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SZ-Diskothek

Das Musikblog von Johannes Waechter

SZ-Diskothek  39 Kommentare

Prinz Pi erklärt den Krieg

Der Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr hat bisher wenig kulturellen Widerhall gefunden. Das ändert nun ausgerechnet ein Rapper, der sich früher Prinz Porno nannte.

Von Johannes Waechter

Als jemand, der vor Jahrzehnten mal in einer Band namens “Sick Dick” gespielt hat, kann ich ermessen, dass ein falsch gewählter Künstlername eine Karriere behindern kann. Dasselbe dürfte sich auch Prinz Pi gedacht haben, der bis 2005 Prinz Porno hieß, dann jedoch keine Lust mehr hatte, für einen Perversling gehalten zu werden. (Gut, bei dem Namen war das vielleicht nicht verwunderlich.) 2006 legte Pi mit dem Album Donnerwetter eines der kreativsten Alben der deutschen Rap-Geschichte vor, doch leider ist der 31-jährige Berliner nicht so bekannt, wie er sein sollte. Jetzt gäbe es mal wieder Gelegenheit, Prinz Pi zu entdecken: Gerade ist sein tolles neues Album Rebell ohne Grund (KLR/Groove Attack) erschienen.

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Auffälligster Track darauf ist “Drei Kreuze für Deutschland”, ein Lied über den Afghanistan-Einsatz. Dieses weckte in mir den periodisch wiederkehrenden Gedanken, warum es eigentlich so wenige Songs über diesen Krieg (und andere politische Ereignisse der jüngeren Vergangenheit) gibt. Zum Thema Afghanistan fallen mir zum Beispiel nur zwei deutsche Songs ein. Reinhard Mey erzählte in “Kai” die Geschichte eines deutschen Soldaten, der bei einem Hilfsgütertransport abgeschossen wurde; sein Lied mündet in der Anklage gegen den Bundestag, der die Soldaten zum Hindukusch schickt: “Es liegt nicht brach / Es dörrt nicht aus / Das verfluchte Feld der Ehre”.

Außerdem findet der Konflikt Erwähnung in “Junges Deutschland” von den Söhnen Mannheims, in naidoohafter Schwurbelität heißt es dort: “Junges Deutschland, wächst du heran zum wirklich friedlichen Land / Dann nimm deine Kinder an die Hand / Und hol sie raus aus Afghanistan.” (Bestimmt gibt es noch mehr Lieder zum Thema, ich freue mich über Hinweise. Interessant ist auch der Track “Vater unser”, den vor Ort stationierte Bundeswehr-Soldaten aufgenommen haben.)

Prinz Pi erzählt, ähnlich wie Reinhard Mey, eine individuelle Soldatengeschichte, allerdings verzichtet er auf die Floskeln und Parolen der Friedensbewegung – der Horror der Kriegs wird auch so klar. Sein Song handelt von einer Soldatenfamilie. Der Vater, Fregattenkapitän, fällt im persischen Golf über Bord, der erste Sohn leidet nach einem Kriegseinsatz an einem Trauma und bringt sich um, der zweite Sohn, der drei Jahre in Kunduz diente, wir im heimischen Dorf von einem Skinhead erschlagen, “Die Mutter steht vorm Admiral, guckt auf die Orden / So viele bunte Stecker kriegt man für’s Morden / Dann nimmt sie die drei Kreuze / Ihr Mann, ihre Söhne: ein Käptn, zwei Leutnants / Und macht ihre drei Kreuze für Deutschland.”

(Leider gibt’s zu diesem YouTube-Link kein Bild, das komplette Lied liegt aber dahinter:)

Der Song ist effektvoll inszeniert und wird durch viele Details lebendig. Man könnte ihn plakativ finden oder auch faktisch nicht ganz korrekt, ich aber denke, dass es bei einem Popsong über den Krieg darauf ankommt, Emotionen zu wecken und beim Hörer ein Gefühl von Schrecken und Sinnlosigkeit zu erzeugen. Insofern finde ich “Drei Kreuze für Deutschland” gelungen und bin gespannt darauf, welche Wirkung der Song haben wird.

Das schöne ist nun aber, dass “Drei Kreuze für Deutschland” nicht den Ton für Rebell ohne Grund vorgibt. Das Album ist sehr facettenreich und enthält ein paar schöne Liebeslieder, mehrere Jams (unter anderem mit Frauenarzt von den Atzen) und natürlich auch die prahlerischen Beschwörungen der eigenen Größe, die dem HipHop erst die Würze geben. Die Beats sind eher funktional und entfalten wenig Glanz, immer wieder scheint jedoch Prinz Pis narratives Talent auf, wenn er mit wenigen Federstrichen Situationen ausmalt, Emotionen weckt oder einfach nur originell mit der Sprache spielt: “Während ich so da sitze tickt die Glashütte / Drogentests beweisen, ich bin dope bis in die Haarspitze”. Das ist gar nicht fern von der Wahrheit.

Foto: Cem Guenes

Kommentare

  • Vollostkot

    Interessant zum Thema Krieg in AFG wäre auch der Track Krieg von PAN & Artist.
    Link anbei: http://www.youtube.com/watch?v=s4CJLz4-8LA

  • Mi$$ GEXy

    hallo,
    schön zu lesen …….. toll erzählt………
    ja Prinz Pi ist einer der ganz Großen, ich hoffe das er mit Rebell ohne Grund, endlich das Ansehen bekommt was er verdient hat, denn so er ist ein toller Künstler mit wahrem Talent, und nicht so eine Comicfigur wie MoneyBoy………. warum hat so ein Trottel Erfolg? verblödet unsere Jungend?
    Prinz Pi hat wenigstens was mitzuteilen wie oben auch zu lesen ist…….

    ich wünsche ihm vom Herzen viel Erfolg ………

  • quintz

    Das Lied “Combat” von der Metalcore Band Heaven Shall Burn behandelt zwar nicht den Krieg in Afghanistan oder Irak. Jedoch geht es um das Thema Kindersoldaten.

    Auch wenn es manchen nicht gefällt, das Musikvideo dazu ist sehr ergreifend und sehenswert!

  • MZ aus MZ

    Ich verste nicht, warum der Afghanistan-Krieg erst problematisiert wird, wenn deutsche Soldaten fallen. Was ist mit den vielen anderen Menschen vor allem Afghanen, die getötet wurden, ohne dass jemals ermittelt wird, ob es sich dabei um Zivilisten, Menschen, die sich einfach nur gegen eine imperialistische Macht verteidigen wollen oder wirklich um Terroristen handelt.?

    Naja: das hier ist ne Musikkritik und um auf den musikalischen Aspekt zu kommen: Prinz Pi ist grandios und hat gerade mit Neopunk schon Maßstäbe gesetzt.

  • Vollostkot

    @MZ aus MZ hör dir mal den Track Krieg von PAN an is einfach nur geil… genug leute haben was gegen den Krieg… Ist es moralisch vertretbar, mit leuten an einer Seite zu kämpfen, die aus den falschen Gründen das richtige wollen?

    Das ist eine Grundsatzfrage^^

  • gute Sache

    Schön dass sich mal jemand ausserhalb von hiphopmagazinen dem Mann annimmt. Gut geschriebener Artikel.

    Schon 2-3 Jährchen alt und nicht aus Deutschland:
    R.A. the rugged Man ft. Vinnie Paz (Jedi Mind Tricks) – Uncommon Valor
    http://www.youtube.com/watch?v=7r0KpWMNxnM

    Behandelt zwar den Vietnamkrieg, es war jedoch eine Reaktion auf den Umgang mit “verrückten” Veteranen in den USA zu denen auch R.A.s Vater gehört (Agent Orange geschädigt). Da sowohl Umgang mit der Zivilbevölkerung als auch mit den Soldaten seitdem erschreckend gleichgeblieben ist, ist es gut auf Afghanistan und den Irak umdeutbar.

    ABer auch wenn ich die Szene aufmerksam verfolge, der deutsche Hiphop hält sich mit dem Thema wirklich massiv zurück, in den USA und England gibt es da ein paar mehr MCs die sich mit dem Thema Krieg beschäftigen, Eminem, Brother Ali und Ice Cube wären hier zum Beispiel noch zu nennen, wobei der von mir gepostete track wohl am nahegehensten ist, da er wirklich auf dem Familiären Leid der beiden Rapper aufgebaut ist.

  • Philipp

    Hier noch ein Deutschrap-Track zum Thema ‘Afghanistan’: http://www.youtube.com/watch?v=zaLcoIxqGy4
    Musikalisch her nicht mein Ding, aber Beiträge hierzu waren schließlich erwünscht, es geht schließlich auch um den Sinn, nicht nur um den Flow und Beat. :o)

  • MoeJoe

    “Die Beats sind eher funktional und entfalten wenig Glanz”
    Biztram macht mit die besten Beats im deutschen Rap, und Funktionalität bei bei Beats zu bemängeln, scheint mir auch sinnlos.
    Wer Geschmack an deutschen Rap fernab des Prollgehabes und zurückgebliebenen Texten gefunden hat, sollte sich unbedingt die Gruppe “Herr von Grau” zu Gemüte führen.

  • Johannes Waechter

    @ MoeJoe
    Die Frage für mich ist in solchen Fällen, ob ich mir die entsprechende Platte auch in einer Instrumentalversion anhören würde. Bei vielen Rap-Platten aus den Neunzigern finde ich die Beats auch ohne Stimme interessant, für die Pi-Platte gilt das nicht. Mag ja sein, dass Biztram immer noch besser ist als die anderen deutschen Produzenten, ich finde trotzdem, dass die Beats viel zu clean sind und wenig Kontur oder Persönlichkeit haben. Wenn man die Platte auf dem Computer anhört, funktioniert’s, aber auf einer vernünftigen Anlage klingt die Platte dünn und konturlos. Wie die meisten aktuellen HipHop-Produktionen. Aber egal, “Rebell ohne Grund” ist trotzdem eine tolle Platte.

  • Octane

    Zum Thema Krieg fällt mir noch “Camouflage” von Mad Maks ein, ein Video hab ich nicht gefunden aber immerhin die Lyrics: http://www.madmaks.de/index.php?seite=3&track=3
    Bezieht sich zwar nicht direkt auf den Irakkrieg, aber zusammen mit “Es brennt” vom gleichen Album passt es schon irgendwie zum Thema.

    Was die Beats angeht: Da muss ich Johannes zustimmen, zwar macht Biztram gute Beats die perfekt zu Pi’s Stimme passen, aber als Instrumentalversion würde ich sie mir nicht anhören, wie z.B. von Tua oder Zenit produzierte Sachen.

  • Der PTBS-Soldat

    Interessant finde ich, dass Künstler wie SPAX mit Kriegstagebuch zu Beginn des ISAF Mandats, kaum Beachtung fanden. Sogar die Bundesregierung wollte derartiges Liedgut und den entsprechenden Videoclip am liebsten auf den Index verbannen. Keiner störte sich damals daran. Der Film “Black Hawk down” wurde ebenfalls auf Druck der Medienanstalt über ein Jahr verspätet erst in die deutschen Kinos gebracht. Nur damit einem breiten Publikum nicht das Gesicht des Kriegs nicht in Verbindung mit einem vollig sinnfreien Einsatzes deutscher Soldaten nahe gebracht wird! Ich war bereits 2 mal im Rahmen des ISAF-Madates im Einsatz und ich meine durch aus “sinnfreien Einsatz” betonen zu dürfen. Ich hoffe, dass diese scheiß, positive Kriegspropaganda endlich einer Realitätsnahen, ungeschönten Berichterstattung weicht und der deutsche Bürger aufwacht! Dank an Prinz Pi, das er dieses Eisen angepackt hat!!!

  • joa

    reim und flowmaessig mit einigem abstand der schwaechste pitrack bis lang… was is nur aus deutschem rap geworden?

  • spex

    Guter Artikel! Allerdings ist der Bezug auf den alten Namen überflüssig, wie man hört ist von ihm nicht viel geblieben.

  • philip

    endlich wird mal anerkannt das hiphop weit mehr Themen als ghetto, nutten und drogengeschäfte hat.

  • Markus

    Netter Artikel! Freut mich sehr, hier etwas über Pi zu lesen.

    Er ist einer der besten in Deutschland! Das ist er schon lange. Vor Donnerwetter bekam er jedoch so gut wie keine Aufmerksamkeit, wahrscheinlich wirklich wegen dem etwas unglücklich gewählten Namen. Er stand schon vor dem ersten Ton in einer Ecke mit King Orgasmus One und Frauenarzt. Doch nach dem ersten Ton oder zumindest kurze Zeit später merkt man, dass sich hinter seinen Songs ein ganz anderes Niveau steckt.

    Sein neues Album Rebell ohne Grund läuft bei mir gerade hoch und runter. Es ist einfach unglaublich abwechslungsreich. Da findet man für jede Stimmung (mindestens) einen passenden Track! Pi ist vor allem auch – im Gegensatz zu vielen anderen deutschen Rappern – authentisch. Er erzählt nicht, dass er von der Straße kommt und Drogen tickt.

    Weil in allen Medien die, die für uns alle stehen / weitgehend hohle Scheiße reden / hat Rap in D kein leichtes Leben / findet nur statt im Fernsehen / als Skandal mit seichten Themen / was wieder Grund gibt, sich für seinen Job am Mic zu schämen / und genau deswegen: Bin ich der Beweis dagegen

  • AntiFlag

    Meiner meinung nach sehr gut interpretiert und beschrieben , doch “3 Kreuze für Deutschland” ist nicht das einzige Lied auf Pi’s neuem Album was vom Krieg handelt. Auch “Krieg @ Home” ist hörenswert und beschreibt die tragische wirklichkeit des Krieges.

  • Ecki

    Sehr guter Blog!

    Deutschland braucht couragierte und politisch interessirte Bürger mehr denn je. Wir leben in einer sehr interessanten Epoche und können vieles verändern.

    Zum Thema Krieg/Politik möchte ich von Vinny Paz – End of Days empfehlen.
    Es gibt wenige Amerikaner die derart Klartext sprechen: http://www.youtube.com/watch?v=20Sx1XvDzjw

    Beste Grüße

  • nic knatterton

    ich finde die Beats endlich mal wieder sehr hörenswert. (im Gegnsatz zu Neopunk) gerade diese Untermalung der Stimme. Bei mir läuft es auch auf einer “großen Anlage” rauf und runter :) ich mag die Beats auch lieber als die auf den Tua Alben (welche auch großes Kino sind) eben weil sie nicht so stressig sind.
    Sehr gute Musik gibts übrigens auch hier: http://www.nic-knatterton.de ;)

  • WhyMe?

    Bezüglich des Mangels an kritischen musikalischen Auseinandersetzungen mit den Auslandseinsätzen der Bundeswehr: in Deutschland existiert meiner Meinung nach das Phänomen, dass politisch orientierte Künstler eine eigene kleine Szene bilden die abseits von der restlichen puren Unterhaltungsmusik stattfindet… in Sachen HipHop fallen mir hier zum Beispiel Conexion Musical, Schlagzeiln oder Albino ein!

  • Hades

    Auch wenn es viele nicht glauben würden, bushido hatte auch mal gute und gesellschaftskritik in seinen raps. Mittlerweile haben seine tracks sovel aussagekraft wie ketchup aber guckt mal bei youtube nach: Stupid White Man !!

    Das war so ziemlich am anfang!

  • V3n0m

    muss ich hades zustimmen, wenn man bushido ne zeitlang gehört hat (früher) gabs durchaus gute passagen oder lieder die sozialkritisch waren etc.
    Aber Pi ist meiner Meinung nach der talentierteste deutsche Rapper was sinnvolle und produktive Lieder angeht, nicht ohne Grund mein Meistgehörter Musikinterpret

  • ullie

    http://www.youtube.com/watch?v=28f4V0LOaKk

    sehr empfehlenswert….

  • Mihael

    Haha, den Namen Nic Knatterton habe ich auch schon ein paar Jährchen nicht mehr gelesen, gibt’s dich wirklich noch? Da habe ich vor etwa zehn Jahren eine MC (eine Musikkassette!) auf dem Schulhof in die Hand gedrückt bekommen von dem Hippie an meiner Schule. Gut, dass es so Leute wie uns noch gibt! Man trifft sich im Kommentar der Süddeutschen, wenn man eine richtig obskures Nischenhobby hat, ist klar.
    Nette Homepage, ich muss mal umschauen, aber jetzt ist viel zu spät. Jaja, das Studentenleben.

    Nun zu Pi: Ja Rebell ohne Grund ist eine klassische 10/10, das muss man einfach so sagen. Das ist für mich ein Instant Classic, wie er im Buche steht. Für mich das beste Album aus Deutschland seit Blauer Samt, mindestens. Ich habe in letzter Zeit überhaupt kein HipHop-Album mehr so oft gehört, seit mindestens fünf Jahren nicht. Meine nagelneue Zweit-Sgt. Pepper, über das Album werde ich in zwanzig, dreißig Jahren ein Buch schreiben oder sowas. Ein klassisches Genie wie Wolfgang Amadeus (oder John und Paul), merkt bloß keiner, außer eine Handvoll Leute.

    Gut, dass Pi inzwischen in der Süddeutschen stattfindet und nicht mehr auf obskuren Rapseiten oder laut.de, das wird ihn freuen. Er kann ruhig noch größenwahnsinniger werden, unser Fackelträger bekommt das schon hin :)

  • nic knatterton

    ja, mich gibts tatsächlich immernoch….. mit einer ganzen Menge subversiver, schöner Rapmusik im Gepäck: http://www.nic-knatterton.de
    Finde übrigens bsplw. dieses Schlaflied von Prinz Pi weitaus erwähnenswerter als das Kreutze für Deutschland Lied. Meine Lieblngssongs auf dem Album eben dieses und Marathonmann mit einem grandiosen Kampfeature.
    Checkt weiterhin http://www.nic-knatterton.de

  • Mihael Svitek

    Mir gibt Wunderkind so viel, das hat mich heute die ganze Nacht am Laufen gehalten, ich bin seit 23 Stunden wach, Skywalkerstyle. Das ganze Album ist aber auch so rund geworden, ich kann gar nicht verstehen, wieso da nirgendwo die Leute sitzen in den Redaktionen und das pushen, aber das ist wahrscheinlich noch ein Relikt jugendliche Naivität.

    Ich habe übrigens heute Nacht einen Blog aus dem Boden gestrampelt, sehr klein, sehr fein und gerade erst am Sprießen: http://jederbeatlessong.blogspot.com Ich erkläre das auch im ersten Posting, was ich so mache, ist auf jeden Fall den ein oder anderen Besuch wert.

    Der Frühling macht alles neu, heute ist so ein schöner Tag und man trifft sich im Internet, alle sind zufrieden, das finde ich gut.

    Immer wieder mal beobachten was ich da so treibe, vielleicht findet man sich ja irgendwo wieder.

    Grüße aus dem wundervollen Dresden an das schreibende Restdeutschland
    Mihael.

  • Andros

    Prinz Pi hat einfach das talent das er einem Bilder in den Kopf rapt.
    doch ich vermisse bei den beats etwas.bei donnerwetter hatten die beats mehr wärme. Nichts desto trotz ist biztram einer der besten im grossen und ganzen ist das album sehr gelungen auch die features sind klasse denke an Timi Hendrix, Raf Camora,Kamp….

  • Matthias

    um in die 90er zurückzugehen: “Reimende Antifaschisten” – provozierend mit RAF abgekürzt – hatten auf dem Album “Das Kommando” den Song “Jugoslawien” einen Beitrag zum Krieg dort. Die “Anarchist Academy” aus Dortmund lässt in ihren Texten auf dem Album “Anarchophobia” das Thema immer wieder an- bzw. durchklingen. In der Mitte des Booklets befindet sich außerdem noch ein Statement der Band mit der Überschrift “Krieg und Leichen – immer noch Hoffnung der Reichen”. Wie WHYME schon gepostet hat, handelt es sich hier in der Tat eher um recht kleine subkulturelle Bands, die sich mit tieferen politischen Themen als Ghetto/Drogenkonsum &Rechtsradikalität auseinandersetzen.

    Schön, dass das Thema hier in dem Blog aufgegriffen wurde. Ich habe mich inzwischen fast vollständig vom HipHop abgewandt, eben weil ich nur noch wenig spannende Künstler aus Deutschland kenne. Daher freue ich mich umso mehr über das Reinhören in Prinz Pi.

    Im englischsprachigen Rap kenn ich mich noch weniger aus und mir ich kann – trotz sehr guten Englisch’s den Wortwitz einfach nicht so sehr schätzen wie auf meiner Muttersprache. Hat da jemand Empfehlungen für guten Rap abseits des Mainstream parat?

  • M. Pilz

    Von einem Skinhead ist in dem Lied nicht die Rede, nur von einer “Glatze”. Skinheads haben nichts mit der rechten Szene zu tun, zumindest ursprünglich nicht. Sonst ein guter Kommentar. Es ist tatsächlich so, dass der Afghanistankrieg wenige Songs hervorruft.

  • Mihael Svitek

    @Matthias: Atmosphere dürfte ein guter Einstieg in guten, amerikanischen HipHip sein. In der UK gibt es natürlich Mike Skinner mit The Streets, der bei genauerem Hinhören auch ziemlich viel zu sagen hat.

  • M.P.

    Gibts eigentlich in Deutschland auch tatsaechlich kritische Kuenstler, die nicht auf platte “Krieg ist doof” Realitaetsverweigerung reinfallen, sondern geistig einen Schritt weiter sind und die echten Schwierigkeiten von pro/kontra Krieg thematisieren, denn aus beidem resultiert ja eine Realitaet mit auch jeweiliger Gewalt. Ohne Militaereinsaetze sogar noch mehr. Darueber gibts aber keine Lieder …

    Ich sehe primaer nur feige stromlinienfoermige Kuenstler, die brav das aufsagen, was der kulturell-politische Mainstream so plappert … nichts, was tatsaechlich selbstaendig denkt.

  • Protestsongs und HipHop | JUICE MAGAZIN – HipHop since 1997 -

    [...] Rapper, der in den vergangenen Monaten sogar traditionell eher HipHop-kritische Medien wie die Süddeutsche Zeitung für sich begeistern konnte, war Prinz Pi. Vor allem für “3 Kreuze für Deutschland” [...]

  • Prinz Pi – ††† für Deutschland | JUICE MAGAZIN – HipHop since 1997 -

    [...] sogar die Möglichkeit, seinen Fuß erneut in den Erwachsenen-Mainstream des deutschen Polit-Talks zu bekommen. Es wäre mindestens interessant, diesen Friedrich Kautz bei Maybrit, Günther, Anne [...]

  • VERFLUCHT

    Verflucht…Wann verstehen die Menschen endlich den unterschied zwischen Skinhead und Nazis…-.-
    BITTE UM ÄNDERUNG…
    Sonst guter Artikel…
    LG

  • Fan

    Richtig verstanden!
    Mit Reinhardt Mey und nicht mit Bushido sollte Pi verglichen werden. Er ist nichts für MTV, sondern für anspruchsvolle gesellschaftliche Talkshows!

  • Nathy20

    Schön das Prinz Pi doch gehört wird. Doch immernoch viel zu wenig. Wenn “Songs” (ich weiß nicht ob man es so nennen kann) wie “gangnam Style” weltweit gehört werden und etwas sinnvolles, aktuelles und geniales wie die Lieder von Pi nicht, dann muss doch was falsch laufen???!!

    Ich persönlich schreibe auch Lieder und bin zeichnerisch aktiv, und werde von Pi ständg umgehauen und inspiriert!!
    Ein hoch auf PI!!!

  • live is live

    nicht zu vergessen Wehrpflicht von Boykott feat Albino:
    http://www.youtube.com/watch?v=92jA5KJADVk

  • PiFan

    Erstmal finde ich es ebenfalls sehr löblich hier (ausserhalb der HipHop-Scene) erwas über Pi zu lesen! Zum Thema Krieg, Waffen usw. sollte auch der Track “Die Bomben schlafen” von Prinz Pi erwähnt werden! http://m.youtube.com/watch?v=QPQ1wCX8OvE

  • PiFan

    btw: für viele Leute die HipHop nur als Gangster-Möchtegern-Getue kennen, guckt euch mal diverse Interviews von Prinz pi auf youtube an! Da merkt man (hoffentlich) mal das es auch Interpreten gibt die nicht so beschränkt wie Haftbefehl, Farid Bang usw. sind!