<?xml version="1.0" encoding="iso-8859-1"?>
<rdf:RDF 
  xmlns:rdf="http://www.w3.org/1999/02/22-rdf-syntax-ns#"
  xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
  xmlns:cc="http://web.resource.org/cc/"
  xmlns="http://purl.org/rss/1.0/"
  xmlns:mn="http://usefulinc.com/rss/manifest/"

         xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
>

  <channel rdf:about="http://sz-magazin.sueddeutsche.de:80/rsslabel/34">
    <title>sz-magazin.de - Stil leben</title>
    <link>http://sz-magazin.sueddeutsche.de//labels/anzeigen/34</link>
    <description>Alle Texte zu dem Label Stil leben auf sz-magazin.de</description>
    <image rdf:resource="http://sz-magazin.sueddeutsche.de//img/jetztxml/szmagazin.gif" />
    <items>
      <rdf:Seq>
        <rdf:li rdf:resource="http://sz-magazin.sueddeutsche.de//texte/anzeigen/39953" />
        <rdf:li rdf:resource="http://sz-magazin.sueddeutsche.de//texte/anzeigen/39913" />
        <rdf:li rdf:resource="http://sz-magazin.sueddeutsche.de//texte/anzeigen/39897" />
        <rdf:li rdf:resource="http://sz-magazin.sueddeutsche.de//texte/anzeigen/39853" />
        <rdf:li rdf:resource="http://sz-magazin.sueddeutsche.de//texte/anzeigen/39809" />
        <rdf:li rdf:resource="http://sz-magazin.sueddeutsche.de//texte/anzeigen/39751" />
        <rdf:li rdf:resource="http://sz-magazin.sueddeutsche.de//texte/anzeigen/39697" />
        <rdf:li rdf:resource="http://sz-magazin.sueddeutsche.de//texte/anzeigen/39607" />
        <rdf:li rdf:resource="http://sz-magazin.sueddeutsche.de//texte/anzeigen/39367" />
        <rdf:li rdf:resource="http://sz-magazin.sueddeutsche.de//texte/anzeigen/39051" />
        <rdf:li rdf:resource="http://sz-magazin.sueddeutsche.de//texte/anzeigen/39067" />
        <rdf:li rdf:resource="http://sz-magazin.sueddeutsche.de//texte/anzeigen/38501" />
        <rdf:li rdf:resource="http://sz-magazin.sueddeutsche.de//texte/anzeigen/38433" />
        <rdf:li rdf:resource="http://sz-magazin.sueddeutsche.de//texte/anzeigen/38077" />
        <rdf:li rdf:resource="http://sz-magazin.sueddeutsche.de//texte/anzeigen/37995" />
      </rdf:Seq>
    </items>
  </channel>

  <image rdf:about="http://sz-magazin.sueddeutsche.de//img/jetztxml/szmagazin.gif">
     <title>sz-magazin.de</title>
     <url>http://sz-magazin.sueddeutsche.de//img/jetztxml/szmagazin.gif</url>
     <link>http://sz-magazin.sueddeutsche.de//labels/anzeigen/34</link>
     <dc:description>Alle Texte zu dem Label Stil leben auf sz-magazin.de</dc:description>
  </image>

  <item rdf:about="http://sz-magazin.sueddeutsche.de//texte/anzeigen/39953">
    <link>http://sz-magazin.sueddeutsche.de//texte/anzeigen/39953</link>
    <title>Die bringen’s voll</title>
    <description>&lt;p&gt;Wie bedienungsfreundlich sind eigentlich  Tablet-Computer? Wir haben die aktuellen Modelle von Menschen testen  lassen, die sich damit auskennen m&amp;uuml;ssten: die Kellner in den M&amp;uuml;nchner  Stammkneipen der Redaktion.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;br /&gt;Produktion: Till Krause; Mitarbeit: Denise Amend, Gregor Wildermann; Fotoassistenz: Karin Brunner&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;</description>
    <dc:subject>Die bringen’s voll</dc:subject>
    <dc:creator></dc:creator>
    <dc:date>2013-05-22T12:00:00+01:00</dc:date>
  </item>

  <item rdf:about="http://sz-magazin.sueddeutsche.de//texte/anzeigen/39913">
    <link>http://sz-magazin.sueddeutsche.de//texte/anzeigen/39913</link>
    <title>Blüh im Glanze dieses Glückes</title>
    <description>&lt;p&gt;Wenn man verliebt ist, kann man eine Rose  schenken. Oder gemeinsam eine Million Rosen bestaunen. Passend zur  Bl&amp;uuml;tezeit: drei Reise-Empfehlungen.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://sz-magazin.sueddeutsche.de/upl/images/user/8059/59701.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;KELAAT M&amp;acute;GOUNA, Marokko&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie erntet man einen Duft, so etwas Fl&amp;uuml;chtiges, Unsichtbares, Zartes? Unbedingt vor Sonnenaufgang, wenn die Bl&amp;uuml;ten geschlossen sind. So sch&amp;ouml;n die Damaszener-Rose ist, so anstrengend ist es, sie tonnenweise zu pfl&amp;uuml;cken. Aber die karge Landschaft des bis zu 4200 Meter hohen Atlas-Gebirges machte es den Berbern ohnehin nie leicht: Wasser ist knapp, selbst hier, entlang des Asif-MGoun-Flusses, wo Getreide, Luzernen und Obstb&amp;auml;ume wachsen. Urspr&amp;uuml;nglich sollten wilde Rosenb&amp;uuml;sche die kleinen Ackerparzellen der Bauern vor dem Verbiss der Tiere sch&amp;uuml;tzen, doch seit Ende der 1930er-Jahre gewinnt man aus den Bl&amp;uuml;ten wertvolles Rosen&amp;ouml;l. Von Kelaat MGouna ziehen sich dornige Rosenhecken drei&amp;szlig;ig Kilometer das Flussbett entlang bis ins Dadestal, ein gr&amp;uuml;nes Band mit rosa Tupfen inmitten ockerfarbener Trockenheit. Wenn die Sonne abends die Lehmbauten und alten Berber-Kasbahs rot f&amp;auml;rbt, schw&amp;auml;rmen Touristen von Tausendundeiner Nacht, w&amp;auml;hrend die Berber m&amp;uuml;de vom Feld heimkehren. Aber beim Fest der Rose, immer am zweiten Wochenende im Mai, wird wild getanzt, und mit der Wahl der Rosenk&amp;ouml;nigin neben der Ernte auch die Liebe gefeiert. Noch so ein fl&amp;uuml;chtiger Genuss. (MARC BAUMANN)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Wohnen:&lt;/strong&gt; Das &amp;raquo;Kasbah des Roses&amp;laquo; (&lt;a href=&quot;http://de.kasbahdesroses.com/index.php&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;kasbahdesroses.com&lt;/a&gt;) liegt im Tal der Rosen auf einer kleinen Anh&amp;ouml;he nahe der Ortschaft Hadida. Einen besseren Ausblick kann man nicht haben. Wenn man seine Tour ins Tal der Rosen in Marrakesch starten will, empfiehlt sich der &amp;raquo;Beldi Country Club&amp;laquo; (&lt;a href=&quot;http://beldicountryclub.com/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;beldicountryclub.com&lt;/a&gt;), zu dem mehrere Roseng&amp;auml;rten zwischen Olivenb&amp;auml;umen und Zypressen geh&amp;ouml;ren. &lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Essen:&lt;/strong&gt; M&amp;rsquo;hanncha, mit Rosenwasser parf&amp;uuml;mierte Mandelpaste in Teigbl&amp;auml;ttern. &lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Nicht verpassen:&lt;/strong&gt; den Mittwochsmarkt in Kelaat M&amp;rsquo;Gouna. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://sz-magazin.sueddeutsche.de/upl/images/user/8059/59705.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;TAL DER ROSEN, Bulgarien&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;5000 Euro zahlen Parfum- und Kosmetikhersteller f&amp;uuml;r einen Liter Rosen&amp;ouml;l. Eine ganze Lkw-Ladung voll Bl&amp;uuml;ten muss man daf&amp;uuml;r sammeln und destillieren. Es gibt aber noch einen anderen Grund f&amp;uuml;r den hohen Wert der Damaszener-Rose - daf&amp;uuml;r muss man einfach mal an der Stra&amp;szlig;e zwischen den Orten Sopot, Karlowo und Kasanlak anhalten, aussteigen und tief diesen schweren, kr&amp;auml;ftigen Duft einatmen. In Bulgarien wei&amp;szlig; man schon lange um die euphori-sierende und entkrampfende Wirkung der Damaszener-Rose, in Deutschland wurde sie in diesem Jahr zur Heilpflanze des Jahres ernannt. Da sinkt der weitgereiste Tourist, von seinen Gef&amp;uuml;hlen &amp;uuml;bermannt, schon mal auf die Knie: f&amp;uuml;r einen Heiratsantrag in perfekter Kulisse. Vom Balkan im Norden und dem Sredna-Gora-Gebirge im Westen begrenzt zieht sich das bulgarische &amp;raquo;Tal der Rosen&amp;laquo; windgesch&amp;uuml;tzt gebettet dahin. Mitte Mai sieht es aus wie ein in Rosa getauchtes, flachwellendes Meer. Und wenn Sie keine 5000 Euro f&amp;uuml;r eine Flasche Rosen&amp;ouml;l fl&amp;uuml;ssig haben, kaufen Sie bei einem der vielen H&amp;auml;ndler doch einfach Rosenschnaps, Rosenkonfit&amp;uuml;re oder Rosenzahnpasta - Rosen-Andenken gibt es hier fast so viele wie Rosen selber. (CORD RIECHELMANN)&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;Wohnen:&lt;/strong&gt; Das Hotel &amp;raquo;Paradise Place&amp;laquo; (&lt;a href=&quot;http://raiskikat.com/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;raiskikat.com&lt;/a&gt;) liegt vier Kilometer  n&amp;ouml;rdlich von Kalofer. Hinter dem Hotel beginnt der Nationalpark Zentral-  balkan - nach einer zweist&amp;uuml;ndigen Wanderung gelangt man zum h&amp;ouml;chsten  Wasserfall Bulgariens, dem 124 Meter hohen &amp;raquo;Rajsko praskalo&amp;laquo;.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Essen/Trinken:&lt;/strong&gt; Den Wein probieren, der hier angebaut wird und  &amp;raquo;Rosenthaler Kadarka&amp;laquo; hei&amp;szlig;t. &lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Nicht verpassen:&lt;/strong&gt; Mit dem Beginn der Ernte  im Mai gibt es (wie in Marokko und der T&amp;uuml;rkei) auch in den bulgarischen  Anbaugebieten Rosenfeste mit rosengeschm&amp;uuml;ckten Pl&amp;auml;tzen und einer  Rosenk&amp;ouml;nigin.&lt;br /&gt;&lt;span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt; &lt;span&gt;[seitenumbruch title=&quot;&lt;/span&gt;Isparta, T&amp;uuml;rkei&lt;span&gt;&quot;]&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://sz-magazin.sueddeutsche.de/upl/images/user/8059/59707.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;ISPARTA, T&amp;uuml;rkei&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sollte man einer Frau, die in der &amp;raquo;Stadt der Rosen&amp;laquo; lebt, noch Rosen schenken? W&amp;auml;re das nicht so, als w&amp;uuml;rde ein verliebter M&amp;uuml;nchner seiner Liebsten Wei&amp;szlig;w&amp;uuml;rste &amp;uuml;berreichen? Die Einwohner aus Isparta am&amp;uuml;siert diese Frage: &amp;raquo;Nat&amp;uuml;rlich schenken wir Rosen &amp;ndash; aber rote, weil das die Farbe der Liebe ist. Unsere Rosen sind rosa, daf&amp;uuml;r riechen sie viel intensiver.&amp;laquo; Die Frauen und M&amp;auml;nner, die zur Erntezeit Rosen pfl&amp;uuml;cken, haben dabei aber ohnehin keine Romantik im Kopf, sondern eher Allah. Das verdiente Geld sparen viele f&amp;uuml;r eine Wallfahrt nach Mekka. In den vollen Genuss des Damaszener-Rosendufts kommt man am besten bei einer Fahrt entlang der kilometerlangen Rosenfelder auf dem Weg nach Egirdir (dort, in der verwinkelten Altstadt, ist es ohnehin romantischer als in Isparta) und zum gleichnamigen See, der so gro&amp;szlig; ist wie der Bodensee. Und wenn man mal genug hat von all den Rosen: an seinen Ufern bl&amp;uuml;hen seltene wilde Orchideen. (PHILIPP HAUNER)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span&gt;&lt;strong&gt;Wohnen&lt;/strong&gt;: Das beste Hotel in der N&amp;auml;he von Isparta - auch gerne von Gesch&amp;auml;ftsreisenden bev&amp;ouml;lkert - ist das &amp;raquo;Barida&amp;laquo; (baridahotels.com). Besser im 20 Kilometer entfernten Egirdir &amp;uuml;bernachten; am gleichnamigen See gibt es mehrere nette, einfache Unterk&amp;uuml;nfte. Eine davon ist &amp;raquo;Ali&amp;rsquo;s Pension&amp;laquo;, auf einer Halbinsel im See gelegen (&lt;a href=&quot;http://www.alispension.com/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;www.alispension.com&lt;/a&gt;). &lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Essen/Trinken:&lt;/strong&gt; Unbedingt Roseneis probieren. Schmeckt bitter und soll leberreinigend wirken. Nichts f&amp;uuml;r Kinder. &lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Nicht verpassen:&lt;/strong&gt; die vielen Seen im Umland von Isparta. Der &amp;raquo;Egirdir G&amp;ouml;l&amp;uuml;&amp;laquo; ist ein beliebtes Sommerfrische-Ziel f&amp;uuml;r K&amp;uuml;stenbewohner, wenn es am Mittelmeer zu schw&amp;uuml;l wird. Ideal auch als Startpunkt f&amp;uuml;r Bergtouren ins Taurusgebirge.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;</description>
    <dc:subject>Blüh im Glanze dieses Glückes</dc:subject>
    <dc:creator></dc:creator>
    <dc:date>2013-05-13T12:00:00+01:00</dc:date>
  </item>

  <item rdf:about="http://sz-magazin.sueddeutsche.de//texte/anzeigen/39897">
    <link>http://sz-magazin.sueddeutsche.de//texte/anzeigen/39897</link>
    <title>Ach, was büste schön!</title>
    <description>&lt;p&gt;Welches Make-up w&amp;uuml;rde Nofretete heute tragen? Vier  Vorschl&amp;auml;ge von Top-Visagisten, gezeigt an Originalnachbildungen des  &amp;Auml;gyptischen Museums Berlin.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; &lt;em&gt;Idee/Konzept: Kerstin Greiner; Produktion: Kerstin Greiner, Tania Messner;      Protokolle: Tania Messner. Dank an die Gipsformerei der Staatlichen Museen      zu Berlin f&amp;uuml;r die freundliche Bereitstellung der B&amp;uuml;sten. Die Originalb&amp;uuml;ste      ist im &amp;Auml;gyptischen Museum in Berlin zu sehen, die neu gestalteten in den      Ausstellungsr&amp;auml;umen der Gipsformerei, www.smb.spk-berlin.de/gf. Loni Baur      f&amp;uuml;r Armin Morbach &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;</description>
    <dc:subject>Ach, was büste schön!</dc:subject>
    <dc:creator></dc:creator>
    <dc:date>2013-05-06T12:00:00+01:00</dc:date>
  </item>

  <item rdf:about="http://sz-magazin.sueddeutsche.de//texte/anzeigen/39853">
    <link>http://sz-magazin.sueddeutsche.de//texte/anzeigen/39853</link>
    <title>Wie von Sauberhand</title>
    <description>&lt;p&gt;Keine Lust auf Fr&amp;uuml;hjahrsputz? Wir haben da ein  paar Tipps, mit denen er sich fast von selbst erledigt. Und tolle neue  M&amp;ouml;bel f&amp;uuml;r die blank gewischte Wohnung.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wann, wenn nicht jetzt? Der Fr&amp;uuml;hling ist da und mit ihm ein Licht aufgegangen, in dem sich nicht mehr &amp;uuml;bersehen l&amp;auml;sst, wie viel Schmutz und Treibgut im Winter h&amp;auml;ngen blieb. Die Wohnung: all die Schlieren auf den Fensterscheiben. Der Kleiderschrank: nicht wahr, was da noch h&amp;auml;ngt. Das Auto: ein M&amp;uuml;lleimer, in dem man fahren kann. Der K&amp;ouml;rper: all die Schlacken drin. Der Kopf: immer dieselben Gedanken und Gef&amp;uuml;hle. Ein Wahnsinn, dass man so leben konnte. Hat man sich nicht zu Neujahr vorgenommen, dass sich etwas &amp;auml;ndern wird, man aufh&amp;ouml;ren muss, der zu sein, der man ist, ein Muffkopf, Faulsack, Fettklo&amp;szlig;, H&amp;ouml;hlenmensch? Und was ist passiert? Ende April noch immer nichts.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt; Jetzt aber. Der Fr&amp;uuml;hling ist ja das eigentliche Neujahr, die Iraner, bekanntlich n&amp;auml;her bei Gott als unseresgleichen, wissen das und feiern es zur Tagundnachtgleiche. Also putzen. Nicht blo&amp;szlig; das Haus, aber mit ihm sollte man ruhig beginnen. Am besten zieht man sich aus dem Internet die Fr&amp;uuml;hjahrsputzliste Martha Stewarts, der allermanischsten aller Hausfrauen. Matratzen umdrehen, Teppiche shampoonieren, jedes Fenster in den acht vorgeschriebenen Schritten wischen, B&amp;uuml;cher abstauben nicht vergessen, jedes einzelne! Das erledigt sich nicht an einem Tag, aber das macht &amp;uuml;berhaupt nichts, denn in zwei Stunden Staubsaugen, Fensterputzen, Bodenwischen und Badschrubben verbraucht ein 70 Kilo schwerer K&amp;ouml;rper knapp 600 Kalorien, sagt Alexandra Borchard-Becker von der Verbraucher-Initiative in Berlin, bald wiegt er nur noch 68 und das Gef&amp;uuml;hl, man w&amp;auml;re in ihm gefangen, nicht mehr so schwer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; Doch das Allerwichtigste am Fr&amp;uuml;hjahrsputz: Er schickt einen auf die spirituelle Reise der Selbsterkenntnis. So sieht es auch die junge japanische &amp;raquo;Ordnungsberaterin&amp;laquo; Marie Kondo in ihrem Traktat mit dem sch&amp;ouml;nen Titel &lt;em&gt;Die lebensver&amp;auml;ndernde, pulsierende Magie des Aufr&amp;auml;umens&lt;/em&gt;, das sich in ihrer Heimat 1,3 Millionen mal verkauft hat (die eben erschienene deutsche &amp;Uuml;bersetzung hei&amp;szlig;t prosaischer &lt;em&gt;Magic Cleaning&lt;/em&gt;). Kondos wichtigste Lehre lautet: jeden Gegenstand, den man besitzt, in die Hand nehmen und auf die Reaktionen des K&amp;ouml;rpers und der Seele achten. &amp;raquo;Was Sie gl&amp;uuml;cklich macht, behalten Sie. Was keine Erf&amp;uuml;llung bringt, werfen Sie weg.&amp;laquo; Was bringt schon Erf&amp;uuml;llung? Ach, nicht so viel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; Wie mit den Gegenst&amp;auml;nden sollte man es auch mit den Menschen halten, denn macht man beim Fr&amp;uuml;hjahrsputz auf halbem Wege schlapp, verm&amp;uuml;llt das Leben sofort wieder. Also weg mit den toxischen Bekanntschaften und allen Facebook-Kontakten, die man schon Jahre nicht mehr getroffen hat, wozu noch l&amp;auml;nger ihre Kinder wachsen sehen, Kontaktabbruch bei allen, in deren Gegenwart nichts mehr pulsiert. So halten es auch die Unternehmen. Eben erst hat sich der Spiegel von seinen Chefs getrennt, weil nichts mehr ging, haben die Katholiken einen neuen Papst bekommen, der in der Kurie aufr&amp;auml;umt und f&amp;uuml;r Frischluft sorgt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt; Sobald das alles erledigt ist, k&amp;auml;me man selbst dran: das Leben &amp;auml;ndern, sich neu erfinden, etwas ganz anderes machen, ein anderer werden. Bis dahin ist es allerdings schon wieder Winter.&lt;br /&gt;&lt;span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;</description>
    <dc:subject>Wie von Sauberhand</dc:subject>
    <dc:creator>Peter Praschl</dc:creator>
    <dc:date>2013-04-29T12:00:00+01:00</dc:date>
  </item>

  <item rdf:about="http://sz-magazin.sueddeutsche.de//texte/anzeigen/39809">
    <link>http://sz-magazin.sueddeutsche.de//texte/anzeigen/39809</link>
    <title>Taschenspielerei</title>
    <description>&lt;p&gt;Wenn die New Yorker K&amp;uuml;nstlergruppe Confettisystem am Werk ist, werden  aus unz&amp;auml;hligen Papierschnipseln kunstvolle Objekte. F&amp;uuml;r uns  hat sich das Team f&amp;uuml;nf neue Handtaschen der Saison geschnappt und  nachgebastelt.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Styling: Karen Levitt; Haare &amp;amp; Make-up: Sera Sloane; Model: Sanna  B&amp;auml;ckstr&amp;ouml;m / one management NY; Taschen und Installation: CONFETTISYSTEM;  Location: Vielen Dank an MoMA PS1.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;</description>
    <dc:subject>Taschenspielerei</dc:subject>
    <dc:creator></dc:creator>
    <dc:date>2013-04-12T12:00:00+01:00</dc:date>
  </item>

  <item rdf:about="http://sz-magazin.sueddeutsche.de//texte/anzeigen/39751">
    <link>http://sz-magazin.sueddeutsche.de//texte/anzeigen/39751</link>
    <title>Schatz ist in der kleinsten Hütte</title>
    <description>&lt;p&gt;Jeder h&amp;auml;tte gern ein paar echte  Schmuckst&amp;uuml;cke in der Wohnung. Wir haben in Puppenh&amp;auml;usern schon mal  ausprobiert, wie sich die sch&amp;ouml;nsten Armb&amp;auml;nder, Ohrringe und Anh&amp;auml;nger der  Saison dort machen w&amp;uuml;rden.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Schmuckauswahl: Almut Vogel; Assistentin: Denise Amend; Puppenhausrequisiten: J&amp;ouml;rg Bohn, &lt;a href=&quot;http://www.puppenhausmuseum.de/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;www.puppenhausmuseum.de&lt;/a&gt;, und Rita J&amp;uuml;nke.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;</description>
    <dc:subject>Schatz ist in der kleinsten Hütte</dc:subject>
    <dc:creator></dc:creator>
    <dc:date>2013-03-28T12:00:00+01:00</dc:date>
  </item>

  <item rdf:about="http://sz-magazin.sueddeutsche.de//texte/anzeigen/39697">
    <link>http://sz-magazin.sueddeutsche.de//texte/anzeigen/39697</link>
    <title>Ein Bild von einem Mann</title>
    <description>&lt;p&gt;J&amp;ouml;rg Pfeifer ist Phantombildzeichner beim LKA Dresden. F&amp;uuml;r uns durfte er sich eine Auszeit von den Verbrechern nehmen: Sechs Frauen haben sich neue Herrend&amp;uuml;fte vorf&amp;uuml;hren lassen &amp;ndash; und ihm dann beschrieben, welcher dufte Typ dazu passen w&amp;uuml;rde.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://sz-magazin.sueddeutsche.de/upl/images/user/8059/57757.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Herm&amp;egrave;s, &amp;raquo;Terre d'herm&amp;egrave;s&amp;laquo;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;von Sabina von Walderdorff, 46, Yogalehrerin&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&amp;raquo;Der Mann, der diesen Duft w&amp;auml;hlt, liebt die Natur, hat einen Hund und wohnt auf dem Land. Dort hat er sich eine alte M&amp;uuml;hle umgebaut. Doch statt Holz zu hacken, denkt er lieber &amp;uuml;ber das Leben nach. Ich sch&amp;auml;tze ihn auf Ende vierzig, er k&amp;ouml;nnte Philosoph sein, Schriftsteller oder Wissenschaftler. Eine Familie braucht er nicht unbedingt, er kommt auch gut mit sich allein klar, was die wechselnden Frauen an seiner Seite ein wenig irritiert. Einsam ist er trotzdem nicht. Oft bekommt er Besuch, der immer zu viel von seinem guten Rotwein trinkt und dann &amp;uuml;ber Nacht bleibt. Er hat ein paar gute Freunde, nicht Tausende auf Facebook. Das w&amp;auml;re unserem Dichter und Denker viel zu trivial.&amp;laquo;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://sz-magazin.sueddeutsche.de/upl/images/user/8059/57749.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;_______________________________________________________________________&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://sz-magazin.sueddeutsche.de/upl/images/user/8059/57739.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;Bulgari, &amp;raquo;Bulgari Man Extreme&amp;laquo;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;von Daniela H&amp;uuml;bel, 37, Grundschullehrerin&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;raquo;Meine erste Assoziation: f&amp;uuml;nf M&amp;auml;nner in einem Aufzug, alle tragen Einreiher, schlichte schwarze Schuhe und Aktentaschen. Ein dezenter Geruch verbreitet sich langsam in der Aufzugskabine. Von welchem der M&amp;auml;nner er stammt, l&amp;auml;sst sich nicht sagen; er w&amp;uuml;rde zu jedem von ihnen passen. Wer diesen Duft w&amp;auml;hlt, setzt auf Understatement. Die markanteste Eigenschaft seines Gesichts ist, dass es nichts Markantes hat. Vermutlich ist er Banker. Wenn man ihn nach Hobbys fragt, f&amp;auml;llt ihm nur das Fitnessstudio ein. Aber in Wahrheit ist er keiner, der richtig pumpen geht, sondern einer, der sich nur ab und zu in die Sauna legt.&amp;laquo;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://sz-magazin.sueddeutsche.de/upl/images/user/8059/57743.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;[seitenumbruch title=&quot;Schn&amp;ouml;sel und Sunnyboy&quot;]&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://sz-magazin.sueddeutsche.de/upl/images/user/8059/57751.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Marc Jacobs, &amp;raquo;Bang&amp;laquo;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;von Tuong Vi Pham, 25, Grafikerin&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;raquo;Wenn ich an dem Flakon rieche, bin ich wieder 18, stehe in einer Disco und werde trotz dr&amp;ouml;hnender Beats von einem Typ neben mir angemacht. Sein Geruch signalisiert: Ich steche gern aus der Masse heraus. Er sieht nicht schlecht aus: eher zierlich, mit gut proportioniertem Gesicht. Er ist casual, aber irgendwie nicht ganz stimmig gekleidet: zugekn&amp;ouml;pftes Hemd, schmale Jeans, dazu klobige Markenturnschuhe in Neonfarben. Seine Haare sind leicht gescheitelt und mit Gel nach hinten gek&amp;auml;mmt. Sein kleiner Mund scheint immer leicht zu l&amp;auml;cheln - der Mund eines Mannes, der den Erfolg gew&amp;ouml;hnt ist.&amp;laquo;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://sz-magazin.sueddeutsche.de/upl/images/user/8059/57765.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;_______________________________________________________________________&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://sz-magazin.sueddeutsche.de/upl/images/user/8059/57763.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Acqua di Parma, &amp;raquo;Mirto di Panarea&amp;laquo;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;von Nadine Hackemer, 26, Online-Redakteurin&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;raquo;Der Duft l&amp;auml;sst mich an einen Surferboy denken, der locker jede Welle nimmt und abends vor seinem alten VW-Bus Marshmallows am Feuer grillt. H&amp;uuml;bsch anzusehen, so um die drei&amp;szlig;ig, eigentlich Produktdesigner, aber momentan auf Sabbatical in Australien - des Freiheitsgef&amp;uuml;hls wegen, was sonst? Seine Augen sind stahlblau, darunter ein sinnlicher Mund, der fast immer l&amp;auml;chelt. Die Sonne und das Meer haben seine blonden Haare noch mehr ausgeblichen. Selbstverst&amp;auml;ndlich ist er breitschultrig und freundlicherweise tr&amp;auml;gt er selten ein Hemd.&amp;laquo;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://sz-magazin.sueddeutsche.de/upl/images/user/8059/57747.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;[seitenumbruch title=&quot;Arzt und Frauenheld&quot;]&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://sz-magazin.sueddeutsche.de/upl/images/user/8059/57755.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Viktor &amp;amp; Rolf, &amp;raquo;Spicebomb&amp;laquo;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;von Bettina Hinderer, 51, Designerin&lt;br /&gt;&amp;raquo;Er macht Sachen gern ein wenig anders als andere. Man trifft ihn im Einrichtungsladen, wo er unter den Klassikern, die alle haben, garantiert das eine Objekt findet, das noch keiner hat. Er tr&amp;auml;gt schmale Hosen, die - sehr englisch - ein wenig zu kurz sind, wei&amp;szlig;es Hemd und Desert Boots, die aber ohne Socken. Seine L&amp;auml;ssigkeit kostet ihn keine M&amp;uuml;he, und man ahnt, dass bei ihm mehr dahinter steckt, als der erste Eindruck vermuten l&amp;auml;sst. Er ist Arzt mit gut gehender Praxis, setzt aber l&amp;auml;ngst auf alternative Heilmethoden. Zweimal im Jahr f&amp;auml;hrt in Krisengebiete zum Helfen. Davon erz&amp;auml;hlt er erst beim dritten Treffen. Der einzige Haken: Er ist zu gut f&amp;uuml;r diese Welt. Nur der Flakon in Form einer Handgranate passt weder zum Duft noch zum Mann: Der w&amp;uuml;rde nie eine Waffe in die Hand nehmen.&amp;laquo;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://sz-magazin.sueddeutsche.de/upl/images/user/8059/57741.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;_______________________________________________________________________&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://sz-magazin.sueddeutsche.de/upl/images/user/8059/57753.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;Chanel, &amp;raquo;Bleu de Chanel&amp;laquo;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;von Julia Wagner, 21, Redaktionsassistentin&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;raquo;Der Mann, den ich mir vorstelle, ist sportlich und bestimmt, viel unterwegs und immer auf dem Sprung, erlebnishungrig und abenteuerlustig - aber keiner, der campen gehen w&amp;uuml;rde. Eher ein B&amp;uuml;romensch, der auch au&amp;szlig;erhalb der Arbeit nach Herausforderungen sucht. Die ausgepr&amp;auml;gten Wangenknochen, die Nase und sein Dreitagebart lassen ihn m&amp;auml;nnlich wirken, gleichzeitig hat sein Gesicht etwas Offenes, Fr&amp;ouml;hliches. Auch sonst ist er ein lockerer Typ. Morgens streicht er sich kurz durch die Haare, zieht sich Jeans und T-Shirt an - und fertig. Ein Frauenheld, der wei&amp;szlig;, was er kann, was er will und wie er es bekommt.&amp;laquo;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://sz-magazin.sueddeutsche.de/upl/images/user/8059/57745.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;br /&gt;(Illustrationen: J&amp;ouml;rg Pfeiffer f&amp;uuml;r FACETTE Face Design System)&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;</description>
    <dc:subject>Ein Bild von einem Mann</dc:subject>
    <dc:creator></dc:creator>
    <dc:date>2013-03-15T12:00:00+01:00</dc:date>
  </item>

  <item rdf:about="http://sz-magazin.sueddeutsche.de//texte/anzeigen/39607">
    <link>http://sz-magazin.sueddeutsche.de//texte/anzeigen/39607</link>
    <title>Weiberwirtschaft</title>
    <description>&lt;p&gt;In diesen L&amp;auml;den haben nur Frauen das Sagen. Und, oh Mann, klappt das gut!&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://sz-magazin.sueddeutsche.de/upl/images/user/8059/57415.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Frauen unter der Haube &lt;/strong&gt;Die Braumeisterinnen aus Franken haben ihr Wissen  ausgetauscht - und ein Bier f&amp;uuml;r Frauen erfunden. Die ersten 450 Liter  waren innerhalb von drei Wochen ausverkauft.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;DA BRAUT SICH WAS ZUSAMMEN&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Vier Freundinnen und ein Bier, das mehr mit Aperol Sprizz zu tun hat als mit w&amp;uuml;sten Saufgelagen.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;SZ-Magazin: Frau Meinel-Hansen, wie gut schmeckt Ihr Frauenbier?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Gisela  Meinel-Hansen:&lt;/strong&gt; Fruchtig, trotzdem trocken. Es duftet nach Grapefruit, Zitrone, Ananas, ist aber nicht s&amp;uuml;&amp;szlig;. Ein idealer Sundowner. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Wie kamen Sie darauf, dass Frauen so etwas m&amp;ouml;gen k&amp;ouml;nnten?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Meine  Schwester, zwei Freundinnen und ich sind Braumeisterinnen, wir treffen  uns ab und zu auf ein Feierabendbier. Vergangenen Juni sa&amp;szlig; am  Nachbartisch eine Gruppe Frauen, die alle Aperol Sprizz bestellten &amp;ndash;  kein einziges Bier. Das gibt&amp;rsquo;s doch nicht, dachten wir uns. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Wo liegt das  Problem?&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Die Brauer haben Frauen als Kundschaft vergessen. Die  Aufmachung, die Vermarktung, die Haptik von Bier spricht vor allem  M&amp;auml;nner an. Wir wollen das Image &amp;auml;ndern. Man soll Bier nicht nur mit  dicken B&amp;auml;uchen und Saufgelagen verbinden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Also haben Sie sich zusammengetan.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Genau. Jede von uns ist praktischerweise auf einen Rohstoff spezialisiert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Was hei&amp;szlig;t das?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Isabella  kennt sich super mit Malz aus &amp;ndash; als wir das Rezept entwickelten, schlug  sie Dinkelmalz vor, das hat schon Hildegard von Bingen verwendet. Das  weiche, milde Wasser kam von Yvonne, und meine Schwester Moni hatte die  Idee, Champagnerhefe zu verwenden. Ich habe die Hopfenart vorgeschlagen &amp;ndash;  eine neu gez&amp;uuml;chtete Sorte namens &amp;raquo;Mandarina Bavaria&amp;laquo;, die nach  Zitrusfr&amp;uuml;chten duftet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Waren Sie sich gleich einig? &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Ja,  wir verstehen uns blind. Die Farbe sollte kupfern sein, wie Morgenrot.  Das Bier musste duften, aber herb sein, wie Aperol Sprizz. Und wir  wollten es in Bierflaschen abf&amp;uuml;llen, deren Form an Champagnerflaschen  erinnert, mit Naturkorken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Offenbar lagen Sie richtig.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Die  Nachfrage &amp;uuml;berraschte uns, wir haben das Bier ja nur in unseren  Brauereien in Hof, Trebgast und Memmelsdorf verkauft. Nach drei Wochen  waren 450 Liter weg. Und das Bier hat nicht nur Frauen begeistert. Bei  der ersten Verkostung gab es ein G&amp;auml;stebuch: Viele M&amp;auml;nner haben uns da  reingeschrieben, wie gut sie es fanden. Bald gibt es  Nachschub.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Familienbrauerei Georg Meinel, Alte Plauener Stra&amp;szlig;e 24, 95028  Hof&lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;http://www.meinel-braeu.de/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;www.meinel-braeu.de&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://sz-magazin.sueddeutsche.de/upl/images/user/8059/57417.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;DIE WELT, EIN DORF&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;So geht 21. Jahrhundert: Eine Japanerin produziert in M&amp;uuml;nchen franz&amp;ouml;sische Himbeertartes.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nur mit Frauen arbeiten wollte die Japanerin Kanako Okada eigentlich  nie. Doch ihre fr&amp;uuml;here winzige Backstube in der M&amp;uuml;nchener Maxvorstadt  hatte so niedrige Decken, dass Mitarbeiter mit einer K&amp;ouml;rperl&amp;auml;nge von  mehr als 1,55 Meter einfach zu gro&amp;szlig; gewesen w&amp;auml;ren. Als sie endlich eine  gr&amp;ouml;&amp;szlig;ere Backstube fand, war ihr Frauen-Team l&amp;auml;ngst eingespielt. Heute  arbeiten sieben Japanerinnen und eine Kolumbianerin in ihrem Caf&amp;eacute;  &amp;raquo;Tanpopo&amp;laquo; &amp;ndash; auf Deutsch L&amp;ouml;wenzahn. Neben Tartes und Windbeuteln backen  die Frauen auch asiatische S&amp;uuml;&amp;szlig;igkeiten wie Gr&amp;uuml;ner-Tee-Rollen mit gr&amp;uuml;nen  Bohnen. &lt;br /&gt; &lt;br /&gt; Europa war schon immer Kanako Okados Traum, bereits als Kind malte  sie sich ein Leben in Paris oder Wien aus. 1993 kam sie f&amp;uuml;r ihre  Konditorlehre mit anschlie&amp;szlig;ender Gesellenzeit nach M&amp;uuml;nchen ins Hotel  &amp;raquo;Vier Jahreszeiten&amp;laquo;. Danach wollte sie einen Lieferservice f&amp;uuml;r Kuchen  gr&amp;uuml;nden &amp;ndash; &amp;raquo;der scheiterte allerdings an meinen schlechten Fahrk&amp;uuml;nsten&amp;laquo;.  Das &amp;raquo;Tanpopo&amp;laquo; l&amp;auml;uft bestens, trotzdem hat sie keine Expansionspl&amp;auml;ne. Sie  verweist l&amp;auml;chelnd auf ihr Caf&amp;eacute;-Motto &amp;raquo;Kuchen machen gl&amp;uuml;cklich&amp;laquo;: &amp;raquo;So,  wie es ist, ist es genau richtig.&amp;laquo;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;raquo;Konditorei Caf&amp;eacute; Tanpopo&amp;laquo;,  Maillingerstra&amp;szlig;e 6, 80636 M&amp;uuml;nchen, Tel. 089/52 05 57 57  &lt;a href=&quot;http://www.tanpopo-cafe.de/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;www.tanpopo-cafe.de&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt; &lt;span&gt;[seitenumbruch title=&quot;Mit Sinn f&amp;uuml;rs Detail&lt;/span&gt;&quot;]&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://sz-magazin.sueddeutsche.de/upl/images/user/8059/57419.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;MIT SINN F&amp;Uuml;RS DETAIL&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;raquo;Dihei&amp;laquo; ist Schweizerdeutsch und hei&amp;szlig;t &amp;raquo;daheim&amp;laquo;. Genauso sieht es im  Z&amp;uuml;richer &amp;raquo;Kafi Dihei&amp;laquo; auch aus: Auf antiken Sesseln liegen handbestickte  Kissen, an den W&amp;auml;nden h&amp;auml;ngen Gem&amp;auml;lde in Goldrahmen, die Lampenschirme  an der Decke sind selbst gen&amp;auml;ht. &amp;Uuml;ber der Damentoilette schwebt ein  K&amp;auml;fig mit k&amp;uuml;nstlichen V&amp;ouml;geln, die zwitschern, wenn man den Raum  verl&amp;auml;sst. Mit dem &amp;raquo;Dihei&amp;laquo; wollten Sabinska Binswanger und Geraldine  Gschwend einen Ort zum Ankommen schaffen: Die beiden Schweizerinnen sind  fern der Heimat aufgewachsen, eine in Kanada, die andere in Kenia.  Zur&amp;uuml;ck in Z&amp;uuml;rich haben sie sich bei der Arbeit an der Theke einer Bar  kennengelernt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mittlerweile verbringen sie mehr Zeit in ihrem &amp;raquo;Dihei&amp;laquo;  als zu Hause. Dass insgesamt f&amp;uuml;nf Frauen in ihrem Caf&amp;eacute; arbeiten, ist  eher Zufall: &amp;raquo;Wir haben nach Mitarbeitern gesucht&amp;laquo;, erz&amp;auml;hlt Geraldine  Schwenk, &amp;raquo;die Wert auf Details legen: beim Kochen, Backen, Bedienen. Und  wir haben eben Frauen gefunden.&amp;laquo;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;raquo;Kafi Dihei&amp;laquo;, Zurlindenstrasse 231,  8003 Z&amp;uuml;rich, Schweiz, Tel. 0041/44/557 43 48&lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;http://kafidihei.ch/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;www.kafidihei.ch&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://sz-magazin.sueddeutsche.de/upl/images/user/8059/57427.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;STARQUOTE&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Robert De Niro und Donald Sutherland hat's hier geschmeckt&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Seit 116 Jahren ist das &amp;raquo;La Buca&amp;laquo; nahe Parma in Frauenhand: derzeit in  denen von Miriam Leonardi und Tochter Laura. M&amp;auml;nner kommen nicht in die  N&amp;auml;he der K&amp;uuml;che: &amp;raquo;Der Tag, an dem ein Mann die K&amp;uuml;che betritt, wird der  Tag sein, an dem das &amp;rsaquo;La Buca&amp;lsaquo; schlie&amp;szlig;t&amp;laquo;, zitiert Leonardi ihre  Gro&amp;szlig;mutter. &amp;raquo;Wenn Frauen etwas erreicht haben, nimmt man ihnen das nicht  weg. Wir m&amp;uuml;ssen f&amp;uuml;r Erfolg viel h&amp;auml;rter arbeiten als M&amp;auml;nner.&amp;laquo; &lt;br /&gt; &lt;br /&gt; Als G&amp;auml;ste sind M&amp;auml;nner aber gern gesehen. Robert De Niro kam in den  Siebzigern und a&amp;szlig; so lange, bis er f&amp;uuml;r seine Rolle als Boxer in Wie ein  wilder Stier oscarreife 27 Kilo mehr auf den Rippen hatte. Donald  Sutherland wiederum konnte von den Tagliatelle Culatello nicht genug  kriegen. Der Culatello di Zibello gilt als der Schinken unter den  Schinken &amp;ndash; im &amp;raquo;La Buca&amp;laquo; h&amp;auml;ngt der Keller voll davon. Leonardi empfiehlt  au&amp;szlig;erdem die Innereien mit Parmesan. Entscheidungsfreudig muss im &amp;raquo;La  Buca&amp;laquo; allerdings niemand sein. Leonardi schaut sich ihre G&amp;auml;ste an &amp;ndash; und  entscheidet selbst, was f&amp;uuml;r wen das richtige Essen ist. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;raquo;Trattoria La  Buca&amp;laquo;, Via Ghizzi, 6, Zibello/Parma, Italien, Tel. 0039/0524/992 14&lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;http://www.trattorialabuca.com/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;www.trattorialabuca.com&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt; &lt;span&gt;[seitenumbruch title=&quot;Du bist unabh&amp;auml;ngig&lt;/span&gt;&lt;span&gt;&quot;]&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://sz-magazin.sueddeutsche.de/upl/images/user/8059/57421.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&amp;raquo;DU BIST UNABH&amp;Auml;NGIG&amp;laquo;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Im &amp;raquo;Al Fassia&amp;laquo; d&amp;uuml;rfen marokkanische Frauen endlich mal alles - und M&amp;auml;nner nur Zwiebeln hacken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;SZ-Magazin: Frau Chab, wieso arbeiten bei Ihnen nur Frauen? &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Myra Chab:&lt;/strong&gt; Als mein Vater das erste Restaurant vor 27 Jahren gr&amp;uuml;ndete, wollte er die marokkanische Kultur so authentisch wie m&amp;ouml;glich abbilden &amp;ndash; und in Marokko kochen traditionell nur die Frauen, die T&amp;ouml;chter decken den Tisch. Mein Vater hatte auch viele Jahre als Hotelmanager gearbeitet. Er kannte die Probleme mit m&amp;auml;nnlichen Mitarbeitern, die oft unrasiert zur Arbeit kamen oder nach Alkohol rochen. Marokkanische Frauen sind es gewohnt, hart zu arbeiten, sie pflegen sich, trinken und rauchen nicht &amp;ndash; die perfekten Mitarbeiter f&amp;uuml;r ein Restaurant.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Wie w&amp;auml;hlen Sie Ihre Mitarbeiterinnen aus?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Wir fragen unsere Angestellten, ob sie nicht jemanden kennen, der zu uns passen k&amp;ouml;nnte. Am liebsten haben wir Frauen aus kleineren St&amp;auml;dten und D&amp;ouml;rfern &amp;ndash; die sind flei&amp;szlig;iger als die Leute aus Marrakesch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;M&amp;auml;nner arbeiten bei Ihnen nicht?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Wir haben zwei Sicherheitsm&amp;auml;nner an der T&amp;uuml;r. Und in der K&amp;uuml;che arbeiten ein paar m&amp;auml;nnliche Aushilfen &amp;ndash; f&amp;uuml;r die marokkanische K&amp;uuml;che m&amp;uuml;ssen viele Zwiebeln und Karotten gehackt werden. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Eine ungew&amp;ouml;hnliche Arbeitsteilung f&amp;uuml;r ein muslimisches Land. &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Ja, Marokko ist immer noch stark m&amp;auml;nnlich gepr&amp;auml;gt. In unserem Laden sind wir Frauen zwar die Chefs &amp;ndash; aber drau&amp;szlig;en z&amp;auml;hlt die Stimme eines Mannes mehr. Die M&amp;auml;nner, die f&amp;uuml;r uns arbeiten, tun sich manchmal schwer, Anweisungen von einer Frau zu befolgen. Der m&amp;auml;nnliche Stolz ist schwer zu unterdr&amp;uuml;cken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Und dann?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Muss derjenige sich eben einen neuen Job suchen. Ich habe in den USA studiert und lasse mir &amp;ndash; verzeihen Sie die Ausdrucksweise &amp;ndash; keine Macho-Schei&amp;szlig;e mehr bieten. Meine Schwestern und ich sind so erzogen worden, das wollen wir weitergeben. Die meisten M&amp;auml;dchen, die wir einstellen, k&amp;ouml;nnen kaum schreiben. Trotzdem geben wir ihnen die Freiheit, eigenes Geld zu verdienen. Wir sagen ihnen: Du hast einen Job, du bist unabh&amp;auml;ngig &amp;ndash; wenn du ins Badehaus willst, musst du nicht deinen Mann um die f&amp;uuml;nf Dirham Eintrittsgeld bitten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;raquo;Restaurant Al Fassia&amp;laquo;, 55, Boulevard Zerktouni, 40 000 Marrakesch, Marokko, Tel. 00212/ 524/43 40 60&lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;http://www.alfassia.com/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;www.alfassia.com&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://sz-magazin.sueddeutsche.de/upl/images/user/8059/57423.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;ENTPINKT UND UMGEBAUT&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Zwei Frauen, ein eigener Club - und endlich Ruhe&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn Natascha Kubsch im vollgepackten Club einen Bierkasten &amp;uuml;ber die  K&amp;ouml;pfe stemmt, h&amp;ouml;rt sie immer wieder diesen Spruch: &amp;raquo;Dein Chef soll  gef&amp;auml;lligst keine M&amp;auml;dchen K&amp;auml;sten schleppen lassen!&amp;laquo; Dann grinst Natascha.  Ihr Chef, das ist sie selbst. Mit ihrer Freundin &lt;br /&gt; Valerie Engel  betreibt sie einen Club in der M&amp;uuml;nchner Altstadt, den man dort, f&amp;uuml;nf  Porschel&amp;auml;ngen von der Maximilianstra&amp;szlig;e, eher nicht erwartet: niedriges  Gew&amp;ouml;lbe, Edding-Gekrakel am DJ-Pult, Hip-Hop, Extremsportvideos.  Andererseits passt er zu seinen Chefs: Natascha hat t&amp;auml;towierte Arme,  Valerie tr&amp;auml;gt Baggyjeans. Kennengelernt haben sie sich auf dem  Skateplatz. Sp&amp;auml;ter machte Valerie eine Ausbildung im &amp;raquo;Bayerischen Hof&amp;laquo;  in M&amp;uuml;nchen, Natascha einen Trip durch Kanada. Als sie sich wiedertrafen,  hatte Valerie genug von br&amp;uuml;llenden K&amp;uuml;chenchefs &amp;ndash; und Natascha  tr&amp;auml;umte von einer kanadischen Sportsbar. Sie fanden einen leeren Club,  &amp;uuml;bermalten die pinkfarbenen W&amp;auml;nde, rissen die K&amp;uuml;che heraus und  schraubten Holzpaneele an die Wand &amp;ndash; nat&amp;uuml;rlich alles von Hand. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;raquo;Rausch  &amp;amp; T&amp;ouml;chter&amp;laquo;, Falkenturmstra&amp;szlig;e 8, 80331 M&amp;uuml;nchen, Tel. 089/ 88 90 70  80&lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;http://www.rauschundtoechter.de/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;www.rauschundtoechter.de &lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt; &lt;span&gt;[seitenumbruch title=&quot;Zimmer frei&lt;/span&gt;&lt;span&gt;&quot;]&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://sz-magazin.sueddeutsche.de/upl/images/user/8059/57425.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;ZIMMER FREI&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Urlaub als M&amp;auml;delsabend: eine charmante Pension in Salzburg&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als Bettina Wiesinger 1997 mit 24 Jahren den Plan fasste, die Pension ihrer Gro&amp;szlig;mutter zum Stadthotel umzubauen, wollte sie mit Menschen zu tun haben, die sie schon kannte. Und sie kannte eben sehr viele Frauen. Sandra Aigner zum Beispiel, die &lt;br /&gt; die Zimmer ausstattete, ist ihre alte Schulfreundin. Und mit Helga Seyffertitz, der Gesch&amp;auml;ftsf&amp;uuml;hrerin, war sie zusammen auf der Hotelfachschule. Nun ist Bettina Wiesinger zwar die Chefin, doch wer das Hotel besucht, sp&amp;uuml;rt: Hier machen Freundinnen gemeinsame Sache. Helga Seyffertitz n&amp;auml;ht in ihrer Freizeit Kissen f&amp;uuml;r die Terrasse, die Hotelmanagerin Sabine Glas schneidet morgens Blumen f&amp;uuml;r die Tische und versteckt am Ostersonntag Eier f&amp;uuml;r die Kinder. Von 30 Mitarbeitern sind 23 Frauen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; In der Familie von Bettina Wiesinger erben die Frauen offenbar ein Gastronomie-Gen: Ihre Gro&amp;szlig;mutter baute die Gr&amp;uuml;nderzeitvilla in den Sechzigern auf eigene Faust in die Pension &amp;raquo;Auersperg&amp;laquo; um, und ihre Schwes-ter Evelyn Ikrath f&amp;uuml;hrt in Bad Gastein &lt;br /&gt; die Hotels &amp;raquo;Haus Hirt&amp;laquo; und &amp;raquo;Miramonte&amp;laquo;. M&amp;auml;nner sind trotzdem erw&amp;uuml;nscht. Einer steht beispielsweise hinter der Bar und mixt die Getr&amp;auml;nke. Bettina Wiesinger selbst hat auch einen Gro&amp;szlig;teil zur M&amp;auml;nner-Quote im Haus beigetragen: drei S&amp;ouml;hne, der &amp;auml;lteste ist allerdings erst neun. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;raquo;Hotel Auersperg&amp;laquo;, Auerspergstra&amp;szlig;e 61, 5020 Salzburg, &amp;Ouml;sterreich, Tel. 0043/662/889 44-0&lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;http://globreshotels.com/auersperg/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;www.auersperg.at&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://sz-magazin.sueddeutsche.de/upl/images/user/8059/57429.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;NOCH EIN ZIMMER FREI&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Im Cornwall f&amp;uuml;hren drei Schwestern ihr Traumhotel&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Emma, Debbie und Rebecca f&amp;uuml;hren ein Hotel, das eigentlich nicht funktionieren d&amp;uuml;rfte &amp;ndash; ginge es nach Experten. Als es die drei Schwestern planten, sch&amp;uuml;ttelten Fachleute die K&amp;ouml;pfe: ein Hotel ohne Rezeption? Ein Schwimmbecken mit Wasserfilter aus Schilfrohr? Ein Ruheraum, in dem Kokons voller Kissen von der Decke h&amp;auml;ngen? Unpraktisch, unbezahlbar &amp;ndash; die Hirngespinste von Frauen, die sich besser mal eine In-&lt;br /&gt; genieurin und eine &amp;Ouml;konomin ins Team geholt h&amp;auml;tten. Aber Emma, Debbie und Rebecca wollten ein Hotel, das Luxus dezent dosiert. Handtuchberge, passive Knetstunden im Massageraum, &amp;uuml;berbordende Buffets &amp;ndash; alles Pomp von vorgestern. Wer heute das &amp;raquo;Scarlet&amp;laquo; betritt, f&amp;uuml;hlt sich, als k&amp;ouml;nne er schon in der Lobby die Schuhe abstreifen und sich in eines der bunten Sofas werfen. Und die Rezeption? Ersetzt ein Sensor, der wie von Zauberhand einen Angestellten herbeiruft. Unpraktisch? Von wegen: sehr &amp;ouml;konomisch. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;raquo;Scarlet Hotel&amp;laquo;, Mawgan Porth, England, Tel. 0044/1637/ 86 18 00&lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;http://www.scarlethotel.co.uk/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;www.scarlethotel.co.uk&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Fotos: Robert Brembeck, Roberto Frankenberg, Basil St&amp;uuml;cherli&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;</description>
    <dc:subject>Weiberwirtschaft</dc:subject>
    <dc:creator>Denise Amend, Attila Burke, Eva-Lena Lörzer, Christine Mortag, Jan Stremmel (Texte und Interviews)</dc:creator>
    <dc:date>2013-03-13T12:00:00+01:00</dc:date>
  </item>

  <item rdf:about="http://sz-magazin.sueddeutsche.de//texte/anzeigen/39367">
    <link>http://sz-magazin.sueddeutsche.de//texte/anzeigen/39367</link>
    <title>Das Glück der Erde...</title>
    <description>&lt;p&gt;&amp;hellip; na ja, so weit muss man vielleicht nicht gehen. Aber sch&amp;ouml;ne und  gleichzeitig robuste Teppiche, wie sie diese Pferde auf dem R&amp;uuml;cken  tragen, machen zumindest einen Riesenspa&amp;szlig;. Auch den Pferden.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; &lt;em&gt;Produktion: Kerstin Greiner, Simona Heuberger &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;</description>
    <dc:subject>Das Glück der Erde...</dc:subject>
    <dc:creator></dc:creator>
    <dc:date>2013-01-18T12:00:00+01:00</dc:date>
  </item>

  <item rdf:about="http://sz-magazin.sueddeutsche.de//texte/anzeigen/39051">
    <link>http://sz-magazin.sueddeutsche.de//texte/anzeigen/39051</link>
    <title>Innenaufnahmen</title>
    <description>&lt;p&gt;Schade: Man sieht einem Parf&amp;uuml;m nie an, was drinsteckt. Sch&amp;ouml;n: Hier zeigen wir es Ihnen einfach mal.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;</description>
    <dc:subject>Innenaufnahmen</dc:subject>
    <dc:creator></dc:creator>
    <dc:date>2012-12-14T12:00:00+01:00</dc:date>
  </item>

  <item rdf:about="http://sz-magazin.sueddeutsche.de//texte/anzeigen/39067">
    <link>http://sz-magazin.sueddeutsche.de//texte/anzeigen/39067</link>
    <title>Im Sekunden-Takt</title>
    <description>&lt;p&gt;Wer Musik macht, wei&amp;szlig;: Timing ist alles. Also lassen wir uns die neuen Uhren der Saison mal von ein paar Profis vorf&amp;uuml;hren.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;</description>
    <dc:subject>Im Sekunden-Takt</dc:subject>
    <dc:creator></dc:creator>
    <dc:date>2012-12-14T12:00:00+01:00</dc:date>
  </item>

  <item rdf:about="http://sz-magazin.sueddeutsche.de//texte/anzeigen/38501">
    <link>http://sz-magazin.sueddeutsche.de//texte/anzeigen/38501</link>
    <title>Schön von oben</title>
    <description>&lt;p&gt;Wer ein Cabrio sieht, tr&amp;auml;umt sofort vom n&amp;auml;chsten Sommer. Wir haben die neuen Modelle mal auf den Boden der Tatsachen geholt (und das meinen      wir w&amp;ouml;rtlich).&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Video: Wollen Sie wissen, wie die Auto-Graffitis aus einem anderen Blickwinkel aussehen? In diesem Film erkl&amp;auml;rt Loomit seine Arbeit&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;</description>
    <dc:subject>Schön von oben</dc:subject>
    <dc:creator></dc:creator>
    <dc:date>2012-09-21T08:00:00+01:00</dc:date>
  </item>

  <item rdf:about="http://sz-magazin.sueddeutsche.de//texte/anzeigen/38433">
    <link>http://sz-magazin.sueddeutsche.de//texte/anzeigen/38433</link>
    <title>Der Planspieler</title>
    <description>&lt;p&gt;Ein Freund der falschen F&amp;auml;hrte: Der Belgier Frank Jacobs sammelt      Landkarten. Am liebsten Exemplare voller Fehler und Irrwege.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; &lt;strong&gt;SZ-Magazin: Herr Jacobs, haben Sie als Kind irgendwelche Dinge gesammelt?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Frank      Jacobs:&lt;/strong&gt; Nur Panini-Bilder von Fu&amp;szlig;ballspielern, aber ich bekenne mich      schuldig: Ich bin ein Sammler-Typ, schreibe gern Listen und horte alle      m&amp;ouml;glichen Dinge. Liegt in meinem Charakter.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Wie kommt ein      Mensch nur auf die Idee, Landkarten zu sammeln?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Ich habe schon      als kleiner Junge gern in Atlanten gebl&amp;auml;ttert. Ich las meinen Atlas, als      ob er ein Roman gewesen w&amp;auml;re. Ich schaute mir Afrika an und stellte mir      vor, wie es wohl w&amp;auml;re, dort zu sein. Wie k&amp;ouml;nnte ich &amp;uuml;berleben? Wie k&amp;ouml;nnte      ich von A nach B segeln? So funktionieren Karten: Sie regen die Fantasie      an. Schulatlanten werden irgendwann langweilig. Sie zeigen Berge, Stra&amp;szlig;en,      Fl&amp;uuml;sse, lassen aber zu wenig Platz f&amp;uuml;r andere Dinge. Vor      sieben Jahren bekam ich einmal eine Karte mit psychiatrischen      Einrichtungen in Pennsylvania in die Hand. Die faszinierte mich gleich,      so etwas hatte ich nie zuvor gesehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Wo findet ein      Kartensammler Karten?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Beim St&amp;ouml;bern in Antiquariaten, in      B&amp;uuml;chereien wie der British Library oder der des amerikanischen      Kongresses, in Universit&amp;auml;tsbibliotheken, die von Texas etwa ist sehr gut.      Zum Reisen fehlt mir selbst allerdings die Zeit. Ich suche ausschlie&amp;szlig;lich      im Internet und bekomme jeden Tag einige Dutzend E-Mails aus der ganzen      Welt. Seit sechs Jahren f&amp;uuml;hre ich mein Blog &lt;a href=&quot;http://bigthink.com/blogs/strange-maps&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Strangemaps.com&lt;/a&gt;, 6000 Leute      besuchen es jeden Tag und schicken mir, was ihnen &amp;uuml;ber den Weg l&amp;auml;uft.      Sogar unver&amp;ouml;ffentlichte Unikate. Einmal irgendwo auf eine Tischdecke      hingeschmiert reicht theoretisch schon, um in meinem Blog gesammelt und      besprochen zu werden. Ungef&amp;auml;hr 500 habe ich schon ins Internet gestellt.      Der Nachschub an ausgefallenen Karten scheint unendlich. Kartensammeln ist      ein sehr spezielles Hobby: Man kann sie nie alle besitzen.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;Sie      sammeln gar keine Originale?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Ich besitze nur wenige Kopien auf      Papier. Originale k&amp;ouml;nnen leicht einige 10 000 Euro kosten. Eine Karte von      Martin Waldseem&amp;uuml;ller, einem deutschen M&amp;ouml;nch, hat der Amerikanische      Kongress f&amp;uuml;r mehrere Millionen Dollar ersteigert; auf ihr tauchte 1507 zum      ersten Mal der Name &amp;raquo;America&amp;laquo; auf. Antike Karten sind generell die      teuersten.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;Sie sind also nicht der einzige Kartensammler?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Wir      sind viele Tausende. Hier in London gibt es eine Reihe von L&amp;auml;den und eine      eigene Messe, auf denen man &amp;auml;ltere reiche Sammler trifft, mit denen man      sich stundenlang austauschen kann. Mehrere Blogs haben sich auf die      unterschiedlichsten Karten spezialisiert: auf gro&amp;szlig;e, auf amerikanische,      auf Karten mit hoher Aufl&amp;ouml;sung, in die man&lt;br /&gt;hineinzoomen kann,      sogar auf Blindenkarten, die in Braille gezeichnet sind. Der Markt f&amp;uuml;r      Karten boomt. Inzwischen gibt es sogar Diebe, die sich auf Karten      spezialisiert haben und sie in Bibliotheken aus antiken B&amp;uuml;chern      herausrei&amp;szlig;en, um sie einzeln zu verkaufen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Welche Karten      sammeln Sie?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Sie d&amp;uuml;rfen in keinem gew&amp;ouml;hnlichen Atlas      ver&amp;ouml;ffentlicht worden sein. Sie m&amp;uuml;ssen irgendeine Geschichte zu erz&amp;auml;hlen      haben und sie m&amp;uuml;ssen sch&amp;ouml;n sein, m&amp;uuml;ssen mich reizen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Welche      Karten sind ungew&amp;ouml;hnlich genug?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Landkarten f&amp;uuml;r den      Geografieunterricht k&amp;ouml;nnen schon sehr eigenartig aussehen, wenn sie      Berge, Inseln oder Seen aus der ganzen Welt direkt nebeneinandergestellt      zeigen und so Kuba gleich neben Neuseeland liegt. Historische Karten      k&amp;ouml;nnen zeigen, wie die Welt auss&amp;auml;he, wenn Deutschland den Ersten Weltkrieg      gewonnen h&amp;auml;tte oder wenn ganz Flandern aufgrund der globalen Erw&amp;auml;rmung      &amp;uuml;berflutet werden w&amp;uuml;rde und in den wallonischen Teil Belgiens fliehen      m&amp;uuml;sste. Dann gibt es noch interessante fehlerhafte Karten: Der Kartograf      Gerardus Mercator wollte immer nur Gegenden verzeichnen, bei denen er sich      v&amp;ouml;llig sicher war. Beim Nordpol allerdings flippte er total aus und sa&amp;szlig;      einer Legende auf, nach der es Festland unter dem Nordpol g&amp;auml;be. Es dauerte Jahrzehnte, bis sein Fehler aus all den Atlanten verschwand. Mercators      Nordpolkarte wurde oft kopiert, sie ist ein sch&amp;ouml;nes Beispiel f&amp;uuml;r      kartografische Irrt&amp;uuml;mer. Es gibt &amp;uuml;brigens auch Fehler, die absichtlich      versteckt werden: sogenannte Ostereier, falsche Stra&amp;szlig;en in Stadtpl&amp;auml;nen.      Verlage benutzen solche Stra&amp;szlig;en als Fallen und Schutz vor Plagiaten. Man      erfindet winzige Sackgassen, die es gar nicht gibt, und verzeichnet sie      auf einem Stadtplan. Wie sonst sollen Verlage es nachweisen, wenn ein      Konkurrent ihr Kartenmaterial einfach kopiert hat?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Kennen Sie in      London so eine falsche Stra&amp;szlig;e?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Einmal glaubte ich, eine      auf einem Plan entdeckt zu haben: Eine winzige Sackgasse namens Elvis      Street - das muss ein Fake sein, dachte ich und stieg aufs Fahrrad, um sie      im Norden Londons aufzusuchen, aber es gibt sie dort tats&amp;auml;chlich. Ich      kenne leider auch keine dokumentierten Beispiele aus dem Internet.      Wahrscheinlich h&amp;auml;ngt das damit zusammen, dass Kartenverlage schnell jeden      verklagen, der Namen von falschen Stra&amp;szlig;en &amp;ouml;ffentlich macht. Ich bin mir      aber sicher, dass sie existieren. Die Verlage haben diesen Trick auch nie      abgestritten. Es muss ja auch nicht unbedingt ein Stra&amp;szlig;enname sein, es      k&amp;ouml;nnte genauso gut eine erfundene Bergspitze, ein kleiner Bach oder ein      nicht-existentes Kloster sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Haben Sie eine Lieblingskarte?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Eine      bildet die Welt in Form eines dreibl&amp;auml;ttrigen Kleeblatts ab, sie gibt eine      religi&amp;ouml;se Perspektive wieder, mit Jerusalem in der Mitte; Asien und Europa      erscheinen in etwa gleich gro&amp;szlig;, einige St&amp;auml;dte sind viel zu gro&amp;szlig; geraten.      Sie ist sehr sch&amp;ouml;n. Man erkennt, dass sich die Geografie im 16.      Jahrhundert allm&amp;auml;hlich wandelte und von der eher symbolischen Darstellung      zu einer realistischeren &amp;uuml;berging. Auf der linken Seite der Karte ist ein      kleines s&amp;uuml;&amp;szlig;es Monster gezeichnet, solche Monster finden sich auf den      meisten Karten aus dem Mittelalter. Meine zweite Lieblingskarte zeigt      Napoleons Russlandfeldzug: Auf ihr kann man ablesen, wie viele Soldaten      nach Russland zogen und wie wenige &amp;uuml;berlebten. Die Karte zeigt Opferzahlen      an, verbliebene Truppenst&amp;auml;rke, Marschroute, Marschrichtung, die      Zeitspanne, Temperaturen und nat&amp;uuml;rlich die Geografie mit den wichtigsten      Fl&amp;uuml;ssen, es ist, als ob die Karte sieben Dimensionen besitzt - das ist      sicherlich die beste statistische Karte, die je hergestellt wurde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;[seitenumbruch title=&quot;L&amp;uuml;gende Karten auf der Suche nach dem Schatz&quot;]&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://sz-magazin.sueddeutsche.de/upl/images/user/305345/51031.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/strong&gt;Interessieren      Sie sich auch f&amp;uuml;r Schatzkarten?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Selbstverst&amp;auml;ndlich, die meisten      Schatzkarten sind allerdings fiktional und stammen aus Romanen,      Erz&amp;auml;hlungen oder M&amp;auml;rchen. &amp;Uuml;ber Karten von Jules Verne und die Karte aus      dem &lt;em&gt;Zauberer von Oz&lt;/em&gt; habe ich eine Menge zusammengetragen. Die      ber&amp;uuml;hmteste Schatzkarte ist wahrscheinlich die aus der &lt;em&gt;Schatzinsel&lt;/em&gt;: Robert      Louis Stevenson malte sie f&amp;uuml;r seinen Stiefsohn, noch bevor er das Buch      dazu schrieb. Normalerweise entsteht eine Karte ja erst nach der      Geschichte.&amp;nbsp; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Versteht denn jeder Mensch Karten instinktiv?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Ich      denke ja. Die &amp;auml;ltesten Karten sind H&amp;ouml;hlenmalereien, die Weidegebiete von      Mammuts zeigten. Karten benutzt man also l&amp;auml;nger als die Schrift, und sie      werden auch in einem anderen Teil des Gehirns wahrgenommen, der sehr viel      instinktiver arbeitet. Deswegen eignen sich Karten ja auch so gut f&amp;uuml;r      Propaganda. So wie bei einer Karte, auf der sich eine Python um die      amerikanischen S&amp;uuml;dstaaten schl&amp;auml;ngelt: ein Symbol f&amp;uuml;r den Versuch, die      Wirtschaft der S&amp;uuml;dstaaten abzuw&amp;uuml;rgen. Das Bild der Schlange ist sehr      stark, man versteht in einer Sekunde, wof&amp;uuml;r man sonst viele Worte      br&amp;auml;uchte. Oder denken Sie an die U-Bahn-Karte Ostberlins, die Westberlin      zu einem winzigen schmalen Streifen zusammenquetschte. Propaganda-Karten      funktionieren, weil wir ihre Botschaft sofort begreifen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Karten k&amp;ouml;nnen      l&amp;uuml;gen?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Alle Karten l&amp;uuml;gen, zeigen gewisse Dinge und andere nicht.      Jede normale Landkarte bricht eine dreidimensionale Wirklichkeit auf zwei      Dimensionen herunter. Manches wird verzerrt, anderes weggelassen. So      erkl&amp;auml;rt sich auch der Unterschied zwischen der traditionellen      Mercator-Weltkarte und der von Peters, auf der Afrika und die gesamte      Dritte Welt gr&amp;ouml;&amp;szlig;er erscheinen. Die Mercator-Karte wirkt eurozentrisch,      aber sie eignet sich besser f&amp;uuml;r die Navigation.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Verlieren Karten      im Zeitalter von Google Maps an Bedeutung?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Papierkarten vielleicht.      Aber das Internet erm&amp;ouml;glicht auch eine neue Art von Karten: den      Kartenvergleich. Legen Sie die Karte der wenigen Bezirke im S&amp;uuml;den der USA,      die bei der letzten Pr&amp;auml;sidentschaftswahl &amp;uuml;berwiegend f&amp;uuml;r Obama gestimmt      haben, auf eine Karte, die die Anbaugebiete von Baumwolle vor 150 Jahren      zeigt, und Sie werden sofort eine frappierende &amp;Auml;hnlichkeit erkennen.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;Gibt      es auch Karten, nach denen Sie gezielt suchen?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;In einer Fernsehserie      war einmal von einer Karte die Rede, auf der die Grenze zwischen Regionen      verzeichnet war, in denen mit Butter gebraten wird, und denen, die mit &amp;Ouml;l      braten. So eine Karte h&amp;auml;tte ich gern.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;Wohin reist ein      Kartensammler in den Urlaub?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Nur an kartenrelevante Orte. Zuletzt:      Point Roberts, ein gottverlassener Ort im Nordwesten der USA, der aber auf      der Spitze einer kanadischen Halbinsel liegt. Point Roberts stellt eine      faszinierende Anomalie an der l&amp;auml;ngsten Grenze der Welt dar. Grenzen sind      sehr interessant f&amp;uuml;r Kartenliebhaber. Ein kurioser Verlauf macht jede      Karte von ihr schon interessant.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Und was haben Sie da dann gemacht?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Meine      Freundin und ich haben eine Cola getrunken und sind dann wieder zur&amp;uuml;ck      nach Kanada gefahren.     &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt; &lt;em&gt;Der Sammler&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;&lt;em&gt;&lt;br /&gt;Frank Jacobs, 41, arbeitet hauptberuflich als      Sachbearbeiter f&amp;uuml;r Wirtschaftsfragen in der Belgischen Botschaft in      London. Eine Auswahl aus seinem Blog erscheint am 17. September als Buch      bei Liebeskind: &amp;raquo;Seltsame Karten. Ein Atlas kartographischer Kuriosit&amp;auml;ten&amp;laquo;. Aus diesem Buch haben wir auch die Abbildungen entnommen.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;</description>
    <dc:subject>Der Planspieler</dc:subject>
    <dc:creator>Lars Reichardt (Interview)</dc:creator>
    <dc:date>2012-09-17T12:00:00+01:00</dc:date>
  </item>

  <item rdf:about="http://sz-magazin.sueddeutsche.de//texte/anzeigen/38077">
    <link>http://sz-magazin.sueddeutsche.de//texte/anzeigen/38077</link>
    <title>Variabel</title>
    <description>&lt;p&gt;Immer sch&amp;ouml;n in Bewegung bleiben: Wer M&amp;ouml;bel hat, die      ihre Form ver&amp;auml;ndern, kann sich jeden Tag neu einrichten.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;EINE NEUE GENERATION von M&amp;ouml;beln verwandelt sich: vom Schirmst&amp;auml;nder zum Hocker, vom Nacht- zum Bistrotisch, vom Coffee-Table zum B&amp;uuml;cherregal oder zur Leiter. M&amp;ouml;bel mit zwei Gesichtern gibt es schon lange: Schlafsofas, Schrankbetten, erweiterbare Klapptische. Auf die mobile Gesellschaft reagierten die Hersteller mit flexiblem Design, das Platz spart und das Leben leichter macht. Doch jetzt kommen neue Verwandlungsk&amp;uuml;nstler hinzu: Es sind M&amp;ouml;bel-Hybride, die funktional sind, aber auf charmante, spielerische Weise. Wie das Regal aus Schaumstoff, das ohne Einsch&amp;uuml;be wie betrunken in sich zusammensackt. Oder der Blechstuhl, der erst durch Verformung vom Vorleger zum stabilen Sitz wird. So werden M&amp;ouml;bel zu multiplen Pers&amp;ouml;nlichkeiten, die nicht nur auf unsere Bed&amp;uuml;rfnisse reagieren, sondern auch auf unsere Launen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=&quot;float: left;&quot;&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;</description>
    <dc:subject>Variabel</dc:subject>
    <dc:creator></dc:creator>
    <dc:date>2012-08-30T17:00:00+01:00</dc:date>
  </item>

  <item rdf:about="http://sz-magazin.sueddeutsche.de//texte/anzeigen/37995">
    <link>http://sz-magazin.sueddeutsche.de//texte/anzeigen/37995</link>
    <title>Lauter große Würfe</title>
    <description>&lt;p&gt;Man nehme einen Fotoapparat und werfe ihn bei ge&amp;ouml;ffnetem Verschluss vor einer Lichtquelle in die Luft. Beim &lt;em&gt;Camera Tossing&lt;/em&gt; entstehen erstaunliche Bilder, im Internet gibt es l&amp;auml;ngst eine gro&amp;szlig;e Fangemeinde. Einem der besten dieser Werfer, Jens Ludwig, haben wir die neuesten Kameramodelle in die Hand gedr&amp;uuml;ckt, auf dass er ihre Flugeigenschaften teste.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;</description>
    <dc:subject>Lauter große Würfe</dc:subject>
    <dc:creator></dc:creator>
    <dc:date>2012-08-17T12:00:00+01:00</dc:date>
  </item>

  <rdf:Description rdf:ID="manifest">
    <mn:channels>
      <rdf:Seq>
        <rdf:li rdf:resource="http://sz-magazin.sueddeutsche.de:80/rsslabel/34" />
      </rdf:Seq>
    </mn:channels>
  </rdf:Description>

</rdf:RDF>
