We Will Always Love You
Whitney Houston, 48, wird tot im Beverly Hilton in Los Angeles gefunden.
Von Michaela Haas
Whitney Houston 2009 im Nokia Theater in Los Angeles. Foto: Getty
Am Samstagabend hätte Whitney Houston eine der angesagtesten Partys Hollywoods eröffnen sollen: Sony-Produzent Clive Davis, Whitney Houstons Entdecker, lädt jedes Jahr am Vorabend der Grammy-Verleihung die größten Entertainer ins Beverly Hilton Hotel in Los Angeles ein. Alicia Keys, the Kinks, Jackson Browne und Elvis Costello bereiteten sich auf ihren Auftritt vor. Dieses Fest sei, sagte Davis, jedes Jahr Whitney Houstons Lieblingsparty gewesen. Aber nachmittags um 15 Uhr 43 Ortszeit wählte Whitney Houstons Bodyguard den Notruf. Hotelangestellte fanden Whitney Houston, 48, bewusstlos im Badezimmer ihres Hotelzimmers im vierten Stock des Beverly Hilton und versuchten vergeblich, sie wiederzubeleben. Minuten später trafen Sanitäter ein, aber um 15 Uhr 55 erklärten sie Houston für tot.
Mark Rosen vom Beverly Hills Polizei Department sagte am Samstag abend, er könne noch keine Angaben zur Todesursache machen. Die Polizei habe keine offensichtlichen Anzeichen von Fremdeinwirkung oder Drogenmissbrauch festgestellt, aber Houstons Tod werde derzeit untersucht. Sie hatte schon Tage zuvor im Hilton eingecheckt. Houstons TanteCousine Dionne Warwick sagte, sie habe mit Whitney noch 20 Minuten vor ihrem Tod telefoniert, Whitney habe gut geklungen, und an dem Gespräch sei nichts ungewöhnlich gewesen.
„Es ist ein großer Schock, aber niemand ist wirklich überrascht,“ sagt Hollywood-Publizist Howard Bragman. Die einstige Popqueen befand sich seit Jahren in einer öffentlichen Abwärtsspirale aus Drogensucht, Alkoholexzessen und mitleiderregenden Bühnenauftritten. „Ich bin mein größter Feind,” gestand Houston in einem aufsehenerregenden Interview mit der amerikanischen Starjournalistin Diane Sawyer schon vor zehn Jahren.
In den Achtziger Jahren war Houston die unangefochtene Souldiva, verkaufte mehr als 170 Millionen Alben und Singles und landete sieben Nummer Eins Hits in Folge. Die ehemalige Kirchensängerin schien die perfekte Mischung aus Stimme, Soul und unschuldiger Sexyness und inspirierte Generationen von jüngeren Sängerinnen wie Mariah Carey oder Christina Aguilera. Sie galt als die am meisten ausgezeichnete Künstlerin aller Zeiten.
Ihre Weltkarriere schien ihr in die Wiege gelegt: Sie war die Tochter von Gospelsängerin Cissy Houston, die Cousine von Popdiva Dionne Warwick und die Patentochter von Aretha Franklin. Schon als Jugendliche sang sie als Background Sängerin von Chaka Khan, Jermaine Jackson und anderen schwarzen Stars. In einem Nachtclub wurde die 20jährige von Produzent Clive Davis entdeckt, der schon Janis Joplin, Bruce Springsteen und Patti Smith gefördert hatte. „Als ich sie das erste Mal in einem Auftritt ihrer Mutter in einem Club hörte, hatte das eine umwerfende Wirkung,“ sagte Davis in der Sendung „Good Morning America.“ “Ich spürte Gänsehaut.”
1985 erschien ihr Debütalbum “Whitney Houston”, das sich sofort millionenfach verkaufte. “Saving All My Love for You” brachte ihr den ersten Grammy. Jahrelang galt sie als heilige Jungfrau des Soul, gänzlich frei von Eskapaden und Skandalen. Aber 1992 heiratete sie den R&B Sänger Bobby Brown, und die letzten Kapitel ihres Lebens erzählten eine tragische Geschichte von Kokain-, Marihuana- und Pillensucht. Houston gab zu, fast täglich Drogen zu nehmen. Sie sagte, sie habe vergeblich versucht, ihre turbulente Ehe mit dem Tunichtgut Bobby Brown zu verarbeiten, mit dem sie die Tochter Bobbi Kristina hat. Schon 2001 wirkte die Sängerin so ausgemergelt und zerbrechlich, daß Gerüchte von ihrem Tod die Runde machten. Ihre unverwechselbare mächtige Stimme wurde heiser und krächzend. Nach einigen Aufenthalten in Entzugskliniken schien ihr 2009 noch einmal ein Comeback zu gelingen. Ihr Album „I Look To You“ wurde 2009 mit Platin ausgezeichnet. Aber wenn sie versuchte, wie auf ihrer Comeback-Tour 2010, ihre ehemals so gefeierten Hits wie ihre Version von Dolly Partons „I Will Always Love You“, oder „I Wanna Dance With YouSomebody“ zu singen, klang ihre Stimme so schwach, daß ihr Publikum sie von der Bühne buhte.
Weltweit trauern Entertainer nun um ihre Kollegin. Von Tony Bennett bis Justin Bieber, von Mariah Carey bis Chaka Khan überfluten Stars Twitter mit Tributen. “Whitney Houston war die größte Sängerin, die ich je gehört habe. Wir werden sie vermissen,“ schreibt Tony Bennett. “Eine der größten Simmen aller Zeiten ist verstummt,” trauert Justin Bieber. Mariah Carey sagt, sie sei “in Tränen über den schockierenden Tod meiner Freundin” und nennt sie “eine der großartigsten Stimmen, die die Welt je gehört hat.“ Chrstina Aguilera hat Houston immer bewundert und twittert: “Wir haben eine weitere Legende verloren.”
Innerhalb von Monaten hat die Welt nun drei legendäre Sängerinnen verloren: Amy Winehouse, Etta James und Whitney Houston.
Grammy Produzent Ken Ehrlich kündigte an, die Grammy Verleihung heute abend werde Whitney Houston gedenken, er habe Jennifer Hudson gebeten, ein Houston-Lied als Tribut an ihr Idol singen.
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Dionne Warwick wird erst als Tante, dann als Cousine bezeichnet. Was denn nun, liebe Frau Haas? Und Frau Houstons Hit heißt “I wanna dance with somebody”, nicht “I wanna dance with you”. Vielleicht sollte die SZ lieber mit Journalisten tanzen, die etwas mehr Wert auf Recherche legen.
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War sie nun die Nichte oder die Cousine von Dionne Warwick?
Was ist das fuer Journalismus, der sich innerhalb zweier Absaetze so offensichtlich selbst widerspricht?
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may she join the big chorus in the sky along with marvin, michael and all the others who met a tragig death. god bless their souls
11 Uhr 36
“Houstons Tante Dionne Warwick…”
“Sie war [...] die Cousine von Popdiva Dionne Warwick…”
Also, die Familienverhältnisse waren offenbar schwierig.
11 Uhr 59
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[...] fand sie leblos im HotelzimmerSTERN.DESpiegel Online -Wiener Zeitung -FOCUS Online -sueddeutsche.deAlle 1.003 [...]
12 Uhr 21
I wanna dance with you?! Definitiv kein Song von Whitney Houston!
23 Uhr 49
Sie hat sich (wie später z.B. auch Britney Spears) früh zu Jungfräulichkeit bekannt, die sie bis zur Ehe behalten wolle. Im Alter von 29 war es dann endlich so weit. Mit solch schrägen Vorstellungen ist es nicht verwunderlich, wenn Leute auf die schiefe Bahn geraten.