Die heiligen Kühe Hollywoods
Der vegane Sinneswandel von Bill Clinton, Ellen DeGeneres, Russell Brand, Alec Baldwin und Robin Williams
Von Michaela HaasVeganes Traumpaar: Portia de Rossi (links) und Ellen DeGeneres
Wenn die amerikanische Fernsehkomikerin Ellen DeGeneres im nächsten Jahr ihr neues, schickes Restaurant auf dem Ventura Boulevard bei Los Angeles eröffnet, wird keines ihrer alten Lieblingsgerichte auf dem Menü stehen: kein Steak, kein Cheeseburger, kein Milchshake. Kein Gast wird auf Lederhockern sitzen. Ihr Restaurant, das sie gemeinsam mit Ehefrau Portia de Rossi, Filmproduzent Steven Bing und Pretenders-Sängerin Chrissie Hynde kreiert, wird strikt vegan, also ohne jedes tierische Produkt.
“Wir machen uns alle vor, dass es irgendwo eine glückliche Kuh gibt, die einen schnellen, schmerzlosen Tod stirbt und dass das okay ist”, sagt Degeneres, “aber in Wahrheit leidet jedes einzige der Milliarden Tiere, die jedes Jahr geschlachtet werden. Ich will dazu nichts beitragen.” Seit sie sich den Dokumentarfilm Earthlings mit Innenansichten aus der Massentierhaltung angesehen haben, schworen sie und Schauspielerin Portia de Rossi: nie wieder Burger. Es ist mehr als ein PR-Gag. Auf ihrer Webseite Going vegan with Ellen propagiert sie Rezepte für Gurkennudeln und Kürbistorte, bei ihrer Hochzeit kam kein Tierprodukt auf den Tisch, und sie hat sogar eine Kuh mit dem schönen Namen Holy adoptiert, die nun auf dem Gnadenhof “Gentle Barn” steht. Dabei ist sie nur die prominenteste Neu-Veganerin in Hollywood, die dazu aufruft, Kühe nicht mehr zu schlachten, sondern heilig zu sprechen und zu adoptieren.
Auf Ellens Liste berühmter Veganer stehen 43 Promis, die wie sie vegan leben, also auf Fleisch, Milchprodukte, Eier und Honig verzichten. Besonders überraschend ist, dass sie sich ernährungstechnisch auf den Rat von Ex-Präsident Bill Clinton verlässt. Wenn Clinton gefragt wird, wie er seinen Bauchspeck weggekriegt habe, schwärmt er von Mandelmilch-Smoothies und Rohkost. 24 Pfund habe er so abgenommen, strahlte er kürzlich bei CNN. Lange berüchtigt für seine Liebe zu Fastfood und Krapfen, brachten ihn zwei schwere Herzoperationen zum Umdenken. „Ich war wie ein Schiff, das auf einen Eisberg zusteuert. Aber ich glaube, ich habe das Ruder noch mal rumgerissen.”
Plötzlich schlank um die Hüften: Bill Clinton.
Wenn Präsident Obama diesen Donnerstag wieder traditionell vor internationalen Kameras zwei Thanksgiving-Truthähne begnadigt (und dann abends zum Dinner einen isst), hat ihm Clinton etwas voraus: Clinton schätzt, dass er jedes Jahr rund 200 Tierleben rettet, weil er seine Ernährung hundertprozentig auf vegan umgestellt hat.
Ellen DeGeneres und Bill Clinton sind die prominentesten Vorreiter eines Gezeitenwechsels. Ellen DeGeneres‘ veganer Starkoch Tal Ronnen sagt, er sei “vom Stuhl gefallen”, als Bill Clinton bei CNN zum ersten Mal über Mandelmilch-Shakes fachsimpelte. “Jemand wie Bill Clinton, der im Süden Amerikas mit Schweinerippchen aufgewachsen ist, über seine vegane Diät reden zu hören, zeigt, wie sich die Dinge geändert haben”, sagt Ronnen. “Die Leute denken bei vegan nicht mehr an Hummus, Alfalfa-Sprossen und trockenes Gesundheitsbrot, sondern an erfolgreiche Geschäftsleute und attraktive Stars.”
Berühmte Vorreiter wie Angelina Jolie, Drew Barrymore und Natalie Portman haben dem Veganismus wieder abgeschworen, aber die folgenden Stars sind weiterhin fleischlos glücklich:
- Wie Bill Clinton wurde Schauspieler Robin Williams nicht ganz ohne ärztliche Nachhilfe Veganer: Nach einer komplizierten Herzoperation legte ihm sein Arzt einen grundlegenden Lebens- und Ernährungswandel nahe. Der Komiker isst nun nur noch roh und vegan, in der Hoffnung, damit einen weiteren Herzinfarkt zu verhindern.
- Schauspieler Russell Brand hat oft gesagt, daß er zwar viel Heroin, Kokain und andere Drogen konsumiert habe, aber schon seit seinem 14. Lebensjahr kein Fleisch mehr.
- Schauspielerin Olivia Wilde war lange nach eigener Aussage eine „Als-ob-Vegetarierin, die Fisch isst”, aber ist nun Veganerin und gewann im letzten Jahr den PETA-Preis als „Sexiest Vegetarian“.
Schauspielerin Olivia Wilde
- Country-Star Carrie Underwood hat dieses Jahr angekündigt, daß sie sich von der Vegetarierin zur Veganerin weiterentwickelt hat.
- Auch Musikerin Alanis Morissette ist Neu-Veganerin und sagt, sie freue sich über 20 Pfund Gewichtsverlust.
- Alicia Silverstone hat sogar eine Veganer-Bibel geschrieben: The Kind Diet.
- Baywatch-Babe Pamela Anderson schwört, der Verzicht auf Fleisch führe zu besserem Sex, also sozusagen zu einer höheren Ebene der Fleischeslust.
- Musiker Bryan Adams ist schon lange dabei. Er wurde mit 28 Jahren aus Tierliebe Veganer und freut sich immer, wenn er nach Indien fährt: Da sei es am einfachsten, vegane Gerichte zu finden.
- Joaquin Phoenix sagt, er habe mit drei Jahren auf einem Angeltrip mit seiner Familie entsetzt beobachtet, wie qualvoll ein Fisch stirbt und entschieden, dass es einfach falsch sei, Tiere zu essen.
- Als Appetithäppchen hat der frühere Schwergewichts-Weltmeister Mike Tyson schon mal einem Gegner ein Stück vom Ohr abgebissen, aber seit seinem Rückzug aus dem Boxring fressen ihm selbst Tiger aus der Hand. Er züchtet Tauben, setzt sich für die Tierschutzorganisation Last Chance for Animals ein und kann sich gar nicht mehr erinnern, wann er zuletzt ein Steak gegessen hat. Wenn man ihn fragt, was er bereut, spricht er nicht von den Attacken auf seine Gegner, sondern davon, wie leid es ihm tut, sich nicht schon immer vegan ernährt zu haben.
- Fernsehkomiker und Filmstar Alec Baldwin, angeblich der pummeligste Veganer Hollywoods, wettert schon lange gegen nicht-vegane Sünden wie etwa das Milchtrinken. Eine Tierschutzorganisation bot jedem 50 Dollar, der Baldwin beim Verzehr eines Steaks erwischen würde, aber bisher wurde er nur von Paparazzis auf den Ledersitzen seines Bootes abgelichtet – auch das eine Todsünde im veganen Universum.
Fotos: AP, AFP
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10 Uhr 09
Schade, dass der letzte Satz noch eine negative Wertung in den Artikel presst – die meisten Veganer sind nicht religiös (“Todsünde”). Und die meisten Veganer sind keine Menschen- oder Pflanzenhasser, sondern einfach empathische, konsequente Menschen mit Herz.
12 Uhr 51
Sie wollen doch nicht ernsthaft der breiten Masse eine Ernährungsform schönreden, bei der ohne VitB.in Tablettenform schwere Mangelerscheinungen drohen ???
Nur weil man die Massentierhaltung nicht unterstützt muss niemand zum Veganer werden.
Haben sie sich auch mal überlegt wie eine Welt aussehem würde, auf der kein einzigen Nutztier mehr lebt ???
Solange Veganer nicht über die Gemüsefelder gehen und die Schädlinge lebendig absammeln und anderswo wieder freilassen, sondern kaltlächelnd zusehen wie diese mit Schädlingsbekämpfungsmitteln zu Tode gebracht werden, ist diese Haltung eh ziemlich inkonsequent, oder ist das Leben einer Kuh mehr wert, als das des gemeinen Kartoffelkäfers???
13 Uhr 25
Mit Herz mag sein. Aber ohne Eigenhumor.
13 Uhr 28
Dass diese Promis keine tierischen Produkte mehr essen, finde ich respektabel. Aber anstatt Kühe zu schlachten nun welche zu adoptieren finde ich so albern, dass ich die Haltung, die angeblich dahinter steht, kaum ernst nehmen kann.
14 Uhr 45
super artikel (ja nur der letzte satz machte mich ebenso etwas stutzig)
schön zu sehen, dass der veganismus langsam aus der “körndlfresser” schublade rausgeholt wird
15 Uhr 15
Einfach mal die Stunde Zeit investieren und den Trailer oder gleich den Film Earthlings anschauen, geht auch im Internet, und dann sieht die Welt ganz anders aus.
16 Uhr 24
Es ist sehr amüsant zu lesen, wie gerade die Nichtveganer sofort anfangen, große Reden zu schwingen von wegen ob „Kartoffelkäferleben weniger wert sein als das einer Kuh“, obschon sie gleichzeitig munter Milch trinken, Lederschuhe tragen und Fleisch essen. Vielleicht, liebe/r Maroni, sollten sie sich erstmal an die eigenen Nase fassen, bevor Sie sich darüber aufregen, dass Veganer „kaltlächelnd“ beim „Schädlings“-Massenmord zusehen würden.
Auch ein Veganer wird es im Zweifelsfall nicht schaffen, ein Leben zu führen, dass zu 100% tierleidfrei ist, nein. Aber er bemüht sich darum. Zudem ist es bei den meisten Veganern, die ich kenne (mich eingeschlossen), so, dass ein Umdenken nicht nur im Bezug auf Tierleid stattfand. Die meisten gehen weiter und bemühen sich z.B., vorallem bio und fairtrade zu kaufen. Da sieht es u.a. mit der „Schädlingsbekämpfung“ anders aus.
Abgesehen davon ist das einzige, was man als Veganer supplementieren muß, Vitamin B12. Dieses Vitamin hat man in früheren Zeiten auch bei tierproduktfreier Nahrung problemlos zu sich genommen, z.B. über ungewaschenes Obst und Co. Auch Tiere „bilden“ dieses Hormon übrigens nicht, sie bekommen es zugeführt. Es macht also keinen großen Unterschied, ob man es direkt zu sich nimmt, oder via Tierprodukt. Naja, abgesehen davon, dass beim Direktkonsum kein Tier leidet.
Allein das Wort „Nutztier“ zeugt übrigens davon, dass Sie ein Mensch sind, der sich bisher mit Veganismus und den Gründen dafür zu etwa 0,1% beschäftigt hat. Und das eine Zehntelprozent stammt daher, dass Sie diesen Artikel lasen und sich erstmal unbedacht darüber erregten.
16 Uhr 29
Und Ihr seit sicher, dass das auf dem Foto neben Frau de Generis Portia di Rossi ist? Sieht schwer nach Callista Flockhart aus.
17 Uhr 20
[...] Die heiligen Kühe Hollywoods Dabei ist sie nur die prominenteste Neu-Veganerin in Hollywood, die dazu aufruft, Kühe nicht mehr zu schlachten, sondern heilig zu sprechen und zu adoptieren. Auf Ellens Liste berühmter Veganer stehen 43 Promis, die wie sie vegan leben, … Read more on sueddeutsche.de [...]
21 Uhr 30
[...] Zitat von kingair9 Stellte sich dann raus, dass es ein VEGANER-Essen ist. Rohkost in Erdnuss-Öl mit Veg. Sushi und Obst. Gar nicht schlecht, aber deswegen werde ich jetzt kein Veganer… Passend dazu hab ich letztens was in der SZ gelesen: S [...]
23 Uhr 24
@ Besserwisser
definitiv ihre Ehefrau Portia. Ohne jeden Zweifel.
Zum Artikel: an sich gut, nur ist es immer schwierig ein so komplexes Thema in so wenige Zeilen zu quetschen und ich würde viel lieber über den Veganer von nebenan lesen, schillernde Figuren sind immer gut um Aufmerksamkeit zu generieren aber sie spiegeln eben nur eine Facette der Realität.
09 Uhr 40
Ich finde veganen Lebensstil schlichtweg selbstbezogen, und deshalb passt er prima in die egozentrische Welt der Promis. Aus dem Artikel geht ja hervor, dass einige Promis ihre Ernährung erst umgestellt haben, als sie gesundheitliche Probleme hatten. Und die Gewichtsabnahme durch vegane Ernährung scheint dabei ja auch eine Rolle zu spielen! Dabei habe ich Respekt vor jedem, der auf Fleisch und Fisch verzichtet. Aber glauben Veganer wirklich, dass Bienen leiden, wenn sie Honig sammeln oder eine Kuh, wenn sie gemolken wird?!
12 Uhr 11
[...] Gegner, sondern davon, wie leid es ihm tut, sich nicht schon immer vegan ernährt zu haben.”Quelle (Da dürfen sich die Pro-Fleisch-Hinterwäldler in ihren Kommentaren dann so richtig austoben! In [...]
12 Uhr 47
Anne L. hat gesagt :
“Schade, dass der letzte Satz noch eine negative Wertung in den Artikel presst – die meisten Veganer sind nicht religiös.”
Irrtum ! Veganismus ist eine Religion, welche Tiere anbetet und vergöttert.
Dazu gibt es ja jetzt auch schon wissenschaftliche Untersuchungen :
http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,797858,00.html
13 Uhr 26
@Maroni: Offensichtlich haben Sie nicht verstanden, dass das Ziel des Veganismus ist, Tierleid wo es möglich ist, zu vermeiden. Es ist nicht möglich ohne Schädlingsbekämpfung auszukommen, es ist aber einfach möglich auf tierische Produkte in der Nahrung, Kleidung, usw. zu verzichten. Es ist z.B. auch nicht möglich auf ein lebensnotwendiges Medikament zu verzichten, da die quasi immer an Tieren getestet wurden (so schreibt es das Gesetz nun mal vor).
Sicher ist es möglich auch als Nichtveganer eher tierfreundlich zu leben, aber mit jedem Biss in eine nichtvegane Süßigkeit, Backware, Fertigprodukte, usw. unterstützen Sie massenweise Tierleid dank der enthaltenen, billigen Tierprodukte. Da bringt es auch nichts vom netten kleinen Bauernhof die Eier zu kaufen, die übrigens die Legehennen auch abmurksen, wenn sie nicht mehr wirtschaftlich sind.
Und außer B12 braucht man als Veganer kein einziges Nahrungsergänzungsmittel. Und wissen Sie woher die meisten anderen Menschen ihr B12 bekommen? Von Tieren, denen dieses ebenfalls nur gespritzt wurde, da durch den Einsatz von Antibiotika (sehr weit verbreitet) die Mikroorganismen absterben, die dieses produzieren. Was ist da die “natürliche” und was die “unnatürliche” B12-Quelle?
08 Uhr 23
@Maria
“Aber glauben Veganer wirklich, dass Bienen leiden, wenn sie Honig sammeln oder eine Kuh, wenn sie gemolken wird?!”
Lesen Sie doch einfach mal Folgendes:
http://www.animals-angels.de/Die-Kampagne,1070.html
und
http://www.peta.de/web/honig_von_bienen.1414.html
und bei den Eiern sollte man nicht vergessen, dass die männlichen Küken “Ausschuss” sind und gleich nach dem Schlüpfen vergast oder geschreddert werden, bei vollem Bewusstsein, ganz abgesehen von den Legebatterien …
08 Uhr 26
@Maroni
“Haben sie sich auch mal überlegt wie eine Welt aussehem würde, auf der kein einzigen Nutztier mehr lebt ???”
Ungefähr so, wie eine Welt völlig ohne Sklaven, ohne Ausbeutung von Frauen und Kindern, ohne Qualzuchten usw.
“Sie wollen doch nicht ernsthaft der breiten Masse eine Ernährungsform schönreden, bei der ohne VitB.in Tablettenform schwere Mangelerscheinungen drohen ???”
B12-Mangel ist ein gesamtgesellschaftliches Problem. Nicht umsonst werdden B12-Prärparate im Überfluss in jedem Supermarkt und jeder Drogerie angeboten. Ebenso wie viele andere Nahrungsergänzungsmittel, denn omnivor lebende Menschen leiden im Unterschied zu Veganern unter weitaus mehr Mängeln.
19 Uhr 26
Hier reden einige und regen sich auf über Dingen über welche sie unzureichend informiert sind.
Ich kam auf 2 Wegen zur veganen Ernährung , durch das Problem der Allergien durch Zusatzstoffen in der Nahrung sowie aus ethischen Gründen.
Der B12 Mythos:
B12 Mangel besteht nicht alleine durch den Verzicht von tierischen Produkten. Ich ass früher auch Fleisch , Eier und Fisch und hatte hochgradig B12 Mangel . Ich esse nun seit Jahren Vegan und hatte nie mehr B12 Mangel , ohne Tabletten Zugabe. Das einzige was ich zu mir nehme ist ein Algenpräparat .
Wie Kühe für die Milchproduktion leiden wurde ja weiter oben schon erläutert. es gibt ein gutes Buch für unsere Kritiker hier . Es heisst ” Du sollst nicht töten ” von von Nina Messinger
21 Uhr 57
@ Lukas: “Dazu gibt es ja jetzt auch schon wissenschaftliche Untersuchungen :
http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,797858,00.html”
Das ist keine Studie, das ist ein Bericht über einen Studentenaustausch. Aus wissenschaftlicher Sicht bestehen hier leider viele Mägel an der These Veganismus = Religion. In etwas salopper Form hier ff: http://www.orchideenkultur.net/index.php?topic=19785.msg207385#msg207385
10 Uhr 24
[...] sueddeutsche.de [...]
11 Uhr 00
ich bin froh, dass die meisten kommentare gegen den veganismus hier bereits entkräftet werden konnten. es ist auch sehr einfach, sie aus einer ethischen und vernünftigen perspektive, zu widerlegen, entstehen sie schließlich allesamt aus einem zustand der uninformiertheit heraus (wenn man z.b. auf die idee kommt, es gäbe keine probleme in der tierhaltung, siehe: “glauben veganer wirklich, …eine kuh muss leiden, wenn sie gemolken wird?”, wer dies sagt, hat seine augen ganz gehörig vor der realität verschlossen, wenn mittlerweile schon magazinen wie dem spiegel die vegane ernährung ein titelthema wert ist).
um jetzt dem beschwören des vitamin-b12-mangels hier noch etwas entgegenzusetzen, ich nenne mal einen ausschnitt an krankheiten, die ein konsum tierischer produkte hervorrufen kann: brustkrebs, prostatakrebs, diabetes, osteoporose, herzinfarkt. hier schlägt komischerweise niemand alarm. ganz zu schweigen von der moralischen problematik des konsums tierischer lebensmittel. menschen der sog. entwicklungsländer verhungern, weil ihr getreide als futtermittel für tiere in industrienationen importiert wird. trinkwasser wird verschwendet.
und bis hierhin habe ich das quälen und die ausbeutung von tieren (der hauptgrund, warum die meisten menschen veganer_innen werden) ja noch nicht einmal erwähnt. wer versucht, vegan zu leben (dies ist in einer so stark auf ausbeutung basierenden wirtschaft wie der unseren kaum möglich, wie einer der kommentierenden sehr richtig bemerkt hat. veganismus bleibt deshalb ein VERSUCH, leid zu reduzieren und dieser versuch ist richtig und darf von niemandem, der dies gar nicht erst in erwägung zieht, diskreditiert werden, nur weil dieser sich in seiner eigenen faulheit, ignoranz und inkonsequenz ertappt fühlt und daher andere angreift.)
veganer_innen versuchen, mit ihrem konsumverhalten möglichst nicht zu diesen mechanismen der ausbeutung von tieren und menschen beizutragen. wie man sich in anbetracht dessen zu einer aussage wie “ich finde veganen lebensstil schlichtweg selbstbezogen” versteigen kann, kann ich einfach nicht nachvollziehen. bitte denke kurz darüber nach und du wirst bemerken, dass deine aussage jeder möglichkeit der rechtfertigung entbehrt. fleischesser_innen, euch fehlen die argumente! lest hier nach:
http://www.ProVegan.info.
jedem eurer vorbehalte ist etwas entgegenzusetzen. der einzige grund, tierische lebensmittel zu essen, ist der persönliche genuss, den man in diesem moment über die rechte von tieren und anderen menschen stellt. das ist die wahrheit und wenn man fleisch isst, sollte man sich dies wenigstens eingestehen und sich bei gelegenheit ein video einer schlachtung ansehen, um die konsequenzen des eigenen verhaltens zu reflektieren.
04 Uhr 09
[...] sueddeutsche.de [...]
08 Uhr 19
…..wenn ich das alles hier lese…die einen lassend ie anderen nicht sein und tun, was sie für richtig halten. Veganismus ist und bleibt ok. Wer will, der soll auch. Ganz so, wie er/sie es sich wünscht. Und an die Fleischesser unter uns: Wir haben die Wahl, und wir haben uns dafür entschieden Fleisch zu essen. Oder andersrum: Nie dagegen entschieden.
Dieses Thema kontrovers zu diskutieren hate ich für absolut sinnfrei, denn niemand würde seine Überzeugung ind er Ernährung zugunsten einer anderen Ernährungsform aufgeben. So eine Entscheidung trifft man für sich ganz alleine. Und sämtliche Gründe, die dafür sprechen, sind bereits bekannt.
Man soltle offen für Denkanstöße sein, in jeder Form. Wenn man diese Denkanstöße nicht annimmt, dann gibt es einen Grund dafür, schlicht auch der, dann nicht gewollt wird.
Schlußendlich: Ich würde niemanden überreden wollen, omnivor oder vegan zu leben. Aber man kann seine Sicht der Dinge darlegen, allersings bitte ohne überzeugen zu wollen…..
17 Uhr 01
lieber hjohann, wenn du ein bestimmtes verhalten für moralisch falsch hieltest, würdest du auch versuchen, menschen, die dies praktizieren bzw. befördern, davon zu überzeugen, es zu unterlassen. beim konsum tierischer produkte handelt es sich schon daher nicht um eine private bzw. persönliche entscheidung, da sie das recht auf leben und unversehrtheit von tieren und anderen menschen betrifft. die eigene freiheit endet da, wo sie die des anderen beschneidet. wir diskutieren hier also nicht etwa pro und contra des tragens eines haardutts im vergleich zum pferdeschwanz (hier kann man durchaus unterschiedlicher meinung sein und hier sollte tatsächlich jede/r selbst entscheiden), sondern ob auch tieren das recht auf leben und unversehrtheit zugestanden wird oder nicht. man muss diese frage mit ja beantworten, da tiere, wie wir menschen, über ein zentrales nervensystem verfügen, daher körperlichen schmerz empfinden und gefühle haben, genau wie wir. ihr recht auf leben und unversehrtheit steht daher nicht zur disposition und es nicht anzuerkennen ist moralisch falsch.
17 Uhr 04
hey hjohann, wenn du ein bestimmtes verhalten für moralisch falsch hieltest, würdest du auch versuchen, menschen, die es praktizieren bzw. befördern, davon zu überzeugen, dies zu unterlassen. beim konsum tierischer produkte handelt es sich schon daher nicht um eine private bzw. persönliche entscheidung, da sie das recht auf leben und unversehrtheit von tieren und anderen menschen betrifft. die eigene freiheit endet da, wo sie die des anderen beschneidet. wir diskutieren hier also nicht etwa pro und contra des tragens eines haardutts im vergleich zum pferdeschwanz (hier kann man durchaus unterschiedlicher meinung sein und hier sollte tatsächlich jede/r selbst entscheiden), sondern ob auch tieren das recht auf leben und unversehrtheit zugestanden wird oder nicht. man muss diese frage mit ja beantworten, da tiere, wie wir menschen, über ein zentrales nervensystem verfügen, daher körperlichen schmerz empfinden und gefühle haben, genau wie wir. ihr recht auf leben und unversehrtheit steht daher nicht zur disposition und es nicht anzuerkennen ist moralisch falsch.
18 Uhr 56
Ich finde es schade das dieses Thema nicht reflektierter gesehen wird. Ich persönlich finde menschen gut die sich für etwas einsetzten weil sie daran glauben. Und das schliesst veganer mit ein. Aber ich möchte zu bedenken geben, das es nicht nur qualzuchten gibt, ganz im gegenteil: es gibt auch glückliche hühnchen und die legen dann auch glückliche eier
natürlich wenn wir auf die industrie sehen .. – geschenkt .. aber was ist mit den ganzen anderen, mit dem fairen bauern ? Mit der dame die in ihrem garten hühner hällt wo sie frei rumlaufen können und keine eier legen “müssen” und die dann irgendwann tod umfallen und eben begraben und nicht gegessen werden ?
22 Uhr 15
oops, erst wollte der server meinen kommentar nicht hochladen und beim zweiten mal stand da, man solle dasselbe nicht 2 mal posten. ich dachte, wenn ich 2 wörter verändere, lädt er ihn diesmal hoch. jetzt steht er zweimal da. ich bitte diese bescheuerte wiederholung zu entschuldigen.
10 Uhr 09
[...] einem Antitierbenutzungshof (Vegan leben) und die Presse übt sich im Namedropping veganer Promis (Die heiligen Kühe Hollywoods). Natürlich pflegt auch Ellen Degeneres auf ihrer Webseite ihre Liste der “famous faces who [...]