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    <title>sz-magazin.de - Zeichen der Zeit</title>
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    <description>Alle Texte zu dem Label Zeichen der Zeit auf sz-magazin.de</description>
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    <title>Hinterm Ofen hervor</title>
    <description>&lt;p&gt;Wenn man einen Hund hat, gibt es kein schlechtes Wetter. Und hier auch die richtige Kleidung.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span&gt;&lt;/span&gt;Die Tage, an denen mich der Regen weckt und nicht der Wecker, sind die schlimmsten; irgendwo zwischen Tau und Tag, wenn die Tropfen auf dem Fensterbrett platzen wie Chinab&amp;ouml;ller, kenne ich nur einen Wunsch &amp;ndash; das Bett heute nicht verlassen zu m&amp;uuml;ssen oder wenigstens nicht das Haus. Es f&amp;auml;ngt auch meist ganz gut an: Muss das Kind in den Kindergarten? Muss es nicht, es bleibt einfach zu Hause; muss ich ins B&amp;uuml;ro? Muss ich nicht. Nehme mir einen Tag Urlaub oder rufe an: h&amp;uuml;stel, h&amp;uuml;stel, das Wetter, puhu. Muss ich einkaufen? N&amp;ouml;. Nudeln mit Ketchup gehen immer. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber dann, dann passiert&amp;rsquo;s. Dann f&amp;auml;llt mir mein Hund ein, und dann hab ich verloren &amp;ndash; der muss raus und ich mit ihm, da hilft keine L&amp;uuml;ge, keine Ausrede, keine Selbstt&amp;auml;uschung. Und dann gehe ich mit ihm und dem Kind zum Kindergarten, fahre ins B&amp;uuml;ro, erz&amp;auml;hle niemandem von meinen schlechten Gedanken. Und abends, wenn ich wieder mit dem Hund gehe, hat der Regen l&amp;auml;ngst aufgeh&amp;ouml;rt, und ich denke, mein Gott, ist das nett, einen Hund zu haben, da wird man nicht zum Stubenhocker, und wenn man ein bisschen nass wird, macht ja auch nichts, ich bin weder ein Weichei noch aus Papier.  &lt;br /&gt;</description>
    <dc:subject>Hinterm Ofen hervor</dc:subject>
    <dc:creator>Susanne Schneider</dc:creator>
    <dc:date>2009-08-06T17:00:00+01:00</dc:date>
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    <title>Heißes Thema</title>
    <description>&lt;p&gt;Weil bei 40 Grad auch kein Mensch einen Rollkragenpullover anzieht: Jedes Wetter verdient seinen eigenen Sommerduft&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;</description>
    <dc:subject>Heißes Thema</dc:subject>
    <dc:creator></dc:creator>
    <dc:date>2009-07-30T17:00:00+01:00</dc:date>
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    <title>Quiz: Das will was heißen</title>
    <description>&lt;p&gt;Manche Branchen verwenden so viel Kreativit&amp;auml;t darauf, sich totaaal witzige Firmennamen auszudenken, dass kein Mensch mehr wei&amp;szlig;, was Jacke oder Hose ist.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://sz-magazin.sueddeutsche.de/upl/images/user/121165/18574.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;1. Blutsgeschwister&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;2.  C. Neeon&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;3.  Luxusbaba&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;4.  JustMariot&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;5. Urban Speed&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(F&amp;uuml;nf weitere Fragen und die Aufl&amp;ouml;sung finden Sie auf der n&amp;auml;chsten Seite)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;6.  Haltbar Murkudis&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;7.  Lala Berlin&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;8.  Sisi Wasabi&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;9.  A &amp;amp; C (Awareness &amp;amp; Consciousness)&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;10. Franzius&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(Die Aufl&amp;ouml;sung und Ihr Testergebnis finden Sie auf der n&amp;auml;chsten Seite)&lt;br /&gt;Die Aufl&amp;ouml;sung finden Sie &lt;a href=&quot;/texte/anzeigen/29951&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;HIER&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;</description>
    <dc:subject>Quiz: Das will was heißen</dc:subject>
    <dc:creator></dc:creator>
    <dc:date>2009-07-23T17:00:00+01:00</dc:date>
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    <title>Nur für den Schick, für den Augenblick</title>
    <description>&lt;p&gt;Der Wunsch, zeitlose Sch&amp;ouml;nheit zu schaffen, ist im Grunde anma&amp;szlig;end: Wer wei&amp;szlig; schon, was morgen sein wird? Schmuck, der sich von selbst aufl&amp;ouml;st, passt da viel besser ins Hier und Heute.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span&gt;&lt;/span&gt;Dass wir alle irgendwann sterben m&amp;uuml;ssen, ist f&amp;uuml;r uns nur schwer ertr&amp;auml;glich. Um das zu verdr&amp;auml;ngen, haben wir uns schon manches einfallen lassen: Auferstehung, Wiedergeburt, Botox, Zellerneuerungskuren. Gern setzen wir unserer Verg&amp;auml;nglichkeit auch ein St&amp;uuml;ckchen Ewigkeit entgegen, in Form von Schmuck aus Diamanten, Gold und Platin. Doch irgendwann gibt es zu jeder Bewegung eine Gegenbewegung &amp;ndash; auf unverg&amp;auml;ngliche Schmuckst&amp;uuml;cke ist heute kein Verlass mehr. Die niederl&amp;auml;ndische Designerin Greetje van Helmond etwa macht Ketten aus kristallisiertem Zucker, jedes St&amp;uuml;ck ist einzigartig. F&amp;uuml;r die Ewigkeit sind die zerbrechlichen Kunstwerke nicht. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Warum auch, so schnell wie sich der Modegeschmack &amp;auml;ndert? Die Schwedin Anna Sparr l&amp;auml;sst dagegen eine alte Tradition ihres Dorfes wieder aufleben, sie flicht Ohrringe und Armreife aus Haar. So sch&amp;ouml;n, wie sie die St&amp;uuml;cke verarbeitet, vergisst man zum Gl&amp;uuml;ck, dass abgeschnittenes Haar totes Gewebe ist, das wir sonst lieber im M&amp;uuml;ll sehen. Am schnellsten verg&amp;auml;nglich sind die Eis-Ketten und -Ohrringe von Katharina Ludwig. Doch zumindest hat die Designerin eine ermutigende Botschaft f&amp;uuml;r uns: Weil die Schmuckst&amp;uuml;cke so fl&amp;uuml;chtig sind, soll man sie f&amp;uuml;r den Augenblick umso mehr sch&amp;auml;tzen &amp;ndash; nutze den Tag, lautet ihre Botschaft. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;</description>
    <dc:subject>Nur für den Schick, für den Augenblick</dc:subject>
    <dc:creator>Christine Zerwes</dc:creator>
    <dc:date>2009-07-16T17:00:00+01:00</dc:date>
  </item>

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    <title>Meer ist nicht drin</title>
    <description>&lt;p&gt;Keine Zeit f&amp;uuml;r Urlaub? Geht uns genauso. Aber manchmal gen&amp;uuml;gen schon die richtigen Accessoires, um den ganzen Strand zu ersetzen.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://sz-magazin.sueddeutsche.de/upl/images/user/8059/18297.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;span class=&quot;txtbildcredit&quot;&gt;&amp;Uuml;ber Wasser von links: Fotoapparat P6000 von Nikon; Badehose von&lt;br /&gt;Coast+Weber+Ahaus; Uhr von Swatch; Look von D&amp;thinsp;&amp;amp;&amp;thinsp;G; Sonnenbrille von Marni; Solaraufladeger&amp;auml;t von Tod's. Unter Wasser von links: Kette mit Anker, von Loewe; Schiffsanh&amp;auml;nger von Louis Vuitton; Armreif in Form eines Seesterns, von De Grisogono.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Nichts ist offener als das weite Meer. Sehen wir eine Yacht, packt uns das Fernweh wie eine Windb&amp;ouml;e. Das ist ein Naturgesetz, dagegen kann man sich gar nicht wehren. Es lockt die Utopie des M&amp;uuml;&amp;szlig;iggangs und Abenteuers. Man tr&amp;auml;gt ja auch Bootsschuhe in, sagen wir, M&amp;uuml;nchen, nicht, weil die so bequem sind, sondern weil man sich darin wie ein stolzer Freizeitkapit&amp;auml;n f&amp;uuml;hlen kann. Auf dieser Ursehnsucht nach &amp;ndash; ja, sagen wir es ruhig &amp;ndash; nautischer Entgrenzung haben Designer wie Ralph Lauren oder Jean Paul Gaultier ganze Imperien aufgebaut. Und kann sich irgendjemand an einen Sommer erinnern, in dem es keinen Yachting-Trend gab? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Sommer 2009 macht da keine Ausnahme. Da ist zum Beispiel die Sonnenbrille von Marni mit Gummiband, die aussieht, als h&amp;auml;tte Sophia Loren sie gern zum Tauchen benutzt. Oder das Marinekleid von D &amp;amp; G, das sofort dieses St.-Tropez-Gef&amp;uuml;hl aufkommen l&amp;auml;sst, selbst wenn man es in Salzgitter tr&amp;auml;gt. F&amp;uuml;r echte Bootsbesitzer d&amp;uuml;rften Gadgets wie etwa das Solaraufladeger&amp;auml;t interessant sein &amp;ndash; damit wenigstens das Handy geladen ist, wenn man schon keinen Empfang hat. Praktisch auch die Digitalkamera mit eingebautem GPS &amp;ndash; sie merkt sich bei jedem Foto die Koordinaten. Ganz gleich, ob Kate Moss oben ohne drauf ist oder ein letztes SOS-Winken.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;</description>
    <dc:subject>Meer ist nicht drin</dc:subject>
    <dc:creator>Thomas Bärnthaler</dc:creator>
    <dc:date>2009-07-09T17:00:00+01:00</dc:date>
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    <title>Also gut: Jippie</title>
    <description>&lt;p&gt;Wir freuen uns. Das Comeback der Moonwashed-Jeans grausig zu finden w&amp;auml;re schlie&amp;szlig;lich zu leicht, oder?&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://sz-magazin.sueddeutsche.de/upl/images/user/8059/18155.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
Schon der gro&amp;szlig;e Yves Klein hat gewusst, dass Blau nicht nur eine Farbe ist, sondern etwas viel Gr&amp;ouml;&amp;szlig;eres: eine Welt f&amp;uuml;r sich. Das gilt auch f&amp;uuml;r die Jeans, an der sich die Mode immer und immer wieder abarbeitet. Man muss ja geradezu aufpassen, dass einen die Jeanstrends nicht andauernd &amp;uuml;berholen. Wom&amp;ouml;glich hat man sich gerade dazu durchgerungen, auf den letzten Rawdenimslimfit-boyfriendsbootcut-Zug aufzuspringen, da, zack!, kommt pl&amp;ouml;tzlich der neue, der superneue Trend um die Ecke, und alles war umsonst. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt; Anfang des Jahres war es der gefleckte Domestos-Look von Balmain, der einige Frauen wirklich dazu brachte, 1400 Euro f&amp;uuml;r eine Jeans hinzulegen, die andere mit etwas Bleiche in 15 Minuten in der Badewanne herstellen. Aber das ist ja nicht dasselbe, wie wir alle wissen. Jetzt kommt die Moonwashed-Jeans zur&amp;uuml;ck. Ja, genau, diese farblich eher blassblaue, leicht marmorierte Hose, die in der DDR als &amp;raquo;Schneehose&amp;laquo; eine ganze Generation pr&amp;auml;gte und bis vor Kurzem ein Imageproblem hatte, weil sie gern auch von Menschen in sozialen Brennpunkten getragen wird. Oder von Checkern am Autoskooter. Oder von Samantha Fox. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt; Dabei ger&amp;auml;t leicht in Vergessenheit, dass so ein bimsstein-gewaschenes Aquarellblau die perfekte Sommerhosenfarbe ist &amp;ndash; nicht so vornehm und schwierig wie Wei&amp;szlig;, nicht so schwei&amp;szlig;treibend wie Dunkelblau oder Schwarz. So ge-sehen, spricht nichts gegen die Moonwashed-Jeans. Wer da anderer Meinung ist, ist entweder ein Snob oder lebt hinterm Mond.</description>
    <dc:subject>Also gut: Jippie</dc:subject>
    <dc:creator>Thomas Bärnthaler</dc:creator>
    <dc:date>2009-07-02T17:00:00+01:00</dc:date>
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  <item rdf:about="http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/29677">
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    <title>Strahlend schön</title>
    <description>&lt;p&gt;Einfach Tapeten auf die Mauer zu kleben ist in jeder Hinsicht zu flach. Ein Pl&amp;auml;doyer f&amp;uuml;r die geschm&amp;uuml;ckte Wand.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die wei&amp;szlig;e Wand war mal ein gro&amp;szlig;es Freiheitsversprechen. Der Wohnballast ganzer Generationen &amp;ndash; die Wandteppiche, die Tapeten, die alten Schinken &amp;ndash; verschwand mit ihrem Triumphzug in den Dachkammern der Geschichte. Heute ist die wei&amp;szlig;e Wand nur noch blo&amp;szlig;e Geste, ein Ideal, das sich &amp;uuml;berlebt hat und nicht mehr Aufbruch und Tabula rasa signalisiert, sondern nur noch traurige Langeweile. Dabei ist jede Wand doch eine Leinwand, das Gesicht der Wohnung, ein Terrain also, das es endlich wieder zu entdecken gilt. Es fing mit dem Kunstboom der letzten Jahre an, der viele Einrichtungspuristen pl&amp;ouml;tzlich zu Sammlern machte und Wohnzimmer in Privatgalerien verwandelte. Da wo vorher klinische Leere herrschte, prangt nun Nachwuchskunst in Petersburger H&amp;auml;ngung. Auch feiert die Tapete derzeit eine kleine Renaissance. Zu ihrem Recht als Gestaltungselement aber kommt die Wand erst, wenn man sie nicht nur verh&amp;auml;ngt, sondern in Szene setzt. Zum Beispiel mit Wandlampen, die auch ausgeschaltet gut aussehen, oder mit Appliken, die keinen anderen Zweck verfolgen als einfach nur sch&amp;ouml;n zu sein. Schmuck f&amp;uuml;r die Wand &amp;ndash; wer h&amp;auml;tte gedacht, dass das mal eine Befreiung sein kann?&lt;br /&gt;</description>
    <dc:subject>Strahlend schön</dc:subject>
    <dc:creator>Thomas Bärnthaler</dc:creator>
    <dc:date>2009-06-25T17:00:00+01:00</dc:date>
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    <title>Schön und gut</title>
    <description>&lt;p&gt;Ein jeder trage des anderen Last - als Uhr oder Tasche: Neuerdings sind nicht nur Produkte edel, sondern auch die Herzen ihrer K&amp;auml;ufer.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn es keine Not g&amp;auml;be, keine Krankheiten, keine Kriege, keine Ungerechtigkeiten, keine Umweltzerst&amp;ouml;rung, dann w&amp;auml;re es auf der Erde nat&amp;uuml;rlich sehr sch&amp;ouml;n. Weil die Welt so aber nicht ist, w&amp;auml;re es am zweitsch&amp;ouml;nsten, wenn die Reichen und Gesunden lachend so viel von ihrem Reichtum abg&amp;auml;ben, dass die Armen und Kranken und Hungernden gesund und wohlhabend, gut ausgebildet und lachend ihr Leben leben k&amp;ouml;nnten. Aber weil auch so die Welt nicht ist, braucht es oft Umwege und Anreize, damit die Reichen und Gesunden den Armen und Kranken helfen, der Mensch tickt halt so. Charity ist so ein Anreiz, und da zahlt man viel Geld, damit man neben, sagen wir, Prinzessin Caroline sitzen darf &amp;ndash; und ein Teil dieses Geldes geht dann weiter an, sagen wir, das Rote Kreuz. Immer wirkungsvoller wird ein Gesch&amp;auml;ftsmodell, das f&amp;uuml;r Firmen wie Herm&amp;egrave;s, Wempe, Coccinelle oder IWC l&amp;auml;ngst zum guten Ton geh&amp;ouml;rt: Die Firma kreiert ein Produkt, ein Seidentuch, eine Uhr, eine limitierte Tasche. Wer dieses Produkt kauft, tut Gutes. Beim Kauf des Armreifs &amp;raquo;Bangle&amp;laquo; von Wempe mit der eingestempelten H&amp;auml;ftlingsnummer von Nelson Mandela beispielsweise gehen zwei Drittel des Verkaufserl&amp;ouml;ses an die Nelson-Mandela-Stiftung zur Pr&amp;auml;vention von Aids, Herm&amp;egrave;s unterst&amp;uuml;tzt die National Geographic Society, IWC setzt sich mit j&amp;auml;hrlich 500 000 Dollar f&amp;uuml;r die Erhaltung der Tiere auf den Galapagos-Inseln ein. Freilich kann man jetzt sofort Gesch&amp;auml;ftemacherei unterstellen. Man kann aber auch kurz innehalten und rufen: Ist doch in Ordnung, dass jemand was tut!&lt;br /&gt;</description>
    <dc:subject>Schön und gut</dc:subject>
    <dc:creator>Susanne Schneider</dc:creator>
    <dc:date>2009-06-18T17:00:00+01:00</dc:date>
  </item>

  <item rdf:about="http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/29573">
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    <title>Im Schutz der Dunkelheit</title>
    <description>&lt;p&gt;Wer nicht immer nur schwarzsehen will, muss get&amp;ouml;nte Gl&amp;auml;ser tragen: Die Brillenmode meint es diesen Sommer erfreulich bunt mit uns.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn die Welt Gr&amp;uuml;n sieht, ist das keineswegs eine Frage der Haltung allein. Es handelt sich wom&amp;ouml;glich einfach nur um eine neue Sonnenbrille. Denn als g&amp;auml;lte es, die quietschbunte Philosophie der Postmoderne endlich auch auf die Augengl&amp;auml;ser anzuwenden, leuchten einem in diesem Sommer an den Str&amp;auml;nden und in den St&amp;auml;dten sogar die Fassungen schrill entgegen. Der &amp;auml;sthetische Kosmos, der damit evoziert wird, liegt irgendwo zwischen der knalligen Plastikwelt von Jacques-Tati-Filmen und dem venezianischen Chic in Minghellas &lt;em&gt;Der talentierte Mr. Ripley&lt;/em&gt;. Kurzum: Vor aller Augen ist eine Art hysterisches Wirtschaftswunder ausgebrochen, was psychologisch Sinn hat: Aus der katastrophalen Lage der &amp;Ouml;konomie rettet uns wohl nur noch ein Wunder. Das bunte Aquarium-Leben, das man sich mit einer gelben Wayfarer oder einem tiefseeblauen Modell von Jil Sander vorgaukelt, verabschiedet endlich den langweiligen Blues-Brothers-Tick der schwarzen Sonnenbrillen. Die beige Hornvariante von Oliver Peoples schlie&amp;szlig;lich erlaubt uns stilecht dahin aufzublicken, wo die sinnlose Sch&amp;ouml;nheit unserer Existenz begr&amp;uuml;ndet liegt: in den Himmel &amp;uuml;ber der W&amp;uuml;ste.</description>
    <dc:subject>Im Schutz der Dunkelheit</dc:subject>
    <dc:creator>Eckhart Nickel</dc:creator>
    <dc:date>2009-06-11T17:00:00+01:00</dc:date>
  </item>

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    <title>Aktion Winkspeck</title>
    <description>&lt;p&gt;Modemacher, Journalisten, ach was, die ganze Welt schw&amp;auml;rmt von Michelle Obamas Oberarmen. Aber bevor jetzt alle in &amp;auml;rmellosen Kleidern rumrennen, w&amp;uuml;rden wir gern noch f&amp;uuml;r etwas Training pl&amp;auml;dieren.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://sz-magazin.sueddeutsche.de/upl/images/user/8059/17297.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Kickbacks&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;1.&lt;/strong&gt; Mit dem linken Bein auf eine Bank knien und mit dem linken Arm abst&amp;uuml;tzen. &lt;strong&gt;&lt;br /&gt;2.&lt;/strong&gt; Ein Gewicht in die rechte Hand nehmen, Arm eng am K&amp;ouml;rper halten und im 90&amp;deg;-Winkel nach unten beugen. &lt;strong&gt;&lt;br /&gt;3.&lt;/strong&gt; Gewicht am Po vorbeif&amp;uuml;hren, bis der Arm gestreckt ist, zur&amp;uuml;ck in die Ausgangsposition. &lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Wichtig:&lt;/strong&gt; R&amp;uuml;cken immer parallel zur Bank halten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://sz-magazin.sueddeutsche.de/upl/images/user/8059/17299.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Trizepsstrecker&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;1.&lt;/strong&gt; Aufrecht auf einer Bank sitzen und den R&amp;uuml;cken gerade halten, den Arm im 90&amp;deg;-Winkel &amp;uuml;ber dem Kopf. &lt;br /&gt;&lt;strong&gt;2.&lt;/strong&gt; Das Gewicht hinter dem Kopf so weit wie m&amp;ouml;glich absenken und wieder nach oben strecken. &lt;strong&gt;&lt;br /&gt;Wichtig:&lt;/strong&gt; Die andere Hand st&amp;uuml;tzt den Ellenbogen kurz unterhalb des Gelenks, um die Bewegung auszubalancieren. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://sz-magazin.sueddeutsche.de/upl/images/user/8059/17300.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Dips&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;1.&lt;/strong&gt; Die Arme st&amp;uuml;tzen sich hinter dem R&amp;uuml;cken an der Bank ab und senken sich, bis ein 90&amp;deg;-Winkel entsteht. &lt;br /&gt;&lt;strong&gt;2.&lt;/strong&gt; Den R&amp;uuml;cken m&amp;ouml;glichst gerade an der St&amp;uuml;tzkante vorbeif&amp;uuml;hren. Dann wieder nach oben stemmen. &lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Wichtig:&lt;/strong&gt; Je st&amp;auml;rker die Beine angewinkelt sind, desto einfacher werden die Dips, weil Sie so das eigene Gewicht abfangen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://sz-magazin.sueddeutsche.de/upl/images/user/8059/17298.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Liegest&amp;uuml;tze &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;1.&lt;/strong&gt; Handballen auf die Bankkante legen, um guten Halt zu bekommen. &lt;br /&gt;&lt;strong&gt;2.&lt;/strong&gt; Brust senken, die Arme abwinkeln, dann wieder nach oben dr&amp;uuml;cken. &lt;strong&gt;&lt;br /&gt;Wichtig:&lt;/strong&gt; Den R&amp;uuml;cken gerade, die Beine durchgestreckt halten und die H&amp;auml;nde nicht verdrehen. Empfohlener Trainingsplan: Dreimal 20 Wiederholungen an drei Tagen in der Woche.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Danke an Vital-Coach Ricardo Padilla-Winkler.&lt;/em&gt;</description>
    <dc:subject>Aktion Winkspeck</dc:subject>
    <dc:creator></dc:creator>
    <dc:date>2009-06-04T17:00:00+01:00</dc:date>
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    <title>Riovolutionär!</title>
    <description>&lt;p&gt;Zu spät? Nein, Hauptsache, Europa nimmt Sergio Rodrigues überhaupt mal wahr: 50 Jahre nach seinen größten Entwürfen wird Brasiliens wichtigster Möbeldesigner endlich auch hier entdeckt.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;»Ein guter Stuhl«, sagt Sergio Rodrigues, »ist die Summe aus Schönheit und Komfort. Er muss dem Körper Halt bieten, fast so wie Mutters Schoß.« Ein Blick auf seinen Mole-Sessel genügt, um zu begreifen, was der Brasilianer damit meint: ein Thron des Rückzugs ist das, wuchtig, und weich – eine dick gepolsterte Antithese zur Askese der klassischen &lt;br /&gt; Moderne, deren Kind der 82-jährige Architekt und Designer aber trotzdem irgendwie ist. Nur hat er sie auf ganz eigene Weise in etwas Neues übersetzt, so wie die Sambasänger, die den Cool Jazz aufsogen, um daraus den Bossa nova zu kreieren. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt; Den Sessel schuf Rodrigues vor einem halben Jahrhundert. Möbel wollte er entwerfen, die den Geist Brasiliens atmen, mit fließenden Linien, geschwungen wie die Strände und Berge Rios. Aus warmen, natürlichen Materialien wie Eukalyptusholz, Leder und Fell. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das gelang ihm so gut, dass Oscar Niemeyer beschloss, seine legendären Bauten in Brasilia mit Möbeln von Rodrigues einzurichten. Mit seiner Firma »Oca Industries«, wo in den letzten fünfzig Jahren mehr als 1200 Möbelentwürfe entstanden, schrieb Rodrigues brasilianische Designgeschichte. In Europa allerdings blieb er weitgehend unbekannt. Jetzt hat sich endlich jemand gefunden, diese Bildungslücke zu schließen: Der Möbelhersteller Classicon hat sich die Vertriebsrechte für neun Rodrigues-Klassiker gesichert. Zum Beispiel den Lounge Chair »Diz« aus dem Jahre 2001, dessen Form so anschmiegsam ist, dass man nicht glauben mag, dass er aus hartem Holz ist. Vielleicht ist das ja die Lehre, die uns designversessenen Europäern einer wie Sergio Rodrigues beibringen kann: Sinnlichkeit und klare Formen müssen kein Widerspruch sein.</description>
    <dc:subject>Riovolutionär!</dc:subject>
    <dc:creator>Thomas Bärnthaler</dc:creator>
    <dc:date>2009-05-28T17:00:00+01:00</dc:date>
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    <title>Immer unterwwwegs</title>
    <description>&lt;p&gt;&amp;raquo;Ins Internet gehen&amp;laquo; - diese Formulierung k&amp;ouml;nnen Sie entsorgen. Bald sind wir sowieso ununterbrochen drin. Und das &amp;uuml;berall.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das iPhone ist das Schl&amp;uuml;sselger&amp;auml;t unserer Zeit. Noch in hundert Jahren wird man sich an seinen weltweiten Siegeszug erinnern, weil es dem gro&amp;szlig;en technischen Versprechen der Nullerjahre dieses Jahrtausends &amp;ndash; unbegrenzte Kommunikation &amp;uuml;berall &amp;ndash; eine Form gegeben hat, die bleiben wird. Schon jetzt kommen einem normale Handys ja so alt wie Bakelit-Telefone vor. &lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Der Trend zum mobilen Internet wurde schon vor ein Paar Jahren ausgerufen, aber erst jetzt kommen auch die passenden Ger&amp;auml;te fl&amp;auml;chendeckend auf den Markt, die sogenannten Mobile Internet Devices (MIDs): hochger&amp;uuml;stete Minicomputer im Hosentaschenformat, mit Tastatur, gro&amp;szlig;em Display und langlebigem Akku. Und sie sehen deutlich besser aus als die ersten Schatullen, die immer ein wenig an geschrumpfte Laptops erinnerten. Auch das hat das iPhone n&amp;auml;mlich gezeigt: Wer mit Technik die Massen erobern will, muss daf&amp;uuml;r sorgen, dass sie nicht nur funktioniert, sondern auch Spa&amp;szlig; macht. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt; Die MIDs werden uns noch mehr Zeit stehlen, weil wir nun &amp;uuml;berall facebooken, onlineshoppen und twittern k&amp;ouml;nnen. Sie werden unser gehetztes Leben noch schneller machen. Einmal mehr werden sie unseren nie erm&amp;uuml;denden Hunger nach dem neuesten und tollsten Gadget entfachen. Und wir alle werden bald eins haben.&lt;br /&gt;</description>
    <dc:subject>Immer unterwwwegs</dc:subject>
    <dc:creator>Thomas Bärnthaler</dc:creator>
    <dc:date>2009-05-21T17:00:00+01:00</dc:date>
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    <title>Lieb und teuer</title>
    <description>&lt;p&gt;Netter als ein Nachmittag mit Michael Schanze: Schmuckdesigner setzen jetzt auf kindgerechte Motive.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wer sagt, dass b&amp;ouml;se M&amp;auml;dchen &amp;uuml;berall hinkommen? In dieser Saison mag es zuweilen kl&amp;uuml;ger sein, sich den Anschein zu geben, man k&amp;ouml;nne kein W&amp;auml;sserchen tr&amp;uuml;ben. Genau richtig daf&amp;uuml;r sind verspielte Anh&amp;auml;nger mit Bilderbuch-Motiven. Sie glitzern bunt, machen gute Laune und sch&amp;uuml;tzen vor der allgemeinen Unfreundlichkeit dieser Zeit. Krise? Noch nie geh&amp;ouml;rt. Hinter der Flucht in den Zauberwald steckt der Wunsch, Verantwortung abzugeben: Die Welt dreht sich von ganz allein. Reicht es nicht zum Gl&amp;uuml;cklichsein, dass die Sonne scheint und die Blumen bl&amp;uuml;hen? Zumindest Louis Vuitton beweist ein feines Gesp&amp;uuml;r f&amp;uuml;r Zynismus, schlie&amp;szlig;lich wei&amp;szlig; jedes Kind, dass sich im Knusperh&amp;auml;uschen eine alte Hexe versteckt. Auch harmlos wirkende Schmuckst&amp;uuml;cke haben es in sich und holen Utopistinnen sp&amp;auml;testens bei der n&amp;auml;chsten Kreditkartenabrechnung auf den Boden der Realit&amp;auml;t zur&amp;uuml;ck.</description>
    <dc:subject>Lieb und teuer</dc:subject>
    <dc:creator>Diana Weis</dc:creator>
    <dc:date>2009-05-14T17:00:00+01:00</dc:date>
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    <title>Edel sei der Stein</title>
    <description>&lt;p&gt;Hilfreich und gut: Schmuck soll neuerdings nicht nur schm&amp;uuml;cken, sondern auch Heilkr&amp;auml;fte entfalten.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://sz-magazin.sueddeutsche.de/upl/images/user/8059/15936.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
Schwere bunte Platten schm&amp;uuml;cken den Hals, glitzernde Gesteinsbrocken verzieren das Dekollet&amp;eacute;: Ketten aus Halbedelsteinen stehlen diese Saison jedem Kleid die Schau. Aber passt derart auff&amp;auml;lliger Schmuck zu schlechten Zeiten? Wirkt er nicht allzu dekadent? Die Schmuckdesigner haben sich besonnen und versucht, mehr zu entwerfen als reines Blendwerk: Ihre Kollektionen haben einen Mehrwert. Denn Halbedelsteinen wird eine Heilwirkung nachgesagt. Deshalb haben diese Ketten nichts gemein mit dem protzigen Diamanten-Bling-Bling der letzten Jahre. Der T&amp;uuml;rkis zum Beispiel soll Stimmungen ausgleichen, und der Achat, der Liebling der Designer, verbessert angeblich die Menschenkenntnis. Das sch&amp;uuml;tzt zwar nicht vor Dekadenz; wer aber unbedingt m&amp;ouml;chte, kann eine positive Wirkung der Steine auf die Krise finden. Denn: Optimismus gilt in der Wirtschaft als Boomfaktor. Der Chrysopras zum Beispiel verleiht dem Tr&amp;auml;ger Zuversicht. Und das k&amp;ouml;nnte ja ein Anfang sein.&lt;br /&gt;</description>
    <dc:subject>Edel sei der Stein</dc:subject>
    <dc:creator>Julia Decker</dc:creator>
    <dc:date>2009-04-29T17:00:00+01:00</dc:date>
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    <title>Bräuteschema</title>
    <description>&lt;p&gt;Ein Mai-Rat zur Heirat: Wer wissen will, wie die Hauptperson tickt, sollte nicht darauf achten, was f&amp;uuml;r einen Mann sie sich ausgesucht hat &amp;shy; sondern was f&amp;uuml;r ein Hochzeitskleid.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://sz-magazin.sueddeutsche.de/upl/images/user/220586/15708.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Das kleine Schlichte&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Es ist ein verbreiteter Irrglaube, dass Ehen aus Liebe geschlossen werden. Die meisten Hochzeiten, zumal in gehobenen Kreisen, gleichen eher gut geplanten PR-Veranstaltungen. Mit dem champagnerfarbenen Etuikleid zeigt die Braut, dass sie neben materiellen Mitteln auch &amp;uuml;ber Geschmack und Stil verf&amp;uuml;gt. &amp;Uuml;berraschungen sind hier nicht zu erwarten, eher gepflegte Langeweile. &lt;em&gt;Hochzeitsort:&lt;/em&gt; die Finca auf Mallorca.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Die Sahnebaiser-Braut&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Obwohl der Brauch, in Wei&amp;szlig; zu heiraten, aus dem 19. Jahrhundert stammt, befinden wir uns hier stilistisch eher im Gelsenkirchener Barock. Mit Spitzen, R&amp;uuml;schen und Schleifen verpackt sich die Braut als Geschenk und will im Gegenzug Geborgenheit. So w&amp;uuml;rde ein M&amp;auml;dchen eine Braut zeichnen, deren Kutsche von Einh&amp;ouml;rnern gezogen wird. &lt;em&gt;Hochzeitsort:&lt;/em&gt; ein Schl&amp;ouml;sschen am Tegernsee.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Der Hosenanzug&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Die Aussicht auf Eheschlie&amp;szlig;ung macht aus gestandenen Frauen kreischende M&amp;auml;dchen &amp;shy; so will es das Klischee. Eine Ausnahme ist die Braut im Hosenanzug, der man ein gewisses Unbehagen gegen&amp;uuml;ber der traditionellen weiblichen Rolle unterstellen k&amp;ouml;nnte. Oder sie will vielleicht nicht als &amp;uuml;berdimensionale Christbaumspitze zum Altar schreiten. Sch&amp;ouml;n sind Modelle, die an den Smoking des Herrn angelehnt sind und Braut-Klischees elegant umschiffen. &lt;em&gt;Hochzeitsort:&lt;/em&gt; D&amp;auml;nemark, auf der Insel F&amp;uuml;nen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Die Strandnummer&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Strandhochzeiten sind f&amp;uuml;r Menschen, die alles anders machen wollen. Der Vorteil ist, dass das Geld f&amp;uuml;r die Flugreise beim Kleid eingespart wird: Die Braut erscheint barfu&amp;szlig;, nur mit ein paar Muschelketten und ins Haar gesteckten Bl&amp;uuml;ten. Aber Vorsicht: Manchmal ist die Traumhochzeit unter Palmen nur sch&amp;ouml;n, aber nicht g&amp;uuml;ltig, und muss zu Hause vor einem schlecht gelaunten Standesbeamten nachgeholt werden. &lt;em&gt;Hochzeitsort:&lt;/em&gt; der Hotelstrand in der Dominikanischen Republik.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Lady in Red&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;In der traditionellen Farbsymbolik steht Rot f&amp;uuml;r Liebe und Krieg &amp;shy; Umst&amp;auml;nde, in denen bekanntlich alles erlaubt ist. Die rote Braut pfeift auf Tradition, sie setzt auf unverbl&amp;uuml;mte Erotik. Das rote Kleid ist beliebte Wahl f&amp;uuml;r die Zweit- oder Dritthochzeit. Geheiratet wird aus Lust am Auftritt, der Br&amp;auml;utigam ist Staffage. &lt;em&gt;Hochzeitsort:&lt;/em&gt; Little White Chapel, Las Vegas.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Das Vintage-M&amp;auml;dchen&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&amp;raquo;Mein Brautkleid ist vom Flohmarkt, voll 50er, total kitschig!&amp;laquo; - &amp;raquo;S&amp;uuml;&amp;szlig;!&amp;laquo; So k&amp;ouml;nnte ein Gespr&amp;auml;ch zwischen Braut und Brautjungfer verlaufen, wenn beide in einer Gro&amp;szlig;stadt leben und unter 25 sind. Das Vintage-Brautkleid ist das verspielte Pendant zur trashigen Las-Vegas-Hochzeit aus Jux und Tollerei &amp;shy; wer die eigene Heirat als Gag inszeniert, sollte seine Motive eventuell noch mal &amp;uuml;berdenken. &lt;em&gt;Hochzeitsort:&lt;/em&gt; der Berliner Fernsehturm.</description>
    <dc:subject>Bräuteschema</dc:subject>
    <dc:creator>Diana Weis</dc:creator>
    <dc:date>2009-04-23T17:00:00+01:00</dc:date>
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