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Gesellschaft/Leben
| Heft 19/2008
Gesellschaft/Leben
| Heft 19/2008
Egotrips ins Elend
Text: Florian Töpfl
Tausende von Jugendlichen gehen jedes Jahr als freiwillige Helfer in Entwicklungsländer. Aber wem nützen sie eigentlich? Am meisten sich selbst.
KOMMENTARE
MICHAEL PAHL (1)
09.05.2008 | 17:16 

Natürlich sind Freiwilligendienste auch immer "Lerndienste". Teilnehmer an Freiwilligendiensten im Ausland profitieren in vielerlei Hinsicht selber von einem Auslandsaufenthalt (Spracherwerb, interkulturelle Fähigkeiten etc.) - helfen dabei aber auch anderen. Und zwar in dieser Reihenfolge.
Allerdings gibt es auch eine ganze Reihe von Aufgabenbereichen, die eben nicht von der lokalen Bevölkerung abgedeckt werden können. Exemplarisch seien hier die "Assistant Teacher-Programme" genannt, die einen großen Anteil der Freiwilligendienst-Programme von AFS ausmachen. Junge Menschen mit Englischkenntnissen werden in vielen Ländern händeringend gesucht (vor allem in Asien, aber auch in Afrika). Hier können Jugendliche aus Europa tatsächlich zu einer entscheidenden Verbesserung des Lehrangebotes von Schulen vor Ort beitragen.
Dass es sich hierbei "nur" um Entsendeprogramme handelt und viel zu wenig junge Leute im Gegenzug nach Deutschland kommen, halten wir auch für verbesserungswürdig, ist aber einem Programm wie "weltwärts" nicht anzulasten, sondern eher eine Frage deutscher Arbeitsmarktpolitik.
Michael Bogatzki, Teamleiter Freiwilligendienste, AFS Interkulturelle Begegnungen e.V.
Allerdings gibt es auch eine ganze Reihe von Aufgabenbereichen, die eben nicht von der lokalen Bevölkerung abgedeckt werden können. Exemplarisch seien hier die "Assistant Teacher-Programme" genannt, die einen großen Anteil der Freiwilligendienst-Programme von AFS ausmachen. Junge Menschen mit Englischkenntnissen werden in vielen Ländern händeringend gesucht (vor allem in Asien, aber auch in Afrika). Hier können Jugendliche aus Europa tatsächlich zu einer entscheidenden Verbesserung des Lehrangebotes von Schulen vor Ort beitragen.
Dass es sich hierbei "nur" um Entsendeprogramme handelt und viel zu wenig junge Leute im Gegenzug nach Deutschland kommen, halten wir auch für verbesserungswürdig, ist aber einem Programm wie "weltwärts" nicht anzulasten, sondern eher eine Frage deutscher Arbeitsmarktpolitik.
Michael Bogatzki, Teamleiter Freiwilligendienste, AFS Interkulturelle Begegnungen e.V.
ANNETTE KAPPES (1)
10.05.2008 | 09:48 

Liebes SZ-Magazin,
ehrlich gesagt war ich von Ihrem Artikel ein wenig schockiert, v.a. wie sie die jungen Menschen darstellen, zwischen Mutter Teresa und naiven "Weißnasen".
Ich arbeite in einer Jugendinformation und berate seit Jahren viele junge Menschen, die ins Ausland möchten u.a. auch über weltwärts. In der Regel sind sie sehr reflektiert und hoch engagiert (z.B. in Hilfsorganisationen, der Kirche oder als Schülersprecher). Nur selten ist jemand in meinen Beratungen, der mir den Eindruck vermittelt unter einem Helfersyndrom zu leiden oder nur auf Abenteuer aus ist.
Ich denke "weltwärts" ist eine tolle Möglichkeit für junge Leute, Interkulturelle Erfahrungen zu sammeln und wenn das Projekt gut organisiert ist, auch Unterstützung leisten zu können. Dass sie dafür ein kleines Taschengeld (100 €) und hier in Deutschland Kindergeld erhalten, finde ich nicht mehr wie recht, v.a. weil das bei Programmen wie dem FSJ im Ausland und dem Europäischen Freiwilligendienst bereits seit Jahren der Fall ist.
Problematisch sehe ich eher "Freiwilligendienste" in 3. Welt-Ländern, wo die jungen Leute z.T. viel Geld zahlen, nur zwei bis drei Monate bleiben und somit ein freiwilliger Einsatz eher wie ein Urlaub verkauft wird, was er meiner Meinung nach nicht ist.
Ich würde mich freuen, wenn Sie in Ihrem nächsten Artikel zu dem Thema das Engagemt der jungen Menschen mehr würdigen könnten und differenzierter zwischen Projekten die Sinn machen und welchen, die es nicht tun, unterscheiden könnten.
Annette Kappes
ehrlich gesagt war ich von Ihrem Artikel ein wenig schockiert, v.a. wie sie die jungen Menschen darstellen, zwischen Mutter Teresa und naiven "Weißnasen".
Ich arbeite in einer Jugendinformation und berate seit Jahren viele junge Menschen, die ins Ausland möchten u.a. auch über weltwärts. In der Regel sind sie sehr reflektiert und hoch engagiert (z.B. in Hilfsorganisationen, der Kirche oder als Schülersprecher). Nur selten ist jemand in meinen Beratungen, der mir den Eindruck vermittelt unter einem Helfersyndrom zu leiden oder nur auf Abenteuer aus ist.
Ich denke "weltwärts" ist eine tolle Möglichkeit für junge Leute, Interkulturelle Erfahrungen zu sammeln und wenn das Projekt gut organisiert ist, auch Unterstützung leisten zu können. Dass sie dafür ein kleines Taschengeld (100 €) und hier in Deutschland Kindergeld erhalten, finde ich nicht mehr wie recht, v.a. weil das bei Programmen wie dem FSJ im Ausland und dem Europäischen Freiwilligendienst bereits seit Jahren der Fall ist.
Problematisch sehe ich eher "Freiwilligendienste" in 3. Welt-Ländern, wo die jungen Leute z.T. viel Geld zahlen, nur zwei bis drei Monate bleiben und somit ein freiwilliger Einsatz eher wie ein Urlaub verkauft wird, was er meiner Meinung nach nicht ist.
Ich würde mich freuen, wenn Sie in Ihrem nächsten Artikel zu dem Thema das Engagemt der jungen Menschen mehr würdigen könnten und differenzierter zwischen Projekten die Sinn machen und welchen, die es nicht tun, unterscheiden könnten.
Annette Kappes
MARTIN JARDE (1)
10.05.2008 | 12:48 

Ebenso wie meine Vorrednerin hat auch mich Ihr Artikel etwas betroffen gemacht. Zuerst einmal möchte ich Ihre Manipulation des Lesers durch die sehr provokanten Fotomontagen kritisieren. (Die Bilder in der gedruckten Ausgabe des Magazins zeigen Models in hippen Klamotten, die in Bilder, die Armutskulissen von Entwicklungsländern zeigen, hineinkopiert wurden.) Zusammen mit dem Titel, der zwar das Thema des Textes – aber in sehr negativer Weise – trifft, vermitteln sie dem flüchtigen Durchblätterer des Heftes einen durchwegs negativen Eindruck der Materie. Daran kann auch der Artikel von Herrn Töpfl dann nicht mehr viel ändern, der das Problem allerdings auch nur einseitig beleuchtet und fast nur Kritiker zu Wort kommen lässt.
Vom Artikel selbst bin ich hin und her gerissen. Ich war vor fünf Jahren selbst als „Missionar auf Zeit“ (MaZ) über die Missionsbenediktiner von St. Ottilien für ein Jahr im Süden Tansanias und habe diesen Einsatz für meinen Zivildienst angerechnet bekommen. Daher weiß ich aus eigener Erfahrung, dass die im Artikel angesprochenen Probleme natürlich existieren (damals vermutlich noch etwas weniger als heute). Aufgrund dessen aber alle Entsendeorganisationen und Freiwilligen über einen Kamm zu scheren ist nicht fair. Wir hatten damals über ein ganzes Jahr hinweg, vor unserem Einsatz, viele Wochenendseminare und Vorbereitungswochen. Auch die Basics der Sprache haben wir in Eigenverantwortung schon gelernt, bevor wir überhaupt einen Fuß auf den Schwarzen Kontinent gesetzt haben. Leute, die nur mal das „schnelle Abenteuer“ suchen, wie im Artikel beschrieben, wurden durch dieses Verfahren von vorneherein ausgesiebt.
Auch die Behauptung, Freiwillige könnten nicht richtig anpacken, da sie außer einem Schulabschluss oft nichts vorzuweisen hätten, ist nicht haltbar, wenn sie über einen kompetenten Träger ausgesandt werden. Gerade Ordensgemeinschaften, die das MaZ-Programm anbieten, befinden sich oft schon seit 100 Jahren in dem Einsatzland des Freiwilligen und wissen genau, welche Arbeiten notwendig und gerade von Europäern und Amerikanern übernommen werden können. Hierzu zählt vor allem der Bildungs- und der sich immer schneller entwickelnde IT-Sektor.
Es ist sehr schade, dass der Artikel diese Problematik nicht etwas differenzierter dargestellt hat. Auf der einen Seite wird heute in den Medien oft das Bild einer faulen und zu keinem Engagement bereiten Jugend gezeichnet, auf der anderen Seite wird dann aber auch ihr Engagement (wie in diesem Artikel) schlecht gemacht oder zumindest als fragwürdig dargestellt.
Martin Jarde
Vom Artikel selbst bin ich hin und her gerissen. Ich war vor fünf Jahren selbst als „Missionar auf Zeit“ (MaZ) über die Missionsbenediktiner von St. Ottilien für ein Jahr im Süden Tansanias und habe diesen Einsatz für meinen Zivildienst angerechnet bekommen. Daher weiß ich aus eigener Erfahrung, dass die im Artikel angesprochenen Probleme natürlich existieren (damals vermutlich noch etwas weniger als heute). Aufgrund dessen aber alle Entsendeorganisationen und Freiwilligen über einen Kamm zu scheren ist nicht fair. Wir hatten damals über ein ganzes Jahr hinweg, vor unserem Einsatz, viele Wochenendseminare und Vorbereitungswochen. Auch die Basics der Sprache haben wir in Eigenverantwortung schon gelernt, bevor wir überhaupt einen Fuß auf den Schwarzen Kontinent gesetzt haben. Leute, die nur mal das „schnelle Abenteuer“ suchen, wie im Artikel beschrieben, wurden durch dieses Verfahren von vorneherein ausgesiebt.
Auch die Behauptung, Freiwillige könnten nicht richtig anpacken, da sie außer einem Schulabschluss oft nichts vorzuweisen hätten, ist nicht haltbar, wenn sie über einen kompetenten Träger ausgesandt werden. Gerade Ordensgemeinschaften, die das MaZ-Programm anbieten, befinden sich oft schon seit 100 Jahren in dem Einsatzland des Freiwilligen und wissen genau, welche Arbeiten notwendig und gerade von Europäern und Amerikanern übernommen werden können. Hierzu zählt vor allem der Bildungs- und der sich immer schneller entwickelnde IT-Sektor.
Es ist sehr schade, dass der Artikel diese Problematik nicht etwas differenzierter dargestellt hat. Auf der einen Seite wird heute in den Medien oft das Bild einer faulen und zu keinem Engagement bereiten Jugend gezeichnet, auf der anderen Seite wird dann aber auch ihr Engagement (wie in diesem Artikel) schlecht gemacht oder zumindest als fragwürdig dargestellt.
Martin Jarde
CHRISTIAN HEINZ (3)
10.05.2008 | 16:56 

Ich finde der Artikel trifft die Problematik des Systems genau. Der Begriff Entwicklungshilfe hört sich in den Ohren so mancher Entscheidungsträger charackterbildend und ehrenwert an. Aber was dahinter steckt und wo die Gelder hinflissen, weiß keiner so genau. Interessiert auch nicht wirklich, da verständlicher Weise die eigenen Belangen vordergründig sind. Die jungen wohlbehüteten Leute sollen ihre Erfahrung sammeln, ihre Ziele erreichen, die sie sich gesteckt haben und die Hilfe leisten, die sie geben können.
Jedoch wird sich deswegen an den katastrophalen Umständen in diesen sog. Entwicklungsländern nichts ändern.
Die Kommentare bzw. die "Verteidungen des eigenen hyperempfindlichen Egos " meiner Vorkommentatatoren sind wohl eher nicht ernst zu nehmen, da sie bei Befürwortung des Artikels gezwungen wären den Sinn Ihrer Arbeit in Frage zu stellen. Und das wäre für viele Menschen der industrialisierten Welt eine Katastrophe.
Jedoch wird sich deswegen an den katastrophalen Umständen in diesen sog. Entwicklungsländern nichts ändern.
Die Kommentare bzw. die "Verteidungen des eigenen hyperempfindlichen Egos " meiner Vorkommentatatoren sind wohl eher nicht ernst zu nehmen, da sie bei Befürwortung des Artikels gezwungen wären den Sinn Ihrer Arbeit in Frage zu stellen. Und das wäre für viele Menschen der industrialisierten Welt eine Katastrophe.
EVELIN BAYER (2)
11.05.2008 | 07:10 

Auch ich finde, dass der Artikel die Problematik recht gut erfasst. Ich war selbst vor einigen Jahren ein halbes Jahr als Freiwillige in Ghana, und habe ähnliche Erfahrungen gemacht. Zwar glaube ich, dass der Wunsch zu helfen bei den meisten jungen Menschen die Abenteuerlust überwiegt. Es handelt sich also in den seltensten Fällen um reine "Egotrips" oder "glorifizierte Bagpacker-Trips". Tatsache ist aber, dass man als "Weißnase" mit nur dem Abi in der Tasche wirklich wenig helfen kann - vor allem wenn man nur die offizielle Landessprache spricht, und nicht die traditionellen Sprachen.
Jedoch ist es ja gerade die Zeit, die man in diesen Ländern verbringt, die einen die Komplexität der Probleme verstehen lässt, an denen Entwicklungsländer leiden. Dies geschieht zwar meistens zu spät, als dass man im selben Freiwilligendienst den Menschen vor Ort noch etwas nützen könnte, aber es geschieht - wenn vielleicht erst Monate nach der Rückkehr in Deutschland, oder erst nach einem zweiten oder dritten Aufenthalt in einem Land des Südens. Immerhin müssen auch Menschen wie der australische NGO-Leiter Chris Minko, der nun die Freiwilligen kritisiert, irgendwann als "Weißnasen" aus ihren wohlbehüteten Industriestaaten nach Kambodscha gekommen sein. Auch sie mussten sich erst in die Materie einfühlen.
Ich denke die Chance, diese Probleme kennen zu lernen, sollte jungen Menschen in Deutschland offen stehen, auch ohne horrende Gebühren an Vermittlungsagenturen zahlen zu müssen. Ob dafür allerdings eine Vollfinanzierung, wie es offensichtlich im Programm "Weltwärts" der Fall ist, nötig ist, ist fraglich. Ich denke, dass es den meisten jungen Deutschen möglich sein sollte, sich diesen Traum, zumindest teilweise zu erarbeiten. Sei es durch die klassische Ferien-Fabrikarbeit in den freien Monaten nach dem Abitur oder auf andere Weise.
Sehr begrüßenswert wäre tatsächlich ein Programm, dass für jeden Deutschen, der in den Süden entsandt wird, einem jungen Menschen aus einem Entwicklungsland ein Freiwilligendienst in Deutschland ermöglicht werden würde. Erst dann ist ein gegenseitiges Verständnis der verschiedenen Kulturen wirklich möglich. Viele junge Menschen aus dem geographischen Süden würden dann nicht nur verstehen, dass es in Deutschland und den USA nicht aussieht, wie in den HipHop-Videos, die in illegalen Kopien auf den Schwarzmärkten des Südens massenhaft verkauft werden. Es würde ihnen vor allem helfen, die komplexen Strukturen zu verstehen, die die Armut ihrer Heimatländer begründen. Und wer weiß: vielleicht würden von gerade diesen Menschen endlich einige Lösungsansätze kommen, die der festgefahrenen EZ-Landschaft neuen Antrieb geben könnten.
Solange das allerdings nicht der Fall ist, scheint es tatsächlich, wie Autor Florian Töpfl schreibt: hier wird, wie schon so oft, Investition in deutsche Interessen als Entwicklungszusammenarbeit verkauft.
Jedoch ist es ja gerade die Zeit, die man in diesen Ländern verbringt, die einen die Komplexität der Probleme verstehen lässt, an denen Entwicklungsländer leiden. Dies geschieht zwar meistens zu spät, als dass man im selben Freiwilligendienst den Menschen vor Ort noch etwas nützen könnte, aber es geschieht - wenn vielleicht erst Monate nach der Rückkehr in Deutschland, oder erst nach einem zweiten oder dritten Aufenthalt in einem Land des Südens. Immerhin müssen auch Menschen wie der australische NGO-Leiter Chris Minko, der nun die Freiwilligen kritisiert, irgendwann als "Weißnasen" aus ihren wohlbehüteten Industriestaaten nach Kambodscha gekommen sein. Auch sie mussten sich erst in die Materie einfühlen.
Ich denke die Chance, diese Probleme kennen zu lernen, sollte jungen Menschen in Deutschland offen stehen, auch ohne horrende Gebühren an Vermittlungsagenturen zahlen zu müssen. Ob dafür allerdings eine Vollfinanzierung, wie es offensichtlich im Programm "Weltwärts" der Fall ist, nötig ist, ist fraglich. Ich denke, dass es den meisten jungen Deutschen möglich sein sollte, sich diesen Traum, zumindest teilweise zu erarbeiten. Sei es durch die klassische Ferien-Fabrikarbeit in den freien Monaten nach dem Abitur oder auf andere Weise.
Sehr begrüßenswert wäre tatsächlich ein Programm, dass für jeden Deutschen, der in den Süden entsandt wird, einem jungen Menschen aus einem Entwicklungsland ein Freiwilligendienst in Deutschland ermöglicht werden würde. Erst dann ist ein gegenseitiges Verständnis der verschiedenen Kulturen wirklich möglich. Viele junge Menschen aus dem geographischen Süden würden dann nicht nur verstehen, dass es in Deutschland und den USA nicht aussieht, wie in den HipHop-Videos, die in illegalen Kopien auf den Schwarzmärkten des Südens massenhaft verkauft werden. Es würde ihnen vor allem helfen, die komplexen Strukturen zu verstehen, die die Armut ihrer Heimatländer begründen. Und wer weiß: vielleicht würden von gerade diesen Menschen endlich einige Lösungsansätze kommen, die der festgefahrenen EZ-Landschaft neuen Antrieb geben könnten.
Solange das allerdings nicht der Fall ist, scheint es tatsächlich, wie Autor Florian Töpfl schreibt: hier wird, wie schon so oft, Investition in deutsche Interessen als Entwicklungszusammenarbeit verkauft.
H LOHMANN (1)
11.05.2008 | 13:18 

Hallo zusammen,
ich habe diesen Artikel gestern gelesen und muss sagen, dass ich mich sehr geärgert habe.
Zunächst möchte ich mich kurz vorstellen. Ich habe 2006 Abitur gemacht, war im Sommer danach für vier Wochen mit einer Jugendbegegnungsgruppe in West Papua/Indonesien. Diese Begenung findet alle 2 Jahre statt, abwechselnd in Deutschland und in Papua, wo stets ein Workcamp in dem die Jugendlichen zusammen leben und arbeiten im Vordergrund steht. Doch auch komplexe Problemrthemen, an denen es in Papua sicherlich nicht mangelt werden angesprochen und meiner Meinung nach auch verstanden, so weit das geht.
Nach dieser Reise bin ich für ca. ein Jahr nach Gambia gegangen, eins der ärmsten Länder Afrikas. Den Definitionen des Artikels nach war ich wohl eine typische Weißnase: Gerade mal das Abitur in der Tasche, nix gelernt, konnte lediglich die Amtssprache Englisch, die in Gambia vielleicht gerade mal von 50% der Bevölkerung beherrscht wird.
Jetzt studiere ich seit knapp einem Jahr in Den Haag European Studies.
Gefunden habe ich diese Stelle sozusagen "privat", die "Hattinger Buschklinik" hat ihren Deutschen Sitz in der Stadt in der ich zur Schule gegangen bin, ich habe mich dort gemeldet und habe die Möglichkeit bekommen nach Gambia zu fliegen und im Projekt zu leben. Auch ich gehöre zu den Deutschen Jugendlichen, die weiter Kindergeld vom Staat kassiert habe. Den Flug habe ich selbst bezahlt und ich bin davon ausgegangen auch für mein Auskommen vor Ort selbst aufkommen zu müssen. Im Endeffekt habe ich 100Euro von der NGO bekommen, ca. so viel wie der Klinikleiter (ausgebildeter Krankenpfleger) und der Schulleiter der NGO.
Ungerecht?
Ich finde nicht. Oben genannte "locals" weden in der NGO weit über Staatsniveau bezahlt und verdienen ca. 40% mehr als das Durchschnittseinkommen in Gambia. Ich finde es ist eine Milchmädchenrechnung, davon auszugehen nur weil ich sicherlich eine gewisse Abenteuerlust mitgebracht habe, dass ich auch genauso leben kann wie Gambianer. Obwohl ich mittags und abends fast immer mit den Gambianern gegessen habe, musste ich einfach manchmal was Essen gehen. Das klingt vielleicht arrogant, egoistisch oder gar unanpassungsfähig, aber meine Gesundheit ist mir sehr wichtig und ich WEIß einfach, dass mein Körper sich nicht von heute auf morgen auf ausschließlich Reis und Fisch umstellen kann. Deshalb bin ich vielleicht einmal im Monat ne Pizza essen gegangen, vielleicht habe ich auch manchmal für ein Taxi ein Wochengehalt eines locals ausgegeben, weil ich mich einfach nicht auf den gleichen Eselkarren schwingen konnte oder mit zwei Hühnern und nem Kind zusammen im Buschbus sitzen konnte. Nicht dass das nicht auch vorgekommen wäre, der Erfahrung wegen, aber ich mach mir da nichts vor, dass ich nicht einfach aus Deutschland kommen kann und 100% wie ein Einheimischer leben kann.
Schlußendlich verdient an mir auch ein Texifahrer, und es sei ihm gegönnt wenn ich ein paar Euro mehr zahle, als ein Einheimischer.
Kommen wir zu der interessanten Frage. Konnte ich wirklich was helfen oder habe ich mehr geschadet? Eins vorweg, ich leide nicht unter einem Helfer Syndrom, habe meinen Laptop noch nicht mal mitgenommen, und habe mir selber Basics in den lokalen Sprachen angeeignet um mit den Leuten zu kommunizieren, die kein Englisch können, aber ich habe nicht Leuten auf Mandinka geantwortet, die mich auf Englisch angesprochen haben. Und warum hab ich all das nicht gemacht? Zum einen weil ich mir meinen Platz nicht erkauft habe (wie bei manchen Austauschorganisationen) sondern den Vorsitzenden kennengelernt habe, der mich sicherlich so gut das geht aus "Gambia-tauglichkeit" getestet hat. Zum anderen habe ich (übrigens damit ich weiter Kindergeld bekomme) ein Ausreise-Seminar besucht. 10 Tage lang brachten uns verschiedene Referenten grundsätze in interkultureller Kommunikation, Umgang mit Armut (auch in Deutschland!!), etc bei.
Und ja, da habe ich einige getroffen, die die Motivation angaben "Ich möchte Kindern helfen denen es nicht so gut geht wir mir" und denen wurde auf diesem Seminar gesagt; "Ihr helft euch wahrscheinlich mehr selber als anderen" und nach diesem Seminar war diese Aussage auch ein bisschen kritischer beleuchtet und neu formuliert worden. Ich hingegen hatte nie diese Absicht, ich wollte mir die NGO "gerne mal anschauen", hatte ich doch in der Schule immer wieder Spenden mitgesammelt für dieses Projekt und wollte jetzt halt gerne sehen, wofür das alles.
Bis gestern hätte ich mich nie hingestellt und gesagt "Ich wollte nie nen Egotrip machen, bin viel reflektierter und wollte nur gucken," aber nachdem der Artikel so einseitig war und nur solche Beispiele gebracht hat, nehme ich mir jetzt jedes Recht heraus mich als Gegenbespiel zu präsentieren.
Obwohl ich also von vornerein nicht die Absicht hatte "zu helfen" muss ich rückblickend sagen, das habe ich und ich habe auch das Gefühl für meine 100Euro die ich aus Vereinsgeldern bekommen habe mir verdient zu haben.
Ich habe zunächst im Kindergarten zugeschaut und ziemlich bald aus Lehrermangel auch unterrichtet. Bald habe ich gewechselt und habe unter anderem administrative Arbeiten im Hauptbüro der NGO übernommen. Und da muss ich sagen, dass ich mit meinem Abitur besser ausgebildet war, mit Computern umgehen konnte und Korrespondenzen fürhren konnte als die dort arbeitenenden Einheimischen. Das soll weder arrogant noch überheblich klingen, ist aber einfach so. Ich fungierte als Mittelsperson zwischen dem Gambischen Leiter der NGO und dem Deutschen Vereinsvorsitzenden. Nebenbei lehrte ich zwei Gambianern die über die NGO ein Stipendium in Deutschland in Aussicht hatten die Deutsche Sprache über mehrere Monate und leitete die Notwendigen Schritte an der Deutschen Botschaft ein.
Last but not Least habe ich mich in meiner Zeit in Gambia eines schwer herzkranken Kindes angenommen, für den 4-jährigen aus Gambia heraus eine Stiftung gefunden und später auch in Deutschland 25 000 Euro an Spenden aufgebracht, dass der Junge in Duisburg am Herzen operiert und nach zwei Monaten mit mir nach Gambia zurückkehren konnte.
Rückblickend muss ich sagen, dass ich obwohl ich weder Fachkraft noch lebenserfahren war, eine Menge in Gambia geschafft habe, auf das ich sehr stolz bin. Man kann jetzt vielleicht argumentieren, dass mein Ego offensichtlich nicht gelitten hat auf meiner Reise und Elend gibt es in Gambia auch genug. Und ja ich HABE eine Menge gelernt in Gambia, aber ich bin mir sicher, dass ich genauso viel Gutes getan habe.
Soviel zu mir, als Gegenbeispiel, jetzt noch zu einigen Aspekten im Artikel.
Das Beispiel "Sascha" fand ich sehr unglücklich gewählt. Er wurde zum Teil zitiert wobei ich mir sicher bin, dass es in einem anderen Zusammenhang ganz anders wirken würde. Der Junge wird hier als etwas dümmlich dargstellt zum Beispiel bei dem Zitat mit dem Huhn schlachten, ausnehmen, essen cooles Leben. Ohne, dass ich Sascha kenne, bin ich mir sicher, dass er nicht den ganzen Tag in Kambodscha sitzt, ein Hühnchen nach dem anderen schlachtet und sich denkt wie cool das Leben und wie easy in Kambodscha ist. In einem anderen Kontext könnte das durchaus ein Hinweis darauf sein, dass das Leben in Kambodscha anders und natürlicher ist als im fernen Deutschland, und dass die Leute dort trotzdem glücklich sind, eine Erfahrung, die man erstmal machen muss.
Weiter finde ich es schade, dass sich er ganze Artikel fast nur auf Beispiele aus Kambodscha beruft, aber eine allgemeine These vertritt, die alle Jugendliche, die in alle möglichen Länder und Projekte gehen über einen Kamm scheren. Warum so einseitig?
Kritik daran, dass Mittel für solche Einsätze aus dem Entwicklungshilfeetat und nicht dem Bildungsetat genommen werden kann ich nicht verstehen. 1) werden die meißten solcher Einsätze von den Freiwillgen noch immer teuer bezahlt, so dass nicht nur Notfälle und Vorbereitung abgedeckt sind, sondern auch noch eine ordentliche Spende ins Projekt fließt. 2) möchte ich jeden Kritiker bitten sich einmal anzusehen, wie Entwicklungshilfe in den betroffenen Ländern ankommt und verwertet wird. Egal wieviel Euro in diese Austauschprogramme fließen ich bin mir sicher dass ein vielfaches von diesem Geld anderswo in Autos von Präsidenten, Schmiergeldern oder sonstigen schmutzige Projekte fließt.
Ich kenne keine Zahlen, wie viele Jugendliche wirklich ins Ausland gehen, aber ist es nicht normal dass unter einer großen Anzahl Menschen, das eine oder andere schwarze Schaf dabei ist? Die "Freiwilligen" müssen gut ausgewählt werden, aber deshalb alle direkt als Egotrippler abstempeln?
Auch wenn ich mich noch länger auslassen könnte möchte ich als letztens etwas zu der Aussage "in 12 monaten könne man ohnehin komplexe Probleme nicht verstehen" loswerden.
Erstens kann man bei jedem noch so kurzen Aufenthalt in einem Land etwas lernen, wenn man nur mit offenen Augen durchs Leben geht. Und selbst wenn es so wäre, dass man die komplexen Probleme nich in 12 Monaten verstehen lernt, kann der Schluss doch nicht sein, dass man es dann erst gar nicht versucht?
Ich glaube ich habe immer noch nicht alles geschrieben, was mich in diesem Artikel bewegt, aber ich würde mch jetzt erstmal sehr über Antworten und andere Sichtweisen freuen,
Hanna Lohmann, 21
ich habe diesen Artikel gestern gelesen und muss sagen, dass ich mich sehr geärgert habe.
Zunächst möchte ich mich kurz vorstellen. Ich habe 2006 Abitur gemacht, war im Sommer danach für vier Wochen mit einer Jugendbegegnungsgruppe in West Papua/Indonesien. Diese Begenung findet alle 2 Jahre statt, abwechselnd in Deutschland und in Papua, wo stets ein Workcamp in dem die Jugendlichen zusammen leben und arbeiten im Vordergrund steht. Doch auch komplexe Problemrthemen, an denen es in Papua sicherlich nicht mangelt werden angesprochen und meiner Meinung nach auch verstanden, so weit das geht.
Nach dieser Reise bin ich für ca. ein Jahr nach Gambia gegangen, eins der ärmsten Länder Afrikas. Den Definitionen des Artikels nach war ich wohl eine typische Weißnase: Gerade mal das Abitur in der Tasche, nix gelernt, konnte lediglich die Amtssprache Englisch, die in Gambia vielleicht gerade mal von 50% der Bevölkerung beherrscht wird.
Jetzt studiere ich seit knapp einem Jahr in Den Haag European Studies.
Gefunden habe ich diese Stelle sozusagen "privat", die "Hattinger Buschklinik" hat ihren Deutschen Sitz in der Stadt in der ich zur Schule gegangen bin, ich habe mich dort gemeldet und habe die Möglichkeit bekommen nach Gambia zu fliegen und im Projekt zu leben. Auch ich gehöre zu den Deutschen Jugendlichen, die weiter Kindergeld vom Staat kassiert habe. Den Flug habe ich selbst bezahlt und ich bin davon ausgegangen auch für mein Auskommen vor Ort selbst aufkommen zu müssen. Im Endeffekt habe ich 100Euro von der NGO bekommen, ca. so viel wie der Klinikleiter (ausgebildeter Krankenpfleger) und der Schulleiter der NGO.
Ungerecht?
Ich finde nicht. Oben genannte "locals" weden in der NGO weit über Staatsniveau bezahlt und verdienen ca. 40% mehr als das Durchschnittseinkommen in Gambia. Ich finde es ist eine Milchmädchenrechnung, davon auszugehen nur weil ich sicherlich eine gewisse Abenteuerlust mitgebracht habe, dass ich auch genauso leben kann wie Gambianer. Obwohl ich mittags und abends fast immer mit den Gambianern gegessen habe, musste ich einfach manchmal was Essen gehen. Das klingt vielleicht arrogant, egoistisch oder gar unanpassungsfähig, aber meine Gesundheit ist mir sehr wichtig und ich WEIß einfach, dass mein Körper sich nicht von heute auf morgen auf ausschließlich Reis und Fisch umstellen kann. Deshalb bin ich vielleicht einmal im Monat ne Pizza essen gegangen, vielleicht habe ich auch manchmal für ein Taxi ein Wochengehalt eines locals ausgegeben, weil ich mich einfach nicht auf den gleichen Eselkarren schwingen konnte oder mit zwei Hühnern und nem Kind zusammen im Buschbus sitzen konnte. Nicht dass das nicht auch vorgekommen wäre, der Erfahrung wegen, aber ich mach mir da nichts vor, dass ich nicht einfach aus Deutschland kommen kann und 100% wie ein Einheimischer leben kann.
Schlußendlich verdient an mir auch ein Texifahrer, und es sei ihm gegönnt wenn ich ein paar Euro mehr zahle, als ein Einheimischer.
Kommen wir zu der interessanten Frage. Konnte ich wirklich was helfen oder habe ich mehr geschadet? Eins vorweg, ich leide nicht unter einem Helfer Syndrom, habe meinen Laptop noch nicht mal mitgenommen, und habe mir selber Basics in den lokalen Sprachen angeeignet um mit den Leuten zu kommunizieren, die kein Englisch können, aber ich habe nicht Leuten auf Mandinka geantwortet, die mich auf Englisch angesprochen haben. Und warum hab ich all das nicht gemacht? Zum einen weil ich mir meinen Platz nicht erkauft habe (wie bei manchen Austauschorganisationen) sondern den Vorsitzenden kennengelernt habe, der mich sicherlich so gut das geht aus "Gambia-tauglichkeit" getestet hat. Zum anderen habe ich (übrigens damit ich weiter Kindergeld bekomme) ein Ausreise-Seminar besucht. 10 Tage lang brachten uns verschiedene Referenten grundsätze in interkultureller Kommunikation, Umgang mit Armut (auch in Deutschland!!), etc bei.
Und ja, da habe ich einige getroffen, die die Motivation angaben "Ich möchte Kindern helfen denen es nicht so gut geht wir mir" und denen wurde auf diesem Seminar gesagt; "Ihr helft euch wahrscheinlich mehr selber als anderen" und nach diesem Seminar war diese Aussage auch ein bisschen kritischer beleuchtet und neu formuliert worden. Ich hingegen hatte nie diese Absicht, ich wollte mir die NGO "gerne mal anschauen", hatte ich doch in der Schule immer wieder Spenden mitgesammelt für dieses Projekt und wollte jetzt halt gerne sehen, wofür das alles.
Bis gestern hätte ich mich nie hingestellt und gesagt "Ich wollte nie nen Egotrip machen, bin viel reflektierter und wollte nur gucken," aber nachdem der Artikel so einseitig war und nur solche Beispiele gebracht hat, nehme ich mir jetzt jedes Recht heraus mich als Gegenbespiel zu präsentieren.
Obwohl ich also von vornerein nicht die Absicht hatte "zu helfen" muss ich rückblickend sagen, das habe ich und ich habe auch das Gefühl für meine 100Euro die ich aus Vereinsgeldern bekommen habe mir verdient zu haben.
Ich habe zunächst im Kindergarten zugeschaut und ziemlich bald aus Lehrermangel auch unterrichtet. Bald habe ich gewechselt und habe unter anderem administrative Arbeiten im Hauptbüro der NGO übernommen. Und da muss ich sagen, dass ich mit meinem Abitur besser ausgebildet war, mit Computern umgehen konnte und Korrespondenzen fürhren konnte als die dort arbeitenenden Einheimischen. Das soll weder arrogant noch überheblich klingen, ist aber einfach so. Ich fungierte als Mittelsperson zwischen dem Gambischen Leiter der NGO und dem Deutschen Vereinsvorsitzenden. Nebenbei lehrte ich zwei Gambianern die über die NGO ein Stipendium in Deutschland in Aussicht hatten die Deutsche Sprache über mehrere Monate und leitete die Notwendigen Schritte an der Deutschen Botschaft ein.
Last but not Least habe ich mich in meiner Zeit in Gambia eines schwer herzkranken Kindes angenommen, für den 4-jährigen aus Gambia heraus eine Stiftung gefunden und später auch in Deutschland 25 000 Euro an Spenden aufgebracht, dass der Junge in Duisburg am Herzen operiert und nach zwei Monaten mit mir nach Gambia zurückkehren konnte.
Rückblickend muss ich sagen, dass ich obwohl ich weder Fachkraft noch lebenserfahren war, eine Menge in Gambia geschafft habe, auf das ich sehr stolz bin. Man kann jetzt vielleicht argumentieren, dass mein Ego offensichtlich nicht gelitten hat auf meiner Reise und Elend gibt es in Gambia auch genug. Und ja ich HABE eine Menge gelernt in Gambia, aber ich bin mir sicher, dass ich genauso viel Gutes getan habe.
Soviel zu mir, als Gegenbeispiel, jetzt noch zu einigen Aspekten im Artikel.
Das Beispiel "Sascha" fand ich sehr unglücklich gewählt. Er wurde zum Teil zitiert wobei ich mir sicher bin, dass es in einem anderen Zusammenhang ganz anders wirken würde. Der Junge wird hier als etwas dümmlich dargstellt zum Beispiel bei dem Zitat mit dem Huhn schlachten, ausnehmen, essen cooles Leben. Ohne, dass ich Sascha kenne, bin ich mir sicher, dass er nicht den ganzen Tag in Kambodscha sitzt, ein Hühnchen nach dem anderen schlachtet und sich denkt wie cool das Leben und wie easy in Kambodscha ist. In einem anderen Kontext könnte das durchaus ein Hinweis darauf sein, dass das Leben in Kambodscha anders und natürlicher ist als im fernen Deutschland, und dass die Leute dort trotzdem glücklich sind, eine Erfahrung, die man erstmal machen muss.
Weiter finde ich es schade, dass sich er ganze Artikel fast nur auf Beispiele aus Kambodscha beruft, aber eine allgemeine These vertritt, die alle Jugendliche, die in alle möglichen Länder und Projekte gehen über einen Kamm scheren. Warum so einseitig?
Kritik daran, dass Mittel für solche Einsätze aus dem Entwicklungshilfeetat und nicht dem Bildungsetat genommen werden kann ich nicht verstehen. 1) werden die meißten solcher Einsätze von den Freiwillgen noch immer teuer bezahlt, so dass nicht nur Notfälle und Vorbereitung abgedeckt sind, sondern auch noch eine ordentliche Spende ins Projekt fließt. 2) möchte ich jeden Kritiker bitten sich einmal anzusehen, wie Entwicklungshilfe in den betroffenen Ländern ankommt und verwertet wird. Egal wieviel Euro in diese Austauschprogramme fließen ich bin mir sicher dass ein vielfaches von diesem Geld anderswo in Autos von Präsidenten, Schmiergeldern oder sonstigen schmutzige Projekte fließt.
Ich kenne keine Zahlen, wie viele Jugendliche wirklich ins Ausland gehen, aber ist es nicht normal dass unter einer großen Anzahl Menschen, das eine oder andere schwarze Schaf dabei ist? Die "Freiwilligen" müssen gut ausgewählt werden, aber deshalb alle direkt als Egotrippler abstempeln?
Auch wenn ich mich noch länger auslassen könnte möchte ich als letztens etwas zu der Aussage "in 12 monaten könne man ohnehin komplexe Probleme nicht verstehen" loswerden.
Erstens kann man bei jedem noch so kurzen Aufenthalt in einem Land etwas lernen, wenn man nur mit offenen Augen durchs Leben geht. Und selbst wenn es so wäre, dass man die komplexen Probleme nich in 12 Monaten verstehen lernt, kann der Schluss doch nicht sein, dass man es dann erst gar nicht versucht?
Ich glaube ich habe immer noch nicht alles geschrieben, was mich in diesem Artikel bewegt, aber ich würde mch jetzt erstmal sehr über Antworten und andere Sichtweisen freuen,
Hanna Lohmann, 21
FRANKA WINTER (1)
11.05.2008 | 18:08 

Ich gratuliere Ihnen zu diesem sehr gelungenen (wenn auch teilweise notwendig etwas überzeichneten) Artikel! Die zahlreichen schwer betroffenen Reaktionen von Beteiligten zeigen, dass Sie hier offenbar einen sehr empfindlichen Nerv getroffen haben! Der Fairness halber muss ich zunächst eingestehen, dass auch ich als Weißnase meine Erfahrungen mit "armen Kindern" gesammelt habe - kein Grund jedoch, diese Erfahrungen ein Leben lang zu verklären!
Zu Herrn Pahls Urteil, die Einseitigkeit des "Austauschs" sei "einem Programm wie "weltwärts" nicht anzulasten, sondern eher eine Frage deutscher Arbeitsmarktpolitik," möchte ich folgendes beitragen:
Obgleich wir zweifellos eine sehr restriktive Arbeitsmarktpolitik für nicht EU-Bürgerinnen haben, liegt das Problem m.E. nicht hier begraben (jedenfalls nicht in erster Linie) - dies beweisen unter anderem die wenigen existierenden Gegenaustausch-Programme, die teilweise sogar von offizieller Seite gefördert werden (allerdings tatsächlich vor Allem im hochqualifizierten Bereich). Des Pudels Kern ist m.E. vielmehr ein uralter Glaubenssatz, der besagt, dass jede/r Weiße "DeppIn" trotz immenser Arbeitslosigkeit im Süden noch irgendetwas Gutes tun kann, während die hierzulande anstehenden Arbeiten für diese "unterentwickelten Primitiven" selbstverständlich viel zu komplex (und zu gut) sind. Da macht es auch Sinn, dass die meisten Organisationen, die an Weltwärts teilnehmen, irgendwas mit armen, verlassenen Straßenkindern zu tun haben (denen kann man dann auch ein neues Herz kaufen, wenn vom Taschengeld nach Pflege der eigenen fragilen Gesundheit durch Pizza und Taxi noch was übrig bleibt - mit Verlaub, so viel Abstand muss schon sein!). Das befriedigt das Helfersyndrom und erlaubt es, den Rest der Bevölkerung als das zu ignorieren, was er ist: erwachsene Menschen.
p.s.: junge Menschen mit Englischkenntnissen und Bereitschaft zur Mobilität gibt es sowohl in Afrika als auch in Asien zuhauf! Der Einwurf von Herrn Jarde, "gerade Ordensgemeinschaften" befänden sich "oft schon seit 100 Jahren in dem Einsatzland des Freiwilligen" und wüssten daher "genau, welche Arbeiten notwendig und gerade von Europäern und Amerikanern übernommen werden können" schwankt dabei zwischen unfreiwilliger Komik und grausiger Geschichtsvergessenheit: Kolonialismus bitte nicht vergessen!
Zu Herrn Pahls Urteil, die Einseitigkeit des "Austauschs" sei "einem Programm wie "weltwärts" nicht anzulasten, sondern eher eine Frage deutscher Arbeitsmarktpolitik," möchte ich folgendes beitragen:
Obgleich wir zweifellos eine sehr restriktive Arbeitsmarktpolitik für nicht EU-Bürgerinnen haben, liegt das Problem m.E. nicht hier begraben (jedenfalls nicht in erster Linie) - dies beweisen unter anderem die wenigen existierenden Gegenaustausch-Programme, die teilweise sogar von offizieller Seite gefördert werden (allerdings tatsächlich vor Allem im hochqualifizierten Bereich). Des Pudels Kern ist m.E. vielmehr ein uralter Glaubenssatz, der besagt, dass jede/r Weiße "DeppIn" trotz immenser Arbeitslosigkeit im Süden noch irgendetwas Gutes tun kann, während die hierzulande anstehenden Arbeiten für diese "unterentwickelten Primitiven" selbstverständlich viel zu komplex (und zu gut) sind. Da macht es auch Sinn, dass die meisten Organisationen, die an Weltwärts teilnehmen, irgendwas mit armen, verlassenen Straßenkindern zu tun haben (denen kann man dann auch ein neues Herz kaufen, wenn vom Taschengeld nach Pflege der eigenen fragilen Gesundheit durch Pizza und Taxi noch was übrig bleibt - mit Verlaub, so viel Abstand muss schon sein!). Das befriedigt das Helfersyndrom und erlaubt es, den Rest der Bevölkerung als das zu ignorieren, was er ist: erwachsene Menschen.
p.s.: junge Menschen mit Englischkenntnissen und Bereitschaft zur Mobilität gibt es sowohl in Afrika als auch in Asien zuhauf! Der Einwurf von Herrn Jarde, "gerade Ordensgemeinschaften" befänden sich "oft schon seit 100 Jahren in dem Einsatzland des Freiwilligen" und wüssten daher "genau, welche Arbeiten notwendig und gerade von Europäern und Amerikanern übernommen werden können" schwankt dabei zwischen unfreiwilliger Komik und grausiger Geschichtsvergessenheit: Kolonialismus bitte nicht vergessen!
JOERAN ALTENBERG (1)
11.05.2008 | 21:56 

Das der Artikel (vor allem durch den regen Gebrauch von Überzeichnungen und die schwarz-weiß anmutende Darstellung von "Sascha") bei vielen Menschen eher Unverständnis hervorruft kann ich nachvollziehen. Dennoch trifft der Autor einen wunden Punkt. Ob getrieben von Mutter "Theresa Komplexen" oder nicht, die massenweise Verschickung von jungen Freiwilligen in die ärmsten Länder dieser Welt sollte gelegentlich kritisch hinterfragt werden. Es wird viel zu wenig über Sinn und Unsinn solcher Projekte nachgedacht.
Ich habe selbst tolle Erfahrungen als Freiwilliger in einem europäischen Nachbarland und während eines späteren Praktikums in einem Entwicklungsland machen können. Die Arbeit in ersterem Fall hatte für mich große symbolische Bedeutung. Oft vergessen wir bei all unserer Begeisterung für das Exotische, dass wer sich engagieren und dabei Auslandserfahrung sammeln will in Europa ein großes Betätigungsfeld finden wird. Der "impact" eines Deutschen, der sich in Polen darum bemüht die polnische Sprache zu lernen und mit jungen Menschen zu arbeiten, oder in Russland Überlebende des Holocaust betreut ist in meinen Augen noch immer größer als der kurzfristige Aufenthalt in einem exotischen Dschungeldorf.
Doch trotz der Möglichkeit die Jugendlichen während eines solchen Aufenthaltes aus Mitteln der EU, des Bundes oder Spenden zu finanzieren sinkt die Nachfrage nach derartigen Angeboten. Meines Erachtens kann ein bisschen Rückbesinnung auf unser gemeinsames Lebensumfeld und eine Europäische Union, die mit Leben und Ideen gefüllt werden muss helfen die fehlende Exotik solcher Freiwilligendienste auszugleichen. Auch diese Aufenthalte sind charakterbildend und können eine spannende Erfahrung sein.
Gerade während meines Praktikums in einem Entwicklungsland sind in mir die Zweifel gewachsen, ob Jugendliche, die mit nicht mehr Fähigkeiten ausgestattet sind als ihrem guten Willen, in derart komplexen Situationen tatsächlich einen Unterschied machen können. Ich bin mir sicher, dass bei aller anfänglichen Begeisterung viele von Ihnen relativ schnell überfordert sind. Ich möchte hier nicht gegen derartige Dienste Position beziehen aber doch die Anregung des Artikels ernst nehmen kritischer darüber nachzudenken. Vielleicht ist der Zeitpunkt für einen Dienst nach dem Abitur auch einfach zu früh gewählt. Im Laufe des Studiums oder einer Ausbildung macht es meiner Meinung nach mehr Sinn sich auch mit komplexeren Entwicklungsprojekten zu beschäftigen. So kann ein Student der Verwaltungswissenschaft, der einer Stadtverwaltung in einem Drittweltland hilft die Prozesse zu harmonisieren, tatsächlich einen Unterschied machen. Angehende Wirtschaftswissenschaftler, die in einer NGO das Rechnungswesen aufbauen helfen oder Geographiestudenten die Konzepte zur Katastrophenvorsorge erstellen können genau so hilfreich sein wie fortgeschrittene Azubis. Natürlich ist der Sexappeal solch einer technischen Zusammenarbeit geringer als die Arbeit mit Waisenkindern. Eine effizientere öffentliche Verwaltung oder eine transparente Mittelverwaltung durch NGOs hinterlässt dagegen sichtbare Spuren. Nicht nur im Lebenslauf des Freiwilligen, sondern vor Ort.
Ich habe selbst tolle Erfahrungen als Freiwilliger in einem europäischen Nachbarland und während eines späteren Praktikums in einem Entwicklungsland machen können. Die Arbeit in ersterem Fall hatte für mich große symbolische Bedeutung. Oft vergessen wir bei all unserer Begeisterung für das Exotische, dass wer sich engagieren und dabei Auslandserfahrung sammeln will in Europa ein großes Betätigungsfeld finden wird. Der "impact" eines Deutschen, der sich in Polen darum bemüht die polnische Sprache zu lernen und mit jungen Menschen zu arbeiten, oder in Russland Überlebende des Holocaust betreut ist in meinen Augen noch immer größer als der kurzfristige Aufenthalt in einem exotischen Dschungeldorf.
Doch trotz der Möglichkeit die Jugendlichen während eines solchen Aufenthaltes aus Mitteln der EU, des Bundes oder Spenden zu finanzieren sinkt die Nachfrage nach derartigen Angeboten. Meines Erachtens kann ein bisschen Rückbesinnung auf unser gemeinsames Lebensumfeld und eine Europäische Union, die mit Leben und Ideen gefüllt werden muss helfen die fehlende Exotik solcher Freiwilligendienste auszugleichen. Auch diese Aufenthalte sind charakterbildend und können eine spannende Erfahrung sein.
Gerade während meines Praktikums in einem Entwicklungsland sind in mir die Zweifel gewachsen, ob Jugendliche, die mit nicht mehr Fähigkeiten ausgestattet sind als ihrem guten Willen, in derart komplexen Situationen tatsächlich einen Unterschied machen können. Ich bin mir sicher, dass bei aller anfänglichen Begeisterung viele von Ihnen relativ schnell überfordert sind. Ich möchte hier nicht gegen derartige Dienste Position beziehen aber doch die Anregung des Artikels ernst nehmen kritischer darüber nachzudenken. Vielleicht ist der Zeitpunkt für einen Dienst nach dem Abitur auch einfach zu früh gewählt. Im Laufe des Studiums oder einer Ausbildung macht es meiner Meinung nach mehr Sinn sich auch mit komplexeren Entwicklungsprojekten zu beschäftigen. So kann ein Student der Verwaltungswissenschaft, der einer Stadtverwaltung in einem Drittweltland hilft die Prozesse zu harmonisieren, tatsächlich einen Unterschied machen. Angehende Wirtschaftswissenschaftler, die in einer NGO das Rechnungswesen aufbauen helfen oder Geographiestudenten die Konzepte zur Katastrophenvorsorge erstellen können genau so hilfreich sein wie fortgeschrittene Azubis. Natürlich ist der Sexappeal solch einer technischen Zusammenarbeit geringer als die Arbeit mit Waisenkindern. Eine effizientere öffentliche Verwaltung oder eine transparente Mittelverwaltung durch NGOs hinterlässt dagegen sichtbare Spuren. Nicht nur im Lebenslauf des Freiwilligen, sondern vor Ort.
SONJA ARLT (1)
11.05.2008 | 22:21 

Mich hat der Artikel sehr gefreut. Ich beobachte in meinem Freundeskreis auch, dass es zunehmend "in" ist in Entwicklungsländer zu fahren, um dort einen Freiwilligendienst zu leisten.
Ich war selbst mit AFS ein halbes Jahr in Panama. Das was bei ihnen als Freiwilligendienst ausgeschildert wurde, war für mich eher eine art Schüleraustausch, mit dem Untwerschied, dass man "gearbeitet" hat anstatt zur Schule zu gehen.
Ich habe in einer Grundschule mit den Englischlehrern zusammen garbeitet und es war eher ein Zuschauen für mich als ein Helfen. Ich dachte, bei dem Programm ginge es darum, wirklich in einem Land Hilfe zu leisten, aber ich konnte eigentlich fast nichts tun und die hälfte der Zeit waren eh Schulferien, in denen ich nicht gearbeitet habe.
Julius Nyerere, der ehemalige Präsident Tansanias, hat einmal gesagt: "Menschen können nicht entwickelt werden, sie können sich nur selbst entwickeln".
Ich habe oft das Gefühl, dass bei dem Thema Entwicklungshilfe viel zuwenig auf die Perspektive der "Entwicklungsländer" geachtet wird. Wenn solche Programme für Jugendliche ins Leben gerufen werden, dann nicht, weil die "Entwicklungsländer" darum bitten, unqualifizierte Jugendlich zu ihnen zu schicken, sondern weil wir meinen, es wäre eine gute Tat. Wenn man den Ländern wirklich helfen will, dann kann man dfür sorgen, dass Menschen von dort eine gute Ausbildung, vielleicht sogar bei uns, ermöglicht wird, damit sie ihrem Land selbst helfen können.
Ich war selbst mit AFS ein halbes Jahr in Panama. Das was bei ihnen als Freiwilligendienst ausgeschildert wurde, war für mich eher eine art Schüleraustausch, mit dem Untwerschied, dass man "gearbeitet" hat anstatt zur Schule zu gehen.
Ich habe in einer Grundschule mit den Englischlehrern zusammen garbeitet und es war eher ein Zuschauen für mich als ein Helfen. Ich dachte, bei dem Programm ginge es darum, wirklich in einem Land Hilfe zu leisten, aber ich konnte eigentlich fast nichts tun und die hälfte der Zeit waren eh Schulferien, in denen ich nicht gearbeitet habe.
Julius Nyerere, der ehemalige Präsident Tansanias, hat einmal gesagt: "Menschen können nicht entwickelt werden, sie können sich nur selbst entwickeln".
Ich habe oft das Gefühl, dass bei dem Thema Entwicklungshilfe viel zuwenig auf die Perspektive der "Entwicklungsländer" geachtet wird. Wenn solche Programme für Jugendliche ins Leben gerufen werden, dann nicht, weil die "Entwicklungsländer" darum bitten, unqualifizierte Jugendlich zu ihnen zu schicken, sondern weil wir meinen, es wäre eine gute Tat. Wenn man den Ländern wirklich helfen will, dann kann man dfür sorgen, dass Menschen von dort eine gute Ausbildung, vielleicht sogar bei uns, ermöglicht wird, damit sie ihrem Land selbst helfen können.
LEONIE VON HILDEBRAND…
11.05.2008 | 22:54 

Nicht zustimmen kann ich dem Eindruck, der Autor habe Sascha negativ dargestellt oder gar dümmlich. Immerhin schildert der Autor die aus meiner Sicht enorme interkulturelle Anpassungsleistung des jungen Mannes (oder würden Sie aus Höflichkeit geröstete Bienen essen, und das in einem Dorf am Ende der Welt?), seine Bescheidenheit und seinen guten Willen. Er ist weder, wie die Überschrift plakativ und provokant formuliert, auf einem „Egotrip ins Elend“, noch darauf aus, symbolisches Kapital abzuschöpfen, indem er sich zum Beispiel damit rühmen würde, armen Straßenkindern das Leben gerettet zu haben. Auch ist er nicht stolz darauf, auf eine Pizza zu verzichten (oder eben auch nicht), er ist einfach „normal“ und darüber hinaus erfrischend frei vom „Helfersyndrom“. Dass er letztlich nicht helfen kann (obwohl ihn die Dorfbewohner zu respektieren scheinen!), liegt nicht an ihm, sondern den Strukturen, die junge Menschen wie ihn zu „Entwicklungshelfern“ machen. Gerade mit der Wahl von Sascha, der alle Anforderungen des „weltwärts“-Programms zu erfüllen scheint, gelingt es dem Autor, die Paradoxie der Entwicklungshilfe differenziert darzustellen.
Mit Verlaub und bei aller Freude am Kritisieren: Soviel Textverständnis muss schon sein.
L.v.H.
Mit Verlaub und bei aller Freude am Kritisieren: Soviel Textverständnis muss schon sein.
L.v.H.
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