das Werk der “The Scopions” nicht angemessen würdigt oder sich darüber schadenfreut oder diese Arbeit klaut oder diesen Schachsinn in den Dreck zieht, es ist sehr gefährlich!, das heist den deepression, “krieg” ihr scheis lesterer
no education, cation, cation, cation, cation, usw…usw…
00 Uhr 22
wer hat denn die idee gehabt hier so arrogante dinge ins netz zu stellen!?
Jeder mensch hat einen eigenen musikgeschmack und das soll auch so bleiben! wenn aber jemand hergeht und seine meinung über was auch immer, über die der anderen menschen stellt, sollte darüber nachdenken hier so etwas nicht zu schreiben!
jeder Mensch fühlt anders jeder findet etwas anderes schön!
es wäre schlimm und langweilig wenn wir alle gleich wären!
es ist gut so wie es ist! ich akzeptiere auch die meinung des verfassers dieses artikels! es ist seine meinung und es ist schön, dass es gott sei dank hier auch andere meinungen dazu gibt!
skorpins und westernhagen!? ist doch schön!
ich wünsche allen einen schönen abend!
An alle aus der ex DDR! schön, dass ihr frei seid! glückwunsch! Alles gute für unser aller zukunft!
00 Uhr 24
aaahahahahahaaaa!!! ich kann nicht mehr!! ich hätte nie gedacht, dass ich mal um halb eins allein in meiner küche sitze und mich krank lache über kommentare zu einem blog, den morgen schon jeder vergessen hat…
00 Uhr 26
Jetzt habe ich gerade das JAHRHUNDERTWERK vom Plattenspieler genommen und an meiner WohnzimmerWALL zerschmettert! Morgen klau ich´s aus dem Netz. Hihi!
00 Uhr 27
Also wenn der Autor der Kolumne die aufgezählten Lieder nicht mag,egal ob generell oder weil zu oft gehört,dann ist das seine Sache und er hat das Recht, das zu sagen.
Aber daß da schon wieder die typisch deutschen “Endlich sagt’s mal jemand!”- Freudenschreie ausgestoßen werden…Leutz,dies ist ein freies Land. Jede/-r darf sagen “ich mag dieses oder jenes Lied nicht”. Aber der Bundesbürger braucht ja anscheinend für alles die berühmte fünnfach gestempelte Erlaubnis mit drei Durchschlägen…
Und was die Scorpions angeht: Sie auf eine einzige Edelschnulze (ist jetzt nicht mal wirklich abwertend gemeint) zu reduzieren,ist doch irgendwie nicht korrekt gegenüber ihren früheren Werken. Oder?
00 Uhr 29
oh ha! ;-)
00 Uhr 32
@Mona: Das werde ich nie! vergessen. Denn das war für mich die intensivste Auseinandersetzung mit der jüngsten deutschen Geschichte überhaupt jemals. Wo ich zum ersten Mal begriffen habe, dass “The Wall” nix mit der DDR zu tun gehabt hat und “Winds Of Change” auch nicht.
00 Uhr 33
muahahaha, aber nicht, ohne vorher nochmal richtig abzulestern über den schachsinn hier, am besten auf bilt-nieveau. pfeif dir doch ein liedchen dabei! wie wärs mit diesem klasse hit von den skorpionen, den in 50 jahren noch alle (!!) pfeifen werden! hm?
00 Uhr 35
@moaner: ja schön war das gewesen, hach!
00 Uhr 37
Stimmt es denn, dass David Hasselhoff für den Fall der Mauer verantwortlich war und er deshalb jetzt alkoholabhängig ist?
00 Uhr 44
ja das hab ich auch gehört, und das einer von den skorpiens ihm was in das getrenk getahn hat er und er desshalb auch drogen nimmt. u
00 Uhr 55
Von der Wende hab ich damals eigentlich fast nix mitgekriegt und von der schaurigen Musik aus der Liste ganz oben zum Glück erst recht nix! Aber nicht weil ich zu klein war, sondern weil ich zum Glück was besseres zu tun hatte: Bumsen, Drogen nehmen und bessere Musik hören!
01 Uhr 00
ich war leider zu klein zum drogen nehmen, und fand hasselhoff saugut aber halt, weil er total scheisse ist. ich war der ironie schon immer zugetan. so und jetzt lass ich mich von den skorpiens in den schlaf pfeifen. echt! gute nacht!
01 Uhr 04
Locker bleiben, Leute. Ich fand den Artikel amüsant und treffend, auch wenn ich “Freiheit” gar nicht so schlimm finde. Das dümmste Argument, dass hier von den Kritikern auftaucht, ist das Masse Qualität bedeutet. Nur weil etwas von vielen Menschen gekauft wird, ist es deswegen nicht niveauvoll – der beste Beleg ist die BILD-Zeitung :-. Zu sehen ist dieses Phänomen auch bei Wahlen, siehe Berlusconi. In der Marktwirtschaft und der Demokratie sind BILD und Berlusconi natürlich erlaubt. Gleichzeitig steht es jedem frei, Kritik zu üben und eine Gegenmeinung zu haben – Grundregeln der Demokratie, die anscheinend schon durch einen Blog ins Wanken kommen, was ich bedenklich finde.. “Ich habe eine andere Meinung als du, aber ich werde dein Recht, die deinige zu sagen, verteidigen” – diesen Satz sollten sich hier einige mal hinter die Ohren schreiben..
Zu den Songs selber: Viele sind handwerklich meiner Meinung nach einfach verdammt schlecht gemacht und bedienen Allgemeinplätze – obwohl ich David Hasselhoff schon mit 10 ätzend fand, muss ich mich in England und den USA leider immer noch für die deutsche Liebe zu ihm verteidigen.. Naja, was soll es!
01 Uhr 05
Na da hab ich ja geschmunzelt, über Waechters Beitrag.
Es hat wohl doch eben jeder sein ganz persönliches Musik-Universum im Kopf, das an Erinnerungen (gute wie schlechte) oder andere zeitgleiche Erfahrungen geknüpft ist.
Ich jedenfalls habe beim Lesen des Beitrags an alte Zeiten gedacht.
Etwa wie ich in der “Nacht der Nächte” um 23 h von München nach Berlin gerast bin.
Mit meinem aufgebohrten Cooper, den 2 besten Freunden drin und Reifen ohne jegliches Profil drunter.
Wir hatten fiese Ludenmatten auf den Köpfen, BiFi, Cola und eine Stange Camel dabei.
Und auf Casette (!!) liefen Boston, Cars, ZZ Top, Joan Amatrading, Kim Carnes, Steely Dan und Grover Washington Jr.
Das war damals MEINE Wendemusik und sie ist es immer noch – immer wenn ich sie höre.
Was Scorpions, Nena und andere zu dieser Zeit publiziert haben, erreichte mich erst viel später. Und als so wirklich schlimm empfinde ich diese Songs eigentlich gar nicht. Nur als zu oft gespielt – eben abgenudelt. Gut: manches ist einfach auch nur zu platt. Wäre es aber auch ohne den Maueröffnungs-Zusammenhang gewesen.
Nachtrag:
um 4 h waren wir in Berlin, um 4.30 h am Grenzübergang Heinrich-Heine Strasse. Ein Jahr zuvor hatte ich exakt dort eine rund 8-stündige Unterredung mit DDR-Grenzern, wegen angeblich unerlaubter Foto-Aufnahmen. Meine heißgeliebte Rolleiflex SL 35 E befand sich seit dem im Besitz der DDR.
Ich konnte mir an diesem denkwürdigen Morgen ein äußerst schäbiges Grinsen nicht verkneifen, als ich die hilflos herumstehenden und verzweifelt dreinblickenden DDR-Grenzer beobachtete.
Naja – so hat eben jeder seine ganz eigene “Wendemusik”, auch wenn dann manches tatsächlich in die Rubrik “Perlen der Peinlichkeit” fällt ;-)
01 Uhr 08
Ja, Mona. Ich (Wessi, jetzt clean), geh auch schlafen!
Free Your Mind and Your Ass will Follow!
01 Uhr 14
Ich habe nun eine andere Meinung zu dem, was da in welcher Form abgelaufen ist. Die wenigen Stimmen, die gefordert haben, dass sich die DDR mit Hilfe von außen reorganisieren sollte, sind ja in der Ekstase überbrüllt worden. Aber davon abgesehen: Historische Ereignisse haben auch ihre Begleiterscheinungen. Dazu gehören heute selbstverständlich auch kommerzielle Songs. Ob gut oder schlecht, passend oder unpassend: was treibt Herrn Wächter dazu, noch eine überflüssige ultimative Chart-Liste zu publizieren? Hohes Niveau der SZ hin und her: das hätte auch in die BILD-Zeitung gepasst. Wächters Meinung interessiert mich in diesem Fall genauso wenig wie meine Meinung ihn interessiert.
03 Uhr 30
Was? Da sind Klassiker dabei, schlechte Liste.
04 Uhr 21
Der Typ, der sich “Max” nennt, soll bloß aufpassen – sonst zieh` ich ihm die Ohren lang.
Das Schöne an der DDR war, daß man dort dekadente kleinbürgerliche Kultursnobs mit den Mitteln staatlichen Zwangs und weltanschaulicher Erziehung vor sich selbst erschrecken lehrte.
06 Uhr 39
So schlecht können die Lieder nicht sein, wenn man heute noch davon redet. Die Platten/CDs will natürlich auch wieder keiner gekauft haben. Auf jeden Fall ist jedes einzelne besser als der ganze Dreck zusammen, der heute in Massen auf den Markt geworfen wird. Wer zerreißt sich darüber das Maul?
06 Uhr 41
ihr habt alle recht .. aber eins weiss ich genau pink floyd die goilste band sei es musik gibt und ausserdem wer hat das gebraucht das die mauer viel .. ich sicher net von mir aus kann man alle wieder zurück schicken und sie noch höher bauen ..
06 Uhr 52
Lieber Wächter, wenn du auch nur halb so dämlich bist, wie deine Kommentare, dann hast du ein ernstes Problem. Wirklich schlimm finde ich, daß es Schmierfinken wie dir zunehmend gelingt, bis auf wenige Ausnahmen eine Schar von Nachäffern hinter sich zu versammeln. Das wahre Problem sind nicht die Songs sondern Trendmaker wie du und die Medien, die Leuten wie dir ein Podium bieten.
07 Uhr 19
Wahscheinlich werden wir uns in 20 Jahren über die Songs, die jetzt gerade rauf und runter laufen, wieder so auslassen …. deshalb, damals war es cool, heute ist es lächerlich. Es kommt immer auf den Moment an …… (auch wenn ich “Wind of change” damals schon furchtbar fand !!!)
07 Uhr 34
Eine Kolumne ist sicher der Ort fuer subjektive Meinungsaeusserungen. Gute Kolumnen unterlegen diese jedoch meist mit intelligenten Pointen, klaren Argumenten, logischen Zusammenhaengen oder einfach nur sprachlichem Witz. Leider fehlt all dies in diesem Artikel. In der Tat ist dies das Niveau der Bildzeitung und nicht der SZ.
07 Uhr 35
die sind vor 20 jahren über den westen hergefallen wie heuschrecken und jetzt wo es nicht mehr so viel zu holen ist fangen die nur noch an zu maulen …ich hätte gerne auf die zwanzig jahersfeier verzichtet…
08 Uhr 05
Das ist ja mal wieder typisch Deutsch:
Auf einem hohen Ross sitzen, selbst keine Ahnung haben und alle anderen mit einer solchen Aroganz schlecht machen, dass einem ganz übel wird.
Die Süddeutsche hat auch schon mal mehr auf Qualität statt Quoten geachtet…
08 Uhr 24
Wind of Change ein “Jahrhundertsong”, den Deutschland verdient?
Befürchte ja…(Würg, Kotz)
@Lukas
100% Dafür
…gilt auch für den Rest, so auf das personifizierte Folterinstrument Mario Barth bezogen etc.
Aber Deutschland steht ja offenbar auch auf “Bon Jovi” und so…
@Johannes Waechter
Weitermachen!
LG
Michael
08 Uhr 38
Die Ossis haben es halt nicht besser gewusst und haben ja auch nix gehabt (Nina Hagen und Wolf Biermann haben sie rausgeschmissen). Ich finde, da ist es zu entschuldigen, das man Songs aus dieser Horror-Liste gut oder gar “kultig” findet.
Bei Westernhagen und Scorpions hab ich auf jeden Fall immer das Gefühhl. ich muss gleich kotzen. Und @custodio:”Das Schöne an der DDR war, daß man dort dekadente kleinbürgerliche Kultursnobs mit den Mitteln staatlichen Zwangs und weltanschaulicher Erziehung vor sich selbst erschrecken lehrte”
Für mich war das Schöne an der DDR, das Typen wie Du damals auf der anderen Seite der Mauer waren und nicht, wie heute und auf meine Kosten ihre Unzufriedenheit ausleben und sich wieder nach “staatlichem Zwang” sehnen dürfen. Auf Deine Dir eingetrichterte Weltanschauung scheiß ich hier…
08 Uhr 51
Tja ich finde die Songs gut und viele andere auch. Wer meint sich zum Richter aufspielen zu müssen und alles als schund zu bezeichnen was millionenfach gekauft wird soll estun wenn er es braucht, ach ne Geld damit verdient.
09 Uhr 00
Das Lied von Pink Floyd kenne ich nicht. Aber zu den anderen 6 Songs kann ich nur sagen, dass ich massenhaft Songs kenne, die wesentlich schrecklicher sind!!!
09 Uhr 00
Also ich finde das dieser Artikel in die unterste Schublade gehört. Eine absolute Frechheit hier so über diese Songs herzuziehen. Jeder sollte für sich entscheiden, ob er diese Songs mag oder nicht. So schlecht sind diese Songs nicht. Es gibt viel schlimmere. Wenn diese Songs so schlecht wären, dann hätte niemand sie gehört und sie wären auch keine Hits geworden.
09 Uhr 04
Also für mich hätte Mr. Hasselhoff a.k.a. Burger-Man auf die Nr. 1 gehört!
Aber die Geschmäcker sind halt verschieden… LAMBADAAAA!!
09 Uhr 07
Respekt, Respekt Johnny. Was eine subjektive Meinungsäußerung doch für Auswirkungen haben kann. “Jedes Ding hat drei Seiten, eine positive, eine negative und eine komische” wußte schon Karl Valentin. Ich entscheide mich für die letztere. Habe schon lange nicht mehr so viel gelacht beim Lesen dieses Blogs, wie über diese Kommentare. Johnny mach weiter. So und jetzt nehm’ ich mir die Freiheit, pfeifend über sieben Brücken zu gehen und schau dass hinter der Mauer ein Wunder geschieht. In diesem Sinne allen einen schönen Tag und bis die Tage in diesem Theater
Kai aus Murnau
09 Uhr 26
Wow, dieser Artikel muss ja interessant sein. Eines dazu. die Scorpions hatten einen riesen Hit damit und wer hat ihn dazu gemacht? Wer hat ihn gekauft? Komisch, dass nun alle meckern. Meine Meinung. Ich mag ihn auch nicht!
09 Uhr 27
Diese Songs sind doch nur unausstehlich, weil sie jedes Jahr rauf und runter gedudelt werden und sie deswegen keiner mehr hören mag. Zu der Zeit hatten sie ihre berechtigung und haben vielen Menschen etwas bedeutet. Ich nenne das “Last Chrismas – Effekt” Das sind Songs die zu einer bestimmten Zeit solange rauf und runter gespielt werden, dass einfach niemand mehr hören will.
09 Uhr 27
Mir geht dieses ganze Jubiläums- und Jahrestags-Brimborium, das ja langsam die Züge sozialistischer Maifeiern und -paraden annimmt, tierisch auf den Sack. Ich werd ja eh jeden Monat an die Wiedervereinigung erinnert, wenn ich auf die Gehaltsabrechnung und den Soli-Zuschlag schau. Und das ist das größte (vom musikalischen mal ganz abgesehen) Problem, das ich mit diesen Songs hab: Die erinnern mich auch noch dran!
09 Uhr 35
… bevor etwas in die Welt gesetzt wird, sollte man sich mal schlau machen. Hier zum Beispiel zum Ursprung und Entstehen des Titels “Über Sieben Brücken”. Das ist Filmmusik aus der Mitte der 70er für einen Spielfilm des DDR-Fernsehens. Da war mit Mauerstürmung, Wende und so noch gar nichts! Wenn Musik durch die meisnungsführenden Medien und die Politik instrumentalisiert wird, dann die Musik nichts dafür, Man sollte aber bei der Wahrheit bleiben oder, wenn man es nicht besser weiß, sich eben schlau machen oder, um mit Herrn Nuhr zu sprechen, “einfach mal die Fresse” halten.
Ernesto
09 Uhr 44
Geht mir genauso: Mir reichts mit dem ganzen Ossi-Zinnober.
Bilder aus der Prager Botschaft, Genscher, überfüllte Züge in Hof, hammerschwingende Prolls in Stonewashed-Jeansjacken auf Mauertrümmern, im Hintergrund das unsägliche Gepfeife von den Scorpions, knatternde Trabis, sächselnde VoPos. Ich kann es nicht mehr sehen!!! Und deshalb will ich auch auf keinen Fall eines dieser scheußlichen Lieder hören!!!
10 Uhr 01
Mag sein das es in heutiger Zeit anders wahrgenommen wird, was damals an Musik und Botschaft rüberkam.
Was ich allerdings wirklich daran grauenvoll finde ist, dass es immer Menschen gibt, die es sich zur Aufgabe machen über Vergangenes herzuziehen.
Im Nachhinein betrachtet passiert es jedem von uns, dass er gewisse Handlungen die er selbst vor mehr als einem Jahrzehnt gesetzt hat, komisch, blöd oder unnötig erscheinen, dennoch waren sie zu dieser Zeit wichtig, richtig und in Ordnung.
Ist es wirklich nötig, dass wir Dinge schlecht machen, nur weil sie nicht mehr ins “Heute” passen, oder über Künstler herziehen die viele Jahre im Geschäft sind und sicherlich nicht nur Mist gebracht haben.
Vielleicht sollte einer oder der andere wirklich schon “in Rente” gehen, aber das ist wohl kein Grund was sie einmal geleistet haben in Frage zu stellen.
Dieser Zug an der Menschheit macht mir mehr Grauen.
10 Uhr 07
Vielen Dank für die Videosammlung. Es sind einige schöne Lieder dabei, die bei mir lange verschollene Erinnerungen wachvorgerufen haben. Gottseidank muss sich niemand an der persönlichen Meinung des Authors stossen, da jeder Mensch eh seine eigene besitzt. Ich freu mich einfach nur über die Möglichkeit wieder das ein oder andere, schon längst in der Versenkung verschwundene, Lied zu hören.
Viele Grüße und seid nett zueinander!
10 Uhr 11
Was meinst Du mit “…geleistet haben”? Die haben sich mit dem Mist ne goldene Nase verdient und tuns immer noch!
10 Uhr 13
Hier ist meine Meinung zu diesen komischen Mützenträgern:
Ex-Scorpions-Schlagzeuger bleibt Gericht in Liechtenstein fern
VADUZ – Der Prozess vor dem Liechtensteiner Kriminalgericht gegen Hermann Erbel, den Ex-Schlagzeuger der deutschen Rockband Scorpions, ist erneut vertagt worden. Der Drummer muss sich wegen versuchter Erpressung verantworten.
Das Gericht habe den Prozess verschoben, nachdem Erbel der Verhandlung entschuldigt ferngeblieben sei, sagte der Sprecher des Kriminalgerichts, Lothar Hagen, am Dienstag auf Anfrage. Ein erster Prozess wurde Anfang April letzten Jahres verschoben, nachdem mehrere Zeugen nicht erschienen waren.
Wann das Gericht einen neuen Prozesstermin anberaumt, ist laut Hagen noch nicht entschieden. Der vorsitzende Richter kündigte an, sollte Erbel der Verhandlung erneut fernbleiben, werde der Angeklagte per Haftbefehl vorgeführt.
Erbel, der bis 1996 bei den Scorpions am Schlagzeug sass, soll laut Anklage zwei Zürcher Hells Angels angeheuert haben, um von zwei Liechtensteiner Treuhändern zwei Millionen US-Dollar zu erpressen.
Die Hells Angels sollen sich Ende September 2001 als Vertreter einer Inkassofirma ausgegeben haben. Sie riefen die Treuhänder mehrmals an und forderten die zwei Millionen Dollar ab Tonband ein. Dabei wurde angedeutet, dass den Familien der Treuhänder etwas zustossen könnte, wenn das Geld nicht bezahlt werden sollte.
Erbel hatte einen Monat zuvor persönlich bei einem der beiden Treuhänder vorgesprochen und die Summe gefordert. Gleichentags wurde er von der Liechtensteiner Polizei einvernommen, nachdem ihn ein Treuhänder angezeigt hatte.
Hintergrund der vermuteten Erpressung ist ein seit Ende 1993 andauernder Rechtsstreit zwischen den Gründungsmitgliedern der Scorpions und den beiden Liechtensteiner Treuhändern. Die Mitglieder der Rockband behaupten, die Treuhänder hätten sie um rund acht Millionen Dollar betrogen.
10 Uhr 15
….ich stimme zu….Scorpions pfeif…trälller..”Wind Of Change” …grusel..Viel schlimmer aber David Hasselhof, da wurde einem schon schlecht, bevor der überhaupt “gesungen” hat, zum Glück sieht man den nicht mehr so oft ;)
Allerdings einen Punkt muss ich kritisieren, nicht in ALLEN Songs ist Pfeifen schlecht: Ich erinnere an Patience von Guns n Roses :)) Aber auch dieses ist wohl Geschmackssache.
10 Uhr 36
Über Geschmack kann man streiten, aber diese arrogante Kritik ist wirklich deplaziert. Vor zwanzig Jahren kam diese Musik anders rüber…es herrschte ein anderer Zeitgeist. Der heutige ist eher von nörgelnder Natur und Besserwisserei – meist von irgendwelchen Theoretikern, die im Zweifel “nur” schreiben, aber weder singen noch Gitarre spielen können. Vielleicht hängt es auch immer noch mit dem Problem des “sich nicht freuen Könnens oder Wollens” der Deutschen zusammen (das geht ja nur bei Fussball). Öffnet Euch, seid lockerer und genießt das Leben mit allen Facetten!
11 Uhr 13
Lieber Ausländer, ich kann singen und Gitarre spielen aber ich kann mich wirklich nicht darüber freuen, zwangsvereinigt worden zu sein, denn das kostet mich seit zwanzig Jahren verdammt viel Geld ohne dass ich irgendwas davon habe, ausser das ich mich im Ausland seit dem für den Teil meiner neuen Mitbürger schämen muss, die ihr neonazistisches Gedankengut in die Tat umsetzen. Was u.a. dazu führt, dass ausländische Firmen es ablehnen, in die sog. neuen Bundesländer zu investieren und sich dort niederzulassen, aus Angst um ihre Mitarbeiter. Das wiederum bedeutet, dass uns die hohe Arbeitslosenquote dort bestimmt noch für einige Zeit erhalten bleiben wird, ergo ich meinen Soli für diese Leute wahrscheinlich noch bis zu meiner Rente abdrücken muss. Siehst Du, an all sowas erinnern mich diese Lieder. Da gibt´s nix zu freuen, ich kann den Scheiß auch nicht mehr hören!
11 Uhr 23
Yeah, Ossis nerven! Und die Musik, die sie immer noch hören ist wirklich Scheiße!!!