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    <title>sz-magazin.de - Mode &amp; Accessoires</title>
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    <description>Alle Texte zu dem Label Mode &amp; Accessoires auf sz-magazin.de</description>
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    <title>»Die Ära des Jetset ist vorbei«</title>
    <description>&lt;p&gt;Patrick-Louis Vuitton ist der Ururenkel  von Louis Vuitton - und beim Luxusgep&amp;auml;ck seiner Firma zust&amp;auml;ndig f&amp;uuml;r die  Sonderanfertigungen. Der Mann kennt sich aus mit Extraw&amp;uuml;nschen.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;SZ-Magazin: Monsieur Vuitton, was geht Ihnen durch den Kopf, wenn Sie auf der Stra&amp;szlig;e eine Louis-Vuitton-Kopie sehen?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Patrick-Louis Vuitton: &lt;/strong&gt;Manchmal halte ich die Leute an und frage sie, ob sie auch falsche Haare tragen. Diesen Sommer war ich in einer B&amp;auml;ckerei, um Brot zu kaufen. Als ich zahlen wollte, sah ich, dass die B&amp;auml;ckerin eine gef&amp;auml;lschte Vuitton-Handtasche hinter dem Tresen hatte. Ich habe ihr das Brot zur&amp;uuml;ckgegeben und gesagt: Nein danke, Ihr Brot ist wom&amp;ouml;glich auch gef&amp;auml;lscht.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;Ist so eine Kopie nicht auch ein Kompliment an die Strahlkraft Ihrer Marke?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Nein, f&amp;uuml;r mich ist es ein Krieg, ein erbarmungsloser Krieg. Wer eine F&amp;auml;lschung kauft, ist einfach nur gedankenlos. Er unterst&amp;uuml;tzt damit die organisierte Kriminalit&amp;auml;t und Kinderarbeit. Deshalb arbeiten bei uns hundert Leute im Haus jeden Tag daran, Ermittlungen zu f&amp;uuml;hren, Vertriebskan&amp;auml;le zu identifizieren, Produktionsstandorte ausfindig zu machen und diese vor Ort aufzul&amp;ouml;sen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Sie hingegen sind seit mehr als vierzig Jahren zust&amp;auml;ndig f&amp;uuml;r Spezialanfertigungen. Welche Sonderbestellungen sind gerade in Ihren Werkst&amp;auml;tten in Arbeit?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Derzeit arbeiten wir an einem Gep&amp;auml;ck-Set f&amp;uuml;r einen ber&amp;uuml;hmten Koch, der &amp;uuml;berall in der Welt herumreist, um neue Gew&amp;uuml;rze zu entdecken. Er m&amp;ouml;chte eine kleine Box, in der er die Gew&amp;uuml;rze vor Ort sammeln und mischen kann. Dann haben wir ein interessantes Projekt f&amp;uuml;r einen bekannten Musiker, der Dirigentenst&amp;auml;be sammelt. Es wird meine Aufgabe sein, die Dirigentenst&amp;auml;be von Meistern wie Beethoven, Wagner, Mahler und Karajan reisen zu lassen. &lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;Die Namen Ihrer aktuellen Auftraggeber wollen Sie nicht nennen?&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Nein, unsere Kunden z&amp;auml;hlen auf unsere Diskretion.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Wie viele Sonderbestellungen erhalten Sie im Jahr?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Etwa 300. Es reicht von der Brieftasche bis zum &amp;Uuml;berseekoffer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;F&amp;uuml;r den Modedesigner Marc Jacobs haben Sie eine Transportbox f&amp;uuml;r seine Hunde entworfen.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Ja, und f&amp;uuml;r den spanischen Koch Ferran Adri&amp;agrave; eine auf ihn zugeschnittene Gep&amp;auml;ckkollektion. F&amp;uuml;r Annie Leibovitz ein Set f&amp;uuml;r ihre Fotoausr&amp;uuml;stung. Alles Projekte, die wir anl&amp;auml;sslich des 150. Firmenjubil&amp;auml;ums von Louis Vuitton realisiert haben. Die St&amp;uuml;cke wurden sp&amp;auml;ter zu Gunsten des Roten Kreuzes versteigert.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;Was war der ausgefallenste Sonderwunsch, den Sie erf&amp;uuml;llt haben?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Damien Hirst wollte einen Schrankkoffer f&amp;uuml;r medizinisches Spezialbesteck.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Wof&amp;uuml;r braucht man auf Reisen ein Skalpell?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Er ist K&amp;uuml;nstler, nicht Chirurg. Und wenn man diese chirurgischen Instrumente sieht, hat man auch keine Lust, sie zu benutzen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Sie haben keine Fragen gestellt?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Nat&amp;uuml;rlich haben wir &amp;uuml;ber seine Idee gesprochen. Aber ich habe ihn nicht gefragt, was er damit vorhat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Machen Sie das nie bei Ihren Kunden?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Nein, nie. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Egal, wie bizarr der Auftrag ist?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Ich habe schon Koffer f&amp;uuml;r erotische Gegenst&amp;auml;nde kreiert, aber was die Kunden damit machen, interessiert mich nicht. Wenn ich einen Koffer f&amp;uuml;r Whiskeyflaschen und Gl&amp;auml;ser anfertige, wei&amp;szlig; ich auch nicht, ob der Kunde Genie&amp;szlig;er oder Trinker ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Gibt es Grenzen, die Sie nicht &amp;uuml;berschreiten w&amp;uuml;rden?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Es gibt Grenzen technischer Art. Unsere Produkte sind Reisegegenst&amp;auml;nde, die benutzbar und transportf&amp;auml;hig sein m&amp;uuml;ssen. &lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;Wie sehen die technischen Grenzen aus?&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;Ein voller &amp;Uuml;berseekoffer sollte nicht mehr als achtzig bis hundert Kilo wiegen. Es ist schon vorgekommen, dass eine Kundin ihr gesamtes Service inklusive Besteck, Servierplatten und Kristallgl&amp;auml;sern in einem einzigen Koffer transportieren lassen wollte. Das w&amp;auml;re viel zu schwer geworden. Ich habe sie &amp;uuml;berzeugen k&amp;ouml;nnen, drei Koffer anfertigen zu lassen statt nur einen.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;Ist diese Art des Reisens &amp;uuml;berhaupt noch zeitgem&amp;auml;&amp;szlig;?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Wir haben mit Pferdewagen angefangen und sind bei &amp;Uuml;berschallflugzeugen angekommen. Unser Reisegep&amp;auml;ck hat sich immer den Transportmitteln der Zeit angepasst. Zur Zeit der Concorde hatten wir spezielle Reisekoffer im Sortiment, die perfekt auf die kurzen Fl&amp;uuml;ge nach New York zugeschnitten waren &amp;ndash; morgens hin, abends zur&amp;uuml;ck. Heute muss das Reisegep&amp;auml;ck wieder gr&amp;ouml;&amp;szlig;er sein, denn wenn Sie einen Tag in New York verbringen m&amp;ouml;chten, m&amp;uuml;ssen Sie mindestens eine Nacht bleiben. Die &amp;Auml;ra des Jetset ist vorbei.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Macht Sie das traurig?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Ach, das Reisen ver&amp;auml;ndert sich st&amp;auml;ndig. Ich erinnere mich an die Generation meines Vaters, der noch mit dem Passagierschiff fuhr, wenn er beruflich in die USA musste. Die &amp;Uuml;berfahrt dauerte f&amp;uuml;nf Tage. In dieser Zeit gab es mehrere Partys, darunter das &amp;raquo;Captains Dinner&amp;laquo;, bei dem Abendkleid und Smoking Pflicht waren. Diese Events gibt es heute nicht mehr. Mittlerweile gibt es ja auch alles in Hotels. Vor vierzig Jahren musste man sein eigenes Badetuch mitnehmen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Haben Sie manchmal Angst um Ihr Gesch&amp;auml;ftsmodell?&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Nein, Menschen, die stilvoll reisen wollen, wird es immer geben. Und nat&amp;uuml;rlich spielen f&amp;uuml;r uns auch Gesch&amp;auml;ftsreisende eine immer gr&amp;ouml;&amp;szlig;ere Rolle. Unter den Kunden, die Sonderanfertigungen bestellen, gibt es Leute, die 200 bis 300 Tage im Jahr unterwegs sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Was macht einen guten Reisekoffer aus?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Reisegep&amp;auml;ck muss in erster Linie robust sein, leicht und elegant. Das Ziel ist, dass die pers&amp;ouml;nlichen Gegenst&amp;auml;nde in perfektem Zustand am anderen Ende der Welt ankommen. Einmal ausgepackt, sollten Kleider sofort angezogen werden k&amp;ouml;nnen, ohne dass man den W&amp;auml;schereiservice des Hotels bem&amp;uuml;hen muss. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Haben Sie Empfehlungen, wie man seinen Koffer am besten packen sollte?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Das ist eine sehr pers&amp;ouml;nliche Sache. Ich zum Beispiel besitze Gep&amp;auml;ckst&amp;uuml;cke f&amp;uuml;r jede Art von Reise und ich mache mir eine Checkliste. Wenn ich eine Woche auf meinem Boot verbringe, nehme ich vorwiegend Taschen mit. Die kann ich zusammenrollen, wenn sie leer sind, das ist praktischer. Wenn ich f&amp;uuml;r eine Woche beruflich im Ausland bin, reise ich stets mit Koffer, den ich auch einchecken lasse. Auf Reisen kauft man immer Mitbringsel und Geschenke, deshalb sollte man gen&amp;uuml;gend Platz daf&amp;uuml;r vorsehen. Der Koffer ist immer voller, wenn man zur&amp;uuml;ckkommt.&lt;br /&gt;&lt;span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;</description>
    <dc:subject>»Die Ära des Jetset ist vorbei«</dc:subject>
    <dc:creator>Thomas Bärnthaler (Interview)</dc:creator>
    <dc:date>2013-04-19T12:00:00+01:00</dc:date>
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    <title>Nur geträumt</title>
    <description>&lt;p&gt;Sinnlicher als Online-Shopping, entspannter als ein halber Tag in der  Umkleidekabine: Manchmal ist ein Schaufensterbummel der beste Weg zur  neuen Fr&amp;uuml;hjahrsmode.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Am Montagmorgen sind die Spuren am deutlichsten zu sehen. Einzelne Fingerkuppen, ganze H&amp;auml;nde haben ihre Abdr&amp;uuml;cke hinterlassen. Im besten Fall wurde sogar gleich noch die Nase samt Stirn an der Fensterscheibe plattgedr&amp;uuml;ckt. Dann war die Sehnsucht besonders gro&amp;szlig; und der Effekt, wie er sein sollte: das Schaufenster als Tor zur bunten Warenwelt, zum Greifen nah und doch f&amp;uuml;r den Moment unerreichbar, was die Begehrlichkeit nat&amp;uuml;rlich nur noch steigert. Die Rede ist vom Schaufensterbummel, dieser angeblich vom Aussterben bedrohten Freizeitbesch&amp;auml;ftigung. Denn in Zeiten des Online-Shoppings muss ja niemand mehr vor verschlossenen T&amp;uuml;ren stehen, sondern kann einfach reinspazieren in den Online-Shop, zu jeder Tages- und Nachtzeit, und sich mit einem Klick sofort holen, was das Herz begehrt. Dass es auch dann noch ein paar Tage dauert, bis man die Tasche, das Kleid, die Ohrringe tats&amp;auml;chlich in H&amp;auml;nden h&amp;auml;lt - kleinliche Offline-Denke, der Kauf ist, was z&amp;auml;hlt, die Best&amp;auml;tigung l&amp;auml;ngst im digitalen Postfach. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch beim &amp;raquo;window shopping&amp;laquo;, wie es im Englischen sehr viel anschaulicher hei&amp;szlig;t, geht es ja gerade um etwas anderes. Das Fenster dient nur vordergr&amp;uuml;ndig als Auslage, es ist vielmehr Inspirations- und Projektionsfl&amp;auml;che. Was aber n&amp;uuml;tzt die Mode in Gedanken? Sehr viel: Wir betrachten aus der sicheren Distanz oft genauer, ungest&amp;ouml;rter, tr&amp;auml;umen oder versetzen uns st&amp;auml;rker in Dinge hinein. Gerade weil wir nur gucken, nicht anfassen k&amp;ouml;nnen, wird das Rendezvous an der Scheibe zu einer fast intimen Begegnung. Deshalb ist die beste Zeit f&amp;uuml;r den Schaufensterbummel dann, wenn die L&amp;auml;den geschlossen sind. Nachts, wenn Ruhe einkehrt auf den Stra&amp;szlig;en und die erleuchteten Schaufenster erst richtig zur Geltung kommen, oder sonntags, wenn man einen Boulevard einfach nur so entlangflaniert. Dass man dann eben nicht &amp;raquo;mal schnell in den Laden springen&amp;laquo; kann, wirkt geradezu zwanghaft entspannend. Und die Begleitung freut es bisweilen auch. &lt;br /&gt;&lt;span&gt;&lt;/span&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;</description>
    <dc:subject>Nur geträumt</dc:subject>
    <dc:creator>Silke Wichert</dc:creator>
    <dc:date>2013-03-01T12:00:00+01:00</dc:date>
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    <title>Schön, Sie zu sehen</title>
    <description>&lt;p&gt;Angenommen, Sie kommen nach Mailand und wollen so schnell wie m&amp;ouml;glich die interessantesten Menschen dort kennenlernen: Wo fangen Sie an? Am besten hier.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://sz-magazin.sueddeutsche.de/upl/images/user/8059/56841.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Giovanna Battaglia (hier in einem Kleid von Bottega Veneta) ist eine  K&amp;ouml;nigin des Mail&amp;auml;nder Stils und erkl&amp;auml;rter Liebling der Modeblogs.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;GIOVANNA BATTAGLIA&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Wenn diese Frau sich in einem Kleid zeigt, ist es danach sofort ausverkauft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Warum sollte man sie kennen?&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;Bei den internationalen Modenschauen geh&amp;ouml;rt sie zu den meistfotografierten Frauen, der Blog &lt;em&gt;Iwanttobeabattaglia &lt;/em&gt;ist sogar nur ihr gewidmet. Dabei arbeitet die 33-j&amp;auml;hrige Mail&amp;auml;nderin eigentlich hinter den Kulissen: als Stylistin f&amp;uuml;r Magazine wie die japanische Vogue oder die amerikanische W. Doch seit das Internet jeden Streetstyle schneller um den Globus schickt, als Modemagazine das verm&amp;ouml;gen, sind Leute wie Battaglia die eigentlichen Stilikonen. Au&amp;szlig;erdem ist sie die Freundin von Kunsth&amp;auml;ndler Vladimir Restoin-Roitfeld, Sohn der immer noch einflussreichen Ex-Chefin der franz&amp;ouml;sischen Vogue, Carine Roitfeld. Ihren Wohnsitz hat sie deshalb zur H&amp;auml;lfte nach New York verlagert. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt; &lt;strong&gt;Ihr Stil &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Alla milanese: immer elegant, ein bisschen bourgeois, viel Schmuck. Was sie tr&amp;auml;gt, ist aber fast schon egal, denn in jedem Fall sind die Sachen meist kurze Zeit sp&amp;auml;ter ausverkauft. Deshalb arbeitet sie immer h&amp;auml;ufiger auch als Beraterin f&amp;uuml;r gro&amp;szlig;e Marken.  &lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;Ihr Motto&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;&amp;raquo;Jetzt habe ich mir zehn Jahre als Stylistin den Hintern abgearbeitet, und pl&amp;ouml;tzlich dreht sich alles nur darum, was ich selbst trage. Das ist f&amp;uuml;r mich ja keine gro&amp;szlig;e Kunst!&amp;laquo;  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Wie sie wurde, was sie ist &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Wer auf der Via Montenapoleone, der teuersten Einkaufsstra&amp;szlig;e Mailands, geboren wird und zu dessen fr&amp;uuml;hesten Kindheitserinnerungen Versace-Schaufenster geh&amp;ouml;ren, kann wahrscheinlich gar nicht anders, als in die Mode zu gehen. Sie fing als Hausmodel bei Dolce &amp;amp; Gabbana an und wurde dann mit Hilfe der heutigen &lt;em&gt;Vogue Japan&lt;/em&gt;-Chefin Anna Dello Russo Stylistin. &amp;raquo;Ich war sowieso ein schlechtes Model - ich wollte nie etwas anziehen, was mir nicht gefiel.&amp;laquo;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&lt;a href=&quot;http://giovannabattaglia.com/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;giovannabattaglia.com&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://sz-magazin.sueddeutsche.de/upl/images/user/8059/56847.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;MARCELO BURLON&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Dov&amp;acute;&amp;egrave; la Party? Immer da, wo dieser DJ gerade auflegt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Warum sollte man ihn kennen? &lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Burlon, 39, ist ein Grenzg&amp;auml;nger zwischen  den Welten Mode und Musik. Labels wie Prada und Gucci buchen ihn, wenn  sie eine Party schmei&amp;szlig;en, weil er die Adressen der interessantesten  G&amp;auml;ste hat. F&amp;uuml;r Missoni und Iceberg mischt er die Musik bei den  Modenschauen. Zuletzt sang er bei dem Clubhit &lt;em&gt;Mamarracho&lt;/em&gt; von den Barking  Dogs mit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Sein Markenzeichen&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;Wenn er auflegt, mixt er am liebsten Italo-House  mit alten Disco-Klassikern und aktuellen Clubhits. Dazu tr&amp;auml;gt er gern  Sakkos mit Leopardenmuster, Tanktops und einen akkurat getrimmten  Vollbart. Ein bisschen sieht er dann aus wie Riccardo Tisci, der  Chefdesigner von Givenchy, was aber nicht weiter verwundert: Die beiden  sind beste Freunde. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Sein Motto&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;&amp;raquo;Als ich hier ankam, Ende der  Neunzigerjahre, war Mailand eine Stadt, die gelangweilt war und in der  ein konventioneller Lifestyle herrschte. Der Mix aus Geld und Mode hatte  die Kultur vergiftet. Das wollte ich &amp;auml;ndern.&amp;laquo; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Wie er wurde, was er ist&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;&amp;raquo;Meinen Job&amp;laquo;, sagt der geb&amp;uuml;rtige Argentinier, &amp;raquo;habe ich mir selbst  erfunden.&amp;laquo; Er wuchs in Patagonien auf der Stra&amp;szlig;e auf, brach die Schule  ab. Nachdem seine Familie nach Mailand gezogen war, begann er zun&amp;auml;chst  als T&amp;uuml;rsteher und kn&amp;uuml;pfte dabei viele Kontakte, die sp&amp;auml;ter wichtig  werden sollten. Der Erste, der seine Dienste als Partymacher in Anspruch  nahm, war Raf Simons. Heute ist Burlon DJ, Fotograf, Blogger, Model und  &amp;raquo;social butterfly&amp;laquo; der Stadt.&lt;br /&gt;&lt;span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span&gt;[seitenumbruch title=&quot;Tizzy Beck und Umit Benan&lt;/span&gt;&lt;span&gt;&quot;]&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://sz-magazin.sueddeutsche.de/upl/images/user/8059/56849.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;TIZZY BECK&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Von der New Yorkerin lassen sich Italiener zeigen, was ein guter Burger ist&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Warum sollte man sie kennen?&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;Wenn eine echte New Yorkerin aus freien St&amp;uuml;cken nach Mailand zieht, gehen schon ein paar Augenbrauen hoch. St&amp;auml;ndig muss sich Tizzy Beck also dieselben Fragen anh&amp;ouml;ren: Warum blo&amp;szlig; Mailand? Und wann sie denn plane, die Stadt wieder zu verlassen? Dabei k&amp;ouml;nnen ihr die Leute richtig dankbar sein - wer zwischen all der Pizza und Pasta mal Abwechslung braucht, bekommt in ihrem Restaurant &amp;raquo;Tizzy&amp;rsquo;s NY Bar &amp;amp; Grill&amp;laquo; endlich vern&amp;uuml;nftige Burger serviert. Damit hat Tizzy es zur derzeit angesagtesten Adresse in der Ausgehgegend am Naviglio Grande gebracht: Wer am Wochenende hier essen will, sollte besser reserviert haben.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Ihr Markenzeichen &lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Ein St&amp;uuml;ck authentisches New York mitten in der Lombardei. Die Burger werden von einem amerikanischen Koch zubereitet, das Bier stammt aus der Brooklyn Brewery, das Interieur ist eine gute Mischung aus klassischem Diner und modernem Bistro. Auf jedem Tisch steht das typische Gedeck aus Heinz Ketchup und Stubb&amp;rsquo;s Bar-B-Q-Sauce, und nat&amp;uuml;rlich gibt es auch eine lange Bar, an der man versuchen kann, mit dem breiten Amerikanisch der Barkeeper mitzuhalten. Auch die Chefin selbst steht noch manchmal hinter dem Tresen, immer in auff&amp;auml;lligen Highheels, da ist New York ganz nah bei Mailand. Falls man zur Tr&amp;uuml;ffelsaison in der Stadt ist, sollte man unbedingt den &amp;raquo;White Truffle Burger&amp;laquo; bestellen. Ein paar BBQ-Ribs gehen nat&amp;uuml;rlich immer.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Ihr Motto&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&amp;raquo;Es f&amp;uuml;hlt sich bei mir &amp;uuml;berhaupt nicht so an wie in Mailand.&amp;laquo;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Wie sie wurde, was sie ist&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Eigentlich wollte die gelernte Fotografin nur f&amp;uuml;r ein Jahr in die Mail&amp;auml;nder Dependance ihrer Fotoagentur wechseln. Ein bisschen Italienisch lernen, Europa entdecken. Sechs Jahre, eine Heirat und eine Scheidung sp&amp;auml;ter entschied sie: &amp;raquo;Okay, ich bin jetzt &amp;uuml;ber drei&amp;szlig;ig. Jetzt bleibe ich hier und er&amp;ouml;ffne ein Restaurant.&amp;laquo; Denn &amp;uuml;berall in der Stadt machten gerade L&amp;auml;den auf, die amerikanisch taten und damit sogar Erfolg hatten - obwohl Beck nat&amp;uuml;rlich fand, dass sie ganz und gar nicht amerikanisch waren. &amp;raquo;Das kann ich viel besser&amp;laquo;, fand sie. Dass sie keine Erfahrung in der Gastronomie hatte? Egal. Der Erfolg hat ihr l&amp;auml;ngst Recht gegeben, weshalb Beck schon mit dem Gedanken spielt, bald ein zweites Restaurant zu er&amp;ouml;ffnen. Auch amerikanisch? &amp;raquo;We&amp;rsquo;ll see &amp;hellip;&amp;laquo; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;http://tizzysbarandgrill.com/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Tizzy&amp;rsquo;s NY Bar &amp;amp; Grill&lt;/a&gt;, Alzaia Naviglio Grande, 46&lt;br /&gt;&lt;span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://sz-magazin.sueddeutsche.de/upl/images/user/8059/56851.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;UMIT BENAN&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Stuttgart - Istanbul - Mailand: Italiens interessantester Jungdesigner.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Warum sollte man ihn kennen?&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;Die Mail&amp;auml;nder Mode hat ein Nachwuchsproblem. Gro&amp;szlig;e H&amp;auml;user wie Armani, Prada, Gucci gibt es genug, aber wer r&amp;uuml;ckt nach? In der Damenmode sind Fausto Puglisi oder Andrea Incontri die Hoffnungstr&amp;auml;ger, in der Herrenmode, ganz klar: Umit Benan. Seine Pr&amp;auml;sentation w&amp;auml;hrend der Mail&amp;auml;nder M&amp;auml;nnerschauen ist vom Geheimtipp l&amp;auml;ngst zum Lieblingstermin der Redakteure geworden, seit 2011 entstaubt der 32- J&amp;auml;hrige au&amp;szlig;erdem die Herren- und die Damenlinie des Mail&amp;auml;nder Traditionshauses Trussardi.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Sein Stil&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;Wildwuchs. Sollte Umit Benan sich irgendwann seinen wuchernden Bart abrasieren - keiner w&amp;uuml;rde ihn morgens im B&amp;uuml;ro erkennen. Auch der Stil seiner Mode ist ein eher wilder Mix aus traditionell t&amp;uuml;rkischen, elegant italienischen und modernen New Yorker Einfl&amp;uuml;ssen - l&amp;auml;ssig, bequem, unkonventionell.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Sein Motto&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;&amp;raquo;Man kann nie gen&amp;uuml;gend Smokingjacken haben, vor allem in Dunkelblau.&amp;laquo;  &lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;Wie er wurde, was er ist&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;Geboren in Stuttgart, wuchs Umit Benan Sahin, wie sein voller Name lautet, in Istanbul auf. Der Vater besa&amp;szlig; eine Textilproduktionsfirma f&amp;uuml;r Damenober- bekleidung, die Kinder halfen von klein auf mit. Nach dem Studium in Boston, Mailand, London und New York fing er bei Marc Jacobs in New York an. 2009 gr&amp;uuml;ndete er in Mailand sein eigenes Label.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;http://www.umitbenan.com/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;umitbenan.com&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span&gt;[seitenumbruch title=&quot;Antonia Giacinti&lt;/span&gt;&lt;span&gt; und Francisco Gomez Paz&quot;]&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://sz-magazin.sueddeutsche.de/upl/images/user/8059/56853.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;span&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;ANTONIA GIACINTI&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;R&amp;auml;tselhaft: Die Modeeink&amp;auml;uferin kann oft exklusive St&amp;uuml;cke besorgen, an die sonst keiner rankommt.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;strong&gt; Warum sollte man sie kennen?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Der Name ist Programm: &amp;raquo;Zu Antonia gehen&amp;laquo; ist in Mailand gleichbedeutend mit &amp;raquo;shoppen gehen&amp;laquo;. Denn seit 1999 die beiden Boutiquen gleichen Namens in Brera er&amp;ouml;ffneten, wei&amp;szlig; jeder, dass er dort auf einen Schlag alle Labels bekommt, &amp;uuml;ber die die Modewelt gerade spricht. Mittlerweile ist au&amp;szlig;erdem ein &amp;raquo;Antonia Uomo&amp;laquo; dazugekommen, das von Giacintis Mann Maurizio gef&amp;uuml;hrt wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Ihr Markenzeichen&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Ein Gesp&amp;uuml;r f&amp;uuml;r die richtigen Marken, vor allem aber f&amp;uuml;r die richtigen St&amp;uuml;cke einer Marke. Bei &amp;raquo;Antonia&amp;laquo; h&amp;auml;ngt nicht das Lanvin-Kleid, das man schon woanders gesehen hat, sondern eines, das exklusiv bei ihr zu bekommen ist. Genau dieses H&amp;auml;ndchen unterscheidet Giacinti von anderen und brachte ihr einen prestigetr&amp;auml;chtigen Zweitjob ein: Im Excelsior Milano, dem von Jean Nouvel entworfenen und 2011 er&amp;ouml;ffneten Luxus-Kaufhaus, ist die 45-J&amp;auml;hrige f&amp;uuml;r den gesamten Einkauf zust&amp;auml;ndig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Ihr Motto&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&amp;raquo;Wenn ich etwas aussuche, denke ich nicht daran, was den Kunden gefallen k&amp;ouml;nnte. Ich entscheide nach meinem Geschmack und meiner Erfahrung.&amp;laquo;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Wie sie wurde, was sie ist&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Schon w&amp;auml;hrend der Schule jobbte sie als Verk&amp;auml;uferin, mit 21 wurde sie Vertreterin einer Modekette. Danach war dasZiel klar: irgendwann den eigenen Laden haben. Jetzt sind es halt: L&amp;auml;den.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;http://www.antonia.it/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Antonia&lt;/a&gt;,Via Ponte Vetero, 1   &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://sz-magazin.sueddeutsche.de/upl/images/user/8059/56855.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;FRANCISCO GOMEZ PAZ&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Geht das Wort &amp;raquo;Lichtgestalt&amp;laquo; noch? Klar - wenn einer so sch&amp;ouml;ne Lampen macht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span&gt;&lt;strong&gt;Warum sollte man ihn kennen?&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Mailand ist nicht nur Mode-, sondern auch M&amp;ouml;belstadt. Bedeutende Designer wie Ettore Sottsass und Achille Castiglioni haben hier Geschichte geschrieben. Der 37-J&amp;auml;hrige ist auf dem besten Weg, diese gro&amp;szlig;e Tradition fortzusetzen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Sein Markenzeichen&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;Seine Leuchten f&amp;uuml;r den Hersteller Luceplan verbinden neueste Technik mit traditionellen Formen. Als sein Meisterst&amp;uuml;ck gilt der federleichte L&amp;uuml;ster &amp;raquo;Hope&amp;laquo;, der statt auf Kristall auf schimmernde Kunststofflinsen setzt. Mit Alberto Meda entwickelte er die preisgekr&amp;ouml;nte &amp;raquo;Solar Bottle&amp;laquo;, eine Flasche, die Wasser mittels Sonnenlicht desinfiziert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Sein Motto&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;&amp;raquo;Mein Studio ist zugleich mein Wohnhaus. Ich habe sogar einen kleinen Garten, ein Luxus in Mailand. So ist meine Familie immer um mich herum.&amp;laquo;  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Wie er wurde, was er ist&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;Der geb&amp;uuml;rtige Argentinier studierte in C&amp;oacute;rdoba und Mailand Design und er&amp;ouml;ffnete 2004 sein eigenes Studio. Seine Entw&amp;uuml;rfe werden von Luceplan, Driade und Artemide vertrieben.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span&gt;[seitenumbruch title=&quot;Nicola Sprecchio&lt;/span&gt;&lt;span&gt;&quot;]&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://sz-magazin.sueddeutsche.de/upl/images/user/8059/56857.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;NICOLA SPECCHIO&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;... betreibt das &amp;raquo;Ostello Bello&amp;laquo;: Mailands charmantestes Hostel&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Warum Sollte man ihn kennen? &lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Junge und unkomplizierte Touristen finden bei ihm eine liebevoll gef&amp;uuml;hrte und zentrale Bleibe nahe dem Dom. Die Bar im Erdgeschoss ist eine beliebte Aperitivo-Adresse. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Sein Markenzeichen&lt;/strong&gt; Betten und Schr&amp;auml;nke hat Specchio anfertigen lassen, der Rest stammt vom Flohmarkt oder wurde ihm geschenkt. Zur Begr&amp;uuml;&amp;szlig;ung gibt es gern mal einen Drink aufs Haus.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Sein Motto&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;&amp;raquo;Hostels sind oft abgeschlossene Orte. Wir wollen, dass Einheimische und Touristen sich begegnen.&amp;laquo;  wie er wurde, was er ist Seit er 14 ist, bereist Specchio die Welt und wohnte am liebsten in Jugendherbergen. Mehr Ausbildung brauchte er nicht. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;http://www.ostellobello.com/en&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;ostellobello.com&lt;/a&gt;, Via Medici, 4&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(Fotos: Ben Morris/visualartistsuk.com; Zelinda Zanichelli; Esther Mathis.)&lt;br /&gt;&lt;span&gt;&lt;/span&gt;</description>
    <dc:subject>Schön, Sie zu sehen</dc:subject>
    <dc:creator>Norman Kietzmann und Silke Wichert</dc:creator>
    <dc:date>2013-02-27T12:00:00+01:00</dc:date>
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    <title>Die Spaß-Guerilla</title>
    <description>&lt;p&gt;Geometrisch, knallig, ironisch: Die Sch&amp;ouml;pfer der  aktuellen Accessoiremode d&amp;uuml;rfen ruhig zugeben, wie sehr sie von Memphis  beeinflusst sind - der Designbewegung, die in den Achtzigerjahren von  Mailand aus die Welt eroberte.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Alles begann, wie es sich geh&amp;ouml;rt f&amp;uuml;r eine Revolution: mit einer Stra&amp;szlig;ensperre. So viele Menschen hatten sich auf dem Corso Europa in der Mail&amp;auml;nder Innenstadt versammelt, dass die Polizei sich gezwungen sah, den Verkehr umzuleiten. Es war im September 1981 w&amp;auml;hrend der M&amp;ouml;belmesse, und die Menschen kamen, weil es hier in der Galleria Arc 74 Bahnbrechendes, ja Unerh&amp;ouml;rtes zu sehen gab: eiscremefarbene Regale, die wie Alt&amp;auml;re aussahen, Tischlampen auf R&amp;auml;dern, Teekannen in Treppenform, Fake-Marmor und andere Zumutungen. Waren das noch M&amp;ouml;bel, oder war das schon Konzeptkunst an der Schwelle zum Kindergeburtstag?&lt;br /&gt;&lt;span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Es war die erste Werkschau der &amp;raquo;Memphis&amp;laquo;-Bewegung um den damals auch schon 64 Jahre alten, aber offenbar sehr jung gebliebenen Industriedesigner Ettore Sottsass. Danach war nichts mehr, wie es war. Der Designer Jasper Morrison staunt noch heute, wenn er an diesen Tag zur&amp;uuml;ckdenkt: &amp;raquo;Es war ein Gef&amp;uuml;hl von Schock und Panik.&amp;laquo; Seit dem Bauhaus war das Industriedesign dem Dogma &amp;raquo;form follows function&amp;laquo; gefolgt, sein Hohepriester Dieter Rams tr&amp;auml;umte vom leisen Design, von &amp;raquo;so wenig Design wie m&amp;ouml;glich&amp;laquo;. Problem war, dass man irgendwann bei einer Industrie&amp;auml;sthetik gelandet war, die zwar von strenger Sch&amp;ouml;nheit war, aber eben auch kalt und langweilig. Memphis dagegen war laut und schrill, war so viel Design wie m&amp;ouml;glich. Dessen Funktion war, keine Funktion zu haben. Au&amp;szlig;er vielleicht die, den Blick und die Sinne neu zu eichen und die Dinge endlich wieder wie ein Mensch anzugehen, nicht wie eine Maschine: Ja doch, Design darf auch Spa&amp;szlig; machen. Form follows fun.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; Die Schockwellen dieser Ketzerei sind noch heute zu sp&amp;uuml;ren, und zwar nicht nur in der Laminat-H&amp;ouml;lle der Baum&amp;auml;rkte, sondern in der Form- und Farbenvielfalt unserer Produktwelt, die ohne diesen italienischen Wutanfall ganz sicher dr&amp;ouml;ger ausgefallen w&amp;auml;re. Seit Kurzem feiert Memphis ein kleines Comeback, das sogar bis in die aktuellen Sommerkollektionen der Mode ausstrahlt. Karl Lagerfeld hat das alles &amp;uuml;brigens schon damals eingeleuchtet. Er kaufte 1981 die komplette erste Kollektion vom Fleck weg, um damit sein Penthouse in Monte Carlo einzurichten. Er r&amp;uuml;hmte sie als &amp;raquo;&amp;uuml;ber-&lt;br /&gt; modern&amp;laquo;, dabei war Memphis f&amp;uuml;r Ettore Sottsass nur &amp;raquo;der Versuch, Dynamik, Fehler, Bewegung und Gef&amp;uuml;hl ins Design einzubeziehen&amp;laquo;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; &lt;em&gt;Alle Memphis-Objekte sind Leihgaben der Galerie Maurer, M&amp;uuml;nchen, und des      Memphis Design Store in Mailand, &lt;a href=&quot;http://www.memphis-milano.com/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;www.memphis-milano.com&lt;/a&gt;. Wir danken auch      Nathalie Du Pasquier f&amp;uuml;r die Bereitstellung ihrer Muster. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;(Styling-Assistenz: R&amp;eacute;ka Maria Probst; Fotoassistenz: Daniel  Schnitterbaum; Haare &amp;amp; Make-up: Arzu K&amp;uuml;c&amp;uuml;k, Erol Koyu /  www.phoenix-agentur.de; Model: Ola Rudnicka &amp;uuml;ber www.nextmodels.com;  Location: Galerie Maurer; Fotostudio: Werk 3 Studios&lt;/em&gt;)&lt;br /&gt;&lt;span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;</description>
    <dc:subject>Die Spaß-Guerilla</dc:subject>
    <dc:creator>Thomas Bärnthaler</dc:creator>
    <dc:date>2013-02-27T12:00:00+01:00</dc:date>
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    <title>Mit 100 Sachen durch die Stadt</title>
    <description>&lt;p&gt;Zeit f&amp;uuml;r einen ausgedehnten Bummel zwischen Dom und Teatro Manzoni. Ideale Begleiter: die sch&amp;ouml;nsten St&amp;uuml;cke der neuen Saison.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;</description>
    <dc:subject>Mit 100 Sachen durch die Stadt</dc:subject>
    <dc:creator></dc:creator>
    <dc:date>2013-02-25T12:00:00+01:00</dc:date>
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    <title>Nach dem Spiel ist vor dem Spiel</title>
    <description>&lt;p&gt;Von Ruhestand kann hier keine Rede sein: In der Casa Verdi, dem Altersheim f&amp;uuml;r Musiker, das der gro&amp;szlig;e Komponist einst gr&amp;uuml;ndete, ist das Leben immer noch jeden Tag eine B&amp;uuml;hne.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Video des Shootings sehen Sie hier:  &lt;br /&gt; &lt;br /&gt; &lt;br /&gt; &lt;code&gt;&lt;br /&gt; &lt;br /&gt; &lt;br /&gt;
&lt;object classid=&quot;clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000&quot; width=&quot;500&quot; height=&quot;281&quot; codebase=&quot;http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0&quot;&gt;&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt; &lt;a href=&quot;http://vimeo.com/60446937&quot;&gt;Nach dem Spiel ist vor dem Spiel&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; &lt;/code&gt;&lt;/span&gt;</description>
    <dc:subject>Nach dem Spiel ist vor dem Spiel</dc:subject>
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    <dc:date>2013-02-25T12:00:00+01:00</dc:date>
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    <title>Tragt es mit Fassung</title>
    <description>&lt;p&gt;In Mailand geht man nie ohne: Warum die Sonnenbrille gerade in d&amp;uuml;steren Zeiten das ideale Accessoire ist.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://sz-magazin.sueddeutsche.de/upl/images/user/8059/56923.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Die wirtschaftlichen Prognosen sind d&amp;uuml;ster, die modischen auch. Wenn es nach Designern wie Dries Van Noten oder Miuccia Prada geht, wagen wir uns ab sofort nur noch mit dunkler Brille vor die T&amp;uuml;r. Nat&amp;uuml;rlich hat das rein gar nichts mit dem Wetter zu tun, das auch mit ein paar extrah&amp;uuml;bschen UV-Gl&amp;auml;sern kein St&amp;uuml;ck besser wird, sondern eher mit dem wirtschaftlichen Klima: Nach der &amp;raquo;It-Bag&amp;laquo; und den &amp;raquo;Must-have-Heels&amp;laquo; ist nun die Sonnenbrille das Accessoire der Stunde &amp;ndash; was man sich halt gerade noch leisten kann, wenn die Gehaltserh&amp;ouml;hung wieder mal verschoben wurde. Dass die Gewinnmargen eines Kunststoffgestells &amp;ndash; das in der Herstellung weniger als zehn Euro kostet, im Laden aber mittlerweile bis zu 350 Euro &amp;ndash; locker &amp;uuml;ber denen von Taschen liegen, ist ebenfalls hilfreich in diesen auch f&amp;uuml;r die Modeindustrie etwas angespannten Zeiten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; Die richtige Sonnenbrille geh&amp;ouml;rt also zum &amp;raquo;Komplettlook&amp;laquo; dazu, und wie man damit umgeht, kann man sich wunderbar in einer Stadt wie Mailand abgucken. Hier wird sie grunds&amp;auml;tzlich durchgetragen, im Sommer wie im Winter, bei blauem wie verhangenem Himmel. Es ist ja auch wirklich eine verdammt antiquierte Definition der Sonnenbrille, sie nur in Verbindung mit Sonne aufsetzen zu wollen, oder? Im Englischen spricht man folglich l&amp;auml;ngst von &amp;raquo;Eyewear&amp;laquo;, einem Kleidungsst&amp;uuml;ck f&amp;uuml;r die Augen, das getragen wird, wann es eben gerade passt. Und das ist im Zweifel: immer. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt; Dieser Dauerbetrieb hat durchaus seine Vorteile: kein st&amp;auml;ndiges Rumnesteln mehr an einem ziegelsteingro&amp;szlig;en Brillenetui mit dem Zuschnappger&amp;auml;usch eines Krokodilkiefers, kein versehentliches Liegenlassen im Caf&amp;eacute;, wo man doch die Brille nur abgenommen hat, um sich Zucker in den Milchschaum zu sch&amp;uuml;tten. Die meisten Dinge des t&amp;auml;glichen Lebens, so k&amp;ouml;nnte man argumentieren, erledigen wir doch sowieso schon in einer Art geistigen Umnachtung, f&amp;uuml;r die eine abgedunkelte Brille eigentlich das perfekte Symbol ist. Und wenn wirklich mal klar gesehen oder gedacht werden muss, wandert die Brille eben in den Stand-by-Modus, ins Haar oder in die Reverstasche. Bei Italienern in der Regel nicht einmal das. Es ist deshalb sicherlich kein Zufall, dass der Weltmarkt f&amp;uuml;r Sonnenbrillen von der italienischen Firma Luxottica dominiert wird, die f&amp;uuml;r fast alle gro&amp;szlig;en Designmarken die Fassungen fertigt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; Womit noch die Frage zu kl&amp;auml;ren w&amp;auml;re, welche Brille es denn nun sein soll. Ein wei&amp;szlig;es Gestell, wie von Dries Van Noten und Missoni vorgeschlagen? Vielleicht zu klinisch. Dann doch eher einen dicken farbigen Rahmen von Marni oder C&amp;eacute;line &amp;ndash; mit viel Kunststoff im Gesicht kann man nicht viel falsch machen. Eine elegantere L&amp;ouml;sung: leicht bunt get&amp;ouml;nte Gl&amp;auml;ser mit verschn&amp;ouml;rkeltem Metallrahmen von Gucci, die Ton in Ton mit dem jeweiligen Outfit harmonieren. Da muss man zwar gleich die komplette Farbpalette kaufen, damit es funktioniert, aber der Trend geht ja ohnehin zur Dritt- oder Viertbrille. Pro Sommer, versteht sich. Denn nat&amp;uuml;rlich ist die Sonnenbrille l&amp;auml;ngst ein saisonales Gesch&amp;auml;ft: Mit der &amp;uuml;berdimensionalen Tom-Ford-Brille des Vorjahres werden Sie jetzt nur noch mitleidige Blicke ernten. Auch wenn Sie die gar nicht sehen. Tragen ja alle Sonnenbrille.&lt;br /&gt;&lt;span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;</description>
    <dc:subject>Tragt es mit Fassung</dc:subject>
    <dc:creator>Silke Wichert</dc:creator>
    <dc:date>2013-02-25T12:00:00+01:00</dc:date>
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    <link>http://sz-magazin.sueddeutsche.de//texte/anzeigen/39557</link>
    <title>Zwei wie Pech und Schwefel</title>
    <description>&lt;p&gt;Dolce &amp;amp; Gabbana geh&amp;ouml;ren seit fast drei&amp;szlig;ig  Jahren zu den erfolgreichsten Designern. Privat sind sie schon lange  kein Paar mehr, beruflich nach wie vor unzertrennlich. Das Geheimnis  ihrer Kreativit&amp;auml;t? Sie lieben sich noch immer - und k&amp;ouml;nnen herrlich  streiten.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://sz-magazin.sueddeutsche.de/upl/images/user/8059/56827.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Vierh&amp;auml;ndig spielen: Stefano Gabbana (stehend) und Domenico Dolce bei  der letzten Anprobe einer Robe aus ihrer Alta-Moda-Kollektion.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;em&gt;Der Firmensitz von Dolce &amp;amp; Gabbana in der Via Goldoni ist ein schlichter Bau mit Glasfassade und begr&amp;uuml;ntem Empfangsbereich. Dahinter jedoch herrscht raffaelitische Opulenz: Blumenbouquets in jeder Ecke, L&amp;uuml;ster an der Decke, sizilianische Obstschalen auf den Tischen. Im Aufzug l&amp;auml;chelt die Assistentin nerv&amp;ouml;s, dann beugt sie sich her&amp;uuml;ber und fl&amp;uuml;stert: &amp;raquo;Herr Dolce wird leider nicht bei uns sein k&amp;ouml;nnen.&amp;laquo; Es klingt, als l&amp;auml;ge er im Sterben. &amp;raquo;Bitte haben Sie Verst&amp;auml;ndnis, er arbeitet an der Kollektion.&amp;laquo; Wir sind also nach Mailand geflogen, um das m&amp;auml;chtigste Duo der Mode zu sprechen, aber es kommt nur die H&amp;auml;lfte. Da biegt Stefano Gabbana auch schon um die Ecke, gehetzt, mit schnellen Schritten. Domenico, sagt er, sei unabk&amp;ouml;mmlich, keine Chance. Er muss unten im Atelier noch letzte Hand an die Couture-Kleider anlegen, die am n&amp;auml;chsten Tag pr&amp;auml;sentiert werden. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;SZ-Magazin: Herr Gabbana, ehrlich gesagt sind wir gekommen, um mit Ihnen beiden zu sprechen. Sollen wir das Ganze vielleicht verschieben, bis Herr Dolce &amp;hellip;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Stefano Gabbana:&lt;/strong&gt; Verschieben? Blo&amp;szlig; nicht! Dann kommen Sie eben mit runter.&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Es geht ein paar Stufen hinab zum Showroom, wo Domenico Dolce gerade mit Nadeln im Mund an einem M&amp;auml;dchen herumzupft. Drumherum eine Entourage an Schneiderinnen und Assistenten. Die Sonne flutet durch die Fenster. Die Atmosph&amp;auml;re: gesch&amp;auml;ftig, aber irgendwie auch friedlich. Gabbana schiebt sich einen Stuhl unters Ges&amp;auml;&amp;szlig;, sein Partner stellt sich kurz dazu, sch&amp;uuml;ttelt brav die Hand, um im n&amp;auml;chsten Moment wieder hinter einem Kleiderst&amp;auml;nder zu verschwinden. Er sei jedoch &amp;raquo;voll da!&amp;laquo; &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Sie sind seit drei&amp;szlig;ig Jahren im Gesch&amp;auml;ft &amp;ndash; und haben erst jetzt mit &amp;raquo;Alta Moda&amp;laquo;, also Haute Couture, angefangen. Hat Sie das vorher nie gereizt?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Domenico Dolce:&lt;/strong&gt; Ich sage immer: Wenn Sie ein St&amp;uuml;ck Land haben, dann kommt irgendwann die richtige Zeit f&amp;uuml;r die Erdbeeren, die Zeit f&amp;uuml;r die Wassermelonen, und irgendwann sind die &amp;Auml;pfel dran. Wir sind genau jetzt reif daf&amp;uuml;r.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Nicht wenige behaupten, die Couture sei mausetot: zu teuer, zu unrentabel, zu unzeitgem&amp;auml;&amp;szlig;. &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Gabbana: &lt;/strong&gt;Tats&amp;auml;chlich? Wir hatten in letzter Zeit immer h&amp;auml;ufiger Anfragen von Kundinnen f&amp;uuml;r Sonderanfertigungen. Die wollen ein Kleid nicht bei einer Modenschau sehen, nicht in einem Magazin, nicht an irgendeinem Hollywood-Starlet &amp;ndash; die wollen ein Kleid, das nur f&amp;uuml;r sie gemacht worden ist.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;So eine Couture-Show ist nat&amp;uuml;rlich auch ein h&amp;uuml;bscher Imagefaktor f&amp;uuml;r eine Marke. &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Dolce: &lt;/strong&gt;Wir machen das hier nicht f&amp;uuml;r ein paar Fotos, die wir dann um den Globus schicken k&amp;ouml;nnen, um noch mehr Parfum zu verkaufen!&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Gabbana:&lt;/strong&gt; Obwohl es ja stimmt, Domenico. Nach unserer ersten Alta-Moda-Show im Sommer sind tats&amp;auml;chlich viele Leute in die L&amp;auml;den gegangen und haben sich ein Parfum gekauft oder sonst was &amp;ndash; das funktioniert. &lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Dolce:&lt;/strong&gt; Aber wir machen keine so gro&amp;szlig;e Show daraus wie in Paris, es ist eine private Veranstaltung. 130 Leute, keine Blogger, keine Stars. Es geht hier nur um die Kleider, die Handarbeit, etwas zum Tr&amp;auml;umen! Nicht um ein paar Handtaschen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Im Blickpunkt Ihrer ersten Alta-Moda-Kollektion stand Sizilien, dieses Mal Mailand, &amp;uuml;berhaupt geht es in Ihrer Arbeit immer um Italien. Verbraucht sich das nicht irgendwann?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Gabbana:&lt;/strong&gt; Wir versuchen gelegentlich, Italien zu entkommen, aber am Ende landen wir immer wieder hier. &lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Dolce:&lt;/strong&gt; Stefano, schau mal kurz her: mit Mantel oder ohne? (&lt;em&gt;Dolce steht neben einem Model, das unter einem wei&amp;szlig;en Kurzmantel eine Art Badeanzug tr&amp;auml;gt.)&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Gabbana:&lt;/strong&gt; Herrgott, zieht ihr doch bitte etwas &amp;uuml;ber &amp;ndash; mit Mantel nat&amp;uuml;rlich! Diese Modenschau findet in einem Salon statt, Domenico, da kann man nicht so viel Haut zeigen! Wo war ich? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;In Italien. Wie steht es derzeit um die italienische Seele? &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Gabbana: &lt;/strong&gt;Ich denke, das System hat sich nicht gro&amp;szlig; ver&amp;auml;ndert seit der Antike. Es ist seit Julius C&amp;auml;sar das gleiche geblieben. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Und, ist es ein gutes System?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Gabbana:&lt;/strong&gt; Nein, ist es nicht. Ich hoffe, dass es sich eines Tages &amp;auml;ndert. Aber ich glaube an das italienische Volk. Es ist kreativ. Nicht im modischen Sinne, sondern was das Leben und &amp;Uuml;berleben betrifft. Zur Zeit gibt es viel Unmut wegen der hohen Steuern. Aber viel schlimmer ist: Wir haben ein System, das zu wenig Arbeitspl&amp;auml;tze schafft. Ein Staat sollte wie eine gro&amp;szlig;e Familie sein. Das fehlt uns im Moment. Wenn Sie Ihrem Sohn kein Geld mehr geben, kann er auch nichts aus sich machen. &lt;br /&gt;&lt;span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span&gt;[seitenumbruch title=&quot;&amp;raquo;H&amp;ouml;ren Sie, ich liebe mein Land.&amp;laquo;&lt;/span&gt;&lt;span&gt;&quot;]&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://sz-magazin.sueddeutsche.de/upl/images/user/8059/56825.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Mehr als ein Dutzend N&amp;auml;herinnen und Schnittmacher sind wochenlang  damit besch&amp;auml;ftigt, Kleider anzufertigen, die es so nur einmal geben  wird: Alta-Moda-Kundinnen bekommen den gew&amp;uuml;nschten Entwurf dann auf ihre  Ma&amp;szlig;e zugeschnitten. Preis? Dar&amp;uuml;ber wird hier lieber nicht gesprochen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;strong&gt;Macht es Sie traurig, wenn sich die Welt &amp;uuml;ber Silvio Berlusconi wundert und &amp;uuml;ber das Land, das einfach nicht von ihm lassen kann? &lt;/strong&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;Gabbana:&lt;/strong&gt; Das ist mir egal. Mich interessiert auch nicht, wie Angela Merkel oder Fran&amp;ccedil;ois Hollande privat sind. Alles nicht wichtig. Mir ist mein Haus wichtig. Ich schaue nicht, was mein Nachbar so macht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Wirtschaftlich ging es Ihrem Land schon mal besser. &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Gabbana:&lt;/strong&gt; H&amp;ouml;ren Sie, ich liebe mein Land. Wir Italiener wollen uns ausdr&amp;uuml;cken und verwirklichen. Deshalb gibt es so viele Handwerksbetriebe, so viele kleine Unternehmen. Wir sind kein Land f&amp;uuml;r die Gro&amp;szlig;industrie. Wir sind auch in keinem Bereich die gr&amp;ouml;&amp;szlig;ten, aber in vielen Bereichen die besten. Der beste Motor? Ferrari. Der beste K&amp;auml;se? Parmesan. Die beste Pasta? Nat&amp;uuml;rlich aus Italien! Das wird so bleiben, ganz gleich, wer uns regiert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Wer von Ihnen kocht die bessere Pasta?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Gabbana:&lt;/strong&gt; Domenico, ganz klar. Ich koche nicht. Vielleicht mal zwei Spiegeleier und dazu einen Teller Spaghetti ohne Sauce.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Ihr bestes Rezept, Herr Dolce?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Dolce:&lt;/strong&gt; Selbst gemachte Pasta mit Auberginen, ah! Oder mit Ricotta, kann ich auch gut. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Sie beide sind von einer Nachrichtenagentur gerade in die offizielle Liste der Milliard&amp;auml;re aufgenommen worden &amp;hellip; &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Dolce: &lt;/strong&gt;Haben wir auch geh&amp;ouml;rt.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Gabbana:&lt;/strong&gt; Wir haben damals mit nur zwei Millionen Lire angefangen (rund 1000 Euro, &lt;em&gt;Anm. d. Red.&lt;/em&gt;), keiner hat an uns geglaubt. Wenn wir nicht &amp;hellip;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Dolce:&lt;/strong&gt; &lt;em&gt;(lugt hinter dem R&amp;uuml;cken eines Models hervor und h&amp;auml;lt den Stoff hinten enger zusammen&lt;/em&gt;): Stefano, h&amp;ouml;r mal auf zu quatschen und schau hierher! Besser so?&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Gabbana:&lt;/strong&gt; Bellissimo, habe ich doch l&amp;auml;ngst gesehen, ich kriege hier alles mit. Also: Wir h&amp;auml;tten das alles nicht geschafft, wenn wir damals nicht ineinander verliebt gewesen w&amp;auml;ren. Die Marke, unsere Kollektionen, sind die Kinder unserer Liebe. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Sie waren Jahrzehnte ein Paar und haben sich Anfang 2000 getrennt. Wie anders ist die Zusammenarbeit jetzt? &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Dolce:&lt;/strong&gt; Was die Arbeit angeht, hat sich rein gar nichts ge&amp;auml;ndert.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Gabbana:&lt;/strong&gt; Es ist jetzt eine andere Art der Liebe. Ich habe einen neuen Freund, er hat einen Freund. Trotzdem kann ich mir ein Leben ohne Domenico nicht vorstellen. Wir sitzen in einem B&amp;uuml;ro, verbringen den ganzen Tag miteinander.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Fahren Sie noch gemeinsam in den Urlaub?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Gabbana:&lt;/strong&gt; Nat&amp;uuml;rlich! Aber nicht immer. Nach zehn Tagen sagt mein Freund dann auch mal, jetzt reicht&amp;rsquo;s. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Nie in den vergangenen Jahren mal gedacht, ach, w&amp;auml;ren wir doch zusammengeblieben?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Dolce:&lt;/strong&gt; Es ist gut so, wie es jetzt ist. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Sie wohnen sogar noch im selben Haus.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Gabbana:&lt;/strong&gt; Ja, ich im sechsten Stock, er im f&amp;uuml;nften.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Also haben Sie, Herr Gabbana, die bessere Aussicht.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Dolce:&lt;/strong&gt; Aber ich habe die gr&amp;ouml;&amp;szlig;ere Wohnung!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Haben Sie bei der Trennung dar&amp;uuml;ber nachgedacht, sich auch gesch&amp;auml;ftlich zu trennen? In einem fr&amp;uuml;heren Interview sagten Sie, Herr Gabbana, danach einfach weiter zusammenzuarbeiten, sei f&amp;uuml;r Sie unvorstellbar, da w&amp;uuml;rden Sie lieber noch Schauspieler.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Gabbana:&lt;/strong&gt; Die erste Zeit war schwierig, ich war neu verliebt, und dann sitzt man da im selben Raum. Das war nicht gut. Aber wir haben nie dar&amp;uuml;ber nachgedacht, uns ganz zu trennen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Sie waren ber&amp;uuml;hmt f&amp;uuml;r Ihre ausgiebigen Streitereien. Hat das jetzt nachgelassen? &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Gabbana:&lt;/strong&gt; Kein St&amp;uuml;ck. Wann haben wir uns das letzte Mal gestritten?&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Dolce&lt;/strong&gt; &lt;em&gt;(vom anderen Ende des Raumes her&amp;uuml;berbellend)&lt;/em&gt;&lt;strong&gt;:&lt;/strong&gt; Vor zehn Minuten. &lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Gabbana:&lt;/strong&gt; Ach komm, vor zwei Wochen bei den M&amp;auml;nnerschauen, da haben wir uns richtig gezofft. Wor&amp;uuml;ber noch mal? Ich hab&amp;rsquo;s vergessen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Schreien Sie sich dann an oder sprechen Sie einfach nicht mehr miteinander?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Gabbana:&lt;/strong&gt; Nein, wir streiten leidenschaftlich. Und alle anderen, die eben noch im Raum waren, sind pl&amp;ouml;tzlich verschwunden. &lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;Sie kleiden seit vielen Jahren Fu&amp;szlig;baller ein, David Beckham, Lionel Messi, die Spieler des AC Mailand. Wann waren Sie beide das letzte Mal im Stadion?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Dolce:&lt;/strong&gt; Vor ein paar Wochen noch.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Gabbana:&lt;/strong&gt; Ihn interessiert das mehr als mich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Sind Sie, Herr Dolce, auch der bessere Fu&amp;szlig;baller? &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Gabbana:&lt;/strong&gt; Ha, von wegen. Ich mache Sport, er schaut gerne Sport!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Haben Sie noch Kontakt zu Madonna, Ihrer Muse?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Gabbana:&lt;/strong&gt; Ja, aber nicht mehr so oft. Im November hat sie zu meinem Geburtstag angerufen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Sie tr&amp;auml;gt auch nicht mehr so oft Dolce &amp;amp; Gabbana wie fr&amp;uuml;her, oder?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Gabbana:&lt;/strong&gt; Weil sie eine der cleversten Frauen der Welt ist. Sie wechselt die Designer &amp;ndash; von Gaultier zu uns und zu vielen anderen &amp;ndash; und ist trotzdem noch ganz Madonna. Deshalb habe ich so einen Respekt vor ihr. Eine wahre Diva macht jedes Outfit zu ihrem eigenen.&lt;br /&gt;&lt;span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span&gt;[seitenumbruch title=&quot;&amp;raquo;Diven gibt es heute nicht mehr&amp;laquo;&lt;/span&gt;&lt;span&gt;&quot;]&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://sz-magazin.sueddeutsche.de/upl/images/user/8059/56831.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Wer w&amp;auml;re heute so eine Diva? &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Gabbana:&lt;/strong&gt; Diva? Die gibt es doch gar nicht mehr. Die waren unantastbar, haben sich rar gemacht. Die Dietrich ist nicht &amp;uuml;ber jeden roten Teppich gelaufen. Heute ist es genau umgekehrt &amp;ndash; je mehr Sie von jemandem sehen, desto mehr wird er ein Star.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Sie haben in einem Interview einmal gesagt, es sei Ihnen unm&amp;ouml;glich, sich auch nur von einem einzigen Kleidungsst&amp;uuml;ck zu trennen. Den Schrank dazu w&amp;uuml;rden wir gern sehen.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Gabbana:&lt;/strong&gt; Was? Domenico, hast du das geh&amp;ouml;rt? Habe ich nie gesagt. Ich wechsle meine Garderobe jede Saison. Die Sachen kriegen dann meine Neffen. Der Rest geht an ein Kloster hier um die Ecke. Ich mag ja in der Mode arbeiten, aber ich bin nicht abh&amp;auml;ngig davon.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Kann es sein, dass das Thema Sex in Ihrer Mode nicht mehr so wichtig ist wie fr&amp;uuml;her? &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Gabbana:&lt;/strong&gt; Ja, aber das liegt weniger an unseren Sachen, sondern an den Leuten, die sie tragen. Da ist weniger Sex in der Attit&amp;uuml;de. Das Kleid ist nur das Vehikel.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Dolce:&lt;/strong&gt; Schauen Sie hier, was ich dem Model gerade angezogen habe &amp;ndash; schlicht schwarz, klassischer Schnitt, maskuline Schuhe dazu. Ohne die aufwendige Kette und die glitzernden Ohrringe s&amp;auml;he das Kleid auf den ersten Blick gar nicht sexy aus. Es liegt ganz bei Ihnen! &lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;Wenn Sie beide an Ihre Kindheit zur&amp;uuml;ckdenken, welche Bilder sehen Sie? &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Dolce:&lt;/strong&gt; Mich im Schneiderladen meines Vaters. Dort hat alles angefangen. Am liebsten denke ich an die Nachmittage, wenn die Leute zur Anprobe kamen. Die Auswahl der Stoffe, das genaue Ma&amp;szlig;nehmen, das lange Stillhalten &amp;ndash; f&amp;uuml;r mich als Kind war das eine verzauberte, anziehende Welt. &lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Gabbana:&lt;/strong&gt; Ich sehe immer nur Arbeit, Arbeit, Arbeit. Ich habe mit sieben Jahren angefangen zu arbeiten. Meine Mama war Putzfrau, mein Vater Schichtarbeiter in einer Zeitungsdruckerei. Ich habe meiner Mutter beim Putzen geholfen. Danach half ich ihr in einer B&amp;auml;ckerei. Sp&amp;auml;ter habe ich in einem Restaurant gearbeitet. Ich hatte viele Jobs, bevor ich Designer wurde. Aber das steckt in mir drin, mein Vater hatte drei Jobs gleichzeitig. Was ich damit sagen will? Ich hatte nie Angst, keine Arbeit zu haben. &lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;Haben Sie beide schon mal an Ruhestand gedacht?&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Gabbana:&lt;/strong&gt; Nein. Ich will bei einer Anprobe sterben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Sie k&amp;ouml;nnten den Laden verkaufen und sich eine sch&amp;ouml;ne Zeit in Ihren H&amp;auml;usern in Frankreich und Portofino machen.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Gabbana: &lt;/strong&gt;So um das Jahr 2000, als das gro&amp;szlig;e Markenkaufen im Gange war, hatten wir viele Angebote, die wir alle abgelehnt haben. Wir machen unseren Job nicht wegen des Geldes. Wir sind reich genug. Was bringt es uns, noch reicher zu sein als jetzt?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Wie kommt es dann, dass Sie sich gerade wegen des Vorwurfs der Steuerhinterziehung verantworten m&amp;uuml;ssen? &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Gabbana:&lt;/strong&gt; Das macht uns keine Angst. Wir haben nichts zu bef&amp;uuml;rchten. Wir haben nichts Falsches getan.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Immerhin stehen Sie vor Gericht. Auf Steuerhinterziehung stehen bis zu f&amp;uuml;nf Jahren Gef&amp;auml;ngnis.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Gabbana:&lt;/strong&gt; Ich sage nur: Italien ist ein seltsames Land.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://sz-magazin.sueddeutsche.de/upl/images/user/8059/56829.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;</description>
    <dc:subject>Zwei wie Pech und Schwefel</dc:subject>
    <dc:creator>Silke Wichtert und Thomas Bärnthaler (Interview)</dc:creator>
    <dc:date>2013-02-22T12:00:00+01:00</dc:date>
  </item>

  <item rdf:about="http://sz-magazin.sueddeutsche.de//texte/anzeigen/39453">
    <link>http://sz-magazin.sueddeutsche.de//texte/anzeigen/39453</link>
    <title>Nichts leichter als das</title>
    <description>&lt;p&gt;Oft &amp;uuml;bersehen und doch allgegenw&amp;auml;rtig: Warum      tragen Frauen zurzeit eigentlich so gern feine Armb&amp;auml;nder am Handgelenk?&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;strong&gt;&lt;span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Die Mode unterscheidet gern zwischen &amp;raquo;lauten&amp;laquo; Trends wie Neon oder Nieten, die einem sofort ins Auge springen, und &amp;raquo;leisen&amp;laquo;, eher unaufdringlichen. Dieser hier ist in jeder Hinsicht: ger&amp;auml;uschlos. Die vielen kleinen Armb&amp;auml;ndchen, die jetzt so h&amp;auml;ufig unter Strickb&amp;uuml;ndchen hervorblitzen, passen sich allem an, bieten selbst mit Anh&amp;auml;nger keinen Platz f&amp;uuml;r ein schreiendes Logo und verhalten sich im Gegensatz zu ihren Artgenossen &amp;ndash; den Armreifen, die in Gesellschaft gern zu Perkussionsinstrumenten werden &amp;ndash; selbst bei Menschen mit ausgepr&amp;auml;gter Gestik absolut still. Deshalb d&amp;uuml;rfen diese zarten B&amp;auml;ndchen meist auch auf unbegrenzte Zeit an ihrem Platz bleiben &amp;ndash; ein unsch&amp;auml;tzbarer Vorteil f&amp;uuml;r Menschen, die an winzigen Schmuckverschl&amp;uuml;ssen immer kl&amp;auml;glich scheitern. Und nat&amp;uuml;rlich macht sie das zu perfekten Gl&amp;uuml;cksbringern, Freundschafts- oder Liebesbeweisen: so pr&amp;auml;sent wie ein Ehering, und doch viel subtiler. Denn was sie zu bedeuten haben, wei&amp;szlig; oft nur die Tr&amp;auml;gerin selbst. Vielleicht auch einfach mal gar nichts, au&amp;szlig;er: h&amp;uuml;bsches kleines Ding, komm an meine Hand. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Styling-Assistenz: Denise Amend; Make-up: Renata Traupe&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;</description>
    <dc:subject>Nichts leichter als das</dc:subject>
    <dc:creator>Silke Wichert (Text)</dc:creator>
    <dc:date>2013-01-31T17:00:00+01:00</dc:date>
  </item>

  <item rdf:about="http://sz-magazin.sueddeutsche.de//texte/anzeigen/38937">
    <link>http://sz-magazin.sueddeutsche.de//texte/anzeigen/38937</link>
    <title>Es rappelt im Karton</title>
    <description>&lt;p&gt;Mario Eimuth betreibt Deutschlands gr&amp;ouml;&amp;szlig;ten Internetshop f&amp;uuml;r      Designermode. Ein Gespr&amp;auml;ch &amp;uuml;ber Schmeichelgr&amp;ouml;&amp;szlig;en und die      beste Uhrzeit f&amp;uuml;r Online-Deals.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;strong&gt;SZ-Magazin: 39 Prozent der Leute, die f&amp;uuml;r eine gro&amp;szlig;e Studie befragt wurden, antworteten auf die Frage, was sie in den n&amp;auml;chsten sechs Monaten im Internet kaufen wollen: Kleidung. Von allen modischen Angeboten &amp;ndash; was verkauft sich im Internet am besten?&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Mario Eimuth:&lt;/strong&gt; Als ich den Onlinestore gegr&amp;uuml;ndet habe, war ich der Meinung, dass Accessoires am besten gehen. Fr&amp;uuml;her, als ich in M&amp;uuml;nchen ein Gesch&amp;auml;ft hatte, verkauften sich Hosen dort am wenigsten gut. Ausgerechnet Hosen sind heute bei uns im Internet ein Verkaufsschlager. Ich kann nicht erkl&amp;auml;ren, warum. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Einige Anbieter verschicken Mode so, dass jeder von au&amp;szlig;en erkennt, wer verschickt: etwa Zalando. Sie nicht. Bei Ihnen steckt die ja eigentlich recht dekorative rosa Schachtel in einem unauff&amp;auml;lligen wei&amp;szlig;en Postpaket. Warum?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Fr&amp;uuml;her hat unser Firmenname ebenfalls sichtbar au&amp;szlig;en auf den P&amp;auml;ckchen geprangt &amp;ndash; aber sie wurden oft gestohlen: Wir bieten Kleidung zwischen 50 und 15 000 Euro an, von den bekanntesten Designern und Modeh&amp;auml;usern der Welt. Darum verschicken wir heute so unauff&amp;auml;llig wie m&amp;ouml;glich.  Wir bezeichnen das als &amp;raquo;secret shopping&amp;laquo;, als &amp;raquo;geheimes Einkaufen&amp;laquo;: Der Begriff ist mit der Wirtschaftskrise aufgekommen, als die Ums&amp;auml;tze im Modeeinzelhandel auch deswegen zur&amp;uuml;ckgegangen sind, weil sich viele Frauen nicht mehr mit riesigen T&amp;uuml;ten zeigen wollten, w&amp;auml;hrend ihre Ehem&amp;auml;nner Angestellte entlassen mussten. Deutschland ist diesbez&amp;uuml;glich ein sensibles Pflaster, Amerika und England auch. &lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;Wenn ich bei Ihnen eingekauft habe, wissen Sie ziemlich viel &amp;uuml;ber mich: Schuhgr&amp;ouml;&amp;szlig;e, Oberweite, H&amp;uuml;ftbreite. Was geschieht mit diesen Daten?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Die Daten sind geheim, d&amp;uuml;rfen nur von unseren Mitarbeitern eingesehen werden, zum Beispiel, wenn man eine telefonische Beratung w&amp;uuml;nscht. Nat&amp;uuml;rlich machen auch wir personalisierte Onlinewerbung, zeigen unseren Kunden, was ihnen gefallen k&amp;ouml;nnte. Aber dazu nutzen wir diese Daten nicht. In der Mode ist es ohnehin schwierig, Vorschl&amp;auml;ge zu machen, weil die Trends so schwer zu bestimmen sind und Vorlieben schnell wechseln. Bei Amazon funktioniert das anders: Wenn jemand ein Faible f&amp;uuml;r Pflanzen hat, dann bleibt das vermutlich ein Leben. Wir k&amp;ouml;nnen nur auf einer sehr einfachen Ebene Vorschl&amp;auml;ge machen: Wenn eine Frau eine Jeans und ein T-Shirt gekauft hat, braucht sie vielleicht noch eine Sommersandalette oder ein Wollj&amp;auml;ckchen. Sehr viel mehr ist nicht m&amp;ouml;glich. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Wem Chlo&amp;eacute; gef&amp;auml;llt, dem k&amp;ouml;nnte auch C&amp;eacute;line gefallen &amp;ndash; das funktioniert also bei Ihnen nicht?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Dieser Logik folgt Mode heute nicht mehr. Nicht mal mehr die Sommer- und Winterkollektionen ein und desselben Designers &amp;auml;hneln sich noch. Weil H &amp;amp; M und Zara alle Trends so schnell aufgreifen, m&amp;uuml;ssen die Designer heute viermal im Jahr komplett neue Ideen haben. Deswegen k&amp;ouml;nnen wir nur Vorschl&amp;auml;ge machen, die der Computer auf der Grundlage des gesamten Kaufverhaltens berechnet. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Gibt es denn pers&amp;ouml;nliche Beziehungen zwischen Kunden und den Verk&amp;auml;ufern, die man bei Ihnen anmailen oder anrufen kann?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Mit unseren Telefon- und Onlineverk&amp;auml;ufern kann man sich in vier Sprachen unterhalten. Viele Kundinnen haben schon so oft mit ihrem Lieblingsverk&amp;auml;ufer telefoniert, dass sie nun immer denselben verlangen. Manche vertrauen ihrem Verk&amp;auml;ufer so sehr, dass sie sagen: Ich gehe auf eine Hochzeit, suchen Sie mir doch bitte einfach was H&amp;uuml;bsches raus, Sie kennen mich ja! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Und lassen sich dann ein P&amp;auml;ckchen zuschicken, dessen Inhalt sie nicht kennen?&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;Ja. So eine Bestellung kann nur ein Mensch zusammenstellen, niemals ein Computer. Manche haben ein  so inniges Verh&amp;auml;ltnis zu ihrem Verk&amp;auml;ufer, dass sie &amp;uuml;berhaupt nichts zur&amp;uuml;ckschicken. Einige Kunden machen das sehr regelm&amp;auml;&amp;szlig;ig &amp;ndash; manche lassen sich bis zu hundert Teile zusammenstellen!&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;Wie hoch war die gr&amp;ouml;&amp;szlig;te Bestellung?&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;60 000 Euro. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Was bestellt die durchschnittliche Frau?&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Die meisten Frauen orientieren sich an unseren Looks. Sie kaufen ein &amp;raquo;key piece&amp;laquo;, das man oft und gut kombinieren kann. &amp;Uuml;berwiegend werden mehrere Teile bestellt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Wie unterscheidet sich der Onlinekunde von den Kunden im klassischen Einzelhandel?&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;Er geht zu anderen Zeiten einkaufen: Unsere Sto&amp;szlig;zeiten sind die Mittagspause und die Stunden nach dem Abendessen. Au&amp;szlig;erdem ist unser Gesch&amp;auml;ft wetterbestimmt: Wenn es regnet, st&amp;uuml;rmt und schneit, kaufen die Leute ein. &lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;Erkennen Sie Shopping-Typen?&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Der Vorteil, den der Einzelhandel hat, der pers&amp;ouml;nliche Kontakt, kann sich auch ins Gegenteil wenden &amp;ndash; in vielen Gesch&amp;auml;ften sind die Verk&amp;auml;uferinnen zickig, sie mustern einen, es ist einem peinlich, etwas anzuprobieren. Im Internet ist es einfacher, anonym und schnell zu bekommen, was man will. Manche f&amp;uuml;hlen sich auch gen&amp;ouml;tigt, nach einer Beratung und einem Gl&amp;auml;schen Sekt etwas kaufen zu m&amp;uuml;ssen, weil die Verk&amp;auml;uferin so viel Arbeit hatte. Die Anonymit&amp;auml;t ist auch ein Vorteil. Auch beim Retournieren &amp;ndash; man muss sich nicht rechtfertigen! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Wie unterscheiden sich M&amp;auml;nner von Frauen beim Onlineshopping?&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;Frauen sind trendorientiert, M&amp;auml;nner Bedarfsshopper. Das Verh&amp;auml;ltnis von Frauen zu M&amp;auml;nnern ist bei uns &amp;ndash; wie im klassischen Einzelhandel &amp;ndash; f&amp;uuml;nf zu eins. M&amp;auml;nner versuchen au&amp;szlig;erdem immer den besten Deal zu machen. Das liegt wohl in ihrer Natur: M&amp;auml;nner m&amp;ouml;chten als gewiefte Taktiker dastehen. Sie vergleichen, gehen dann erst in ein Gesch&amp;auml;ft und fordern gern mal zehn Prozent Rabatt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Das gr&amp;ouml;&amp;szlig;te Problem beim Onlineshopping sind die Kleidergr&amp;ouml;&amp;szlig;en, die in Europa immer noch nicht harmonisiert sind, oder?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Auch die Schmeichelgr&amp;ouml;&amp;szlig;en sind ein Problem, also Kleidungsst&amp;uuml;cke, die kleiner ausgezeichnet werden, als sie wirklich sind &amp;ndash; damit wollen Hersteller den Kundinnen schmeicheln. Viele Kundinnen bestellen gleich zwei Gr&amp;ouml;&amp;szlig;en und schicken eine zur&amp;uuml;ck. Um dieses Problem in den Griff zu bekommen, suchen wir nach neuen L&amp;ouml;sungen. Seit ein paar Wochen bieten wir ein Programm auf unserer Onlineplattform an, das hei&amp;szlig;t &amp;raquo;Virtusize&amp;laquo;: Gibt ein Kunde seine Ma&amp;szlig;e ein, kann er anhand einer Skizze sehen, wie ein Kleidungsst&amp;uuml;ck in S, M, L an ihm aussehen w&amp;uuml;rde. Oder auch das Programm &amp;raquo;Sproov&amp;laquo;, das speziell f&amp;uuml;r Jeans entwickelt wurde: Die Kundin muss zwei Gr&amp;ouml;&amp;szlig;en von zwei beliebigen Jeansmarken aus ihrem Kleiderschrank angeben, die ihr gut passen. Aus diesen Gr&amp;ouml;&amp;szlig;en kann das System f&amp;uuml;r alle Jeans, die es auf dem Markt gibt, die richtige Gr&amp;ouml;&amp;szlig;e f&amp;uuml;r sie berechnen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Gibt es Bestellungen, &amp;uuml;ber die Sie sich sehr wundern?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Einmal hat eine Frau 17 gleiche Jacken der Marke Duvetica bestellt, in verschiedenen Farben. Wir wissen bis heute nicht, ob sie sie alle anzieht oder verschenkt hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;K&amp;ouml;nnen Sie an der Bestellung ablesen, ob der Eink&amp;auml;ufer Frust-Shopping betreibt? &lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Wir kennen eher das Gegenteil: die Euphorie vor dem Date. Die Kundin braucht ganz schnell ein neues Kleid. Deswegen haben wir einen Drei-Stunden-Express-Lieferservice eingerichtet. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span&gt;&lt;br /&gt;[seitenumbruch title=&quot;&lt;/span&gt;&lt;span&gt;Bordeaux, Purpur, Fichtengr&amp;uuml;n, Korallenfarben, Gelb&quot;]&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://sz-magazin.sueddeutsche.de/upl/images/user/8059/54003.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Obwohl Sie ein Interneth&amp;auml;ndler sind, haben Sie neulich wieder einen Laden in Koblenz aufgemacht. Ihr Konkurrent, Net-a-porter.com, hat vor Kurzem ein auf Papier gedrucktes Kundenmagazin verschickt. Sind das nicht sehr klassische Konzepte f&amp;uuml;r die zwei gr&amp;ouml;&amp;szlig;ten Online-Designermodenh&amp;auml;ndler der Welt? &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Die Zukunft hei&amp;szlig;t auch f&amp;uuml;r den Onlinehandel &amp;raquo;Multichannelling&amp;laquo;: also den Kunden &amp;uuml;ber viele Kan&amp;auml;le zu erreichen, &amp;uuml;ber Kataloge, Kundenzeitschriften, Mailings, personalisierte Onlinewerbung oder eben &amp;uuml;ber einen klassischen Laden. Wobei dieser eher eine Art Showroom ist, in dem man zwar Kleidung anfassen und kaufen, aber mithilfe von iPads auch in unserem Online-Sortiment st&amp;ouml;bern kann. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Wie organisieren Sie den Einkauf der Massen von Kleidung, wenn Sie dabei noch im Kopf haben m&amp;uuml;ssen, wie die Frauen in allen L&amp;auml;ndern ticken? &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;F&amp;uuml;r diese Firma sind kontinuierlich vier Eink&amp;auml;ufer aus vier L&amp;auml;ndern unterwegs, anders geht das nicht: Europa und Amerika haben ein &amp;auml;hnliches &amp;auml;sthetisches Empfinden. Asiaten denken dagegen ganz anders, besonders was Farben angeht. Wir sichten mehr als tausend Kollektionen, die manchmal aus bis zu 700 Teilen bestehen. Dabei m&amp;uuml;ssen wir bedenken, was in den letzten zehn Jahren in den L&amp;auml;ndern gut verkauft worden ist. Wenn es einen Trend schon mal gab, h&amp;auml;ngen bestimmte Kleidungsst&amp;uuml;cke schon im Schrank einer Frau. Das brauchen wir nicht noch mal zu bestellen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Wie viel St&amp;uuml;ck bestellen Sie, sagen wir: von einer Hose?&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;Das ist eine Frage des Preises. Je teurer ein Kleidungsst&amp;uuml;ck, desto kleiner der Kundenkreis. Meistens bestellen wir zwischen 20 und 30 Teilen, manchmal ein paar Hundert. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Werden Sie von den Designern anders behandelt, weil Sie in so gro&amp;szlig;en Massen verkaufen k&amp;ouml;nnen?&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;Wir haben einen anderen Stellenwert als die Boutique an der Ecke, ja. Fr&amp;uuml;her war man eine kleine Geige in einem gro&amp;szlig;en Orchester. Jetzt kann man auch mal den Ton angeben. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Das hei&amp;szlig;t, Sie k&amp;ouml;nnen auch Marken gro&amp;szlig; rausbringen?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Nur so viel: Wenn wir eine Marke auf unserer Seite vorstellen, bestellen sofort zehn Einzelh&amp;auml;ndler in Deutschland diese Marke auch. Zudem kann jeder auf unserer Seite genau beobachten, wenn eine Marke gut ankommt &amp;ndash; wenn sie schnell ausverkauft ist. Das beobachten Einzelh&amp;auml;ndler. &lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;Versuchen sich Marken oder Designer bei Ihnen einzukaufen?&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;Nein, so etwas geht bei uns nicht. Wenn eine Marke nicht zu uns passt, dann passt sie nicht. Wir haben viel Aufbauarbeit leisten m&amp;uuml;ssen, viele Designer standen dem Onlinehandel skeptisch gegen&amp;uuml;ber. Die Gefahr ist hoch, dass eine falsche Marke auf einer Seite die anderen Marken &amp;uuml;berschattet. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Gibt es Kleidungsst&amp;uuml;cke, die man online nicht verkaufen kann, sondern nur im Gesch&amp;auml;ft? &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt; Wir m&amp;uuml;ssen darauf achten, dass Kleidungsst&amp;uuml;cke auf dem Bildschirm nicht flimmern &amp;ndash; im Fernsehen ist das genauso. Extreme Muster wie Hahnentritt und Pepita k&amp;ouml;nnen wir nicht kaufen. Und bei allem, was zu kompliziert zum Anziehen ist, &amp;uuml;berlegen wir dreimal. Die Frau ist allein zu Hause beim Anprobieren, wenn sie ein Kleid nicht versteht, etwa wegen komplizierter Drapage, bestellen wir es nicht. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Was verkaufen Sie diesen Winter besonders gut? &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt; Besonders beliebt in dieser Saison sind Farben: Bordeaux, Purpur, Fichtengr&amp;uuml;n, Korallenfarben, Gelb. Die Menschen sind heute modisch aufgeschlossener als fr&amp;uuml;her, weil sie durch das Internet sehr gut informiert sind. Fr&amp;uuml;her haben Kunden Gelb nicht angefasst, das steht mir nicht, dachten sie! Jetzt ist Gelb Trend, und Jil Sander macht diesen Winter sogar Pastell. Fr&amp;uuml;her h&amp;auml;tten die Frauen geschrien, wie unpraktisch, Pastell im Winter! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Was war das bestverkaufte Kleidungsst&amp;uuml;ck bisher? &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt; Die Oversize-M&amp;auml;ntel von Jil Sander in dieser Saison. Sie waren innerhalb von 24 Stunden ausverkauft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Ist der Online-Modekunde besser informiert als ein Kunde im Modegesch&amp;auml;ft?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Heute ist jeder Kunde besser informiert. Fr&amp;uuml;her wurde Kunden allerhand erz&amp;auml;hlt: Wenn jemand mit einem Ausriss aus der Vogue ins Gesch&amp;auml;ft kam und genau diese eine Weste haben wollte, die der Ladenbesitzer nicht f&amp;uuml;hrte, dann wurde auch mal erz&amp;auml;hlt, diese Weste gebe es gar nicht, die sei nur ein Showteil! Der Kunde konnte das nicht &amp;uuml;berpr&amp;uuml;fen und lie&amp;szlig; sich wom&amp;ouml;glich was anderes aufschwatzen. So was gibt es heute nicht mehr.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Mario Eimuth&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;studierte Philosophie, Literatur und Kunst und f&amp;uuml;hrte zusammen mit seinem      Bruder das Modegesch&amp;auml;ft Sarajo in M&amp;uuml;nchen. Er verkaufte      es 2005, nachdem er ein Jahr zuvor den Online-Modehandel      Stylebop.com gegr&amp;uuml;ndet hatte, heute das gr&amp;ouml;&amp;szlig;te Internetkaufhaus f&amp;uuml;r gehobene      Mode in Europa (ohne England) mit 175 Mitarbeitern. Die H&amp;auml;lfte des weltweiten Umsatzes von 60 Millionen Euro macht Stylebop im      deutschsprachigen Raum - Deutschland, &amp;Ouml;sterreich, Schweiz.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;</description>
    <dc:subject>Es rappelt im Karton</dc:subject>
    <dc:creator>Kerstin Greiner</dc:creator>
    <dc:date>2012-11-28T12:00:00+01:00</dc:date>
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    <title>The Shoe must go on</title>
    <description>&lt;p&gt;Es gibt nur ein Accessoire, das aus einer Erscheinung einen Auftritt macht: der      richtige Schuh.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um nichts machen modisch ambitionierte M&amp;auml;nner mehr Gewese als um Schuhe. Im Schuh, so hei&amp;szlig;t es, zeige sich das Wesen eines Mannes. George W. Bush trug am liebsten Cowboystiefel. Das sagt vielleicht nicht alles, aber schon ziemlich viel. Barack Obama schw&amp;ouml;rt auf elegante schwarze Stiefeletten, Modell &amp;raquo;Lincoln Boot&amp;laquo;. Ob ihm die nicht zu gro&amp;szlig; sind, wird die Wahl beweisen. Oder nehmen wir Joschka Fischer, dessen ganzes Leben fast in einen Turnschuh passt: Erst marschierte er darin durch die Institutionen, dann joggte er in den Ruhestand. Heute bevorzugt er staatsm&amp;auml;nnische Lederschuhe, behauptet aber, er w&amp;auml;re ein Rock n Roller. Irgendwie ist das Verh&amp;auml;ltnis von M&amp;auml;nnern zu Schuhen eben doch pragmatisch: Was hermachen m&amp;uuml;ssen sie, ja, aber vor allem haltbar sein. M&amp;auml;nner m&amp;uuml;ssen nicht st&amp;auml;ndig neuen Nachschub kaufen wie Frauen, was aber nicht hei&amp;szlig;t, dass sie weniger zwanghaft sind. M&amp;auml;nner mit Schuhtick treffen sich zum Beispiel gern in Schuhputzkursen oder geben dreistellige Betr&amp;auml;ge f&amp;uuml;r Schuhspanner aus Zedernholz aus. Wem diese Leidenschaft nicht fremd ist, der wird sich in den Lieblingsmodellen auf dieser Seite sicher wiederfinden. Es ist f&amp;uuml;r jeden was dabei &amp;ndash; vom Turnschuh bis zum Budapester. Nur mit Cowboystiefeln k&amp;ouml;nnen wir nicht dienen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;</description>
    <dc:subject>The Shoe must go on</dc:subject>
    <dc:creator>Thomas Bärnthaler</dc:creator>
    <dc:date>2012-10-10T12:00:00+01:00</dc:date>
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    <title>Katz ist in der kleinsten Hütte</title>
    <description>&lt;p&gt;Welches Schuhwerk DER GESTIEFELTE KATER heute tragen w&amp;uuml;rde? Keine Ahnung. Aber diese Modelle      w&amp;uuml;rden wir uns krallen.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=&quot;float: left;&quot;&gt;&lt;/span&gt;</description>
    <dc:subject>Katz ist in der kleinsten Hütte</dc:subject>
    <dc:creator></dc:creator>
    <dc:date>2012-09-12T12:00:00+01:00</dc:date>
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    <title>Schmmmmatz</title>
    <description>&lt;p&gt;K&amp;uuml;sschen links, K&amp;uuml;sschen rechts &amp;ndash; FROSCHK&amp;Ouml;NIG zu sein kann etwas l&amp;auml;stig werden: St&amp;auml;ndig soll man sich verwandeln, st&amp;auml;ndig will irgendeine Prinzessin knutschen. Da sollte wenigstens die Lippenstiftfarbe stimmen.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; </description>
    <dc:subject>Schmmmmatz</dc:subject>
    <dc:creator></dc:creator>
    <dc:date>2012-09-10T12:00:00+01:00</dc:date>
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    <title>Stein gehabt</title>
    <description>&lt;p&gt;&amp;hellip; und es wurde &amp;raquo;reich f&amp;uuml;r sein Lebtag&amp;laquo;. Aber was macht      das M&amp;auml;dchen aus dem M&amp;auml;rchen dann eigentlich mit den ganzen STERNTALERN? Wir tippen: Schmuck kaufen und sch&amp;ouml;n dekadent rumh&amp;auml;ngen.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; &lt;em&gt;Produktion: Almut Vogel; Styling-Assistenz: R&amp;eacute;ka Maria Probst;      Fotoassistenz: Jacob Schmitt; Haare &amp;amp; Make-up: Ben Mayer / ballsaal.com      mit Produkten von Chanel; Model: Anna-Maria Nemetz / megamodelagency.de &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; &lt;span style=&quot;float: left;&quot;&gt;&lt;/span&gt;</description>
    <dc:subject>Stein gehabt</dc:subject>
    <dc:creator></dc:creator>
    <dc:date>2012-09-07T12:00:00+01:00</dc:date>
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    <title>Das ist die Rettung</title>
    <description>&lt;p&gt;Darauf k&amp;ouml;nnte sich Europa endlich mal einigen: Unter      diese Schirme m&amp;ouml;chte wirklich jeder.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ach, Schirm, du hattest schon bessere Tage! Vor 5000 Jahren erfunden, um den Herrschern &amp;Auml;gyptens Schatten zu spenden, Insigne der M&amp;auml;chtigen im antiken Persien, Indien und China, von den R&amp;ouml;mern mit Edelsteinen verziert. Im Mittelalter Teil des p&amp;auml;pstlichen Zeremoniells, lange dem Adel vorbehalten, sp&amp;auml;ter unverzichtbarer Begleiter feiner Damen, zur Biedermeierzeit beh&amp;uuml;tetes Familienerbst&amp;uuml;ck. Noch um 1910 war Deutschland stolzer Weltmarktf&amp;uuml;hrer der Schirmproduktion und nat&amp;uuml;rlich erfand 1928 ein Deutscher den faltbaren Taschenschirm Knirps. Und heute? Ist der Schirm das Symbol der Krise, f&amp;uuml;rchten Spanier und Italiener nichts mehr, als darunter zu m&amp;uuml;ssen. Der &amp;raquo;Rettungsschirm&amp;laquo; ist aussichtsreicher Kandidat f&amp;uuml;r das Unwort des Jahres, selbst im fernen New York beunruhigt der &amp;raquo;Euro rescue umbrella&amp;laquo;. W&amp;uuml;rde Carl Spitzweg im Jahr 2012 noch einmal den armen Poeten malen, l&amp;auml;ge unter dem zerfledderten Schirm: ein Grieche. Finanzminister Peer Steinbr&amp;uuml;ck brachte den &amp;raquo;Banken-Rettungsschirm&amp;laquo; 2008 in unseren Wortschatz ein, vier triste Jahre und viele schiefe Metaphern sp&amp;auml;ter ist es Zeit, den Schirm zu rehabilitieren. Wir pr&amp;auml;sentieren: Lieblingsmodelle f&amp;uuml;r den Herbst 2012, in sattem Orange, mit Paisleymuster oder nietenbesetztem Knauf. Da freut man sich aufs n&amp;auml;chste Unwetter, zumindest aufs meteorologische.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Model: Maria Ericsson/M4 Models; Haare/Make-up: Mira Hake&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;</description>
    <dc:subject>Das ist die Rettung</dc:subject>
    <dc:creator>Marc Baumann</dc:creator>
    <dc:date>2012-09-03T12:00:00+01:00</dc:date>
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