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    <title>sz-magazin.de - Neue Fotografie</title>
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    <description>Alle Texte zu dem Label Neue Fotografie auf sz-magazin.de</description>
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     <title>sz-magazin.de</title>
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    <title>Traumeinfänger</title>
    <description>&lt;p&gt;Der zw&amp;ouml;lfj&amp;auml;hrige Luka leidet an Muskelschwund und kann sich kaum noch bewegen. Matej Peljhan hat ihm seine Tr&amp;auml;ume verwirklicht - mit der Kamera.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;MATEJ PELJHAN&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Name:&lt;/strong&gt; Matej Peljhan&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Geboren:&lt;/strong&gt; 12.7.1967, Ljubljana, Slovenia &lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Ausbildung:&lt;/strong&gt; Psychologie an der Universit&amp;auml;t in Ljubljana&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Homepage:&lt;/strong&gt; &lt;a href=&quot;http://mate.1x.com&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;http://mate.1x.com&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;SZ-Magazin: Woher kennen Sie den 12-j&amp;auml;hrigen Luka?&lt;br /&gt;Matej Peljhan: &lt;/strong&gt;Ich bin Psychologe und arbeite in der Einrichtung, in der Luka zur Schule geht. Ich kenne ihn seit ungef&amp;auml;hr f&amp;uuml;nf Jahren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Wie sind Sie auf die Idee gekommen, Luka in Szenen zu fotografieren, die er aufgrund seines Muskelschwunds sonst nie erleben k&amp;ouml;nnte?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Es  war seine eigene Idee. Bis auf kleine Bewegungen mit den Fingern ist der Junge g&amp;auml;nzlich schwach. Sein Traum war es, einmal Dinge zu tun, die f&amp;uuml;r andere Kinder selbstverst&amp;auml;ndlich sind. Ich fand das toll und habe daraufhin seine  Eltern um Erlaubnis gebeten. An vier verschiedenen Terminen haben wir  dann die Bilder gemacht. Auf unseren Fotos hatte er die M&amp;ouml;glichkeit sich einmal spielend leicht zu bewegen, zu springen und zu fliegen. Als Luka die Bilder zum ersten Mal sah, war er  &amp;uuml;berrascht, betrachtete alles aufmerksam und rief dann &amp;raquo;Super!&amp;laquo; Er ist sehr gl&amp;uuml;cklich und stolz &amp;uuml;ber die vielen R&amp;uuml;ckmeldungen und die  Aufmerksamkeit, die die Bilder &amp;uuml;berall auf der Welt erhalten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Neben dem Fotoprojekt mit Luka haben Sie auch andere Menschen mit Behinderungen fotografiert. &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Ich habe als Kind beim Spielen meinen rechten Arm und ein Auge verloren, als Bombenreste aus dem Zweiten Weltkrieg neben uns in die Luft gingen. Meine Kinder brauchen besondere Betreuung, weil sie als Zwillinge mit einer Knorpelbildungsst&amp;ouml;rung zur Welt gekommen sind, und ich arbeite eben mit Behinderten zusammen. Ich bin st&amp;auml;ndig damit konfrontiert und wollte die Erfahrungen verarbeiten. Das tue ich auf ganz unterschiedliche Weise. Seit vier Jahren fotografiere ich immer h&amp;auml;ufiger. Dabei lasse ich die typischen Stereotype au&amp;szlig;er Acht. Man kann und sollte &amp;uuml;ber Handicaps reden, ohne dabei jedes Mal pathetisch zu werden. Meine Fotos sollen auf keinen Fall Mitleid erregen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;</description>
    <dc:subject>Traumeinfänger</dc:subject>
    <dc:creator>Friederike Krüger (Interview)</dc:creator>
    <dc:date>2013-05-16T15:00:00+01:00</dc:date>
  </item>

  <item rdf:about="http://sz-magazin.sueddeutsche.de//texte/anzeigen/39817">
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    <title>City Silhouettes</title>
    <description>&lt;p&gt;Wir stellen Ihnen jede Woche junge, talentierte Fotografen vor.  Diesmal: Jasper James, dessen Projekt die Schwierigkeit darstellt, Menschen und St&amp;auml;dte zu trennen.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Name&lt;/strong&gt;: Jasper James &lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Geboren&lt;/strong&gt;: 1966, London &lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Ausbildung&lt;/strong&gt;: B.A. Hons Photography Degree course at London College of Printing &lt;strong&gt;&lt;br /&gt;Homepage&lt;/strong&gt;: &lt;a href=&quot;http://www.jasperjames.co.uk/&quot;&gt;www.jasperjames.co.uk&lt;/a&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;SZ-Magazin&lt;/strong&gt;: Herr James, wieso sehen fast alle Menschen auf Ihren Fotos so melancholisch aus? &lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Jasper James&lt;/strong&gt;: Bisher war mir nicht klar, dass sie das tun. Aber jetzt, wo Sie es sagen - es k&amp;ouml;nnte ein Resultat meiner Bildbearbeitung sein. Oft entwickelt sich eine bestimmte Stimmung aber auch schon am Set. Eigentlich finde ich es sch&amp;ouml;n, wenn Melancholie dabei entsteht. Allerdings sollten auch andere Emotionen wiederzufinden sein.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;SZ-Magazin&lt;/strong&gt;: Stadtbilder und Silhouetten &amp;ndash; in welche Beziehung wollen Sie beides bringen? &lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Jasper James&lt;/strong&gt;: In eine Beziehung, in der sich verschiedenste Ideen treffen. Ich glaube, dass es immer interessant ist, zwei so unterschiedliche, teilweise gegens&amp;auml;tzliche Dinge zu verbinden. Das kann unheimlich viele Fragen und Gef&amp;uuml;hle aufwerfen.    &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;SZ-Magazin&lt;/strong&gt;: Nur ein einziges Ihrer Fotos zeigt keine Person. Warum ist es Ihnen so wichtig, Menschen zu fotografieren? &lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Jasper James&lt;/strong&gt;: Einige St&amp;auml;dte, in denen ich arbeite, k&amp;ouml;nnen gar nicht von der Bev&amp;ouml;lkerung getrennt werden. Die Atmosph&amp;auml;re ist von unglaublich vielen verschiedenen Faktoren beeinflusst, von der Regierung &amp;uuml;ber das Wetter bist zur Wirtschaft, aber erst die Menschen, die in der Stadt leben, geben ihr den wahren Flair.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;SZ-Magazin&lt;/strong&gt;: In welcher Beziehung stehen die Modelle zu den Orten? &lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Jasper James&lt;/strong&gt;: Einerseits habe ich fremde Personen ohne ihr Wissen abgelichtet. Diese Zuf&amp;auml;lle mag ich, aber darauf ist nicht immer Verlass. Deshalb gibt es auch Bilder, f&amp;uuml;r die ich Menschen bewusst in Szene gesetzt habe. Da es unbekannte Menschen aus der Region sein sollen, sind beispielsweise auch Couchsurfing-Gastgeber darunter.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;SZ-Magazin&lt;/strong&gt;: Mit welcher Technik haben Sie die Bilder aufgenommen? &lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Jasper James&lt;/strong&gt;: Ich habe doppelt belichtet. Bei analogen Kameras kann man zwei Bilder &amp;uuml;bereinander machen. Bei digitalen Kameras, die ich haupts&amp;auml;chlich nutze, funktioniert das automatisch. Im Nachhinein habe ich nur noch den Kontrast ver&amp;auml;ndert. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;</description>
    <dc:subject>City Silhouettes</dc:subject>
    <dc:creator>Nadine Hackemer (Interview)</dc:creator>
    <dc:date>2013-04-08T15:59:00+01:00</dc:date>
  </item>

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    <title>Doppelt gesehen</title>
    <description>&lt;p&gt;Wir stellen Ihnen jede Woche junge, talentierte Fotografen vor.   Diesmal: Kelli Connell, deren Bilder erst auf den zweiten Blick die Wahrheit erkennen lassen.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;Name: &lt;/strong&gt;Kelli Connell&lt;strong&gt; &lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;strong&gt;Geboren: &lt;/strong&gt;30. M&amp;auml;rz 1974&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Ausbildung:&lt;/strong&gt;&amp;nbsp; Bachelor of Fine Arts in Fotografie an der &lt;em&gt;University of North Texas&lt;/em&gt;, Master of Fine Arts in Fotografie an der &lt;em&gt;Texas Woman's University&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Homepage:&lt;/strong&gt; &lt;a href=&quot;http://kelliconnell.com/home.html&quot;&gt;kelliconnell.com&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;SZ-Magazin: Frau Conell, in Ihren ersten Fotografien sehen Ihre Models aus wie Liebende. Auf sp&amp;auml;teren Aufnahmen dann auch wie Geschwister oder Freunde. Welches Bild wollten Sie entstehen lassen?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Kelli Connell:&lt;/strong&gt; Die Bilder sind sozusagen mit mir gro&amp;szlig; geworden. Genauso mein Model Kiba Jacobsen, die immer beide Figuren auf den Fotos darstellt. Ich habe die ersten Aufnahmen von ihr gemacht, als ich 20 Jahre alt war. Gerade die ersten Bilder wirken deshalb so wie eine Beziehung, die am Anfang steht - eine in der die Charaktere sich erst kennenlernen m&amp;uuml;ssen. Jetzt, da ich 30 bin, haben sich die Ansichten &amp;uuml;ber mich selbst und Beziehungen ver&amp;auml;ndert. Die sp&amp;auml;teren Fotos wirken deshalb auch wie Szenen aus einer reiferen Beziehung. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&amp;Uuml;ber zehn Jahre lang haben Sie Bilder von ein und derselben Frau gemacht? &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Noch als Studentin habe ich Kiba Jacobsen in einem meiner Fotografiekurse an der Uni kennengelernt. Wir kannten uns bereits sieben Jahre lang, bevor wir dann gemeinsam anfingen an Double Life zu arbeiten. Nachdem wir die ersten Probeaufnahmen gemacht haben, wusste ich, dass sie das richtige Model f&amp;uuml;r diese Strecke ist. Sie konnte sich wie ein Cham&amp;auml;leon anpassen. Egal ob sie in eine  m&amp;auml;nnliche oder weibliche Rolle schl&amp;uuml;pfen musste, es wirkte nie aufgesetzt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;K&amp;uuml;sse, Umarmungen, Blickkontakte. Ihre Bilder wirken wie intime Ausschnitte aus dem wirklichen Leben. &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Es ist wichtig, dass meine Fotos real wirken, obwohl nie zwei Figuren in einer Szene den gleichen Platz zur gleichen Zeit eingenommen haben. F&amp;uuml;r jedes Bild, das ich entstehen lasse, verbrauche ich mehr als zwei Filmrollen, allein f&amp;uuml;r die erste Szene. F&amp;uuml;r die zweite Szene wiederum auch ein bis zwei Filmrollen. Normalerweise stehe ich oder jemand anderes Lichtdouble, um den anderen Charakter zu erg&amp;auml;nzen. So hat mein Model jemanden mit dem sie interagieren kann. Gerade deshalb wirkt der Blickkontakt oder die Ber&amp;uuml;hrung echt. Nach dem Shooting, entwickle ich die Filme und erstelle Kontaktabz&amp;uuml;ge. Daraus bastle ich Collagen, um festzustellen welche der Figuren am besten f&amp;uuml;r die Szene zusammenpassen. Anschlie&amp;szlig;end scanne ich die Negative und bearbeite sie im Photoshop, so dass man den &amp;raquo;Betrug&amp;laquo; nicht mehr bemerkt. Das Wichtigste an meiner Arbeit ist, dass ich es schaffe, w&amp;auml;hrend meines Arbeitsprozesses Bilder enstehen zu  lassen die einen starken emotionalen Touch haben. In jedem Bild lege ich besonders Wert auf eine bestimmte Atmosph&amp;auml;re, Spannung oder Stimmung, dabei interessiert mich weniger, ob die Bilder digital mit Photoshop bearbeitet wurden. Photoshop erlaubt mir lediglich ein realistisches Bild entstehen zu lassen, dass entweder als eine Beziehung zwischen zwei Menschen verstanden werden kann, oder als Beziehung zwischen multiplen Pers&amp;ouml;nlichkeiten des Ichs. Darin besteht die Sch&amp;ouml;nheit f&amp;uuml;r mich&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Jede Szene ist anders: Frau mit Mann. Frau mit Frau. Mann mit Mann. Durch Kleidung und K&amp;ouml;rpersprache haben die Charaktere immer eine andere Rolle. Was haben Ihre Bilder mit Identit&amp;auml;t, Geschlechterrollen und Gesellschaft zu tun?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&amp;raquo;Double Life&amp;laquo; hinterfragt die Rollen die jeder Mensch in Beziehungen mit anderen einnimmt. Gleichzeitig wollte ich die verschiedenen Pers&amp;ouml;nlichkeiten, die jeder in sich tr&amp;auml;gt, gegen&amp;uuml;berstellen. Weil ich immer das gleiche Model fotografiert habe und dabei auf K&amp;ouml;rpersprache, Mimik und Kleidung geachtet habe, konnte ich die Komplexit&amp;auml;t der Identit&amp;auml;t hinterfragen. Meine Arbeit versucht zu ergr&amp;uuml;nden wie sich Beziehungsrollen ver&amp;auml;ndern oder gleich bleiben, wenn zwei Frauen die Rollen beider Partner annehmen. Mich interessiert die Idee, dass Identit&amp;auml;t nicht starr sondern beweglich ist - und wir Grenzen oder Systeme &amp;uuml;berwinden k&amp;ouml;nnen, die uns die Gesellschaft auferlegt hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Auf Ihrer Webseite sind nur Bilder der Serie &amp;raquo;Double Life&amp;laquo; zu finden. Abgesehen davon, was fotografieren Sie noch?&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;W&amp;auml;hrend ich die Serie &amp;raquo;Double Life&amp;laquo; entstanden ist, habe ich mit meiner Frau, Betsy Odom, zusammen an einem neuen Projekt gearbeitet. Die Bilder werde ich im Verlauf des Jahres auf meiner Webseite &lt;a href=&quot;http://kelliconnell.com/home.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;kelliconnell.com&lt;/a&gt; ver&amp;ouml;ffentlichen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;</description>
    <dc:subject>Doppelt gesehen</dc:subject>
    <dc:creator>Nadine Hackemer (Interview)</dc:creator>
    <dc:date>2013-04-04T12:00:00+01:00</dc:date>
  </item>

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    <title>Honkey Kong</title>
    <description>&lt;p&gt;Wir stellen Ihnen jede Woche junge, talentierte Fotografen vor.  Diesmal: Christian &amp;Aring;slund, der sich auf den D&amp;auml;chern Hongkongs an seine liebsten Computerspiele erinnert f&amp;uuml;hlt.&lt;span class=&quot;transition&quot;&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Name: &lt;/strong&gt;&lt;span class=&quot;transition&quot;&gt;Christian &amp;Aring;slund&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Geboren: &lt;/strong&gt;27. Juli 1974&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Ausbildung:&lt;/strong&gt; Studium der Dokumentarfotografie in Hola, Schweden, und Studium der Stillleben-Fotografie in Hadsel, Norwegen&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Homepage:&lt;/strong&gt; &lt;a href=&quot;http://www.christian.se/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;www.christian.se&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Herr &amp;Aring;slund, Sie kommen aus Schweden. Warum haben Sie sich f&amp;uuml;r Ihre Serie Honkey Kong gerade Hongkong und nicht Stockholm oder Berlin ausgesucht? &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Christian &lt;span class=&quot;transition&quot;&gt;&amp;Aring;slund: &lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;Ich wohne in Stockholm, eine eher kleinen Stadt f&amp;uuml;r eine Hauptstadt, ohne riesige Skyscraper, wie es sie in den USA, China und anderen Gro&amp;szlig;st&amp;auml;dten gibt. Die Idee zu der Honkey Kong-Serie ist mir gekommen, als ich einen Freund in Hong Kong besucht habe. Er hatte Zugang zu dem Dach eines Hochhauses. Ich war begeistert von der Aussicht von dort oben. Aus der Vogelperspektive das allt&amp;auml;gliche Leben zu betrachten, brachte mich dann auf die Idee den klassischen 2D Videospiele, old-school Spiele wie Donkey Kong eben, einen Tribut zu zollen. &lt;br /&gt; &lt;br /&gt; &lt;strong&gt;Wie haben Sie das Projekt finanziert? &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Kurze Zeit nachdem ich die Idee hatte, kam eine Schuhfirma auf mich zu und bat mich darum Fotos f&amp;uuml;r eine Anzeigenkampagne zu machen. Ich schlug Ihnen meine Honkey Kong-Idee vor und ich konnte &amp;uuml;berzeugen. Ein paar Wochen sp&amp;auml;ter bin ich mit einem sehr kleinen Produktionsteam nach Hong Kong zur&amp;uuml;ckgekehrt. &lt;br /&gt; &lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Was war die gr&amp;ouml;&amp;szlig;te Herausforderung bei der Umsetzung?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Der Produktionszeitplan war sehr eng gesteckt. Letzten Endes hatten wir nur zwei Tage f&amp;uuml;r Probeaufnahmen und die Suche nach geeigneten Shooting-Spots Zeit. Das schwierigste war es deshalb, Zugang zu den unterschiedlichen Hochhausd&amp;auml;chern zu bekommen und m&amp;ouml;glichst viele Locations zu finden. Auch die Sprache war ein Problem, so dass wir Studenten engagieren mussten, die kantonesisch sprechen. Fotografiert haben wir dann zwei Tage lang, um die zehn richtigen Fotos f&amp;uuml;r die Kampagne zu schie&amp;szlig;en. &lt;br /&gt; &lt;br /&gt;&lt;strong&gt;In Ihren Bildern wirken die Perspektiven verzerrt, die Models scheinen sich perfekt in die 2D-Landschaft zu f&amp;uuml;gen. &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Ich glaube, die Honkey Kong-Serie f&amp;auml;llt auch gerade deshalb so ins Auge. Aus einer ungew&amp;ouml;hnlichen Perspektive hat man einen Blick auf eine verr&amp;uuml;ckt verdrehte Spielwiese. Es sollte so aussehen, als ob das Fotomodell sich durch die Stra&amp;szlig;en Hong Kongs navigiert. Damit das klappt, haben wir Walkie-Talkies benutzt, um mit den Leuten auf dem Boden zu kommunizieren. So konnten wir sie genau in die richtige Perspektive r&amp;uuml;cken. Gleichzeitig mussten wir immer ein Auge auf den Verkehr haben, schlie&amp;szlig;lich haben wir die Models in der Mitte vielbefahrener Stra&amp;szlig;en fotografiert. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;</description>
    <dc:subject>Honkey Kong</dc:subject>
    <dc:creator>Nadine Hackemer (Interview)</dc:creator>
    <dc:date>2013-03-20T10:42:00+01:00</dc:date>
  </item>

  <item rdf:about="http://sz-magazin.sueddeutsche.de//texte/anzeigen/39505">
    <link>http://sz-magazin.sueddeutsche.de//texte/anzeigen/39505</link>
    <title>Ganz unten</title>
    <description>&lt;p&gt;Wir stellen Ihnen jede Woche junge, talentierte Fotografen vor. Diesmal: Nurcan &amp;Ouml;zdemir, die t&amp;uuml;rkische Transsexuelle im Istanbuler Ghetto begleitet hat.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Name:&lt;/strong&gt; Nurcan &amp;Ouml;zdemir&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Geboren: &lt;/strong&gt;10.Januar 1986 &lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Ausbildung&lt;/strong&gt;: Akademie f&amp;uuml;r Mode und Design, M&amp;uuml;nchen&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Homepage:&lt;/strong&gt; &lt;a href=&quot;http://renegatxx.tumblr.com/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;renegatxx.tumblr.com&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;SZ-Magazin: Frau &amp;Ouml;zdemir, Ihre Fotos von t&amp;uuml;rkischen Transsexuellen geben Einblick in eine Szene am Rande der Gesellschaft. Diese Menschen leben ausgesto&amp;szlig;en und von M&amp;auml;nnern und Frauen misstrauisch be&amp;auml;ugt in einem Istanbuler Ghetto. Wie bekamen Sie so ungehinderten Zugang zu dieser Szene, dass sich die Transsexuellen sogar nackt fotografieren lie&amp;szlig;en?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Nurcan &amp;Ouml;zdemir:&lt;/strong&gt; Es war wahnsinnig schwer. Von Deutschland aus hatte ich mindestens hundert Mails geschrieben und Telefonanrufe get&amp;auml;tigt. Auch &amp;uuml;ber Facebook, NGOs oder Gayromeo hatte ich versucht, Kontakt aufzunehmen. Erfolglos. Schlie&amp;szlig;lich bin ich einfach nach Istanbul geflogen. Dort habe ich Friseursalons abgeklappert, bin jedoch nicht direkt ins Viertel der Transsexuellen gegangen &amp;ndash; davon wurde mir von allen Seiten strengstens abgeraten. Es gilt als gef&amp;auml;hrlich, denn hier wohnen nur  Menschen, die nichts zu verlieren haben: Junkies, Prostituierte, Verbrecher, Kurden und eben Transsexuelle. &amp;Uuml;ber einen Friseursalon habe ich dann den Namen einer Transsexuellen bekommen. Der hat sehr geholfen. Als ich dann in einem zweiten Friseursalon in diesem Viertel stand, wurde ich wenigstens nicht attackiert. Nach etwa einer Stunde Reden schlug die Stimmung von Aggressivit&amp;auml;t in Offenheit um.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;So offen, dass Sie ganz intime Fotos dieser Frauen machen konnten.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Das war das Wunderbare! Diese Menschen sind so gebeutelt und haben doch einen so liebevollen Kern! Nachdem sie Vertrauen zu mir gefasst hatten, durfte ich ihren Lebensmut und ihre Willenskraft erleben. Sie luden mich und die zweite Fotografin Sebnem Coskun in ihre heruntergekommenen Wohngemeinschaften ein, servierten Essen, und wir durften beobachten, wie sich sie f&amp;uuml;r die Arbeit fertig machen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Als was arbeiten die Frauen?&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Neun von zehn gehen auf den Strich. Ich vermute, dass viele unter ihnen drogen- oder alkoholabh&amp;auml;ngig sind. Anders lie&amp;szlig;e sich ihr gef&amp;auml;hrlicher Alltag wohl kaum ertragen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Weshalb leben Transsexuelle in der T&amp;uuml;rkei so gef&amp;auml;hrlich?&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;T&amp;uuml;rken hassen Transsexuelle, ihre Familien versto&amp;szlig;en sie. T&amp;auml;glich werden sie auf der Stra&amp;szlig;e verspottet, diskriminiert oder mit irgendwelchen Sachen beworfen. Polizisten schikanieren sie bei Festnahmen aus an den Haaren herbeigezogenen Gr&amp;uuml;nden wie &amp;bdquo;Erregung &amp;ouml;ffentlichen &amp;Auml;rgernisses&quot;. Am gr&amp;ouml;&amp;szlig;ten ist aber die Gefahr durch gewaltt&amp;auml;tige Sexkunden. Viele sterben oder werden verletzt, weil einige M&amp;auml;nner nach vollzogenem Akt auf sie losgehen - aus Selbsthass, dass sie Sex mit einer von ihnen hatten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Aus Selbsthass?&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Ja, die besten Kunden sind schwule Familienv&amp;auml;ter. Psychologisch gesehen eine sehr komplizierte Geschichte. Deshalb haben die Transsexuellen &amp;uuml;brigens auch meistens Br&amp;uuml;ste und einen Penis - und lassen sich bewusst nicht umoperieren. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass viele der Frauen, die ich fotografiert habe, urspr&amp;uuml;nglich gar keine Frau sein wollten -  sondern nur offen schwul. Viele sind aus dem konservativen Osten des Landes gefl&amp;uuml;chtet, wo die religi&amp;ouml;se Patriachalgesellschaft sie in die Transsexualit&amp;auml;t trieb, noch bevor sie in Istanbul die Freiheit finden konnten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Sie fotografieren schwarz-wei&amp;szlig;. Warum?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Die Pers&amp;ouml;nlichkeit, die Gesichter, aber auch die Narben der Menschen sollten im Mittelpunkt der Bilder stehen. Von ihrem Schicksal h&amp;auml;tten die bunten Stra&amp;szlig;en Istanbuls nur abgelenkt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;</description>
    <dc:subject>Ganz unten</dc:subject>
    <dc:creator>Meike Mai (Interview)</dc:creator>
    <dc:date>2013-02-07T17:00:00+01:00</dc:date>
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    <link>http://sz-magazin.sueddeutsche.de//texte/anzeigen/39457</link>
    <title>Willkommen in Skateistan</title>
    <description>&lt;p&gt;Wir stellen Ihnen jede Woche junge, talentierte Fotografen vor.  Diesmal: Patrik Wallner, der sich mit dem Skateboard in die entlegensten Gebiete Zentralasiens aufmachte.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Name: &lt;/strong&gt;Patrik Wallner&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Geboren: &lt;/strong&gt;3. August 1987 in T&amp;uuml;bingen 	&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Ausbildung:&lt;/strong&gt; Autodidakt&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Homepage:&lt;/strong&gt; &lt;a href=&quot;http://www.visualtraveling.com/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;www.visualtraveling.com&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;SZ-Magazin: Herr Wallner, wie kommt man auf die Idee, mit dem Skateboard nach Afghanistan zu reisen? &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Patrik Wallner: &lt;/strong&gt;Es war nur eine Frage der Zeit. Ich habe in den letzten drei Jahren schon einige Rundreisen mit anderen Skatern in Asien und Europa unternommen, weshalb eine Reise nach Zentralasien sowieso fr&amp;uuml;her oder sp&amp;auml;ter stattgefunden h&amp;auml;tte. Am Ende stand dann die Route parallel der Seidenstra&amp;szlig;e mit Stopps in Kasachstan, Kirgistan, Usbekistan und Turkmenistan fest. In letzter Minute wurde uns allerdings der Eintritt nach Turkmenistan verweigert, weshalb wir stattdessen in Afghanistan gelandet sind. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Und wie k&amp;ouml;nnen Sie solche umfangreichen Reisen finanzieren?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;In der Regel zahle ich meine Reisen selbst, indem ich mir im Vorfeld ein wenig Geld verdiene. Manchmal zahlen auch ein paar Sponsoren, deren Logo ich dann im Gegenzug am Ende meiner Filme oder Fotos zeige. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Wie reagierten die Leute dort auf Sie als Skateboardfahrer?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;In den meisten St&amp;auml;dten halfen uns einheimische Skateboarder dabei, Hotels, Skate-Spots und Restaurants zu finden. Besonders in Afghanistan gab es aber auch Momente, in denen uns das Skateboard half, das Eis zwischen uns und den Einheimischen zu brechen. Anfangs waren die Leute noch skeptisch, aber nachdem sie uns dabei zusahen, wie wir auf Gel&amp;auml;ndern rutschten und Stufen runtersprangen, wollten sie pl&amp;ouml;tzlich selber skaten und l&amp;ouml;cherten uns mit Fragen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Welcher Moment ist Ihnen am st&amp;auml;rksten in Erinnerung geblieben?&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Das beste Erlebnis war eine wirklich skurrile Szene in Afghanistan. Wir, schmutzige Skateboarder wurden in Gel&amp;auml;ndew&amp;auml;gen, begleitet von Bodyguards und der Polizei, chauffiert. Ich f&amp;uuml;hlte mich wie ein Politiker oder Skateboard-Botschafter.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Auf manchen Bildern sind schwer bewaffneten Begleiter zu sehen. Wie f&amp;uuml;hlt sich das an, so zu reisen?&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Im ersten Moment unheimlich, nach einer Weile dann aber sehr angenehm. Ich erinnere mich, wie wir am zweiten Abend in Afghanistan mit den Wachleuten essen waren und ich mir dachte: &amp;raquo;Kann der Typ mal seine Kalaschnikow von meinen Beinen entfernen?&amp;laquo; Irgendwann fand ich es lustig, wie schnell ich mich doch daran gew&amp;ouml;hnt hatte, so viele Maschinengewehre um mich zu haben. Au&amp;szlig;erdem ist mir im Ged&amp;auml;chtnis geblieben, wie ich an einem Abend im Internet surfte und den Wachen einige Videos, Fotos und ein paar nackte Frauen zeigte. Daraufhin sagte einer zu mir: &amp;raquo;Meine Kalaschnikow ist mein Internet&amp;laquo;. &lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;Wohin geht Ihre n&amp;auml;chste Reise? &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Iran wird mein n&amp;auml;chstes Projekt. Ich bin mit Leuten im Kontakt, die in Teheran einen Skatepark bauen. Wenn alles nach Plan l&amp;auml;uft, fliege ich diesen Sommer. Abgesehen davon gibt es noch viele Orte, an die ich zur&amp;uuml;ckkehren m&amp;ouml;chte. Es gibt nichts Besseres, als den Wandel einer Stadt mitzuerleben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;</description>
    <dc:subject>Willkommen in Skateistan</dc:subject>
    <dc:creator>Ben Kuhlmann (Interview)</dc:creator>
    <dc:date>2013-01-31T14:27:00+01:00</dc:date>
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    <title>Fall ins Bodenlose</title>
    <description>&lt;p&gt;Wir stellen Ihnen jede Woche talentierte, junge Fotografen vor. Diesmal: Jan Lieske mit seiner Portr&amp;auml;tserie &amp;uuml;ber Menschen, die Privatinsolvenz angemeldet haben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;!--  /* Font Definitions */ @font-face 	{font-family:Cambria; 	panose-1:2 4 5 3 5 4 6 3 2 4; 	mso-font-charset:0; 	mso-generic-font-family:auto; 	mso-font-pitch:variable; 	mso-font-signature:3 0 0 0 1 0;} @font-face 	{font-family:&quot;Helvetica Neue Light&quot;; 	panose-1:2 0 4 3 0 0 0 2 0 4; 	mso-font-charset:0; 	mso-generic-font-family:auto; 	mso-font-pitch:variable; 	mso-font-signature:3 0 0 0 1 0;}  /* Style Definitions */ p.MsoNormal, li.MsoNormal, div.MsoNormal 	{mso-style-parent:&quot;&quot;; 	margin:0cm; 	margin-bottom:.0001pt; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:12.0pt; 	font-family:&quot;Times New Roman&quot;; 	mso-ascii-font-family:Cambria; 	mso-ascii-theme-font:minor-latin; 	mso-fareast-font-family:Cambria; 	mso-fareast-theme-font:minor-latin; 	mso-hansi-font-family:Cambria; 	mso-hansi-theme-font:minor-latin; 	mso-bidi-font-family:&quot;Times New Roman&quot;; 	mso-bidi-theme-font:minor-bidi; 	mso-fareast-language:EN-US;} a:link, span.MsoHyperlink 	{mso-style-noshow:yes; 	color:blue; 	text-decoration:underline; 	text-underline:single;} a:visited, span.MsoHyperlinkFollowed 	{mso-style-noshow:yes; 	color:purple; 	text-decoration:underline; 	text-underline:single;} @page Section1 	{size:595.0pt 842.0pt; 	margin:70.85pt 70.85pt 2.0cm 70.85pt; 	mso-header-margin:35.4pt; 	mso-footer-margin:35.4pt; 	mso-paper-source:0;} div.Section1 	{page:Section1;} --&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Name: &lt;/strong&gt;Jan Lieske&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Geboren:&lt;/strong&gt; 01.07.1976&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Ausbildung:&lt;/strong&gt; Studium &amp;bdquo;Reportage und Dokumentarfotografie&quot; an der FH Hannover&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Website:&lt;/strong&gt; &lt;strong&gt;&lt;a href=&quot;http://janlieske.com/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;www.janlieske.com&lt;/a&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;SZ-Magazin: Herr Lieske, es scheint, jedem einzelnen Ihrer Portr&amp;auml;tierten sei die Sorge ins Gesicht gemei&amp;szlig;elt. &lt;br /&gt;Jan Lieske:&lt;/strong&gt; Das liegt vielleicht daran, dass ich w&amp;auml;hrend des Fotografierens jeden darum gebeten habe, sich an die Zeit der Privatinsolvenz zur&amp;uuml;ckzuerinnern. Ich habe die Leute gefragt, wo ihr Lieblingsort sei. Der Ort, an dem sie am besten abschalten k&amp;ouml;nnen. Dort sind wir dann hingefahren. &lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;Wie sind Sie &amp;uuml;berhaupt auf das Thema Privatinsolvenz gekommen?&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;In Hannover war ich &amp;uuml;ber die Caritas an einem Fotoprojekt f&amp;uuml;r Obdachlose beteiligt. Dort habe ich dann einen Dokumentarfilmer kennengelernt, der einen Film &amp;uuml;ber die Schuldnerberatung drehen wollte. Wir &amp;uuml;berlegten uns, ob es nicht sinnvoll w&amp;auml;re zweigleisig zu fahren. Daraus ist dann die Serie &amp;bdquo;Personal Bankruptcy&quot; entstanden. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Eine Privatinsolvenz h&amp;auml;ngt man zumeist nicht an die gro&amp;szlig;e Glocke. Wie haben die Leute auf Ihre Fotoserie reagiert?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Im Vorfeld habe ich viele Gespr&amp;auml;che mit dem &amp;ouml;rtlichen Schuldnerberater der Caritas gef&amp;uuml;hrt. Er hat die Leute dann gefragt, ob sie mitmachen wollen. Erstaunlich viele waren der Fotoserie gegen&amp;uuml;ber offen und haben eingewilligt, mich und meine Idee kennenzulernen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Welche pers&amp;ouml;nliche Geschichte hat Sie am meisten ber&amp;uuml;hrt?&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Der Mann mit der N&amp;auml;hmaschine war urspr&amp;uuml;nglich Fernfahrer. W&amp;auml;hrend einer Tour hatte er einen schweren Herzinfarkt. Danach war er berufsunf&amp;auml;hig und wurde arbeitslos. Nach und nach verlor er alles. Als er seine Wohnung nicht mehr bezahlen konnte, ist er ins M&amp;auml;nnerasyl gegangen. Er hat mir gesagt, wenn die Beratung nicht gewesen w&amp;auml;re, w&amp;uuml;rde er heute nicht mehr leben. Das war ein Mann, der urspr&amp;uuml;nglich mitten im Leben stand und dann fast ins Bodenlose gefallen ist. Das Foto ist vor der N&amp;auml;hmaschine entstanden, weil er gerne Dinge repariert. Ganz besonders gerne Kleidung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;</description>
    <dc:subject>Fall ins Bodenlose</dc:subject>
    <dc:creator>Nadine Hackemer (Interview)</dc:creator>
    <dc:date>2013-01-17T17:00:00+01:00</dc:date>
  </item>

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    <title>Nach dem Sturm</title>
    <description>&lt;p&gt;Wir stellen Ihnen jede Woche junge, talentierte Fotografen vor. Diesmal: Lena Scherer, die in New York die Folgen des Hurrikan&amp;nbsp;Sandy festgehalten hat.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Name:&lt;/strong&gt;&lt;/strong&gt; Lena Scherer&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Geboren: &lt;/strong&gt;&lt;/strong&gt;5. Juni 1989&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Ausbildung: &lt;/strong&gt;&lt;/strong&gt;Fotografen-Gesellin &lt;strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Website: &lt;/strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;a style=&quot;font-weight: bold;&quot; href=&quot;http://www.lenascherer.de&quot;&gt;www.lenascherer.de &lt;/a&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;SZ-Magazin: Frau Scherer, Sie haben Sturm Sandy in New York erlebt - f&amp;uuml;r&amp;nbsp;&lt;/strong&gt;&lt;strong&gt;uns, die wir davon nur gelesen haben, wie war es: Schlimmer, als man in&amp;nbsp;&lt;/strong&gt;&lt;strong&gt;Deutschland denkt? Weniger schlimm?&lt;/strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Es kommt drauf an, wo man sich zu dem Zeitpunkt aufgehalten hat oder wo man lebt. In der Zone A, also am Wasser, war es tats&amp;auml;chlich sehr schlimm.&amp;nbsp;Viele Menschen haben ihr ganzes Hab und Gut verloren und konnten nur tatenlos dabei zu sehen, oder waren bereits evakuiert. In der Mitte Brooklyns hat man nur mitbekommen, dass es unangenehm windig ist. In Dumbo, Rockaway Park und an anderen Orten war es aber wie ein kleiner Weltuntergang.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Merkte man der Stadt den Sturm noch lange an?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Ja! Manche Geb&amp;auml;ude im Financial District hingen noch lange an Generatoren. Viele hatten kein Internet oder Telefon, wie im Brooklyn Navy Yard, das mannshoch unter Wasser stand und dessen Lagerhallen geflutet wurden.&amp;nbsp;Die Benzin-Knappheit in ganz New York konnte erst sp&amp;auml;t wieder behoben werden. Die Aufr&amp;auml;umarbeiten werden mancherorts noch Wochen, wenn nicht Monate andauern.&amp;nbsp;Jedoch gehen die Menschen unglaublich gut damit um, sie versuchen sich nicht zu beklagen und sind dankbar f&amp;uuml;r die Dinge die sie retten konnten, oder weil sie einen Job haben mit dem sie ihr Leben wieder aufbauen k&amp;ouml;nnen. Wie zum Beispiel die Bauarbeiterin die ich portr&amp;auml;tieren konnte, die nahe der Brooklyn Bridge bei Aufr&amp;auml;umarbeiten geholfen hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Sind Sie w&amp;auml;hrend des Sturms zum Fotografieren vor die T&amp;uuml;r&amp;nbsp;gegangen?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Ich habe mich in einem kleinen Hotel in Little Italy aufgehalten, als der Sturm auftraf und dann Montagabend der Strom in ganz Downtown ausfiel.&amp;nbsp;Ich war wenige Minuten drau&amp;szlig;en, jedoch wurde nach k&amp;uuml;rzester Zeit klar, dass es tats&amp;auml;chlich lebensgef&amp;auml;hrlich sein kann. Es flogen Markisen und deren Gest&amp;auml;nge durch die Gegend, Strassenschilder wurden Instabil und dazu kam, dass durch den fehlenden Strom nat&amp;uuml;rlich auch keine Sicherheitssysteme, keine Ampeln, keine Alarmanlagen oder &amp;Auml;hnliches funktionierte und die Nebenstrassen f&amp;uuml;r Diebe und Kleinkriminelle ideale Orte wurden. &lt;br /&gt;Also: Nein. Erst ein paar Tage sp&amp;auml;ter bin ich losgezogen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Ist New York an sich eine besondere Stadt zum Fotografieren?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Ja, ist sie. Die Architektur, Strukturen, Farben und vor allem die Menschen sind von solcher Vielfalt, dass man manchmal gar nicht wei&amp;szlig;, worauf man zuerst den Fokus richten soll. Ich glaube sogar, dass das Licht hier anders ist. Mal davon abgesehen, dass sich wohl in keiner anderen Stadt so viele Menschen befinden, die mit Fotografie, Fashion, Werbung und den Medien zu tun haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Welche deutsche Stadt finden Sie als Fotografin am&amp;nbsp;interessantesten und warum?&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Das kann ich nicht auf eine reduzieren. Hamburg, Berlin und auch M&amp;uuml;nchen w&amp;uuml;rden sich das Treppchen teilen.&amp;nbsp;Jede Stadt hat ihren Charme und ihre Vorz&amp;uuml;ge. Hamburg und dessen Agenturen unterst&amp;uuml;tzen die Nachwuchsfotografen vermehrt, Berlin strotzt vor Kreativit&amp;auml;t und Anderssein und M&amp;uuml;nchen hat eine tolle Medienlandschaft und ist eben meine Heimatstadt. Alles ist irgendwie als Fotografin f&amp;uuml;r mich wichtig, vielleicht sollte ich mich irgendwann dreiteilen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Wo sehen sie Ihren Schwerpunkt?&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Emotion. Das soll meine Fotografie sein - oder ausl&amp;ouml;sen. Dabei ist nicht unbedingt wichtig welche Emotionen, weil das subjektiv ist.&amp;nbsp;Wichtig ist, dass sie bei mir, w&amp;auml;hrend meiner Arbeit anf&amp;auml;ngt und beim Betrachter aufh&amp;ouml;rt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;</description>
    <dc:subject>Nach dem Sturm</dc:subject>
    <dc:creator></dc:creator>
    <dc:date>2012-12-30T15:47:00+01:00</dc:date>
  </item>

  <item rdf:about="http://sz-magazin.sueddeutsche.de//texte/anzeigen/36963">
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    <title>Getrübte Sicht</title>
    <description>&lt;p&gt;Wir stellen Ihnen jede Woche junge, talentierte Fotografen vor. Diesmal: Bryan Schutmaat, der die Einwohner der Sch&amp;uuml;rfgemeinden im Westen der USA ablichtete.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Name:&lt;/strong&gt; Bryan Schutmaat &lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Geboren:&lt;/strong&gt; 1983 in Houston, Texas  &lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Ausbildung:&lt;/strong&gt; Master in Fotografie an der University of Hartford &lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Hompage:&lt;/strong&gt; &lt;a href=&quot;http://www.bryanschutmaat.com/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;www.bryanschutmaat.com&lt;/a&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;SZ-Magazin: Herr Schutmaat, Sie sind in einem Vorort von Houston, der viertgr&amp;ouml;&amp;szlig;ten Stadt Amerikas, aufgewachsen. Muss man die Metropole erst satt haben, um sich nach dem Kleinstadtleben im Westen zu sehnen? &lt;br /&gt;Bryan Schutmaat:&lt;/strong&gt; Das Leben in Houston f&amp;uuml;hlt sich an, als w&amp;uuml;rde die ganze Welt eines Tages  einfach &amp;uuml;berbetoniert werden &amp;ndash; man kann die drohende Zerst&amp;ouml;rung beinahe sp&amp;uuml;ren. Das flache, h&amp;auml;ssliche Bild der Stadt zieht sich endlos. Es gibt kein weites Land, keine Gr&amp;uuml;nr&amp;auml;ume. Vielleicht &amp;uuml;bertreibe ich ja, aber Houston wirkt erstickend, einengend und das weckt die Sehnsucht nach grenzenlosem Raum mit Bergen, B&amp;auml;umen und Fl&amp;uuml;ssen. Der Westen kann dir das bieten, das fasziniert mich.   &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&amp;raquo;Der Westen&amp;laquo; steht nach wie vor f&amp;uuml;r das wilde Amerika. Wo waren Sie unterwegs? &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Anfangs habe ich in Montana gelebt, deswegen entstanden dort viele Aufnahmen. Sp&amp;auml;ter bin ich von einer Minenstadt zur anderen gereist durch die Bergregionen des Westens, Wyoming, Idaho und South Dakota, bis hin in den S&amp;uuml;dwesten &amp;uuml;ber Nevada nach Colorado, New Mexico and Arizona. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Der Titel Ihres Foto-Essays &amp;raquo;Grays the Mountain Sends&amp;laquo; ist ein Auszug aus einem Gedicht von Richard Hugo, in dem er die &amp;ouml;komische Krise &lt;strong&gt;des Nordwestens &lt;/strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;strong&gt;Mitte des 20. Jahrhunderts &lt;/strong&gt;&lt;strong&gt;reflektierte. &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt; Genau. Ich war auf der Suche nach Literatur, die sich auf die Region bezieht. Mir fiel Richard Hugo in die H&amp;auml;nde, ein Mann, der den Gro&amp;szlig;teil seines Lebens dort verbrachte und dessen Texte die Tristesse und Sch&amp;ouml;nheit der Umgebung reflektieren. Als ich zum ersten Mal sein bekanntestes Gedicht &amp;uuml;ber eine ausgebrannte Minenstadt las, lie&amp;szlig; es mich nicht mehr los.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;In diesen Versen schreibt er von verlassenen Hotels,  von Kirchen als einzigen Hoffnungsgarant, von den sch&amp;ouml;nen M&amp;auml;dchen, die gehen, und den Bars, die doch nicht die Langeweile vertreiben k&amp;ouml;nnen. Entspricht das Ihrem Bild der westlichen USA? &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Hugos Texte sind poetisch gef&amp;auml;rbt von seiner Melancholie. Deshalb k&amp;ouml;nnen sie das Leben der Menschen dort nicht verallgemeinernd abbilden.  Auch meine Bilder nicht, obwohl sie nicht inszeniert sind.  Die Verse beschreiben aber einige St&amp;auml;dte exemplarisch: Orte, die die Boom-Zeiten lange hinter sich haben, geschlossene Hotels, die seit Zeiten keine Gesch&amp;auml;ftsm&amp;auml;nner oder Touristen mehr beherbergen und Bars, die von jenen profitieren, die versuchen ihre Trostlosigkeit zu ertr&amp;auml;nken. Wenn die Menschen hoffnungslos werden, f&amp;uuml;llen sich die Kirchenb&amp;auml;nke. Einige St&amp;auml;dte schrumpfen, Arbeiter bleiben, die Frauen gehen. Hat deine Heimat dir nichts mehr zu bieten,  dann f&amp;uuml;hlst du das &amp;raquo;Grau der Berge&amp;laquo; &amp;ndash; Langeweile, Armut, dein gebrochenes Herz, Ausweglosigkeit. Wenn Hugo im Osten gelebt h&amp;auml;tte, h&amp;auml;tte er sicherlich auch &amp;raquo;Grays the Factory Sends&amp;laquo; verfasst.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Sind Ihre Aufnahmen deshalb absichtlich so grau? &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Ich habe ohne Filter gearbeitet, wenn Sie das meinen. Ich fotografiere, wenn die Sonne noch tief steht am fr&amp;uuml;hen Morgen oder an bew&amp;ouml;lkten Nachmittagen. Dieser Grauton ist charakteristisch f&amp;uuml;r das Licht in den Bergen. Die Sonne senkt sich hinter das Gebirge bevor sie untergeht  und d&amp;auml;mpft das Licht.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;Die Menschen auf Ihren Bildern waren Fremde. Haben sie Ihnen trotzdem von ihrem Leben erz&amp;auml;hlt? &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Ich habe unglaubliche Geschichten geh&amp;ouml;rt. Zum Beispiel vom alten Dave: Er ist der letzte noch Lebende seines Freundeskreises und glaubt, mit einem Minengeist zusammenzuwohnen. Jim hat einen Felssturz &amp;uuml;berlebt. Ein junger Mann glaubte, dass Satan ihn wegen seiner sexuellen Neigungen heimsuchen w&amp;uuml;rde und wandte sich der Kirche zu. Jesse erz&amp;auml;hlte von schlaflosen N&amp;auml;chten, in denen er pl&amp;ouml;tzlich wieder in Vietnam k&amp;auml;mpfte. Und dann war da noch Scott, der seit zehn Jahren dem selben Bergl&amp;ouml;wen hinterherjagt. Am meisten bewegt hat mich aber Charly, den ein simpler Leitersturz um seinen Sohn gebracht hatte. &amp;raquo;Einige Dinge vergisst du einfach nicht&amp;laquo;, hat er immer wieder gesagt. Diese Erinnerungen kann man hinter meinen Portr&amp;auml;ts nur erahnen. Der Fotograf ist kein Geschichtenerz&amp;auml;hler. Er deutet nur an, f&amp;auml;ngt den Moment ein. Die Vorstellungskraft des Betrachters bereitet den Rest.      &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Scheint, als h&amp;auml;tten Ihnen die Menschen viel Vertrauen entgegengebracht? &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Manchmal sprachen wir stundenlang, ich wurde zum Abendessen eingeladen, bekam Geschenke und wurde &amp;raquo;Freund&amp;laquo; genannt. An anderen Tagen schickten sie mich weg,  schikanierten mich sogar.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Wenn man Ihre Fotos betrachtet, fragt man sich, wie denn der Einzelne diese Einsamkeit und Perspektivenlosigkeit ertr&amp;auml;gt? &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Menschen im tiefen Westen &amp;uuml;berleben wie &amp;uuml;berall sonst: Sie arbeiten hart, bringen ihr Geld zur Bank und ab und an haben sie Momente seltenen Gl&amp;uuml;cks und die wissen sie zu sch&amp;auml;tzen. Das ist ihr Alltag. Meine Bilder sind vielleicht traurig, aber so geht es eben auf der Welt zu. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;</description>
    <dc:subject>Getrübte Sicht</dc:subject>
    <dc:creator>Catharina Tews (Interview)</dc:creator>
    <dc:date>2012-12-21T07:00:00+01:00</dc:date>
  </item>

  <item rdf:about="http://sz-magazin.sueddeutsche.de//texte/anzeigen/38867">
    <link>http://sz-magazin.sueddeutsche.de//texte/anzeigen/38867</link>
    <title>Und wenn sie nicht gestorben sind</title>
    <description>&lt;p&gt;Wir stellen Ihnen jede Woche neue talentierte Fotografen vor. Diesmal: Dina Goldstein, die M&amp;auml;rchenprinzessinnen als gefallene Heldinnen inszeniert hat.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;!--[if gte mso 9]&gt;&lt;xml&gt; &lt;/xml&gt;&lt;![endif]--&gt;&lt;!--[if gte mso 9]&gt;&lt;xml&gt; 0   false      21      18 pt   18 pt   0   0      false   false   false &lt;/xml&gt;&lt;![endif]--&gt;&lt;!--[if gte mso 9]&gt;&lt;xml&gt; &lt;/xml&gt;&lt;![endif]--&gt; &lt;!--[if gte mso 10]&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;style&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
 /* Style Definitions */&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
table.MsoNormalTable&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
	{mso-style-name:&quot;Normale Tabelle&quot;;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
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    <dc:subject>Und wenn sie nicht gestorben sind</dc:subject>
    <dc:creator>Quentin Lichtblau (Interview)</dc:creator>
    <dc:date>2012-11-18T12:18:00+01:00</dc:date>
  </item>

  <item rdf:about="http://sz-magazin.sueddeutsche.de//texte/anzeigen/38085">
    <link>http://sz-magazin.sueddeutsche.de//texte/anzeigen/38085</link>
    <title>Ohne Obdach</title>
    <description>&lt;p&gt;Wir stellen Ihnen jede Woche junge, talentierte Fotografen vor. Diesmal: Jasmine Shah hat vier Wochen mit Obdachlosen verbracht.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Name:&lt;/strong&gt; Jasmine Shah&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Geboren: &lt;/strong&gt;1983 in Castrop-Rauxel&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Ausbildung: &lt;/strong&gt;Studiengang Fotografie und Medien an der FH Bielefeld und der Moholy-Nagy University of Art and Design in Budapest&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Homepage: &lt;/strong&gt;&lt;a href=&quot;http://www.shah-photographies.de/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;www.shah-photographies.de&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;SZ-Magazin: F&amp;uuml;r Ihre Abschlussarbeit &amp;raquo;Shelter&amp;laquo; haben Sie vier Wochen mit Obdachlosen auf der Stra&amp;szlig;e verbracht. Warum wollten Sie die Menschen so lange mit so vielen Entbehrungen begleiten, anstatt sie einfach nur einige Tage lang zu fotografieren und abends nach Hause zu gehen?&lt;br /&gt;Jasmine Shah: &lt;/strong&gt;Ich hatte mich schon vorher mit dem Thema besch&amp;auml;ftigt und wollte besser verstehen wie es ist, wenn man so viele Sachen entbehren muss. Da war es f&amp;uuml;r mich wichtig, diesen Schritt zu machen. Vier Wochen waren ein guter Zeitraum, sonst w&amp;auml;re es schwierig gewesen, die Obdachlosen richtig kennenzulernen.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;Wo waren Sie &amp;uuml;berall und wie haben Sie diese Zeit erlebt?&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Ich war in Nordrhein-Westfalen, weil ich daf&amp;uuml;r das Semesterticket hatte. Gelebt habe ich in Bochum, Dortmund, K&amp;ouml;ln, Oberhausen und D&amp;uuml;sseldorf. Dabei habe ich mich selbst besser kennengelernt. Es war eine sehr emotionale Zeit mit schwankenden Gef&amp;uuml;hlen. Ich habe zum Beispiel selbst gebettelt und Suppe ausgegeben bekommen. Negativ fand ich, dass alles viel langsamer abl&amp;auml;uft. Man steht auf und hat nicht viel zu tun. Das einzige, womit man sich besch&amp;auml;ftigt, ist: Wie komme ich an Geld, wo kann ich mich duschen und wie bekomme ich mein Essen? Einmal haben wir in einem relativ windgesch&amp;uuml;tzten Tunnel in D&amp;uuml;sseldorf geschlafen. Da sind viele Menschen vorbeigegangen und haben geschaut. Man f&amp;uuml;hlt sich als Mensch zweiter Klasse.&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;strong&gt;Auf den Fotos sieht man drinnen und drau&amp;szlig;en schlafende Menschen, manche mit Schlafs&amp;auml;cken, andere in warmen Betten, Gepflegtere und Ungepflegtere. Warum unterscheiden sich die Lebensbedingungen von Obdachlosen so sehr?&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Es gibt Einrichtungen zum Duschen und niemand muss in kaputten Sachen rumlaufen. Man bekommt Anziehsachen und Schuhe und in jeder gro&amp;szlig;en Stadt kann man essen. Jeder muss selbst entscheiden, ob er duschen m&amp;ouml;chte oder nicht. Als Frau hatte ich Gl&amp;uuml;ck: W&amp;auml;hrend die M&amp;auml;nner zu dritt oder viert duschen mussten, durfte ich alleine duschen. Die Klischees, die von den Medien verbreitet werden, stimmen nicht. Es ist nicht jeder alkohol- oder drogenkrank.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Leben viele aus freier Entscheidung obdachlos?&lt;br /&gt; &lt;/strong&gt;Einige schon. Ich w&amp;uuml;rde Obdachlosigkeit nicht mehr mit Armut  verbinden. In Deutschland muss niemand auf die Stra&amp;szlig;e gehen. In einer  neuen Stadt  geht man zuerst zur Bahnhofsmission. Dort kann man essen und W&amp;auml;sche  waschen. Man hat eigentlich alles &amp;ndash; au&amp;szlig;er einem eigenen Bett. Weil in den  Unterk&amp;uuml;nften mehr Leute Alkohol- und Drogenprobleme haben, geht man dann doch  lieber auf die Stra&amp;szlig;e.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt; &lt;strong&gt;Wie sind die Unterk&amp;uuml;nfte sonst?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt; Es gibt eine Unterkunft, bei der man 80 Euro im Monat zahlen muss und  drei Mahlzeiten pro Tag bekommt. Das ist sehr eint&amp;ouml;nig: Man w&amp;uuml;rde gerne  auch zwischendurch essen und darf nie zum Essen aufs Zimmer gehen. Teilweise wird man wie ein Kind behandelt: Man muss sich immer an die Zeiten  halten und sich in eine Liste eintragen, wenn man duschen geht.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;Einer der Obdachlosen tr&amp;auml;gt eine verkrustete Wunde auf der Nase. Wissen Sie, woher diese kommt?&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Von einer Schl&amp;auml;gerei, bei der ich nicht dabei war. Er hatte viel getrunken und jemand&amp;nbsp; wollte seinen Schlafsack klauen. Die Leute in den Notunterk&amp;uuml;nften beklauen sich leider sehr oft gegenseitig.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;Ihr Projekt tr&amp;auml;gt den Untertitel &amp;raquo;Was bedeuten Schutz und Zuflucht im 21. Jahrhundert?&amp;laquo; Wie beantworten Sie diese Frage jetzt nach Ihrer Arbeit?&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Schutz und Zuflucht bedeuten f&amp;uuml;r mich, dass man einen privaten Raum hat. In den Mehrbettzimmern wird man oft bestohlen und hat nie die n&amp;ouml;tige Ruhe, um sich zur&amp;uuml;ckzuziehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;</description>
    <dc:subject>Ohne Obdach</dc:subject>
    <dc:creator>Thomas von Eichhorn (Interview)</dc:creator>
    <dc:date>2012-10-31T12:12:00+01:00</dc:date>
  </item>

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    <link>http://sz-magazin.sueddeutsche.de//texte/anzeigen/37983</link>
    <title>Erntedank</title>
    <description>&lt;p&gt;Wir stellen Ihnen jede Woche junge, talentierte Fotografen vor. Diesmal: Markus Schwarze portr&amp;auml;tiert jene Arbeiter, die in der T&amp;uuml;rkei f&amp;uuml;r unser Obst und Gem&amp;uuml;se schuften.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Name: &lt;/strong&gt;Markus Schwarze&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Geboren:&lt;/strong&gt; 1978 in Hamburg&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Ausbildung: &lt;/strong&gt;EDV-Kaufmann, danach 12 Jahre IT-Berater bei unterschiedlichen Agenturen, seit vielen Jahren Fotograf im Nebenberuf, seit 2012 komplett selbstst&amp;auml;ndig&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Homepages:&lt;/strong&gt; Hochzeiten unter &lt;a href=&quot;http://www.markusschwarze.com&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;www.markusschwarze.com&lt;/a&gt;, Portr&amp;auml;ts unter &lt;a href=&quot;http://www.markusschwarze.me&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;www.markusschwarze.me&lt;/a&gt;&lt;br /&gt; &lt;strong&gt;&lt;br /&gt;SZ-Magazin: Sie sind ja eigentlich Hochzeitsfotograf. Bilden Sie Menschen lieber in Hochzeits- oder Alltagskleidung ab?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Markus Schwarze:&lt;/strong&gt; Was ich an Hochzeiten mag, ist die Leidenschaft und Freude, die dort den ganzen Tag &amp;uuml;ber zu sp&amp;uuml;ren ist. Aber ich fotografiere auch total gerne Menschen ganz nat&amp;uuml;rlich. 2010 hatte ich die Idee f&amp;uuml;r eine Serie, f&amp;uuml;r die ich 365 Tage lang jeden Tag eine andere Person fotografiert und einen kleinen Text dazu geschrieben habe. Seitdem schaue ich immer, wenn ich l&amp;auml;nger weg bin, dass ich Leute portr&amp;auml;tiere, zum Beispiel die Schickeria in Cannes. Es fasziniert mich, mit den Leuten sehr lange zu reden und sie dabei n&amp;auml;her kennenzulernen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;F&amp;uuml;r Ihre aktuelle Serie haben Sie in der l&amp;auml;ndlichen Gegend um Antalya t&amp;uuml;rkische Landarbeiter abgelichtet. Wie haben Sie sich mit ihnen verst&amp;auml;ndigt?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Ich hatte mir vorher beibringen lassen, was &amp;raquo;hallo&amp;laquo;, &amp;raquo;tsch&amp;uuml;ss&amp;laquo; und &amp;raquo;Ich komme aus Deutschland&amp;laquo; hei&amp;szlig;en. Ich finde es sehr wichtig, dass wenigstens das Hallo funktioniert. Also bin ich mit dem Auto herumgefahren und habe den Leuten &amp;raquo;merhaba&amp;laquo; zugerufen. Die Menschen freuen sich gleich, wenn man ihnen auf T&amp;uuml;rkisch begegnet. Ich habe mich dann auf Deutsch, Englisch, sowie mit H&amp;auml;nden und F&amp;uuml;&amp;szlig;en mit den Leuten unterhalten und sie gebeten, sie fotografieren zu d&amp;uuml;rfen. Die Menschen sollten sich einfach nur aus der Situation heraus hinstellen. Drehen mussten sie sich nur, wenn das Licht nicht passte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Wie kamen Sie auf das Thema?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Ich gehe unheimlich gerne weg von touristischen Gegenden und die T&amp;uuml;rkei ist ja ein gro&amp;szlig;er Lieferant von Obst und Gem&amp;uuml;se. Wir meckern immer, dass Obst und Gem&amp;uuml;se teurer wird, sehen aber nicht, wie hart die Leute daf&amp;uuml;r arbeiten. In Deutschland ist ja alles industrialisiert, da gibt es vielleicht maximal noch Spargelstecher. Daher kam mir die Idee, mir das mal vor Ort anzuschauen und zwei bis drei Portr&amp;auml;ts von Leuten, die auf dem Feld arbeiten, zu machen. Ich hab dann einfach gesagt: &amp;raquo;Schatz, ich fahre morgen weg.&amp;laquo;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Warum wurden es schlie&amp;szlig;lich doch mehr Portr&amp;auml;ts?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Die Gastfreundschaft hat mich einfach &amp;uuml;berw&amp;auml;ltigt. Die Menschen haben mir immer Tee und Ayran angeboten und am Ende war mein ganzer Wagen voll mit Obst. Einmal bin ich auf der Stra&amp;szlig;e einem Landstreicher begegnet, der kilometerweit eine gro&amp;szlig;e Melone geschleppt hat. Nach dem Foto hat er mir die Melone geschenkt. Man kann so was ja eigentlich nicht annehmen, aber ablehnen auch nicht. Er ist danach vermutlich einfach die gleiche Strecke zur&amp;uuml;ckgegangen und hat sich die n&amp;auml;chste Melone geholt. Es hat mich fasziniert und schockiert, wie einfach die Leute leben &amp;ndash; wie bei uns im Mittelalter.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Wozu machen Sie diese Bilderserien unterwegs?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;In erster Linie f&amp;uuml;r mich selber: Ich drucke mir die Portr&amp;auml;tserien immer auf einem besonders sch&amp;ouml;nen Papier aus. Ich freue mich schon auf meine n&amp;auml;chsten Projekte: Im Oktober fotografiere ich Sch&amp;auml;fer in Schottland und Anfang 2013 fahre ich f&amp;uuml;r zwei Wochen nach Indien. Das muss ja ein Traumland f&amp;uuml;r Fotografen sein. Auch dort werde ich versuchen, nicht die typischen Fotos zu machen.&lt;span style=&quot;font-size: 11pt;&quot;&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;</description>
    <dc:subject>Erntedank</dc:subject>
    <dc:creator>Thomas von Eichhorn (Interview)</dc:creator>
    <dc:date>2012-10-31T12:00:00+01:00</dc:date>
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    <title>Ballett auf dem Spionageschiff</title>
    <description>&lt;p&gt;Wir stellen Ihnen jede Woche junge, talentierte Fotografen vor. Diesmal: Andreas Franke haucht einem Schiffswrack Leben ein.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;Name: &lt;/strong&gt;Andreas Franke&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Geboren: &lt;/strong&gt;1967 in Linz, &amp;Ouml;sterreich&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Ausbildung: &lt;/strong&gt;H&amp;ouml;here Grafische Bundeslehranstalt in Wien&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;strong&gt;Homepages: &lt;/strong&gt;&lt;a href=&quot;http://www.staudinger-franke.com/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;www.staudinger-franke.com&lt;/a&gt; (Fotografie allgemein), &lt;a href=&quot;http://www.thesinkingworld.com/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;www.thesinkingworld.com&lt;/a&gt; (Vandenberg-Projekt)&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;SZ-Magazin: In Ihrem Projekt &amp;raquo;The Sinking World&amp;laquo; wurden Alltagsszenen in Aufnahmen eines Schiffswracks montiert, das in 40 Metern Tiefe vor der K&amp;uuml;ste Floridas liegt. &lt;/strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;strong&gt;&lt;strong&gt;Was macht ein Schiffswrack dort?&lt;br /&gt; &lt;/strong&gt;&lt;/strong&gt;Vor allem in den USA ist es &amp;uuml;blich, Schiffe als k&amp;uuml;nstliche Riffe zu  versenken. Korallen finden darin Halt und Fische einen neuen Lebensraum. Aber  es w&amp;auml;re nicht Amerika ohne einen kommerziellen Hintergedanken: den Tauchtourismus. Unfassbar, wie viele Fische sich da tummeln.  Das ist sehr interessant f&amp;uuml;r Taucher.&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt; &lt;/strong&gt;&lt;strong&gt;&lt;strong&gt;War das Schiff ein Marineschiff?&lt;br /&gt; &lt;/strong&gt;&lt;/strong&gt;Ja, die &lt;a href=&quot;http://www.staudinger-franke.at/vandenberg/view/galery.php&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&amp;raquo;Vandenberg&amp;laquo;&lt;/a&gt; war urspr&amp;uuml;nglich ein Transportschiff im 2. Weltkrieg,  sp&amp;auml;ter diente es als Spionageschiff gegen die Russen und zur &amp;Uuml;berwachung  der Apollo-Missionen. Au&amp;szlig;erdem wurde es im Hollywood-Film &lt;a href=&quot;http://www.schnitt.de/202,2863,01&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&amp;raquo;Virus&amp;laquo;&lt;/a&gt;&amp;nbsp;eingesetzt. Irgendwann war  es zu alt und wurde 2009 mit gro&amp;szlig;em Brimborium &lt;a href=&quot;http://www.epochtimes.de/ausgemustertes-us-marineschiff-wird-kuenstliches-riff-450975.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;versenkt&lt;/a&gt;.&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;strong&gt;&lt;em&gt;&lt;br /&gt; &lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;&lt;strong&gt;&lt;strong&gt;Fiel Ihnen das Fotografieren unter Wasser schwer?&lt;br /&gt; &lt;/strong&gt;&lt;/strong&gt;Fotografieren  unter Wasser ist mit der richtigen Ausr&amp;uuml;stung nicht sehr schwierig, das  ist f&amp;uuml;r mich wie Architekturfotografie. Der gr&amp;ouml;&amp;szlig;te Reiz daran ist die begrenzte Sichtweite. Der Vordergrund ist sehr scharf,  dahinter verschwindet der Rest des Schiffes&amp;nbsp;&lt;/span&gt;wie im Nebel&lt;span&gt;. Das hat einen  sehr lyrischen Touch.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;Die Szenerien auf Ihren Fotos sehen sehr realistisch aus &amp;ndash; und nach tausenden Stunden Photoshop-Gefrickel&amp;hellip;&lt;br /&gt; &lt;/strong&gt;&lt;/strong&gt;Das ist so. Aber das war einer meiner Mitarbeiter. Er hat die Fotos im Photoshop &amp;uuml;berlagert und geschaut, dass Winkel, Licht und Entfernungen stimmen. Ich als Fotograf hatte die Idee dahinter. Auf vier Tauchg&amp;auml;ngen habe ich mehr als 1000 Bilder gemacht, bin retour nach Wien geflogen und habe mir die ausgesucht, die am interessantesten ausschauen und wo sich ein passender Hintergrund f&amp;uuml;r die Szenerie findet. Dann habe ich die Leute im Studio fotografiert.&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;strong&gt;&lt;strong&gt;Kampfsportler, Kinobesucher, Ballettt&amp;auml;nzerinnen, spielende Kinder,  und alles sieht aus wie in einem alten Film: Was haben die Motive  miteinander zu tun?&lt;br /&gt; &lt;/strong&gt;&lt;/strong&gt;Gar nicht so viel. Sie spielen halt nicht in der Jetztzeit, sondern damals, als das Schiff aktiv war. Es sind frei gew&amp;auml;hlte Szenen, die  zum Hintergrund passen &amp;ndash; eben eine Geschichte von Leben unter Wasser.&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;strong&gt;&lt;strong&gt;Ihre Fotos haben Sie auf demselben Schiff ausgestellt, auf dem sie gemacht wurden. Schr&amp;auml;ge Idee, oder?&lt;br /&gt; &lt;/strong&gt;&lt;/strong&gt;Ich dachte: Wie w&amp;auml;re es, die Fotos an den Ort des Geschehens zur&amp;uuml;ckzubringen? Es hat mehrere Monate gedauert, bis ich denjenigen an der Strippe hatte, der die Schiffe versenkt, und ihm klargemacht hatte, was ich will. Wir haben die Bilder dann mit sehr starken Magneten am Wrack angebracht &amp;ndash; mit der Angst, dass die Bilder auf Korallen oder andere Taucher fallen. Er war erstaunt, wie es h&amp;auml;lt, und dann fiel der Spruch &amp;raquo;german engineering &amp;ndash; american steel&amp;laquo; (deutsche Technik &amp;ndash; amerikanischer Stahl).&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt; &lt;strong&gt;Ihre &amp;raquo;Galerie&amp;laquo; ist ja nicht unbedingt f&amp;uuml;r jeden zug&amp;auml;nglich. Wie viele Besucher hat Ihre Ausstellung?&lt;br /&gt; &lt;/strong&gt;&lt;/strong&gt;Das darf man nicht untersch&amp;auml;tzen. Am Tag kommen locker 100 bis 200 Taucher vorbei. In normalen Galerien tut man sich schwer, das hinzubekommen. Nur Vernissage kann ich keine machen.&lt;strong&gt;&lt;br /&gt; &amp;nbsp;&lt;br /&gt; &lt;strong&gt;Sehen Sie das nicht mit einem weinenden Auge, dass die Bilder unter Wasser ausbleichen?&lt;br /&gt; &lt;/strong&gt;&lt;/strong&gt;Das ist f&amp;uuml;r mich fast das Tollste. Diese ganzen Korallen und Flechten, die sich auf dem Bild festsetzen, und das Wasser, das in die Bilder reinsickert. Das ist wie ein Veredelungsprozess und macht jedes Bild zum Unikat.&lt;strong&gt;&lt;br /&gt; &lt;strong&gt;&amp;nbsp;&lt;br /&gt; Was soll neben der beeindruckenden &amp;Auml;sthetik noch von Ihrem Projekt h&amp;auml;ngen bleiben?&lt;br /&gt; &lt;/strong&gt;&lt;/strong&gt;Dass man einen Raum wie das Meer, der f&amp;uuml;r Menschen eigentlich kaum zug&amp;auml;nglich ist, auch als Kunstausstellungsraum nutzen kann. Die Ausstellung ist allein in Nordamerika extrem gut angekommen. Mehr als 340 Fernsehsender haben dar&amp;uuml;ber berichtet, weil es etwas ist, das es noch nicht gab. Es soll mindestens noch ein Projekt dieser Art entstehen. Auf Barbados, den Cayman Islands und noch mal in Florida habe ich weitere Schiffe fotografiert.&lt;strong&gt; &lt;/strong&gt;Da kommt noch was nach.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Die Werke werden voraussichtlich im Januar in der Galerie &lt;a href=&quot;http://www.tskw.org/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&amp;raquo;The Key West Studios&amp;laquo;&lt;/a&gt; in Key West zu sehen sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Sie haben besonders gelungene&amp;nbsp; oder ausgefallene Fotos zum Thema Design  aus der Zeit bis zum Jahr&amp;nbsp;1989? Bilder von schick gestalteten  Wohnr&amp;auml;umen, modernistischen B&amp;uuml;roeinrichtungen oder Designklassikern  einer bestimmten &amp;Auml;ra? Dann machen Sie mit beim Wettbewerb von Timeline Images, der Fotocommunity  der S&amp;uuml;ddeutschen Zeitung. Mehr Infos &lt;a href=&quot;http://timelineimages.sueddeutsche.de/blog/fotowettbewerb-design/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;hier&lt;/a&gt;.&lt;/strong&gt;&lt;em&gt;&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;</description>
    <dc:subject>Ballett auf dem Spionageschiff</dc:subject>
    <dc:creator>Thomas von Eichhorn (Interview)</dc:creator>
    <dc:date>2012-10-24T16:00:00+01:00</dc:date>
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    <title>Unter Beschuss</title>
    <description>&lt;p&gt;Wir stellen Ihnen jede Woche neue talentierte Fotografen vor. Diesmal: Alessio Romenzi begleitete die Rebellen im syrischen B&amp;uuml;rgerkrieg.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Name: &lt;/strong&gt;Alessio Romenzi&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Geboren:&lt;/strong&gt; 1974 in Colle Sant'Angelo (Italien)&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Homepage:&lt;/strong&gt; &lt;a href=&quot;http://alessioromenzi.photoshelter.com&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;alessioromenzi.photoshelter.com&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;SZ-Magazin: Warum sind Sie nach Syrien gegangen?&lt;br /&gt;Alessio Romenzi: &lt;/strong&gt;Nachdem ich bereits die Revolutionen in &amp;Auml;gypten und Libyen fotografiert  habe, will ich die Geschichte des arabischen Fr&amp;uuml;hlings weitererz&amp;auml;hlen. Es ist allerdings nicht leicht, nach Syrien einzureisen und im Land unterwegs zu sein. Fast kein Fotograf schafft es, unter den harten Bedingungen dort zu arbeiten. Umso wichtiger finde ich es, der Welt zu zeigen, was dort passiert.&amp;nbsp; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Wie ist es Ihnen gelungen, ins Land kommen?&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Beim ersten Mal haben mich Schmuggler vom Libanon aus &amp;uuml;ber die Grenze geschafft. Im Land reise ich mit den Rebellen der &amp;raquo;Freien Syrischen Armee&amp;laquo;. Seit Anfang des Jahres war ich sieben Mal in Syrien, insgesamt etwa drei Monaten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Wie gef&amp;auml;hrlich ist Ihre Arbeit in Syrien?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Man ist nie sicher, egal wohin man geht. Die Rebellen, mit denen ich reise, kennen in der Regel die Stellungen von Assads Armee und gehen ihr aus dem Weg; wir sind aber trotzdem in K&amp;auml;mpfe geraten und waren unter Beschuss. Die Rebellen meiden die Stra&amp;szlig;en und bewegen sich nur nachts in den Bergen von einer Stellung zur n&amp;auml;chsten. Ihre Waffen transportieren sie in Rucks&amp;auml;cken.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Ihre Fotos zeigen viele schreckliche Szenen. Gab es auch Situationen, in denen Sie darauf verzichteten, ein Foto zu machen?&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Ja, wenn die Menschen nicht abgebildet werden wollten. Aber das passiert kaum. Die Menschen haben keine Scheu, ihr Leid zu zeigen, weil sie wissen,  dass ich ihre Geschichte weitererz&amp;auml;hle. In Europa kann man sich nicht  vorstellen, einfach in ein Haus zu gehen und ein Begr&amp;auml;bnis zu  fotografieren. Hier ist es total in Ordnung, fast &amp;uuml;berall. Syrien ist eine andere Welt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Wie beurteilen Sie die gegenw&amp;auml;rtige Situation in Syrien?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Das Land ist zerst&amp;ouml;rt. Nicht nur die Geb&amp;auml;ude, sondern auch die Beziehungen der Menschen zerbr&amp;ouml;ckeln. Das macht mich traurig, weil Syrien so ein sch&amp;ouml;nes Land ist. Die wundersch&amp;ouml;ne Altstadt von Aleppo wurde sogar zum UNESCO-Weltkultuerbe erkl&amp;auml;rt. Aber nun sind keine Menschen mehr da, nur mehr Feuer und Gefechte. Man hofft auf einen gl&amp;uuml;cklichen Ausgang des Konflikts, aber leider wird es bestimmt keine schnelle L&amp;ouml;sung geben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Haben Sie Hoffnung f&amp;uuml;r das Land?&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Leider nicht. Die Situation ist sehr traurig. Was wir jetzt erleben, ist nur der Anfang. Es wird noch schlimmer kommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Sie haben besonders gelungene&amp;nbsp; oder ausgefallene Fotos zum Thema Design  aus der Zeit bis zum Jahr&amp;nbsp;1989? Bilder von schick gestalteten  Wohnr&amp;auml;umen, modernistischen B&amp;uuml;roeinrichtungen oder Designklassikern  einer bestimmten &amp;Auml;ra? Dann machen Sie mit beim Wettbewerb von Timeline Images, der Fotocommunity  der S&amp;uuml;ddeutschen Zeitung. Mehr Infos &lt;a href=&quot;http://timelineimages.sueddeutsche.de/blog/fotowettbewerb-design/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;hier&lt;/a&gt;.&lt;/strong&gt;&lt;em&gt;&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;</description>
    <dc:subject>Unter Beschuss</dc:subject>
    <dc:creator>Julia Slamanig (Interview)</dc:creator>
    <dc:date>2012-10-05T09:13:00+01:00</dc:date>
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    <title>Alle in einem Boot</title>
    <description>&lt;p&gt;Wir stellen Ihnen jede Woche neue talentierte Fotografen vor. Diesmal: Bettina Flitner hat Menschen in einer burmesischen Barke auf dem Rhein inszeniert.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;strong&gt;&lt;span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Name:&lt;/strong&gt; Bettina Flitner&lt;br /&gt; &lt;strong&gt;Geboren:&lt;/strong&gt; 1961 in K&amp;ouml;ln&lt;br /&gt; &lt;strong&gt;Fotografische Ausbildung: &lt;/strong&gt;Autodidaktin&lt;br /&gt; &lt;strong&gt;Homepage:&lt;/strong&gt; &lt;a href=&quot;http://www.bettinaflitner.de/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;www.bettinaflitner.de&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&lt;br /&gt; &lt;strong&gt;SZ-Magazin: Frau Flitner, Ihre Serie &amp;raquo;Boatpeople&amp;laquo; haben Sie auf dem Rhein fotografiert, wo man ein solches Boot normalerweise nicht findet. Was genau ist das f&amp;uuml;r ein Boot und woher kommt es?&lt;br /&gt; Bettina Flitner: &lt;/strong&gt;Diese Barke kommt aus Burma. Ich bin seit dem Jahr 2000 immer wieder dort gewesen und habe dar&amp;uuml;ber auch gerade ein Buch verfasst: &lt;em&gt;&amp;raquo;Reisen in Burma&amp;laquo;&lt;/em&gt;. Das Boot habe ich auf dem Inle-See entdeckt, auf einem Hochplateau in den Shan-Bergen. Hier leben die Inthas, die Menschen vom See. Ihre H&amp;auml;user und Pagoden stehen auf Stelzen im Wasser, ihre G&amp;auml;rten schwimmen im Wasser und sie haben sogar einen schwimmenden Markt, auf dem sie von Boot zu Boot verkaufen. Das Boot ist also die Basis ihres ganzen Lebens. Mit Hilfe von burmesischen Freunden habe ich die Barke in die Hauptstadt transportiert und mit einem Containerschiff nach Deutschland verfrachtet. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt; &lt;strong&gt;Passt so ein burmesisches Boot denn zum deutschen Rhein? &lt;br /&gt; &lt;/strong&gt;Der Rhein ist gar nicht so anders als der Inle-See. Da ist diese Barke, da ist das Wasser und da sind Menschen auf Reisen: von einem Ort zum anderen, von einer Lebensphase in die n&amp;auml;chste, vom Leben in den Tod. Ich habe im Fr&amp;uuml;hling, Sommer, Herbst und Winter fotografiert, um ganz unterschiedliche Lichtstimmungen zu bekommen. Mein Assistent Wasja und ich haben die Barke jeden Tag vom Bootshaus an den Rheinstrand geschoben und auf ein kleines Podest aus Stein im Wasser gestellt. Sonst w&amp;auml;re diese Barke in der Rheinstr&amp;ouml;mung abgetrieben. Das hat nat&amp;uuml;rlich Aufsehen erregt. Immer wieder sind Passanten stehen geblieben. Und einige von ihnen habe ich kurzentschlossen ins Boot gebeten, wie zum Beispiel den Ghanaer zusammen mit den Bestattern aus K&amp;ouml;ln.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; &lt;strong&gt;Warum haben Sie eine surreale Situation f&amp;uuml;r die Serie gew&amp;auml;hlt?&lt;br /&gt; &lt;/strong&gt;So surreal finde ich das gar nicht. Das Boot ist eine Art B&amp;uuml;hne, auf der sich verschiedenste Lebenssituationen abspielen. Gleichzeitig sitzen &lt;/span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&amp;raquo;&lt;/span&gt;alle in einem Boot&amp;laquo;. Sie reisen allein, sind aber doch Teil einer Prozession im Fluss des Lebens.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; &lt;strong&gt;Wie haben Sie die Personen ausgew&amp;auml;hlt?&lt;br /&gt; &lt;/strong&gt;Ich wollte ganz verschiedene Menschen zeigen &amp;ndash; Fl&amp;uuml;chtlinge, Manager, Karnevalisten. Oft bin ich auch von den Lebensgeschichten der Portr&amp;auml;tierten ausgegangen, wie zum Beispiel bei der Frau, die zwischen ganz vielen Kisten sitzt. Die war in einer chaotischen Lebenslage. Ehrlich gesagt dachte ich am Anfang, dass es eine eher melancholische Arbeit wird &amp;ndash; Tod, Abschied, solche Dinge. Und dann haben die Fotografien ihr Eigenleben entwickelt, sind oft ironisch oder komisch geworden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; &lt;strong&gt;Welches Bild m&amp;ouml;gen Sie am liebsten?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Wenn ich mich entscheiden m&amp;uuml;sste, w&amp;uuml;rde ich das Bild der Familie Rautenstrauch mit dem burmesischen Schirm nehmen, das ja auch auf dem Buchcover ist. Damit verbinde ich Abschied und Neuanfang zugleich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; &lt;strong&gt;Ist mal jemand ins Wasser gefallen?&lt;br /&gt; &lt;/strong&gt;Beinahe. Auf dem Rhein sind ja viele Containerschiffe unterwegs. Und ausgerechnet, als wir die vier alten Leute aus dem Altersheim auf dem Boot hatten, kam ein besonders gro&amp;szlig;es und schweres Containerschiff vorbei. Das hatte einen gigantischen Sog, und das Boot wurde von einer gro&amp;szlig;en Welle hochgehoben. Um ein Haar w&amp;auml;re die Barke ins Schwimmen geraten, flussabw&amp;auml;rts. Wie h&amp;auml;tte ich das den Verwandten erkl&amp;auml;ren sollen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Am 7. September wurden die B&amp;uuml;cher &amp;raquo;Boatpeople&amp;laquo; und &amp;raquo;Reisen in Burma&amp;laquo; in der &lt;a href=&quot;http://www.zellermayer.de/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Galerie Zellermayer&lt;/a&gt; in Berlin vorgestellt, wo die Fotografien noch bis zum 19. Oktober gezeigt werden.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span&gt;&lt;strong&gt;Sie haben besonders gelungene&amp;nbsp; oder ausgefallene Fotos zum Thema Design  aus der Zeit bis zum Jahr&amp;nbsp;1989? Bilder von schick gestalteten  Wohnr&amp;auml;umen, modernistischen B&amp;uuml;roeinrichtungen oder Designklassikern  einer bestimmten &amp;Auml;ra? Dann machen Sie mit beim Wettbewerb von Timeline Images, der Fotocommunity  der S&amp;uuml;ddeutschen Zeitung. Mehr Infos &lt;a href=&quot;http://timelineimages.sueddeutsche.de/blog/fotowettbewerb-design/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;hier&lt;/a&gt;.&lt;/strong&gt;&lt;em&gt;&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&amp;nbsp;&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;</description>
    <dc:subject>Alle in einem Boot</dc:subject>
    <dc:creator>Mira Kleine (Interview)</dc:creator>
    <dc:date>2012-09-26T14:00:00+01:00</dc:date>
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