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PromiLeaks  25 Kommentare

Die Er-Zession ist da

Hanna Rosin ruft “Das Ende der Männer” aus, und sogar Männer applaudieren. Unsere Autorin bemüht sich nach Kräften, diese steile These nicht durch Fakten zu zerstören

Von Michaela Haas


Die amerikanische Autorin Hanna Rosin sieht die Frauen auf der Überholspur. (Foto: dpa)

Sorry, Jungs, man muss es so deutlich sagen: Es ist vorbei. Jahrtausende lang habt ihr euch gegenseitig die größten Stücke vom Kuchen zugeschoben, das war für euch ein guter Gig, aber nun geht eure fette Zeit zu Ende: Das Zeitalter der Frauen beginnt. Hanna Rosin ruft in ihrem eben in Deutschland erschienenen Buch “Das Ende der Männer” und den “Aufstieg der Frauen” aus (Berlin Verlag). Dabei handelt es sich nicht um eine Forderung oder eine Kampfansage, sondern um eine kühle Analyse der “Krise der Machos”. Das Buch der amerikanischen Atlantic-Reporterin ist ein unsentimentaler Abschiedsbrief an das ehemals “starke” Geschlecht: Während sich Parlamente und Großkonzerne noch um die Frauenquote streiten, überholen die Frauen die Männer unversehens auf der rechten Spur. So jedenfalls sieht es Hanna Rosin. Und ihr Ehemann, der durchaus erfolgreiche und schlagfertige Slate-Chefredakteur David Plotz fragt sich gespielt verzweifelt, wie es denn passieren konnte, daß ausgerechnet seine eigene Ehefrau das Ehebett als Schlachtfeld ausgemacht hat, in dem die Männer verlieren: “Habe ich etwa den Geschirrspüler falsch beladen? Spreche ich nicht genug über meine Gefühle?”

In einem unbarmherzigen Stakkato lässt Rosin Argumente und Fakten auf den Leser niederprasseln: „Die Männer haben drei Viertel der in der Rezession verloren gegangenen Jobs verloren. Und die am schlimmsten betroffenen Jobs waren die in den Macho-Bereichen: Bau, Fabriken, Hochfinanz.“ Die Rezession habe einen tiefgreifenden wirtschaftlichen Wandel beschleunigt, der seit mindestens 30 Jahren im Gange ist: 2009 stellten Frauen zum ersten Mal mehr als die Hälfte der Erwerbstätigen. Frauen dominieren in den Universitäten, schaffen mehr akademische Abschlüsse und sind schon in der Schule besser. Rosin diagnostiziert außerdem die “Geschlechtsumwandlung der Mittelschicht”, bei ihrer Recherche begegnet sie kümmerlichen männlichen Losern und sexuell agressiven, „wunderschönen“ Aufsteigerinnen, die eingeschüchterte Männer zwischendurch mal für Bettspiele benutzen, aber sie zum Heiraten für ungeeignet halten. Die Frauen, so Rosin, „halten die Karten in der Hand“, die Balance zwischen den Geschlechtern habe sich schon verschoben, bevor die Männer überhaupt reagieren konnten. Aus all dem folgt ganz klar: Das Matriarchat ist nur noch eine Frage der Zeit. Sogar ihrem eigenen neunjährigen Sohn sagt Rosin eine klägliche Zukunft voraus und widmet ihm das Werk mit den wenig tröstenden Worten: “Für Jacob, tut mir leid”. Dafür werden ihn seine Klassenkameraden und Freundinnen garantiert bis in alle Ewigkeiten hänseln.

In Amerika wurde dieses im Oktober erschienene Buch überraschend ernst genommen, es sorgte für leidenschaftliche Diskussionen. Die Los Angeles Times lobte Rosins Buch als “die aufschlussreichste und lesbarste Kulturanalyse des Jahres”, in der New York Times pflichtete ein (männlicher) Kritiker nach Lektüre des Buches erschüttert bei, Männer seien wohl tatsächlich Vesager. Reicht denn ein rasanter Titel aus, dass selbst die renommiertesten Zeitungen ihr Grundrecht auf Recherche vergessen?

So weit, so erstaunlich. Schließlich gibt es jede Menge Fakten, die Rosins Thesen widersprechen. Ein flüchtiger Blick in die täglichen Nachrichtenspalten sollte eigentlich genügen. Ja, Martina verdient immer noch weniger als Martin. Vorstände, Ministerpräsidenten und Redaktionsleiter sind immer noch überwiegend männlich. Frauen schultern immer noch den Großteil der Kindererziehung. Sie regieren gerade mal 20 von 198 Staaten, und weltweit treiben Mütter immer noch überproportional viele weibliche Embryos ab. Solche Randnotizen streift die Autorin, als wären es schon Nachrichten von gestern und nicht die realen Befunde aus der Lebenswirklichkeit von Frauen in der Gegenwart.

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Mit ihrem Tunnelblick würde Hanna Rosin vermutlich auch in Deutschland schnell Indizien für einen Machtwechsel der Geschlechter finden.

Beleg 1, die Politik: Merkel sitzt fest im Sattel, das Matriarchat ist längst politischer Alltag in Berlin, das letzte Aufbäumen eines männlichen Kanzlerkandidaten wird zum Scheitern verurteilt sein.

Beleg 2, die Medien: Die Zeit verkündete auf der Titelseite jüngst „Das Ende des (weißen) Mannes“; der Spiegel beklagte die “Männerdämmerung”; der Focus stemmte sich vergeblich gegen den Trend zur Frauenquote, indem er einige reiche Erbinnen dagegen wettern ließ; und Cindy aus Marzahn rettet das deutsche Kulturheiligtum Wetten, dass..?. Die Liste ließe sich beliebig lang fortsetzen – wer sich Rosins Brille aufsetzt, sieht überall nichts als weibliche Überflieger.

Schachmatt, Beleg 3: Selbst der mächtigste aller Machos, der Herrgott selbst, ist vor der Verweiblichung nicht mehr sicher. Bekanntlich sorgte Frauenministerin Kristina Schröder für einen Aufschrei der Entrüstung, als sie Gott das männliche Prädikat aberkannte. Aber soweit bekannt hat sich selbst der Herrgott nicht getraut, gegen die Geschlechtsumwandlung ernsthaft vorzugehen. Offensichtlich hat er Hanna Rosins Buch gelesen und weiss: Widerstand ist zwecklos, seine Tage sind gezählt. Sorry, Gott, es tut ihr leid.

Kommentare

  • talon

    Ui ui ui. Zum einen stellt sich die Frage, wer denn bitteschön diese Gesellschaft am laufen halten wird, wenn es die Männer nicht tun. Frauen sind sich ja zu fein, harte arbeite anzunehmen, wer wird en Strom Produzieren, die Häuser bauen, die Strassen in schuss halten? Frauen findet man vor allem dort, wo es schön warm und gemütlich ist und nichts von Wert Produziert wird. Frauen sind reine Verbraucher, auch in den USA, und müssen allein in Deutschland mit 90 Milliarden Euro mit durchgefüttert werden.

    Das sit das eine, das zweite sind diese elendigen feministischen Märchen von dem Gehaltsunterschied und der Gläsernen Decke. Beides hängt damit zusammen, das Frauen eben nicht so viel Liesten wie Männer, sich die einfachsten und bequemsten jobs suchen und bei weitem nicht so viel Arbeiten.

    Also los mädels, zeigt uns Männer mal endlich wos langgeht, wir warten seit 40 Jahren auf eure Emanzipation, aber ihr sucht immer noch den Versorger, wir warten seit 40 Jahren, das ihr endlich mal Produktive Jobs annehmt, und werden jedes Jahr mehr enttäuscht, und dann noch so ein Buch. *Kopfschüttel*

  • karl faber

    Hat nicht vor 20 Jahren einer das Ende der Geschichte verkündet?

  • manchmal, aber nur manchmal…

    ich hätte nix dagegen, das Leben zu leben, das die meisten Frauen leben. Jeden tag diese Entscheidungen, Verantwortungen, und das alles ohne Notausgang Babybauch…und das Leben/Lernen/Arbeiten mit der Motivation der Selbstverwirklichung an dem Punkt aufhört, wo man anfängt, auch für andere Verantwortung zu übernehmen, sieht man daran, wie viele Frauen es wirklich durch die gesamten Ebenen der Konzernstruktur an die oberen Töpfe zu beissen…da, wo keine rosa Wölkchen auf dem Weg liegen, ist die Frauendichte echt gering…

  • Ralf

    Sehr geehrte Frau Haas. Danke für Ihren Artikel, aber ich würde bestimmte Thesen von Frau Rosin nicht so unterstreichen, bzw. spitze Formulierungen glätten. Ich persönlich finde, dass wir – die westlichen Gesellschaften – auf dem Weg der GLEICHBERECHTIGUNG und der GLEICHBEHANDLUNG sind. Ich würde sagen, dass hier erst einmal die nächsten Ziele liegen, auch wenn es noch ein langer Weg dorthin sein wird. Von einem beginnenden Matriachat zu sprechen, wäre etwas zu übertrieben formuliert. Der Leistungsgedanke sorgt für eine Angleichung bzw. Vernachlässigung der Geschlechterrollen. Schauen Sie sich die Genderdebatten und die aktuelle Situation der Feminismusbewegung an. Das dortige Bild spricht viel mehr über die Realität, aber Frau Rosins herbeigeredeter Machtwechsel der Geschlechter… Sorry Femisnismus, es tut mir leid.

  • SB

    Also das schlimme an dieser ganzen Diskussion ist, sie beginnt schon falsch. Die Aussage “Ihr habt euch Dinge zugeschanzt, jetzt sind wir an der Reihe” zeigt doch schon, dass es hier nicht um Gleichberechtigung oder Gleichbehandlung geht, sondern um die Rache und den Ausgleich, jetzt wollen Frauen die Welt regieren und alles was die Männer mal hatten an sich reissen… Zum einen kann das doch nicht der Weg sein, jeder sollte aufgrund seiner Leistung das bekommen, was er verdient, egal welches Geschlecht. Hier ist die Junge Generation schon viel weiter, als es so manch einer protestierenden Frau recht sein würde. Zum anderen, frage ich mal in die Runde, wie lang glauben die Frauen, dass sich die Männer dies gefallen lassen werden? Noch sind sie auf dem Trip “Sie haben ja recht, sie sollen gleichberechtigt sein” Aber spätestens, wenn die Männer merken, dass sie aufgrund des Geschlechts benachteiligt werden, wird sich hier auch widerstand regen. Es geht nur gemeinsam und “auf Augenhöhe”, Leider ist es oft eher von oben herab.

  • Karlo

    Okay, wir geben uns geschlagen. Ihr dürft ab jetzt auf den Bau und ins Stahlwerk. Und die langweiligen Jobs der Sesselfurzer in der Hochfinanz dürft ihr – auch wenn die Kohle noch so dolle ist – gerne auch haben. Hauptsache, wir haben endlich unsere Ruhe vor der Quengelei.

  • besserohne

    Die Frau Rosin muss ja auch irgendwie Geld verdienen.
    Und es wird Zeit, daß die Frauen mal mehr tun.
    Aber dann bitte in allen Bereichen und nicht nur hinterm Schreibtisch.
    Quotenfrauen für den Bau – mehr Dachdeckerinnen und mehr Frauen die
    Straßen pflastern. Dann kann die Frau ein Kind kriegen (geht leider nicht anders). oder von einer Leihmutter austragen lassen. Und der Mann kann sich dann jobmäßig etwas zurücklehnen und sich um die Kinder kümmern. Wann ist es endlich soweit?

  • LK

    Ich habe das Buch nicht gelesen. Dennoch erscheint es mir auch recht reißerisch und bewusst provozierend. Keine Feministin ist an einem “Ende der Männer” oder einer “errschaft der Frauen interessiert, sondern daran, Menschen, Frauen wie Männer, nicht aufgrund ihres Geschlechts zu diskriminieren.
    Dass das Ende männlicher Privilegien von einigen Männern als Bedrohung und nicht als Schritt in Richtung einer aufgeklärteren, gerechteren Gesellschaft empfunden wird, ist nichts Neues. Auf erschütternde Weise wird dies beim Verfolgen von Gleichberechtigungsdebatten deutlich, in denen Netz-Maskulinisten mit Gift nur so um sich spritzen. Auch die frauenfeindlichen Kommentare von Lesern wie talon oder manchmal, aber nur manchmal sind ein weiteres, trauriges Beispiel dafür..

  • francis

    …das ist genau das Problem mit solchen Büchern: Statt einen sinnvollen Dialog zwischen Männern und Frauen zu befördern, wie denn all das, was es zu verteilen gilt (Rechte und Pflichten, Verantwortung und Freiheit, Geld und Macht, bezahlte und unbezahlte Arbeit, Familienverantwortung und Karriere, etc.), verteilt werden kann und sollte, werden Vorbehalte und Frustrationen geweckt und Feindbilder verstärkt. Siehe die vorhergehenden Kommentare…So kommen wir alle nicht weiter, weder Männer noch Frauen.

  • Nina

    Ich muss LK ganz deutlich zustimmen, diese Debatte wird mit viel Verachtung geführt, wie die Kommentare von Talon und auch anderen hier zeigen. Dass wir eine Menschheit sind, die sich gegenseitig unterstützen muss und sich nicht in diesem Kleinkrieg ergehen darf, das haben viele offenkundig noch nicht begriffen.

  • Anne

    Lieber Talon,
    Wer wäscht die Alten und Kranken, wer erzieht in Kindergärten und Schulen mehrheitlich die schecht erzogenen Kinder anderer und wer hält den Speichelsauger, wenn Sie beim Zahnarzt sind? Erzählen Sie bitte keine Mär von bequemen Frauenjobs.
    Bei Kommentaren von Männern wie Ihnen bin ich froh, dass die Zeiten vorbei sind, in denen Frauen sich gezwungenermassen versorgen lassen mussten, weil es ihnen nicht erlaubt war, einen Beruf zu ergreifen.

    Die Gehaltsunterschiede bei gleicher Qualifikation werden geringer, sind oftmals aber leider immer noch Fakt (Weshalb die Frau zuhause bleibt und die Kinder versorgt, und sich widerum vom Mann versorgen lässt. Schliesslich verdient er ja besser.). Dass es Frauen oft nicht in die Führungsetagen schaffen, liegt unter anderem an den Seilschaften der Männer und oftmals an der Unvereinbarkeit von Top-Manager-Jobs und Familie.

    Was den Artikel angeht: Die Autorin stellt im zweiten Teil ganz klar dar, dass sich die derzeit herrschende Realität nicht mit Hanna Rosins Thesen in Einklang bringen lässt. Diese Ansicht teile ich.
    Gleichberechtigung wäre wünschenswert, eine “Auge um Auge, Zahn um Zahn”-Mentalität der Frauen ist sicher nicht der richtige Weg.

  • KJ

    Folgende Textpassage ist äußerst interessant: “Rosin diagnostiziert [...] die ‘Geschlechtsumwandlung der Mittelschicht’, bei ihrer Recherche begegnet sie kümmerlichen männlichen Losern und sexuell agressiven, ‘wunderschönen’ Aufsteigerinnen, die eingeschüchterte Männer zwischendurch mal für Bettspiele benutzen, aber sie zum Heiraten für ungeeignet halten.”
    Offensichtlich beobachtet Frau Rosin ein Phänomen, das immer wieder auch negativ interpretiert wird. Frauen, d.h. erfolgreiche Frauen, übernehmen Verhaltensweisen und Lebensgewohnheiten, die vormals überwiegend männlich konnotiert waren: Agressivität, sexuelle Dominanz, Egoismus, das Ausnutzen Schwächerer – Attribute, die bisher eher den (erfolgreichen) Männern zugeschrieben werden/wurden. Es ist ein klassisches Bild des Alphatieres, dass sich in Rosins Analyse vom einen Geschlecht auf das andere überträgt. Gleichzeitig schildert sie Männer – wohlgemerkt vor dem Hintergrund dieser ‘Macho-Schablone’ als im soziokulturellen und ökonomischen Sinn ‘impotent’. Ein unangenehm anmutendes Machtgefälle zwischen den Geschlechtern bleibt in dem, was Rosin schildert, bestehen, nur dass es sich nun in die entgegengesetzte richtung zu neigen scheint. Nach wie vor wird ein Menschentypus abgebildet, der versucht eine hegemoniale Stellung innerhalb eines angenommenen Ringens zwischen den Geschlechtern zu erlangen und dieses Denkmodell geht von einer Dichotomie der Geschlechter aus, die bereits in vielen Aspekten des alltäglichen Lebens vieler Menschen (in westlichen Staaten/Gesellschaften!) nicht mehr völlig der Realität entsprcht.
    Insgesamt aber wirft die Analyse Rosins – wie sie von Frau Dr. Haas – wiedergegeben wird etliche Fragen auf: 1) Handelt es sich bei dem von Rosin beobachteten Phänomen nicht um einen Zwangsmechanismus, der Frauen eine ‘Vermännlichung’ des Verhaltens aufnötigt, um in einer noch immer von sehr traditionellen männlichen Idealen dominierten (Arbeits-)Welt erfolgreich zu sein?Diese Frage wurde schon in anderen Zusammenhängen diskutiert! Daran muss natürlich die Frage geknüpft sein, ob tatsächlich eine derartige Unterscheidung typisch männlicher und typisch weiblicher Verhaltensweisen möglich ist. Voraussetzung der Eröterung dieser Frage ist selbstverständlich, dass man als ‘typisch’ angesehene Verhaltensweisen nicht als naturgegeben, sondern als sozial konstruiert betrachtet. 2) Ist es, beantwortet man Frage 1 positiv, nicht durchaus möglich, dass Rosin nur einen allgemeinen Prozess der Verwischung der Grenzen zwischen geschlechtertypischem Vergaltensweisen beobachtet, die daraus resultieren mag, dass sich die Erwartungshaltung an dieser Verhaltensweisen verändern und nicht mehr prinzipiell mit dem Geschlecht sondern zunehmend mit der sozialen Funktion ihres Trägers identifizieren lassen? 3) Kann es unter diesen Voraussetzungen nicht vor allem als Chance gesehen werden, dass eine Möglichkleit von mehr weiblicher Dominanz mit der Möglichkeit von mehr männlicher Nachgiebigkeit einhergeht und vielleicht angfristig die Überwindung des geschilderten hegemonialen Verhaltenstyps, auf welches Geschlecht auch immer er bezogen sein mag, ermöglicht? Dies würde (m.E.) einen erheblichen sozialen Fortschritt darstellen. 4) Entspricht die Gruppe, die Rosin untersucht hat wirklich einem repräsentativen Mittel? Es scheint so zu sein, dass Rosin ihre Analyse auf bestimmte gesellschaftliche Gruppen in spezifischen sozio-ökonomischen Umfeldern beschränkt; lässt sich ihre These auf gesamte Gesellschaften ausweiten? – Dies erscheint zumindest als fragwürdig, Frauen werden in vielen alltäglichen Lebens- und Arbeitsbereichen . 5) Kann man Frau Rosin sicherlich eine erhebliches Maß an Fixierung auf die Gesellschaft(en) Nordamerikas und (West-)Europas unterstellen. Im internationalen Kontext sieht die Lage sicherlich vollkommen anders aus. Frauenfeindlichkeit, bis hin zum Frauenhass, ist sicherlich in Nordamerika und Europa noch zu genüge anzutreffen (z.B. unter ‘Maskulinisten’). In eingen (aus europäisch-moderner Perspektive noch überwiegend traditional organisierten bzw. im Umbruch befindlichen) Kulturkreisen und Vergesellschaftungsformen sind Frauen jedoch z.T. noch deutlich stärker von Marginalisierung und Unterdrückung betroffen, sodass von einem Ende männlicher Dominanz auf globaler Ebene mitnichten gesprochen werden kann. Zumal diese Dominanz in manchen Ländern fraglos viel stärker als in Nordamerika und Europa auf der institutionellen Verfahrensebene verankert ist.
    Rosins Buch ist daher wohl einerseits nicht als genereller ‘Abgesang’ auf das in der Bedeutungslosigkeit verschwindende männliche Geschlecht zu bewerten. Andererseits scheint es keinen besonders positiven oder optimistischen Akzent in der Debatte um Gleichberechtigung und Geschlechterdemokratie zu setzen.

  • Dakia

    “und weltweit treiben Mütter immer noch überproportional viele weibliche Embryos ab” – Ja, wären es gleich viele von jedem gecshlecht, wäre das kein Problem für sie?

  • Schmidt Georg

    jaja, die Frauen, immer die grosse Klappe, aber was machen sie ohne Männer-meine Schwiegermutter sagte einmal: ein Mann ist ein Mann und wenn er im Bet liegt und hustet!

  • maxi_12

    war nie anders: Männer assestieren, Frauen regieren!
    alles andere war ein Lapsus der Geschichte..

  • talon

    @LK und Nina
    Der Feminismus führt seit 40 Jahren Krieg gegen Männer, führt ihn nicht aus Gleichberechtigungsinteressen, sondern deshalb, damit es Frauen schön bequem und leicht haben. Männer hatten nicht mehr Privilegien als Frauen. Ansonsten bitte mal ein beispiel eines Privilegs, das ein Mann hatte. 16 Stunden Schichten im Begwerk? Und nein, ein Mann konnte keiner Frau verbieten zu arbeiten.

    @anne
    Pflegerinnen machen nicht mal ein zwölftel der Erwerbstätigen Frauen aus. Das ist ein Witz. Männer sterben unter anderem sechs Jahre früher als Frauen, aufgrund der hohen Arbeitsbelastung. Das sollte ihnen zu denken geben. Und nein, es gab nie eine Zeit, in der Frauen nicht arbeiten durften, das haben Frauen sehr gerne angenommen, sieht man auch heute noch. Frauen suchen noch immer den Versorger, anstatt sich gescheite, aber anstrengende, Jobs zu suchen. Dann wieder mal die Lüge vom Gehaltsunterschied, den gibt es nicht bei gleicher Qualifikation, dieser Gehalstunterschied kommt durch die Berufswahl und die nicht erbrachte Leistung von Frauen zustande. Genau deshalb schaffen es auch Frauen nicht in Führungspositionen, nicht wegen der sog. Seilschaften der Männer. Wenn wir schon bei seilschaften sind, schauen sie sich die ganzen vom Staat geförderten Frauennetzwerke an, hier findet die Diskriminierung statt, nämlich von Männern, Frauenquote, Frauenstudiengänge, Frauenstipendien sprechen eine deutliche sprache. Und auch Männer müssen sich zwischen Karierre und Kinder entscheiden, warum kann das nicht auch von Frauen verlangt werden?

  • bethlis

    Lieber Talon,
    genau an solchen Männern wie Ihnen scheitert es, weil Sie immer noch in dem alten Patriarchtatslienien denken!
    Natürlich “durften” Frauen immer schon arbeiten, aber bis vor 35 Jahren musste der EheMANN noch seine Zustimmung geben!
    Und was verstehen Sie unter “gescheiten” Jobs? Gut ich gebe zu: Jobs die schwere körperliche Arbeit beinhalten haben wir eher nicht… Aber kenne Sie einen männlichen Krankenpfleger, Altenpfleger, Kindergärtner, Tagesvater, Hebamme? Wenn ja, Glückwunsch! Da haben Sie einen Exoten erwischt!
    Und noch etwas: Die klassischen Pflegeberufe (die vorwiegend durch Frauen ausgeführt werden) sind wesentlich schlechter bezahlt, wie z.B. ein Mitarbeiter der Müllabfuhr!

  • talon

    @bethlis
    Nein, Frauen brauchten keine Einverständniserklärung des Ehemannes um zu Arbieten. Auch dies ist eine weitere Lüge des Feminismus, wie Gläserne Decke, wie die Lohnlüge etc pp. Und ein Patriachat, nach Feministischer Definition, hat nie existiert.

    Unter gescheiten Jobs, verstehe ich Arbeiten, die die Gesellschaft voranbringn und nützlich sind, wie die Männer die dafür sorgen, das wir Strom, Gas und Wasser haben, die die Häuser bauen, die Strassen bauen, dafür sorgen, das das Abwasser wieder aufbereitet wird usw usw. und natürlich auch Krankenpfleger. Nur machen Kranknepfleger nicht einmal ein zwölftel der weiblcihern Erwerbstätigen aus, das ist schlicht und ergreifend in Witz. Ansonsten haben Frauen möglichst einfach und bequeme Berufe, da Frauen anstrengende Arbeiten meiden wie der Teufel das Weihwasser, und sich lieber einen Versorger suchen, der sie durchfüttert.
    Zur Bezahlung: So schlecht verdienen Krankenpfleger nicht, meine Frau ist eine, diese verdienen mehr als so mancher Fachinformatiker.

  • CS

    Lieber talon,
    falls Sie es nicht wissen: es gab sogar ein Gesetz das vorschrieb, dass Frauen die Erlaubnis ihrer Ehemänner brauchen, wenn sie arbeiten wollten.
    Zu ihrem Lieblingsthema Frauen in Versorgerehen: Wer versorgt hier wen? Suchen sich diese Männer nicht Frauen, die Ihnen die Wäsche waschen und das Essen kochen, ihm nebenbei die Kinder vom Hals halten, die Wohnung putzen und Einkaufen gehen – und das Alles im 24-Stunden Dienst – ohne Nacht-und Sonntagszuschläge? Mal ganz abgesehen von den sonst schönen Dingen, die das Zusammenleben von Frauen und Männern durchaus haben kann. Diese Arbeit angemessen zu entlohnen, das könnte mann (!) sich – selbst ohne Mindestlohn und sozialversicherungspflichtigem Beschäftigungsverhältnis – wohl kaum leisten.
    Es tut mir sehr leid, dass Sie offensichtlich so schlimme Erfahrungen gemacht haben, die sie derart verbittert über Frauen denken lassen.

  • Rheinquelle

    Die Thesen dieser Frau sind doch lediglich als “geistiger Vaginismus” zu bezeichnen.
    Schulen sind seit mehr als zwanzig Jahren auf dem absteigenden Ast. Der auftretende Niveauverlust wird auf den Universitäten sichtbar und wird von den Hochschulen massiv beklagt.
    Das Leben stellt ganz andere Anforderungen an die Menschen, als dass die sogenannte “Osterhasenpädagogik” darauf vorbereiten würde. Scheinbar spüren das die Frauen intuitiv und wollen sich durch Quote Pfründe sichern.

  • onchyphaga

    Ich (als “leidtragende” Mutter zweier lebhafter Söhne) habe mich schon gefragt, wann endlich das Thema “Schule” aufkommt. Erklärt mir doch mal, wieso die Schulnoten von Jungs immer schlechter werden im Vergleich zu den Mädchen, und wesentlich mehr die Schule gleich ganz ohne Abschluß verlassen? Weil sie DÜMMER sind? Weil wir schlafgestörten “Muttis” uns nicht genügend gekümmert haben? Weil wir ihnen nie ERKLÄRT haben, daß gute Bildung eine wichtige Voraussetzung eines erfolgreichen Berufslebens ist?

  • upsala

    Lieber talon,

    was für ein unglaublich dummer Kommentar. Vom ersten Wort bis zur letzten Zeile. Wer sich nicht auskennt mit geschichtlichen Gegebenheiten, wie etwa das 1958-77 im Gesetz verankerte Gebot eine Frau dürfe nur dann arbeiten, wenn sie die häuslichen Pflichten nicht vernachlässigt und die Erlaubnis ihres Ehemannes eingeholt hat, und dem ganzen anderen unwichtigen Rest, sollte es einfach prinzipell lassen im Netz Themen mit subjektiven Pseudo-Weisheiten zu kommentieren!

  • AK 47

    Sehr geehrter (Herr) Talon,
    können Sie, auch wenn es ein scheinbar anregendes Thema ist, bitte einen Duden zur Hand nehmen. Das würde wenigstens in Sachen Rechtschreibung kein so unangenehmes Gefühl zurücklassen. Beim Inhalt kann auch der Duden nicht weiterhelfen. Und noch etwas würde mich interessieren, da Sie so zum Wettern neigen, leben Sie mit einer seit 40 Jahren enttäuschenden Frau an Ihrer Seite? Cheerio

  • Mazubi

    Es sollte bei dieser Debatte nicht vergessen werden, dass es tatsächliche (biologische) Unterschiede zwischen Mann und Frau gibt (komischerweise). Eine Gleichberechtigung die bloß im Sinne von “Alle können/sollen das Gleiche erreichen” abläuft, funktioniert einfach nicht. Viel mehr sollte eine Gleichberechtigung in der Hinsicht stattfinden, dass gewisse Arbeiten mehr “Wert” (in Form von Geld, Anerkennung usw.) haben und im gleichen Schritt sollte auch der weitere “Aufstieg” der Frau in entsprechende Positionen statt finden (klassiche Gleichberechtigung) um eine echte Gleichberechtigung zu erreichen. Eine Diskussion über schwache hässliche Männer und Superwomen bringt hier wenig. Ich glaube beim verfassen des Buches ging es mehr um Schlagzeilen und Geld als um einen ernsthaften Versuch die Situation um einen Beitrag zu bereichern

  • Seb

    Wie schrieb schon die EAV:
    “Die Frau ist dann emanzipiert wenn´s arbeitsmäßig brenzlig wird.” Das eigentliche “Problem” ist doch eher dass sich Teile der weiblichen Bevölkerung genau dass immer einreden….die Männer müssen weg, die Männer müssen dieses. Das große Problem ist einzig und alleine das Frau in der Regel nur weiß was Sie NICHT will. Täglich gelebte Erfahrung. Und jmd. der nur weiß was er nicht will kommt halt auch nicht wirklich vorwärts. Und mit zu wissen was ich will ist nicht gemeint das man mit 30 zwei Kinder möchte.