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    <title>sz-magazin.de - Reise</title>
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    <title>Dem Himmel so nah</title>
    <description>&lt;p&gt;In den Schweizer Bergen gibt es Toiletten, in denen w&amp;uuml;rde man glatt seine Sommerferien verbringen.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Von oben: Steinschlaggefahr. Von der Seite: Sturmb&amp;ouml;en. Von innen: dieser fiese Druck. Bergsteiger, die im Hochgebirge mal dringend m&amp;uuml;ssen, haben ein Problem. Klettergurt, Steigeisen und Hose ausziehen &amp;ndash; das ist keine gute Idee, wenn man zum Beispiel mitten in der Eiger-Nordwand h&amp;auml;ngt. Selbst als Speed-Bergsteiger schafft man es kaum zur n&amp;auml;chsten &amp;ouml;ffentlichen Toilette. Eine echte Schei&amp;szlig;-Situation, auch f&amp;uuml;r die Seilschaften unterhalb.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; &amp;raquo;Saubl&amp;ouml;d, wenn man da oben muss&amp;laquo;, sagt der M&amp;uuml;nchner Extremsportler Benedikt B&amp;ouml;hm, der bei der Besteigung des Broad Peak (8051 Meter) mal an einer eher ung&amp;uuml;nstigen Stelle, halb &amp;uuml;berh&amp;auml;ngend, seine Notdurft verrichtete. B&amp;ouml;hm rennt freiwillig auf die h&amp;ouml;chsten Berge der Welt und f&amp;auml;hrt mit Skiern wieder runter, aber auf Toiletteng&amp;auml;nge in der Todeszone w&amp;uuml;rde er gern verzichten: &amp;raquo;Gef&amp;auml;hrlich, unpraktisch, ungem&amp;uuml;tlich.&amp;laquo;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; Im Vergleich zu so einer Luftnummer kann einem eine Bretterbude mit Donnerbalken fast wie ein Wellnessbereich vorkommen. Das Plumpsklo neben der Guggih&amp;uuml;tte, auf 2791 Metern im Berner Oberland gelegen, bietet keinerlei Komfort, daf&amp;uuml;r aber eine spektakul&amp;auml;re Aussicht. Die Toilette steht auf einem Felssporn zwischen den Viertausendern M&amp;ouml;nch und Jungfrau. &amp;Auml;hnlich exponiert sitzt man auf dem WC neben dem Mittelaletschbiwak, einer Notunterkunft am Aletschgletscher f&amp;uuml;r 13 Personen. Im Kloh&amp;auml;uschen h&amp;auml;ngt ein Seil, an dem man ziehen kann. Die Sp&amp;uuml;lung ist eine Attrappe, Wasser gibt es nicht &amp;ndash; eiskalter Schweizer Humor.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; &amp;raquo;Es ist diese Mischung aus Poesie und Skurrilit&amp;auml;t, die mich fasziniert&amp;laquo;, sagt der Schweizer Bergfotograf Marco Volken. Bei Wanderungen und Skitouren in den Alpen hat er in den vergangenen 15 Jahren mehr als hundert WC-H&amp;auml;uschen fotografiert. Die architektonische Vielfalt hat ihn verbl&amp;uuml;fft, sie reicht vom rustikalen Holzmodell mit herzf&amp;ouml;rmigem Fenster &amp;uuml;ber das Kunststoffklo in knalligen Farben bis zum puristischen Metallkubus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; Manche WCs stehen wie Kunstinstallationen in der Landschaft, ihr Anblick kann einen nachdenklich machen. Wieso brauchen Bergsteiger, die Einsamkeit und Weite suchen, zum Verrichten ihres Gesch&amp;auml;ftes eine eng begrenzte Intimzone? Das Ph&amp;auml;nomen hat praktische Ursachen. Wenn sich alle irgendwo hinter einen Felsen hocken w&amp;uuml;rden, k&amp;ouml;nnte man bald nicht mehr durchatmen beim Wandern. Das Gebirgsklo konzentriert das Problem auf einen Punkt, auch wenn es in den meisten F&amp;auml;llen keine Kanalisation gibt. Neuere  Modelle verf&amp;uuml;gen &amp;uuml;ber einen Sammeltank, der mit dem Hubschrauber ausgeflogen und im Tal entleert werden kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; Der Charme der stillen &amp;Ouml;rtchen im Hochgebirge wird wohl auch nach der Einf&amp;uuml;hrung neuer Technologien wie dem Bio-Trocken-WC erhalten bleiben. Das freut Marco Volken, der die extremsten Toiletten der Alpen getestet hat, die meisten davon mit G&amp;auml;nsehaut-Garantie. Ihn kann jetzt nur noch wenig schocken: &amp;raquo;Abenteuerlich ist es vor allem dann, wenn man zu sp&amp;auml;t merkt, dass es dort kein Wasser gibt &amp;ndash; und auch kein Toilettenpapier.&amp;laquo;&lt;br /&gt;&lt;span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp; &lt;br /&gt;</description>
    <dc:subject>Dem Himmel so nah</dc:subject>
    <dc:creator>Titus Arnu</dc:creator>
    <dc:date>2013-05-16T17:00:00+01:00</dc:date>
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    <title>Die Reifenprüfung</title>
    <description>&lt;p&gt;Auf dem Fahrrad durch ganz Patagonien. Mit kleinen Kindern.  Unm&amp;ouml;glich? Eine Th&amp;uuml;ringer Familie hat es trotzdem gewagt. Beim  Tachostand von 3800 Kilometern haben wir mal nachgefragt, wie es so  geht. Da waren sie gerade in S&amp;uuml;dchile.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;strong&gt;SZ-Magazin: Ihre kleine Tochter ist gerade mal zwei Jahre alt. Ist das nicht ein bisschen jung f&amp;uuml;r eine Fahrradtour durch S&amp;uuml;damerika?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Axel Bauer: &lt;/strong&gt;Aber nein, das ist nur eine Frage des Reisezieles. F&amp;uuml;r Patagonien sind keine speziellen Impfungen notwendig, es besteht keine Malaria- oder Gelbfiebergefahr. Mit Smilla, unserer &amp;auml;ltesten Tochter, sind wir bereits ein halbes Jahr durch Neuseeland geradelt. Beim Start war sie gerade einmal f&amp;uuml;nf Monate alt. Auch damals gab es keine Probleme, Smilla war nicht einen Tag krank. Kleinkinder sind sehr flexibel, sie passen sich schnell ver&amp;auml;nderten Bedingungen an. F&amp;uuml;r Selma, die J&amp;uuml;ngere, ist diese Reise inzwischen selbstverst&amp;auml;ndlich und k&amp;ouml;nnte ewig so weitergehen &amp;ndash; Reisen ist f&amp;uuml;r sie der Normalzustand.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Wo genau sind Sie gerade?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Wibke Ra&amp;szlig;bach:&lt;/strong&gt; Wir sind auf der Carretera Austral in S&amp;uuml;dchile unterwegs. Eigentlich ist das eine Piste f&amp;uuml;r abgebr&amp;uuml;hte Abenteurer, auf der man kaum Familien trifft. Schon gar nicht auf dem Fahrrad. Bei uns ist es jetzt Abend, wir sitzen in einem kleinen Dorf namens Villa Manuhuales in einer &amp;raquo;Casa de Ciclistas&amp;laquo;, einem Privathaus, das reisenden Radfahrern offen steht. Ein Mann hat uns vor ein paar Stunden angesprochen und uns zu sich eingeladen. Er hatte noch etwas zu erledigen, dr&amp;uuml;ckte uns einfach seinen Haust&amp;uuml;rschl&amp;uuml;ssel in die Hand und sagte: &amp;raquo;Waschmaschine, Dusche, Internet, alles da. F&amp;uuml;hlt euch wie zu Hause.&amp;laquo; Das ist doch ein Wahnsinn, oder?&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;Sind Sie oft eingeladen worden?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Ra&amp;szlig;bach:&lt;/strong&gt; Vor allem in Argentinien, vor allem wegen unserer Kinder. Je weniger ein Gebiet touristisch erschlossen ist, desto herzlicher und gastfreundlicher sind die Leute. In Argentinien hat man uns gleich vier Mal f&amp;uuml;rs Fernsehen interviewt, so selten sind da Radreisende. Da war unsere Karawane nat&amp;uuml;rlich eine kleine Sensation. &lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;Wie lange sind Sie schon unterwegs?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Ra&amp;szlig;bach:&lt;/strong&gt; Seit Anfang Oktober. Wir sind in Buenos Aires gestartet und fahren durch Argentinien und jetzt Chile. Die meiste Zeit haben wir im S&amp;uuml;den der beiden L&amp;auml;nder verbracht, in Patagonien. In vier Wochen fliegen wir von Santiago de Chile aus zur&amp;uuml;ck nach Deutschland.Wie viele Kilometer haben Sie hinter sich?&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;Bauer:&lt;/strong&gt; Der Tacho steht bei etwa 3800 Kilometern. Darunter waren viele Schotterstra&amp;szlig;en, auf denen wir nur elf Stundenkilometer geschafft haben. Die sch&amp;ouml;nsten und einsamsten Flecken Erde sind wohl nur &amp;uuml;ber Wellblechpisten zu erreichen. Aber wir haben uns keine feste Route vorgenommen, sondern lassen uns treiben. Wir m&amp;uuml;ssen lediglich darauf achten, ein Dorf mit Laden zu erreichen, bevor unsere Essensvorr&amp;auml;te alle sind.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;Wo war es auf der Strecke am sch&amp;ouml;nsten?&lt;br /&gt;Bauer: &lt;/strong&gt;Verdammt schwer zu sagen. Patagonien ist so reich an magischen Orten, die uns verzaubert haben: ein Tal, eine weite Ebene oder gestern Abend der Lagerplatz am Gletscherfluss. Die Kinder haben nat&amp;uuml;rlich andere Kriterien: Ein Platz, um im Matsch zu spielen, mit vielen Steinen und St&amp;ouml;cken oder eine Blumenwiese stehen bei ihnen h&amp;ouml;her im Kurs als Orte mit perfekter Aussicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Gab es auch einen Ort, den alle vier Familienmitglieder scheu&amp;szlig;lich fanden?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Ra&amp;szlig;bach:&lt;/strong&gt; Wir sind k&amp;uuml;rzlich mit einem schaukelnden, staubigen, stickigen Bus gefahren, in dem uns allen schlecht wurde. Wir waren heilfroh, als wir sp&amp;auml;ter wieder auf unseren R&amp;auml;dern sa&amp;szlig;en.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Brenzlige Situationen erlebt?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Bauer: &lt;/strong&gt;Jedes &amp;Uuml;berholman&amp;ouml;ver kann gef&amp;auml;hrlich werden. In Argentinien haben wir einen langen Stock mit Fahne zum Abstandhalten ans Rad montiert &amp;ndash; und ein Schild &amp;raquo;Ni&amp;ntilde;a a bordo&amp;laquo;, M&amp;auml;dchen an Bord.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;Auch mal Angst bekommen?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Bauer: &lt;/strong&gt;Zweimal. Vor ein paar Tagen waren wir auf einem Rodeo; als wir gehen wollten, war Smilla pl&amp;ouml;tzlich verschwunden. Wir mussten sie ausrufen lassen, ein Gaucho brachte sie uns wieder. Sie wollte schon allein zur&amp;uuml;ck zum Zelt laufen. Das andere Mal sind Wibke und die beiden M&amp;auml;dels barfu&amp;szlig; beinahe auf eine gro&amp;szlig;e Schlange getreten. Sp&amp;auml;ter stellte sich aber heraus, dass sie nicht giftig war.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;Wo haben Sie geschlafen, wenn niemand Sie eingeladen hat?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Ra&amp;szlig;bach:&lt;/strong&gt; Im Zelt, manchmal in g&amp;uuml;nstigen Pensionen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Was nimmt man mit f&amp;uuml;r ein halbes Jahr unterwegs?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Ra&amp;szlig;bach:&lt;/strong&gt; Im Prinzip das Gleiche, was man auch f&amp;uuml;r eine Woche packen w&amp;uuml;rde &amp;ndash; plus Waschb&amp;uuml;rste. Unsere R&amp;auml;der d&amp;uuml;rfen nicht zu schwer f&amp;uuml;r steile Anstiege und Schotterpisten sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Wer kam auf die Idee, mit dem Fahrrad durch Patagonien zu fahren?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt; &lt;strong&gt;Bauer: &lt;/strong&gt;Wibke, kurz nach Selmas Geburt. Im Sommer 2011 haben wir eine vierw&amp;ouml;chige Testtour durch Finnland unternommen, danach haben wir auf Patagonien gespart.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Wie viel Geld braucht denn eine Familie in S&amp;uuml;damerika? &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Bauer:&lt;/strong&gt; Jedenfalls mehr, als wir gedacht hatten, obwohl wir keine Fahrtkosten haben. Aber das Essen ist teuer im abgelegenen S&amp;uuml;den. Wir geben zwischen drei&amp;szlig;ig und f&amp;uuml;nfzig Euro am Tag aus. Wir haben uns das zusammengespart. Ich arbeite in Deutschland als Designer und Innenarchitekt, Wibke im Waldkindergarten. Au&amp;szlig;erdem verdienen wir etwas Geld mit Diavortr&amp;auml;gen &amp;uuml;ber unsere Reisen.&lt;br /&gt;&lt;span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span&gt;[seitenumbruch title=&quot;&lt;/span&gt;&amp;raquo;Die Leute vor Ort wissen schon, wo es sch&amp;ouml;n ist&amp;laquo;&lt;span&gt;&quot;]&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://sz-magazin.sueddeutsche.de/upl/images/user/8059/58037.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Warum ausgerechnet Patagonien, warum mit dem Fahrrad?&lt;br /&gt;Ra&amp;szlig;bach:&lt;/strong&gt; Natur entspannt die Kinder und gibt ihnen viele M&amp;ouml;glichkeiten zum Spielen. Der langsame Rhythmus beim Radfahren gef&amp;auml;llt uns allen vieren. Wir Eltern bewegen uns viel, das entspannt. Die Kleinen erleben jeden Tag gen&amp;uuml;gend Abenteuer, die ihnen Stoff f&amp;uuml;r Indianer-, Trapper- oder Piratenspiele liefern.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;Wechseln Sie sich ab beim Kindertransport? &lt;br /&gt;Bauer:&lt;/strong&gt; Nein. Wir haben ein Tandem gekauft, auf dem Smilla mit ihren f&amp;uuml;nf Jahren ihrer Mama beim Treten helfen kann &amp;ndash; wenn sie will. Das zweite Team bilden Selma und ich, Selma sitzt im Anh&amp;auml;nger. Da verstauen wir auch Essen f&amp;uuml;r zwei bis drei Tage, je nach Stra&amp;szlig;enzustand und Wind reicht das f&amp;uuml;r 150 Kilometer. Unsere Ausr&amp;uuml;stung mit Zelt, Schlafs&amp;auml;cken, Isomatten, Klamotten, Spielzeug, Kochzubeh&amp;ouml;r, Fotoapparat und Computer haben wir in sechs Satteltaschen verstaut.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Ist so eine lange Strecke nicht viel zu anstrengend?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Ra&amp;szlig;bach: &lt;/strong&gt;Auf der Carretera Austral mit ihren vielen steilen Schotteranstiegen und dem starken Wind ist das Vorw&amp;auml;rtskommen manchmal hart. Aber wir haben langsam angefangen und uns im Laufe der Reise gesteigert. &lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;Haben Sie gute Fahrr&amp;auml;der?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Bauer: &lt;/strong&gt;Und ob. Unsere R&amp;auml;der waren so teuer wie ein neues Auto. Alle wichtigen Teile haben wir &amp;uuml;ber Jahre hinweg getestet. &lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;Wie oft mussten Sie schon Reifen flicken?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Bauer:&lt;/strong&gt; Ich habe nicht mitgez&amp;auml;hlt, aber sicher zehn Mal. Dazu ein Speichenbruch, Bruch des Gep&amp;auml;cktr&amp;auml;gers, Probleme mit den Zeltrei&amp;szlig;verschl&amp;uuml;ssen, der Kocher war verstopft, das Messer verschwunden. Eine Fahrradtour wird nie langweilig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Wie viele Kilometer schaffen Sie an guten Tagen?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Bauer:&lt;/strong&gt; Bei R&amp;uuml;ckenwind auf einer Teerstrasse mit wenig Bergen hundert Kilometer. Aber gute Tage gibt es in S&amp;uuml;damerika selten. Im Schnitt sind es f&amp;uuml;nfzig Kilometer. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Mal &amp;uuml;berhaupt keine Lust gehabt, aufs Rad zu steigen?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Ra&amp;szlig;bach: &lt;/strong&gt;Kommt vor. Dann wird es Zeit, etwas anderes zu machen. Wir m&amp;uuml;ssen ja nicht jeden Tag weiterfahren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Sind Sie oft ein St&amp;uuml;ck mit dem Zug oder Bus gefahren?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Ra&amp;szlig;bach:&lt;/strong&gt; Aus Buenos Aires heraus haben wir den Bus genommen. Der Stadtverkehr ist einfach zu gef&amp;auml;hrlich. Dann sind wir noch mal 500 Kilometer im Bus durch die einsame argentinische Pampa gefahren. Auf R&amp;auml;dern h&amp;auml;tten wir es nicht bis zum n&amp;auml;chsten Laden geschafft. Aber Busfahren ist nicht sch&amp;ouml;n: Man sieht wenig und es wird einem schnell schlecht. Wir vermeiden den Bus, wenn nur irgend m&amp;ouml;glich. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Haben Sie viele Weltenbummler kennengelernt?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Ra&amp;szlig;bach: &lt;/strong&gt;Gerade heute haben wir Jonathan aus den USA getroffen, der seit sieben Jahren zu Fu&amp;szlig; mit Rucksack unterwegs ist. In Mexiko arbeitete er bei einer Familie und bekam als Dank einen Esel geschenkt, mit dem er bis Brasilien gelaufen ist. Leider ist der Esel dort an einem Schlangenbiss gestorben und Jonathan ist seitdem wieder alleine.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Sind auch viele Familien unterwegs?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Ra&amp;szlig;bach:&lt;/strong&gt; Nein, S&amp;uuml;damerika klingt f&amp;uuml;r viele Eltern vielleicht zu abenteuerlich. Aber in Neuseeland haben wir vor f&amp;uuml;nf Jahren eine franz&amp;ouml;sische Familie kennengelernt. Die waren mit drei Kindern &amp;ndash; drei, acht und zw&amp;ouml;lf Jahre alt &amp;ndash; auf dem Rad unterwegs. Alle hatten leuchtende, wache Augen und sahen kerngesund aus. Das hat uns begeistert. Ansonsten haben wir nur von anderen Familien auf Weltreise gelesen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Auf dem Portal weltreise-mit-kind.de treffen sich 2700 Familien, die mit dem Gedanken spielen. Haben Sie dort auch Tipps ausgetauscht?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Bauer:&lt;/strong&gt; Nein. Das Credo solcher Seiten ist meist: Reisen mit Kindern &amp;ndash; kein Problem. Ideen f&amp;uuml;r eine Reise und die n&amp;ouml;tige Erfahrung sollte jeder selbst sammeln und sich nicht von rosigen Erinnerungen anderer verleiten lassen. Aber Infos aus solchen Blogs sind eine gute Erg&amp;auml;nzung, wir haben ja auch einen eigenen: abenteuerkultur.de.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;An was sollte man vor Reiseantritt unbedingt denken?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Ra&amp;szlig;bach:&lt;/strong&gt; Vor der Abreise hat man meist &amp;uuml;berhaupt keine Zeit, an irgendetwas zu denken. Man sollte eine Auslandskrankenversicherung abschlie&amp;szlig;en und gute B&amp;uuml;cher mitnehmen: Wir haben Pablo Nerudas Gedichte und &lt;em&gt;Das Abenteuer des Miguel Litt&amp;iacute;n &amp;ndash; Illegal in Chile&lt;/em&gt; von Gabriel Garc&amp;iacute;a M&amp;aacute;rquez eingepackt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Schwei&amp;szlig;t so eine Tour zusammen? Hat es Ihrer Familie gut getan?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Ra&amp;szlig;bach: &lt;/strong&gt;Auf jeden Fall &amp;ndash; schon allein, weil wir mal wieder richtig viel Zeit zusammen verbringen. Wir f&amp;uuml;hlen uns wie eine richtige Abenteurer-Familie. Trotzdem gibt es nat&amp;uuml;rlich Streit wie in jeder anderen Familie auch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Was macht man, wenn man sich mal auf den Wecker geht, aber sich auf der Reise kaum aus dem Weg gehen kann?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Bauer: Man muss die Dinge, die einen nerven, einfach schneller ansprechen und l&amp;ouml;sen. Au&amp;szlig;erdem hat jeder von uns w&amp;auml;hrend des Radelns viel Zeit zum Nachdenken und Abreagieren &amp;ndash; am Abend sind wir alle ganz friedlich. Obwohl wir 24 Stunden am Tag direkt hintereinander hocken, streiten wir viel weniger als zu Hause.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;W&amp;uuml;rden Sie die Reise genau so noch mal planen oder irgendetwas anders machen?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Ra&amp;szlig;bach:&lt;/strong&gt; Unser einziger Plan war der Hin- und R&amp;uuml;ckflug. Zwischen dem Startpunkt Buenos Aires und dem Zielort Santiago de Chile blieb unsere Route v&amp;ouml;llig offen. Die Leute vor Ort wissen schon, wo es sch&amp;ouml;n ist. Eine neue Reise w&amp;uuml;rde dadurch auch wieder v&amp;ouml;llig anders aussehen.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;Hat niemand Heimweh bekommen?&lt;br /&gt;Ra&amp;szlig;bach: &lt;/strong&gt;Alle vier, st&amp;auml;ndig. Aber aus der Ferne sieht unser Dorf im Th&amp;uuml;ringer Wald sch&amp;ouml;ner aus, als es dann im Alltag tats&amp;auml;chlich ist. Smilla vermisst ab und zu ihren Kindergarten und ihre beiden Omis. Doch der riesige Abenteuerspielplatz Patagonien l&amp;auml;sst sie das Heimweh immer schnell wieder vergessen &amp;ndash; sie ist einfach zu besch&amp;auml;ftigt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Schon Pl&amp;auml;ne f&amp;uuml;r die Zeit nach der R&amp;uuml;ckkehr?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Bauer: &lt;/strong&gt;Selma will mit ihrer P&amp;uuml;ppi spielen. Smilla freut sich auf Kl&amp;ouml;&amp;szlig;e und Rouladen von der einen Omi und die Linsensuppe von der anderen. Wibke wird gute Musik auflegen, die sie lange nicht geh&amp;ouml;rt hat, und ich zum Langlaufen gehen, wenn noch irgendwo Schnee liegt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Wohin geht&amp;rsquo;s als n&amp;auml;chstes?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Bauer: &lt;/strong&gt;Smilla will nach China, Wibke nach Ecuador, ich nach Kirgistan und Selma irgendwohin, wo es Schokolade gibt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Fotos: Axel Bauer, Wibke Ra&amp;szlig;bach&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;</description>
    <dc:subject>Die Reifenprüfung</dc:subject>
    <dc:creator>Lars Reichardt (Interview)</dc:creator>
    <dc:date>2013-03-22T12:00:00+01:00</dc:date>
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    <title>Lauter Lieblingsplätze</title>
    <description>&lt;p&gt;Wer immer noch glaubt, Mailand sei keine sch&amp;ouml;ne Stadt, hat nur noch nicht die richtigen Leute gefragt. Acht Empfehlungen aus berufenem Munde.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://sz-magazin.sueddeutsche.de/upl/images/user/8059/56951.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;CLAUDIA SCHIFFER&lt;br /&gt;Supermodel &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;raquo;Der Spazio Rossana Orlandi er&amp;ouml;ffnete vor zehn Jahren in einer ehemaligen Krawattenfabrik in der Via Matteo Bandello. Heute findet man dort eine wunderbare Mischung aus modernem Design und Vintage-M&amp;ouml;beln. In der 2008 hinzugekommenen hauseigenen Galerie gibt es Unikate und Sondereditionen. Sie ist eine der besten Plattformen f&amp;uuml;r junge aufstrebende Designer.&amp;laquo;   &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Spazio Rossana Orlandi, Via Matteo Bandello, 14-16. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Claudia Schiffer hat in ihrer Karriere unz&amp;auml;hlige Kilometer auf Mailands Laufstegen zur&amp;uuml;ckgelegt und war mehrmals das modische Aush&amp;auml;ngeschild von Versace und Dolce &amp;amp; Gabbana.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;strong&gt;ANDR&amp;Eacute; LEON TALLEY&lt;br /&gt;Journalist &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;raquo;In Mailand setze ich mich oft ins Taxi und sage einfach &amp;rsaquo;Leonardo da Vinci - das Abendmahl!&amp;lsaquo; Das Gem&amp;auml;lde h&amp;auml;ngt im Speisesaal des Dominikanerklosters Santa Maria delle Grazie. Ich kann es stundenlang betrachten. Nach der Restaurierung leuchten die Farben, die jahrhundertelang von Schmutz getr&amp;uuml;bt waren, jetzt wieder frisch. Der Schriftsteller Henry James nannte Christus einmal einen &amp;rsaquo;illustren Invaliden&amp;lsaquo;. Ich finde es immer wieder ergreifend, vor diesem gro&amp;szlig;en Meisterwerk zu stehen. Man verl&amp;auml;sst den Raum mit einem Gef&amp;uuml;hl von Demut, die Realit&amp;auml;t ist au&amp;szlig;er Kraft gesetzt angesichts der gewaltigen Vision eines gro&amp;szlig;artigen Humanisten wie da Vinci.&amp;laquo;  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Leonardo da Vinci&amp;sbquo; &lt;em&gt;Das Abendmahl&lt;/em&gt;, Piazza Santa Maria delle Grazie, 2.&lt;em&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ehemaliger Editor-at-Large der amerikanischen &amp;raquo;Vogue&amp;laquo; sitzt Andr&amp;eacute; Leon Talley auf den Modenschauen von New York bis Mailand seit mehr als einem Vierteljahrhundert in der ersten Reihe.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;OLIVIERO TOSCANI &lt;br /&gt;Fotograf &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;raquo;Meine Lieblings-Trattoria hei&amp;szlig;t &amp;rsaquo;Torre di Pisa&amp;lsaquo; in der Via Fiori Chiari. Leute meines Jahrgangs gehen da sehr gern hin - man isst dort wie daheim bei Mama. Auch gut: Das Feinkostgesch&amp;auml;ft Peck auf der Via Spadari hat eine tolle Auswahl an Delikatessen, und die Pasticceria Marchesi in der Stra&amp;szlig;e Santa Maria alla Porta verkauft nicht nur den besten Espresso Mailands, sondern auch sehr leckeres Geb&amp;auml;ck. Im Restaurant &amp;rsaquo;Rigolo&amp;lsaquo; am Largo Treves treffen sich die Journalisten. Ansonsten gibt es noch das &amp;rsaquo;Antica Trattoria della Pesa&amp;lsaquo;, das &amp;auml;lteste Gasthaus der Stadt, es ist ber&amp;uuml;hmt f&amp;uuml;r seine traditionell lombardische K&amp;uuml;che.&amp;laquo;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Pasticceria Marchesi, Via Santa Maria alla Porta, 11.   &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Oliviero Toscani wurde 1942 in Mailand geboren und in den Achtzigerjahren vor allem mit seinen provokanten Werbekampagnen f&amp;uuml;r Benetton bekannt.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; &lt;strong&gt;CARLA SOZZANI&lt;br /&gt;Ladenbesitzerin&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;raquo;Der Buchladen Milano Libri nahe der Scala existiert bereits seit 1962 und ist ein Treffpunkt f&amp;uuml;r K&amp;uuml;nstler, Architekten und Intellektuelle. Man findet dort ein fantastisches Sortiment an Bildb&amp;auml;nden und Katalogen zu den Themen Fotografie, Kunst, Design und Textil, aber auch seltene Comics.&amp;laquo;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Milano Libri, Via G. Verdi, 2.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;In einer alten Garage auf dem Corso Como gr&amp;uuml;ndete Carla Sozzani 1990 eine Galerie f&amp;uuml;r Kunst und Design. Dann kamen ein Caf&amp;eacute;, eine Boutique und ein Buchladen hinzu und pl&amp;ouml;tzlich war die Adresse 10 Corso Como die Mutter aller Concept Stores. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span&gt;[seitenumbruch title=&quot;Giorgio Armani&lt;/span&gt;&lt;span&gt;&quot;]&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://sz-magazin.sueddeutsche.de/upl/images/user/8059/56955.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;GIORGIO ARMANI&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Modesch&amp;ouml;pfer&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;raquo;Mailand wirkt immer  wie eine reine Gesch&amp;auml;ftsstadt, dabei gibt es dort in Wirklichkeit jede  Menge Kultur zu entdecken. Hinter den strengen Fassaden der Pal&amp;auml;ste auf  der Via Borgonuovo verbergen sich idyllische H&amp;ouml;fe und G&amp;auml;rten. Und in  Mailands Kirchen findet man oft wundervolle Kunstwerke, Santa Maria  presso San Satiro etwa ist ein Geheimtipp. Noch ein Ort, den es sich auf  jeden Fall zu erkunden lohnt, ist die Pinacoteca di Brera, mit der  Napoleonstatue im Innenhof und der Bildergalerie.&amp;laquo;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Pinacoteca di Brera, Via Brera, 28. Santa Maria presso San Satiro, Via Torino, 17-19.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Giorgio Armani begann als Schaufensterdekorateur im Mail&amp;auml;nder Kaufhaus La Rinascente und gr&amp;uuml;ndete 1975 sein eigenes Modehaus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;strong&gt;DONATELLA VERSACE &lt;br /&gt;Modesch&amp;ouml;pferin&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;raquo;Mein absoluter Lieblingsort in Mailand ist der Palazzo dell&amp;rsquo; Arengario, der das Museo del Novecento f&amp;uuml;r Kunst und Malerei des 20. Jahrhunderts beherbergt. Man kann dort eine Atmosph&amp;auml;re von Kunst, Kultur und Sch&amp;ouml;nheit atmen. Die elliptische Rampe im Inneren erinnert mich immer ein bisschen an das Guggenheim in New York. Au&amp;szlig;erdem hat man vom obersten Stockwerk einen wundervollen Blick auf den Mail&amp;auml;nder Dom.&amp;laquo;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Museo del Novecento im Palazzo dell&amp;rsquo;Arengario, Via Marconi, 1.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach dem Tod ihres Bruders Gianni Versace 1997 &amp;uuml;bernahm Donatella Versace die kreative F&amp;uuml;hrung des Mail&amp;auml;nder Modehauses.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt; DIEGO DELLA VALLE&lt;br /&gt;Modeunternehmer&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;raquo;Wer einmal die Chance hat, muss einen Abend in der Scala verbringen, dem spirituellen Zuhause von Italiens Oper und Ballett. Sie steht f&amp;uuml;r alles, was unsere Kultur und Tradition ausmacht. &amp;laquo;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Teatro alla Scala, Via Filodrammatici, 2.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Diego Della Valle ist einer der erfolgreichsten Modeunternehmer Italiens. Neben Tod&amp;rsquo;s und Fay, deren Kollektionen jede Saison in Mailand pr&amp;auml;sentiert werden, geh&amp;ouml;ren auch die Marken Hogan, Roger Vivier und Schiaparelli zu seinem Portfolio. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;KARLA OTTO&lt;br /&gt;PR-Managerin &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;raquo;Wenn ich Ruhe brauche, fl&amp;uuml;chte ich in den Botanischen Garten nach Brera, der von romanischen Patrizierh&amp;auml;usern umgeben ist. W&amp;auml;hrend der M&amp;ouml;belmesse im April wird er oft f&amp;uuml;r Designprojekte genutzt. Den Kontrast zwischen der Stille des Gartens und der coolen Atmosph&amp;auml;re der Austellungen liebe ich besonders.&amp;laquo; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Orto Botanico di Brera, Via Brera, 28.   &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Karla Otto, in Bonn geboren, arbeitete als Model und gr&amp;uuml;ndete 1982 in Mailand ihre eigene PR-Agentur. Sie vertritt Kunden wie Jil Sander, Marni und Diane von F&amp;uuml;rstenberg.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;(Fotos: dpa und Armani)&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;span&gt;&lt;/span&gt;</description>
    <dc:subject>Lauter Lieblingsplätze</dc:subject>
    <dc:creator></dc:creator>
    <dc:date>2013-02-25T12:00:00+01:00</dc:date>
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  <item rdf:about="http://sz-magazin.sueddeutsche.de//texte/anzeigen/39487">
    <link>http://sz-magazin.sueddeutsche.de//texte/anzeigen/39487</link>
    <title>Kopenhagen</title>
    <description>&lt;p&gt;Hier am &amp;Ouml;resund ist das Essen zehnmal besser als an der Adria. Das hat einen einfachen Grund.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://sz-magazin.sueddeutsche.de/upl/images/user/8059/56473.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Im Restaurant &amp;raquo;Manfreds&amp;laquo; isst man bei Leuten, die fr&amp;uuml;her im derzeit weltbesten Restaurant &amp;raquo;Norma&amp;laquo; gearbeitet haben &amp;ndash; und man bekommt noch einen Tisch, ohne drei Monate vorher zu reservieren. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Br&amp;uuml;cken&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;Zwischen der Altstadt und den vorgelagerten Inseln Christianshavn und Amager gibt es eine Klappbr&amp;uuml;cke namens Knippelsbro. 40 000 Radfahrer k&amp;auml;mpfen sich jeden Tag durch den Wind auf die andere Seite. Falls ich irgendwann mal im &amp;ouml;ffentlichen Dienst arbeiten sollte, w&amp;uuml;rde ich gern in ihrem h&amp;uuml;bschen Art-d&amp;eacute;co-Kupferturm mit der gr&amp;uuml;nen Patina als Br&amp;uuml;ckenw&amp;auml;rterin meinen Dienst tun.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Gondeln&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;Machen Sie eine Kanalrundfahrt in einem Netto-Boot oder buchen Sie den hellblauen &amp;raquo;fliegenden Fisch&amp;laquo; &amp;ndash; das Copenhagen Water Taxi.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Stadtschreiber&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;In Kopenhagen l&amp;ouml;st die von der Autorin Sara Bl&amp;aelig;del erdachte Kommissarin Louise Rick schwierige F&amp;auml;lle.Essen Aus dem &amp;uuml;berm&amp;auml;chtigen Schatten des &amp;raquo;Noma&amp;laquo; zu treten und eine &amp;auml;hnlich hochrangige K&amp;uuml;che anzubieten ist nicht so einfach. Doch das Dreigestirn aus dem Koch Christian F. Puglisi, dem Restaurantleiter Kim Rossen und dem Sommelier Anders Frederik Steen haben das mit ihren beiden Lokalen, dem &amp;raquo;Manfreds&amp;laquo; und dem &amp;raquo;Rel&amp;aelig;&amp;laquo;, auf beeindruckende Weise geschafft. Vielleicht auch, weil sie alle drei schon im &amp;raquo;Noma&amp;laquo; gearbeitet haben. Ihre junge, schlichte K&amp;uuml;che ist sehr originell.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Schlafen&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;Im &amp;raquo;Central Hotel &amp;amp; Caf&amp;eacute;&amp;laquo;, einem Hotel mit nur einem Zimmer. Oder im &amp;raquo;Hotel Fox&amp;laquo; (&lt;a href=&quot;http://www.hotelfox.dk/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;www.hotelfox.dk&lt;/a&gt;), in dem die 61 Zimmer von 21 verschiedenen K&amp;uuml;nstlern gestaltet wurden. Oder im &amp;raquo;Ibsens Hotel&amp;laquo;, einem Boutique-Hotel, Vendersgade 23, Tel. 0045/33/13 19 13, &lt;a href=&quot;http://www.ibsenshotel.dk/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;www.ibsenshotel.dk&lt;/a&gt;, DZ ab 100 Euro.&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unbedingt&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;Kaffee trinken im &amp;raquo;Coffee Collective&amp;laquo; in der J&amp;aelig;gersborggade. Sich im Design Museum of Denmark (Bredgade 68) d&amp;auml;nische M&amp;ouml;bel anschauen. Im &amp;raquo;Cr&amp;egrave;me de la cr&amp;egrave;me&amp;laquo; im Erdgeschoss des Warenhauses Magasin du Nord (Kongens Nytorv 13) alle sechs Kuchen probieren. Die Galerien in K&amp;oslash;dbyen besuchen. Ein modernes d&amp;auml;nisches &lt;em&gt;sm&amp;oslash;rrebr&amp;oslash;d&lt;/em&gt; bei &amp;raquo;Aamans&amp;laquo; (&amp;Oslash;ster Farimagsgade 10) kaufen und damit einen Rundgang durch die Freistadt Christiania machen. Zum Schluss noch das Tivoli besuchen und sich um Mitternacht das Feuerwerk anschauen (Mittwoch und Samstag).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Auf keinen Fall&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;vergessen, ein Fahrrad zu leihen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;</description>
    <dc:subject>Kopenhagen</dc:subject>
    <dc:creator>Kille Enna</dc:creator>
    <dc:date>2013-02-13T12:00:00+01:00</dc:date>
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  <item rdf:about="http://sz-magazin.sueddeutsche.de//texte/anzeigen/39489">
    <link>http://sz-magazin.sueddeutsche.de//texte/anzeigen/39489</link>
    <title>Île-sur-la-Sorgue</title>
    <description>&lt;p&gt;Bitte alle sammeln: Sonntags wird die Kleinstadt in der franz&amp;ouml;sischen Provence zum gigantischen Antiquit&amp;auml;tenmarkt.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://sz-magazin.sueddeutsche.de/upl/images/user/8059/56485.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;Br&amp;uuml;cken &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Die Altstadt von &amp;Icirc;sle-sur-la-Sorgue in der Provence liegt auf einer Insel, auf die 15 schmale Br&amp;uuml;cken, sechs &amp;ouml;ffentliche und acht private Stege f&amp;uuml;hren &amp;ndash; und ein umgest&amp;uuml;rzter Birkenstamm. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt; Gondeln &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Es gibt sie, aber sie bef&amp;ouml;rdern keine Touristen, sondern Waren. Erzeuger aus der Region bringen ihre Produkte auf dem Wasserweg in die Kleinstadt und verkaufen sie direkt aus dem Kahn heraus. Auf den Kan&amp;auml;len schippern also frische Austern in K&amp;ouml;rben, Blumenb&amp;uuml;ndel und Lavendels&amp;auml;ckchen, Honig in F&amp;auml;ssern oder Ziegenk&amp;auml;se und keine fotografierenden Shortstr&amp;auml;ger. Dem Stadtbild tut das gut. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Essen&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;Kann man sehr gut, n&amp;auml;mlich provenzalisch mit Michelin-Stern im Restaurant &amp;raquo;Le Vivier&amp;laquo; (&lt;a href=&quot;http://www.levivier-restaurant.com/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;www.levivier-restaurant.com&lt;/a&gt;), oder besonders sch&amp;ouml;n: zum Beispiel im Restaurant &amp;raquo;Les Terrasses du Bassin&amp;laquo; (&lt;a href=&quot;http://www.lesterrassesdubassin.com/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;www.lesterrassesdubassin.com&lt;/a&gt;) auf einem Steg &amp;uuml;ber dem Kanal, mit Blick auf alte Wasserr&amp;auml;der.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Schlafen&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;Gro&amp;szlig;e Hotels gibt es nur au&amp;szlig;erhalb der Insel. Wer auf dem von den Kan&amp;auml;len der Sorgue umsp&amp;uuml;lten Teil der Kleinstadt &amp;uuml;bernachten will, der nimmt sich ein G&amp;auml;stezimmer. Sehr sch&amp;ouml;n sind die im Stadtpalazzo von Carole und Jo&amp;euml;l; zwei Personen zahlen hier je nach Saison zwischen 150 und 290 Euro und bekommen daf&amp;uuml;r ein individuell eingerichtetes Zimmer mit Terrasse, Pool-Zugang und einem Fr&amp;uuml;hst&amp;uuml;ck von zwei meinungsstarken Ex-Parisern im Ruhestand, Schimpfwort-Sprachkurs inklusive; &lt;a href=&quot;http://www.lacarolisle.com/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;www.lacarolisle.com&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Unbedingt&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;Die Reise nach &amp;Icirc;sle-sur-la- Sorgue &amp;uuml;ber einen Sonntag planen, denn dann ist der ganze Ort ein Antiquit&amp;auml;tenmarkt. Bis zu 800 H&amp;auml;ndler kommen daf&amp;uuml;r in die Kleinstadt. Und die stellen ihre Waren nicht einfach nur am Stra&amp;szlig;enrand auf, sie richten ganze Musterzimmer ein wie bei Ikea &amp;ndash; nur eben auf dem Niveau von &lt;em&gt;ELLE D&amp;eacute;coration&lt;/em&gt;. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Auf keinen Fall&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;Auf einen Mietwagen verzichten: In unter einer Stunde Autofahrt erreicht man den gotischen Papstpalast von Avignon, das Aqu&amp;auml;dukt Pont du Gard, und das beinahe 2000 Jahre alte r&amp;ouml;mische Theater in der Stadt Orange. Wen das nicht interessiert, der braucht trotzdem einen Wagen: um die ganzen Weing&amp;uuml;ter und Chocolaterien der Region abzufahren. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;</description>
    <dc:subject>Île-sur-la-Sorgue</dc:subject>
    <dc:creator>Lara Fritzsche</dc:creator>
    <dc:date>2013-02-13T12:00:00+01:00</dc:date>
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    <title>Wroc&amp;#322;aw</title>
    <description>&lt;p&gt;Br&amp;uuml;cken gibt es mehr als genug im alten Breslau. Aber der literarische Kommissar ist hier kein Netter wie Brunetti.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://sz-magazin.sueddeutsche.de/upl/images/user/8059/56481.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Br&amp;uuml;cken &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Eine 200 Meter lange H&amp;auml;ngebr&amp;uuml;cke mit Stahlseilen stellte Anfang des 20. Jahrhunderts noch ein Wagnis f&amp;uuml;r Ingenieure dar. Deswegen wollte man die Kaiserbr&amp;uuml;cke &amp;uuml;ber die Oder einem besonderen H&amp;auml;rtetest unterziehen: Ein ganzes Regiment Kaiser Wilhelms II. sollte dar&amp;uuml;ber hinwegmarschieren. Als der deutsche Ingenieur davon erfuhr, so geht die Legende, sprang er eine Woche vor dem Test von seiner Br&amp;uuml;cke in den Tod, aus Furcht, sich verrechnet zu haben. Doch die Br&amp;uuml;cke hielt, sie &amp;uuml;berstand sogar zwei Weltkriege. Je zwei kleine T&amp;uuml;rme standen an beiden Enden. Der deutsche Kommandeur lie&amp;szlig; sie sprengen und mit ihnen ein ganzes Wohnareal, nur damit ein einziges Flugzeug aus dem von Sowjetsoldaten belagerten Breslau starten konnte. Das Flugzeug st&amp;uuml;rzte &amp;uuml;ber Tschechien ab, die T&amp;uuml;rme an der Br&amp;uuml;cke wurden nie wieder aufgebaut. Ende der F&amp;uuml;nfziger-jahre soll Polens ber&amp;uuml;hmtester Kunstflieger unter der Br&amp;uuml;cke hindurch geflogen sein, trotz strengsten Verbots. Die unverw&amp;uuml;stliche Kaiserbr&amp;uuml;cke hei&amp;szlig;t heute Grunwald-Br&amp;uuml;cke und ist l&amp;auml;ngst zum Wahrzeichen f&amp;uuml;r die so oft umk&amp;auml;mpfte Stadt geworden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Gondeln&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;Kleine Wassertaxis pendeln zwischen den Oder-Inseln in der Stadtmitte, auf denen im Sommer oft Rockkonzerte stattfinden. Gr&amp;ouml;&amp;szlig;ere Boote fahren zur sogenannten Jahrhunderthalle am Stadtrand, einem Bauwerk der unter Architekten ber&amp;uuml;hmten Breslauer Moderne. Man kann an Deck essen, manchmal werden die Boote auch f&amp;uuml;r Partys gemietet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Stadtschreiber&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;Kommissar Eberhard Mock ist auf den ersten Blick kein netter Mensch: Er ist cholerisch und pedantisch, hat ein Alkoholproblem, besucht Prostituierte und ohrfeigt Frauen. Vor allem aber ist er: Deutscher. Die historischen Krimis des Altphilologen Marek Krajewski, die im Vorkriegs-Breslau spielen, sind in Polen dennoch so beliebt, dass sogar eigene Mock-Spazierg&amp;auml;nge durch die Innenstadt Wroc&amp;#322;aws angeboten werden. In Deutschland wurden die &amp;Uuml;bersetzungen bei Dtv mehrmals auf die KrimiWelt-Bestenliste gew&amp;auml;hlt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Essen &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&amp;raquo;Restauracja Quchnia Polska&amp;laquo;, (Rynek 20/21, Tel. 0048/71/343 56 17, &lt;a href=&quot;http://www.quchniapolska.pl/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;www.quchniapolska.pl&lt;/a&gt;). Polnische K&amp;uuml;che, die mehr zu bieten hat als Pierogi &amp;ndash; aber die auch. Unbedingt das Tatar probieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Schlafen&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;&amp;raquo;Hotel Monopol&amp;laquo;: Marlene Dietrich und Picasso wohnten hier, Hitler hielt eine Rede vom Balkon. Ausgezeichnetes Fr&amp;uuml;hst&amp;uuml;ck hinter gro&amp;szlig;en Fenstern mit Blick auf die Oper. Ul. H. Modrzejewskiej 2, Tel. 0048/71/772 37 77,&lt;a href=&quot;http://www.monopolwroclaw.hotel.com.pl/pl/Start&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt; www.monopolwroclaw.hotel.com.pl&lt;/a&gt;, DZ ab 100 Euro.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Unbedingt&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;Eine Oper sehen. Im Sommer gibt es einige Vorstellungen auf einer Oder-Insel in der Innenstadt oder in der Jahrhunderthalle. An beiden Orten ein unvergessliches Erlebnis.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Auf keinen Fall&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;Alkohol auf &amp;ouml;ffentlichen Pl&amp;auml;tzen trinken, das ist hier verboten. Bei Konzerten auf den Oder-Inseln dr&amp;uuml;ckt die Polizei allerdings meist ein Auge zu.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;</description>
    <dc:subject>Wroc&amp;#322;aw</dc:subject>
    <dc:creator>Lars Reichardt</dc:creator>
    <dc:date>2013-02-13T12:00:00+01:00</dc:date>
  </item>

  <item rdf:about="http://sz-magazin.sueddeutsche.de//texte/anzeigen/39499">
    <link>http://sz-magazin.sueddeutsche.de//texte/anzeigen/39499</link>
    <title>Amsterdam</title>
    <description>&lt;p&gt;Bitte beachten: Verkehr auf den Grachten.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;Br&amp;uuml;cken&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;&amp;Uuml;ber 1500, die meisten g&amp;auml;nzlich unspektakul&amp;auml;r, weil sie nichts anderes tun, als ihren Zweck zu erf&amp;uuml;llen. Die ber&amp;uuml;hmteste ist die Magere Brug, eine h&amp;ouml;lzerne Zugbr&amp;uuml;cke &amp;uuml;ber die Amstel und ein beliebtes Postkarten- und Filmmotiv (im James-Bond-Abenteuer &lt;em&gt;Diamantenfieber&lt;/em&gt; von 1971 wird hier die Leiche einer gewissen Mrs. Whistler aus dem Fluss gezogen). Die futuristischste ist die Pythonbrug im Oostelijk Havengebied, eine feuerwehrrot gestrichene und sich schl&amp;auml;ngelnde Fu&amp;szlig;g&amp;auml;ngerbr&amp;uuml;cke. Zum Tr&amp;auml;umen, Ausruhen und Knutschen gut sind die beiden Br&amp;uuml;cken dort, wo Brouwersgracht und Prinsengracht aufeinandersto&amp;szlig;en: Auf den B&amp;auml;nkchen in der N&amp;auml;he sitzen an lauen Abenden Amsterdamer, denen die Decke auf den Kopf f&amp;auml;llt, und gucken dem Stra&amp;szlig;entreiben zu.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Gondeln&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;Die beste Methode, die Stadt auf dem Wasser zu erkunden: selbst ein Boot mieten (f&amp;uuml;r alles unter 15 Meter L&amp;auml;nge braucht man keinen Bootsf&amp;uuml;hrerschein), einen Picknickkorb draufpacken, losschippern. Allerdings sollte man man&amp;ouml;vrieren k&amp;ouml;nnen, denn an warmen Tagen und an Wochenenden staut sich der Verkehr auf den Kan&amp;auml;len. Die beste Adresse f&amp;uuml;r begleitete Bootstouren war lange der St. Nicolaas Boat Club of Amsterdam (&lt;a href=&quot;http://www.amsterdamboatclub.com/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;www.amsterdamboatclub.com&lt;/a&gt;), ein Verein von Enthusiasten, die sich f&amp;uuml;r die Erhaltung historischer Wasserfahrzeuge stark machen und Touristen gegen Spenden gern mitnahmen. Doch weil die Stadt hartn&amp;auml;ckig keine Konzession herausr&amp;uuml;ckt, pausiert der Betrieb. Die nicht ganz so exklusive Alternative: eine Tour bei einem der zahlreichen kommerziellen Kanalrundfahrtsunternehmen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Stadtschreiber &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Adrianus Franciscus Theodorus van der Heijden, in den Niederlanden als Star verehrt, schreibt so ausufernd, wie er hei&amp;szlig;t: Seine Romane haben oft 500, 600, 700 Seiten. Aber weil auch das nicht reicht, um die Geschichte (eigentlich Hunderte von Geschichten) zu Ende zu erz&amp;auml;hlen, wuchern sie zu Zyklen. &lt;em&gt;Die zahnlose Zeit&lt;/em&gt; ist volumin&amp;ouml;ser als Prousts &lt;em&gt;Verlorene Zeit&lt;/em&gt;, &lt;em&gt;Homo duplex&lt;/em&gt; soll noch monstr&amp;ouml;ser werden. Worum es in van der Heijdens wilder, erfahrungshungriger, sprachm&amp;auml;chtiger Literatur geht: Hausbesetzungen, Radrennfahrer, Beschaffungskriminalit&amp;auml;t, verwickelte Liebesgeschichten, Fu&amp;szlig;ballhooligans, die Mondlandung, die Ausd&amp;uuml;nstungen von Cognacf&amp;auml;ssern. Nur so zum Beispiel. Und um Amsterdam, eine Stadt, die bei ihm f&amp;uuml;r ein ganzes Universum steht. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Essen&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;Im &amp;raquo;de Admiraal&amp;laquo; (Herengracht 319, &lt;a href=&quot;http://www.proeflokaaldeadmiraal.nl/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;www.proeflokaaldeadmiraal.nl&lt;/a&gt;). Nicht wegen des Essens, obwohl es daran nicht das Geringste auszusetzen gibt (Steak in Rotweinsauce, Hering), sondern weil das &amp;raquo;Admiraal&amp;laquo; zur letzten Amster-damer Genever-Destillerie A. van Wees De Ooievaar geh&amp;ouml;rt, deren hervorragenden Stoff man hier in traditionellem Ambiente probieren kann. Man sollte, unbedingt. Schlie&amp;szlig;lich waren es die Holl&amp;auml;nder, die auf die gloriose Idee kamen, Korn mit Wacholder zu aromatisieren &amp;ndash; und so den Vorl&amp;auml;ufer des Gins erfanden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Schlafen &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Das neue F&amp;uuml;nf-Sterne-Hotel &amp;raquo;Andaz Amsterdam&amp;laquo; in der Prinsengracht (&lt;a href=&quot;http://www.amsterdam.prinsengracht.andaz.hyatt.com/hyatt/hotels-amsterdam-prinsengracht-andaz/index.jsp?null&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;www.amsterdam.prinsengracht.andaz.hyatt.com&lt;/a&gt;, DZ ab 250 Euro) ist bis in die winzigsten Details vom Designer Marcel Wanders funky gestaltet: Lampen, die wie Himmelsk&amp;ouml;rper aussehen, eine f&amp;uuml;nf Stockwerke hohe Tapete, auf der man von der H&amp;ouml;lle in den Himmel kommt, in den Fluren statt uninspirierter Reproduktionen Monitore mit Videokunst. Ebenso sch&amp;ouml;n: Das &amp;raquo;Andaz&amp;laquo; versteht sich auf eine Gastlichkeit, die man in vielen Hotels schmerzlich vermisst. WLAN und nicht alkoholische Getr&amp;auml;nke aus der Minibar kosten nichts, auf den Zimmern gibt es Espressomaschinen und gut ausgew&amp;auml;hlte B&amp;uuml;cher, in der Bibliothek kann man sich beim Lesen am Wein bedienen. So sollte es &amp;uuml;berall sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Unbedingt &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;das im letzten Herbst wiederer&amp;ouml;ffnete Stedelijk Museum (Museumplein 10, &lt;a href=&quot;http://www.stedelijk.nl/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;www.stedelijk.nl&lt;/a&gt;) mit seiner grandiosen Sammlung moderner Kunst (Malewitsch! De Stijl! CoBrA!) besuchen. Ein Fahrrad mieten. Sich am besten Apfelkuchen der Stadt im &amp;raquo;Caf&amp;eacute; Winkel 43&amp;laquo; (Noordermarkt 43, &lt;a href=&quot;http://www.winkel43.nl/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;www.winkel43.nl&lt;/a&gt;) nahe des Noordermarktes &amp;uuml;berfuttern. Sich vom winzigen Laden The Otherist (Leliegracht 6, &lt;a href=&quot;http://www.otherist.com/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;www.otherist.com&lt;/a&gt;) verzaubern lassen, einer wie aus der Zeit gefallenen Wunderkammer: Es gibt Keramik-Miniaturen von Zweigen, gepresste Meeresalgen, raffinierten Schmuck.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Auf keinen Fall&lt;/strong&gt; die Ausstellung Vincent van Gogh in 3D (Beursplein 1, &lt;a href=&quot;http://www.mydreamexhibition.com/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;www.mydreamexhibition.com&lt;/a&gt;) besuchen &amp;ndash; auch wenn der Slogan, man k&amp;ouml;nne hier van Gogh erfahren wie niemals zuvor, nicht gelogen ist. Ebenfalls vermeiden: die mit K&amp;auml;se oder Erdnusspampe gef&amp;uuml;llten Kroketten aus den Automaten der Fast-Food-Kette &amp;raquo;Febo&amp;laquo;. Eine Amsterdamer Institution, doch hinterher f&amp;uuml;hlt man sich, als h&amp;auml;tte man Steine im Magen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://sz-magazin.sueddeutsche.de/upl/images/user/8059/56417.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;</description>
    <dc:subject>Amsterdam</dc:subject>
    <dc:creator>Peter Praschl</dc:creator>
    <dc:date>2013-02-13T12:00:00+01:00</dc:date>
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    <title>Vilkovo</title>
    <description>&lt;p&gt;Das Venedig der Ukraine: mehr Wasser als Wege.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://sz-magazin.sueddeutsche.de/upl/images/user/8059/56479.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Br&amp;uuml;cken &lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;In der Kleinstadt am Rande des Donaudeltas gibt es nur vier Stra&amp;szlig;en, aber daf&amp;uuml;r Hunderte von Kan&amp;auml;len mit einer Gesamtl&amp;auml;nge von vierzig Kilometern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Gondeln&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;Mietboote fahren hinaus zu den Vogelreservaten im Delta; auf einer der Inseln sollte man die regionale Fischsuppe essen und Rotwein aus Vilkovo trinken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Stadtschreiber&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;Der georgische Poet und S&amp;auml;nger Bulat Okudschawa schrieb 1985 das ber&amp;uuml;hmte Lied Vilkovoer Fantasie.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Schlafen&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;Im Hotel &amp;ndash; doch, wirklich &amp;ndash; &amp;raquo;Venedig&amp;laquo;, Lenina 19, neun Zimmer, DZ ab 30 Euro, Tel. 0038/70 48 43/313 74.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Essen&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;Im einzigen Lokal des Ortes, dem Caf&amp;eacute; im &amp;raquo;Hotel Venedig&amp;laquo;, in dem ukrainische Hausmannskost serviert wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Unbedingt&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;Ins Fischerei-Museum gehen. Wer genug hat von Fl&amp;uuml;ssen und Kan&amp;auml;len, kann in Vilkovo erstaunlicherweise auch eine Strau&amp;szlig;enfarm besuchen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Auf keinen Fall &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Die eigene Trinkfestigkeit &amp;uuml;bersch&amp;auml;tzen, denn ein Gl&amp;auml;schen Wodka wird den Besuchern hier an jeder Ecke angeboten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;</description>
    <dc:subject>Vilkovo</dc:subject>
    <dc:creator>Andreas Bernard</dc:creator>
    <dc:date>2013-02-11T12:00:00+01:00</dc:date>
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    <title>Cambridge</title>
    <description>&lt;p&gt;K&amp;auml;lter als das Original. Und verregneter. Aber mit Seufzerbr&amp;uuml;cke.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://sz-magazin.sueddeutsche.de/upl/images/user/8059/56435.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Br&amp;uuml;cken &lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Cambridge, zu Deutsch Cam-Br&amp;uuml;cke &amp;ndash; da &amp;uuml;berrascht es wenig, dass die Universit&amp;auml;tsstadt sowohl einen Fluss namens Cam zu bieten hat als auch 23 Br&amp;uuml;cken, die hin&amp;uuml;berf&amp;uuml;hren. Die &amp;raquo;Seufzerbr&amp;uuml;cke&amp;laquo; des St. John&amp;rsquo;s College ist eine der ber&amp;uuml;hmtesten. Sie hat wenig mit ihrer venezianischen Namensgeberin gemein, au&amp;szlig;er dass sie &amp;uuml;berdacht ist und fortw&amp;auml;hrend fotografiert wird. Es gibt interessantere Br&amp;uuml;cken, zum Beispiel die &amp;raquo;Mathematical Bridge&amp;laquo;. Bei der gegenw&amp;auml;rtigen Version von 1905 handelt es sich bereits um die dritte, die an dieser Stelle nach Pl&amp;auml;nen von 1749 entstand. Sie beschreibt einen Bogen, besteht aber ausschlie&amp;szlig;lich aus geraden Holzbalken, die eine Reihe raffiniert berechneter Tangenten bilden. Dass Isaac Newton pers&amp;ouml;nlich die Br&amp;uuml;cke ohne eine einzige Schraube gebaut habe, ist allerdings eine Legende.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Gondeln&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;Die flachen Punts &amp;ndash; sie dienten fr&amp;uuml;her dem Fischfang &amp;ndash; ziehen seit Jahrhunderten ihre Bahnen &amp;uuml;ber den Cam. Es herrscht so scharfe Konkurrenz zwischen Bootsbetreibern, die touristi-sche Flusstouren anbieten, dass die Stadt eine Punt Police einrichten musste. Die sorgt daf&amp;uuml;r, dass Profi-Punter einander nicht wie fr&amp;uuml;her heimlich die Boote versenken. Am besten mietet man sich selbst ein Punt und stakt mithilfe einer Stange den Cam entlang. Den sch&amp;ouml;nsten Blick auf die Colleges hat man von den &amp;raquo;Backs&amp;laquo; aus, dem malerischen Flussabschnitt zwischen Magdalene Bridge und Silver Street Bridge. Der Punter steht dabei auf der &amp;raquo;Box&amp;laquo;, dem abgeflachten Bootsende. Wer sich ins Boot stellt, hat das Punting wahrscheinlich in Oxford gelernt. Dort zeigt traditionell das abgeflachte Ende nach vorn.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Stadtschreiber&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;Seit seinem Deb&amp;uuml;t in &amp;raquo;Cambridge Blue&amp;laquo; 2009 ist Gary Goodhew, der &amp;raquo;j&amp;uuml;ngste Detektiv der Parkside Station&amp;laquo;, in bisher vier Romanen auf M&amp;ouml;rderjagd gegangen. Eine Leserin schrieb an Goodhews Erfinderin Alison Bruce, ihr habe &amp;raquo;Cambridge Blue&amp;laquo; besonders gefallen, weil eines der Opfer &amp;raquo;direkt vor meiner Haust&amp;uuml;re ermordet wird&amp;laquo;.&lt;em&gt;&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;SZ-Magazin:&lt;/strong&gt; &lt;strong&gt;Mrs. Bruce, ist Cambridge eine gute Stadt f&amp;uuml;r Krimis?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Alison Bruce:&lt;/strong&gt; Als ich aus Swindon hierher zog, gab es zwar schon um die 120 Kriminalromane, die hier spielten, aber keinen Polizisten, dessen Name mit der Stadt verbunden war wie der von Inspektor Morse mit Oxford &amp;ndash; ein Vers&amp;auml;umnis. Ich hatte Detective Constable Goodhew schon als Idee im Kopf, und mir wurde schnell klar, dass er eine tiefe Verbundenheit mit dieser Stadt empfinden w&amp;uuml;rde. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Er hat sein ganzes Leben in Cambridge verbracht.&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;Ja, er hat als Kind alle Gassen mit dem Fahrrad erkundet. Und er wollte seit seinem zw&amp;ouml;lften Geburtstag Polizist in Cambridge werden, um eine Art W&amp;auml;chter der Stadt zu sein. Als Zugezogene musste ich mich also mit der Umgebung bestens vertraut machen, um sie durch Garys &lt;br /&gt; Augen sehen zu k&amp;ouml;nnen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Wie sehen Sie Cambridge heute?&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Mich faszinieren vor allem die Gegens&amp;auml;tze dieser Stadt, alt und neu, international und provinziell. Man sieht Architektur aus allen Epochen seit der Universit&amp;auml;tsgr&amp;uuml;ndung im 13. Jahrhundert, aber in diesen alten Geb&amp;auml;uden wird Spitzenwissenschaft betrieben. Studenten aus der ganzen Welt leben Seite an Seite mit Einheimischen, die nie woanders gewohnt haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Und Ihre B&amp;uuml;cher sollen all diese Aspekte zeigen?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Ich erkunde Gegenden abseits der Touristengebiete oder versuche Neues im vermeintlich Vertrauten zu entdecken. W&amp;auml;hrend meiner Recherche auf dem viktorianischen Mill-Road-Friedhof ist mir zum Beispiel aufgefallen, dass er wie eine Gitarre geformt ist. Das wussten nicht mal die Alteingesessenen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Essen &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;An einem Fr&amp;uuml;hlingsmorgen des Jahres 1897 spazierten ein paar Studenten zum nahe gelegenen D&amp;ouml;rfchen Grantchester. Dort wollten sie im &amp;raquo;Orchard House&amp;laquo; ihren Tee nehmen. Weil ausnahmsweise die Sonne schien, fragten sie die Landlady, Mrs. Stevenson, ob sie ihnen den Tee nicht unter den bl&amp;uuml;henden B&amp;auml;umen des zum Haus geh&amp;ouml;rigen Obstgartens servieren k&amp;ouml;nne. Das tat sie, und eine Tradition war geboren: Der &amp;raquo;Orchard Tea Garden&amp;laquo; ist fester Bestandteil jeder Wanderung nach Grantchester. Selbst wenn die Obstb&amp;auml;ume gerade mal nicht bl&amp;uuml;hen, ist ein Cream Tea mit Scones und Clotted Cream Pflicht. Nat&amp;uuml;rlich gibt es dazu Sandwiches mit Gurke, mit Lachs und Streichk&amp;auml;se oder mit &amp;raquo;Coronation Chicken&amp;laquo; (Curryhuhn mit Rosinen) sowie die unentbehrliche Backkartoffel. &amp;raquo;The Orchard Tea Garden&amp;laquo;, 45&amp;ndash;47 Mill Way, Grantchester, Tel. 0044/1223/55 11 25; &lt;a href=&quot;http://www.orchard-grantchester.com/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;www.orchardgrantchester.com&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Schlafen&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;Eines der Privilegien, die ein Cambridge-Studium mit sich bringt, sind die Studentenunterk&amp;uuml;nfte, von denen viele in den historischen College-Geb&amp;auml;uden liegen. Dass die zum Teil aus dem Mittelalter stammenden R&amp;auml;umlichkeiten etwas schwer beheizbar sind, wird dadurch aufgewogen, dass man hier in denselben Betten schl&amp;auml;ft wie illustre Alumni &amp;ndash; darunter der Dichter William Wordsworth, der Schauspieler Stephen Fry und, nun ja, Prinz Charles. Gegessen wird in der Hall, dem gro&amp;szlig;en College-Speisesaal. Naturgem&amp;auml;&amp;szlig; stehen Reisenden die meisten Zimmer w&amp;auml;hrend der Trimes-terferien zur Verf&amp;uuml;gung, also von M&amp;auml;rz bis April und von Juli bis September. Aber wer rechtzeitig bucht, hat das ganze Jahr &amp;uuml;ber Gelegenheit, Cambridge-Student zu spielen. &lt;a href=&quot;http://www.cambridgerooms.co.uk/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;www.cambridgerooms.co.uk&lt;/a&gt;; DZ ab 68 Pfund inklusive Fr&amp;uuml;hst&amp;uuml;ck.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Unbedingt&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;Das Fitzwilliam-Museum besuchen, es hat eine der bedeutendsten Gem&amp;auml;ldesammlungen Gro&amp;szlig;britanniens, darunter eine unvergleichliche Auswahl von William-Turner-Aquarellen. Neuerdings ist in der &amp;Auml;gypten-Abteilung auch wieder der frisch renovierte Sarkophag des Hor ausgestellt. Seine Brusth&amp;ouml;hle wird von einer Konstruktion aus Legosteinen gest&amp;uuml;tzt, f&amp;uuml;r die der Restaurator k&amp;uuml;rzlich einen Innovationspreis gewann. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Auf keinen Fall&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Versuchen, die Colleges auf gut Gl&amp;uuml;ck zu besichtigen. Oft wird man vom Pf&amp;ouml;rtner abgewiesen, manchmal freundlich, nicht selten recht br&amp;uuml;sk. Wer sich Dem&amp;uuml;tigungen ersparen will, informiert sich vorab, welche Colleges wann f&amp;uuml;r Touristen ge&amp;ouml;ffnet sind, oder besucht gleich einen der frei zug&amp;auml;nglichen Abendgottensdienste, zum Beispiel in der spektakul&amp;auml;ren King&amp;rsquo;s College Chapel. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;</description>
    <dc:subject>Cambridge</dc:subject>
    <dc:creator>Alexander Menden</dc:creator>
    <dc:date>2013-02-11T12:00:00+01:00</dc:date>
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    <title>Gent</title>
    <description>&lt;p&gt;Der Klang der Stille.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn Ip Man seinen h&amp;ouml;lzernen Kahn durch die Kan&amp;auml;le der belgischen Stadt Gent steuert, ist das eine Art Protest: gegen die vielen Motorboote, die vom Fr&amp;uuml;hling bis in den sp&amp;auml;ten Herbst Millionen Touristen durch die Stadt schippern und dabei die Luft so verpesten, dass die Einheimischen im Sommer ihre Fens-ter schlie&amp;szlig;en m&amp;uuml;ssen. &lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Ip Man ist kein K&amp;uuml;nstlername. Der 58-j&amp;auml;hrige Mann stammt aus Hongkong, lebt seit drei&amp;szlig;ig Jahren in Gent und f&amp;uuml;hrt zusammen mit seiner Frau einen Naturkostladen mit Restaurant. Auf die Frage, was ihn damals in die Hansestadt gef&amp;uuml;hrt hat, antwortet er: &amp;raquo;Es ist so, wie Michelangelo gesagt hat: Eine Skulptur gibt es lange, bevor der Mensch sie anfertigt.&amp;laquo; Mehr sagt er nicht.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Jetzt, im Winter und bei Dauerregen, ist Ip Man der einzige Bootsmann, der &amp;uuml;berhaupt hinausf&amp;auml;hrt. &amp;raquo;Das Wetter ist kein Problem&amp;laquo;, hatte er vorab am Telefon versprochen. &amp;raquo;Es ist sogar poetisch. Sie werden das Gef&amp;uuml;hl haben, die ganze Stadt geh&amp;ouml;rt Ihnen.&amp;laquo; Sp&amp;auml;tnachmittags sind wir in seinem Laden verabredet. Denn Gent sei am sch&amp;ouml;nsten in der D&amp;auml;mmerung, sagt er, wenn die Lichter angehen. Mit ihrer Beleuchtung hat die Stadt schon viele internationale Preise gewonnen, dabei entstand sie eigentlich aus der Not: In den Sechzigerjahren wurden in die Erdgeschosse der sch&amp;ouml;nen mittelalterlichen H&amp;auml;user Gesch&amp;auml;fte gebaut und die Fassaden mit gro&amp;szlig;en billigen Fenstern verschandelt. Darum werden heute die H&amp;auml;user der gesamten Innenstadt nur vom ersten Stock aufw&amp;auml;rts angeleuchtet. &lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Ip Man, schwarzer Schnurrbart, die grauen Haare zum Zopf gebunden, bestickte Weste, olivgr&amp;uuml;ne Gummistiefel, k&amp;uuml;belt eimerweise Wasser aus seinem Boot, legt Decken auf die Holzplanken, l&amp;auml;dt einen Korb mit W&amp;auml;rmflaschen, Wein und Knabbereien ein, z&amp;uuml;ndet zwei Laternen an, eine f&amp;uuml;r hinten, eine f&amp;uuml;r vorne, reicht den Besuchern die Hand und geleitet sie an Bord. Dann bindet er das Boot los, ganz vorsichtig, streicht z&amp;auml;rtlich &amp;uuml;ber seinen Bug, als w&amp;auml;re es lebendig, richtet sich auf, st&amp;ouml;&amp;szlig;t sich vom Ufer ab und rudert kr&amp;auml;ftig los. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt; Auf den Stra&amp;szlig;en bleiben die Leute stehen und schauen, sie z&amp;uuml;cken ihre Kameras und Handys, von einer Br&amp;uuml;cke ruft einer &amp;raquo;Hey, das ist nicht Venedig hier!&amp;laquo; und lacht. Wie schnell man vom Touristen zur Touristenattraktion wird, an der Seite von Ip Man, der auf seinem Boot aussieht wie ein Wesen aus einer versunkenen Welt: stolz, unbeugsam, ein Rebell. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt; Im Sommer, wenn all die Plastikboote auf den Kan&amp;auml;len unterwegs sind, machen sich manche Touristen lustig &amp;uuml;ber Ip Man. Weil er so langsam ist. Es haben auch schon welche leere Dosen oder sonstigen Unrat auf sein Boot geworfen. Ip Man zuckt die Achseln. Die Welt kann er nicht &amp;auml;ndern.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt; Ip Man hat zwei Boote, und seine Touren sind ein Non-Profit-Unternehmen. Der Rebell m&amp;ouml;chte nicht rudern m&amp;uuml;ssen, wenn er keine Lust dazu hat. Er will keine Monologe halten m&amp;uuml;ssen, wenn sowieso niemand zuh&amp;ouml;rt. &amp;raquo;Ich bin kein Touristenf&amp;uuml;hrer, sondern Bootsmann&amp;laquo;, sagt er. Dann schweigt er und steuert den Kahn in die &amp;Auml;ste einer Trauerweide hinein, die trotz des Winters noch ein paar Bl&amp;auml;tter hat, l&amp;auml;sst sich im Schneidersitz nieder, entkorkt den Wein, f&amp;uuml;llt die Gl&amp;auml;ser. Gent bei Dunkelheit ist wirklich poetisch, mit seinen d&amp;uuml;steren Stra&amp;szlig;en, ges&amp;auml;umt von all den angestrahlten H&amp;auml;usern, die aussehen, als w&amp;uuml;rde das Erdgeschoss fehlen. &lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Der Regen hat nachgelassen. Beim Wein erz&amp;auml;hlt Ip Man nun doch ein bisschen von sich und von Gent: Die Stadt sei die Wiege der gr&amp;uuml;nen Bewegung und damit der Naturkost, sagt er und erkl&amp;auml;rt damit vielleicht, was ihn hergef&amp;uuml;hrt hat. Dann schl&amp;auml;gt er ein B&amp;uuml;chlein auf: &lt;em&gt;Ghent in Haiku.&lt;/em&gt; &amp;raquo;Silent travellers listening to the sound of silence&amp;laquo;, liest er. Stille Reisende lauschen dem Klang der Stille. 2010 hat er ein Haiku-Festival organisiert, Schriftsteller sind nachts mit seinen Booten durch Gent gefahren und haben gedichtet, ihre Verse wurden in dem Buch gesammelt, aus dem er vorliest. Vergangenes Jahr hat Ip Man eine Woche Tag und Nacht auf einem Boot verbracht und dann K&amp;uuml;nstler eingeladen, es ihm nachzutun. Eine Frau hat ein Zelt aufgeschlagen auf ihrem Boot, ein anderer K&amp;uuml;nstler hat sich eine Bretterbude darauf gebaut. Jeden Sommer leiht Ip Man seine Boote Musikern, die klassische Konzerte auf dem Wasser geben. &amp;raquo;Ich liebe Gent, ich m&amp;ouml;chte es versch&amp;ouml;nern.&amp;laquo; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt; Auf dem Weg zur&amp;uuml;ck l&amp;auml;uten die Kirchturmglocken sieben Uhr. Ip Man l&amp;auml;chelt. &amp;raquo;Sehen Sie, die Zeit vergeht schnell auf einem langsamen Boot.&amp;laquo;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Viadagio, Ip Man, Oudburg 38, 9000 Gent, Tel. 0032/9/225 07 86, &lt;a href=&quot;http://www.viadagio.be/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;www.viadagio.be&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span&gt;[seitenumbruch title=&quot;Himmlische Ruhe und w&amp;uuml;rziges Bier&lt;/span&gt;&lt;span&gt;&quot;]&lt;/span&gt;&lt;span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://sz-magazin.sueddeutsche.de/upl/images/user/8059/56501.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Br&amp;uuml;cken&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;Die sieben Br&amp;uuml;cken am alten Hafen von Gent heben sich nicht, sondern drehen sich, wenn Schiffe passieren m&amp;uuml;ssen. Den sch&amp;ouml;nsten Blick hat man allerdings von der Sint-Michielsbrug, die keine Drehbr&amp;uuml;cke mehr ist.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;Stadtkurator&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;Jan Hoet gilt als der Nomade unter den Ausstellungsmachern. Bekannt wurde er mit Chambres d&amp;rsquo;amis: Er &amp;uuml;berredete 51 Genter B&amp;uuml;rger aller Schichten und Stadtteile, je einen K&amp;uuml;nstler in ihre Wohnung zu lassen. &amp;raquo;Displacement&amp;laquo; nannte er diese Idee &amp;ndash; kleine Verschiebungen, die entstehen, wenn das Vertraute neu erlebt wird. Die Idee nahm er mit nach Kassel auf die Documenta IX, deren k&amp;uuml;nstlerischer Leiter er 1992 war. &lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;Essen &lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Waterzooi im Restaurant &amp;raquo;Chez L&amp;eacute;ontine&amp;laquo; (Vleeshuisbrug/Groentenmarkt 10&amp;ndash;11, Tel. 0032/9/225 06 80,&lt;a href=&quot;http://www.chezleontine.be/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt; www.chezleontine.be&lt;/a&gt;). Es liegt mitten in der Stadt, direkt am Kanal und sieht dabei aus, als w&amp;auml;re es noch von der Gro&amp;szlig;mutter des nicht mehr ganz jungen (aber sehr freundlichen) Wirts dekoriert worden: Holzschuhe an der vergilbten Wand, daneben ein Porzellankreuz, Hufeisen, Stiche der belgischen K&amp;ouml;nige. Ein B&amp;uuml;cherstapel stabilisiert den T&amp;uuml;rrahmen.  Der Wirt holt jedes Bier im Bierhuis nebenan. Waterzooi ist eine H&amp;uuml;hnersuppe mit Lauch und Sellerie, was unspektakul&amp;auml;r klingt, aber typisch belgisch ist. Sie ist sahnig und wird auch f&amp;uuml;r eine Person in einer Terrine serviert &amp;ndash; also besser keine Vorspeise bestellen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Schlafen&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;Himmlische Ruhe (und dazu viele der in der Stadt raren Parkpl&amp;auml;tze) im &amp;raquo;Hotel Poortackere Monasterium&amp;laquo; (Oude Houtlei 56, 0032/9/269 22 10, DZ ab 115 Euro, &lt;a href=&quot;http://monasterium.be/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;www.monasterium.be&lt;/a&gt;). Und morgens Gesang. Denn die Kirche, die zum alten Kloster geh&amp;ouml;rt, ist noch in Betrieb. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Unbedingt &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;in eine Kneipe gehen. Die Belgier sind gro&amp;szlig;e Kneipeng&amp;auml;nger, das merkt man ganz besonders in Gent. Vielleicht, weil die Stadt so klein ist und dabei voller Studenten. Nach dem Essen gehen alle, Jung und Alt, allein, zu zweit oder in gro&amp;szlig;en Gruppen, auf einen Schnaps in den &amp;raquo;Dreupelkot&amp;laquo; (Groentenmarkt 12, Tel. 00329/224 21 20, &lt;a href=&quot;http://www.dreupelkot.be/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;www.dreupelkot.be&lt;/a&gt;). Dreupel hei&amp;szlig;t Tropfen und der Tropfen hei&amp;szlig;t Genever: Genever pur oder mit Geschmack, die Bandbreite reicht von Kirsche bis Lebkuchen. Nach einem Glas davon verteilt man sich z&amp;uuml;gig auf die vielen anderen Genter Kneipen &amp;ndash; l&amp;auml;nger als auf einen Genever im &amp;raquo;Dreupelkot&amp;laquo; zu bleiben w&amp;auml;re &amp;auml;hnlich unpassend wie Wei&amp;szlig;w&amp;uuml;rste zum Abendessen in M&amp;uuml;nchen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Auf keinen Fall &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;mit durchgelaufenen Socken in die Kneipe &amp;raquo;Dulle Griet&amp;laquo; (Vrijdagmarkt 50, Tel. 0032/9/224 24 55, &lt;a href=&quot;http://www.dullegriet.be/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;www.dullegriet.be&lt;/a&gt;) gehen. Dort gibt es Hunderte Sorten Bier; eine davon wird in ein trompetenlanges Glas gezapft, das in einem Holzst&amp;auml;nder Halt findet. Diese Gl&amp;auml;ser sind so kostbar, dass der Gast einen Schuh ausziehen muss &amp;ndash; das soll verhindern, dass er sich einfach mit dem Gef&amp;auml;&amp;szlig; davonmacht. Der Schuh wird unter gro&amp;szlig;em Geklingel, Gejohle und Geklatsche in einem Drahtkorb an die Decke des Lokals gezogen. Wenn die eigenen Socken also nicht die frischesten sind, kann das unangenehm werden, und zwar f&amp;uuml;r alle. Nach ein paar solcher Biere allerdings ist das auch wieder egal. Und zwar allen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://sz-magazin.sueddeutsche.de/upl/images/user/8059/56503.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;</description>
    <dc:subject>Gent</dc:subject>
    <dc:creator>Gabriela Herpell</dc:creator>
    <dc:date>2013-02-11T12:00:00+01:00</dc:date>
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    <title>Aveiro</title>
    <description>&lt;p&gt;Es gibt tats&amp;auml;chlich Gondeln in Portugal. Aber der nette Stadtf&amp;uuml;hrer hat dazu eine eher ungew&amp;ouml;hnliche Meinung.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://sz-magazin.sueddeutsche.de/upl/images/user/8059/56449.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Br&amp;uuml;cken&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;Gibt es einige, aber Verzeihung, ich habe sie weder gez&amp;auml;hlt noch wollte ich sie detailliert beschreiben, denn so spektakul&amp;auml;r ist die Gondel-Rundfahrt (5 Euro, 45 Minuten) einfach nicht. Jos&amp;eacute; Nuno Guerra, mein sehr netter Stadtf&amp;uuml;hrer, sagt: &amp;raquo;Ich mag den Titel &amp;rsaquo;Venedig Portugals&amp;lsaquo; nicht, er weckt falsche Vorstellungen.&amp;laquo; Jos&amp;eacute; ist 30, war fr&amp;uuml;her Unternehmensberater in Paris, bekam dann Heimweh und gr&amp;uuml;ndete erst ein Hostel und dann das beste Restaurant der Stadt (siehe unten). Jos&amp;eacute; r&amp;auml;t: Keine Seufzerbr&amp;uuml;cke und keinen Markusplatz erwarten, sich lieber &amp;uuml;berraschen lassen. Das kann Aveiro besser als Venedig. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Gondeln&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;Hei&amp;szlig;en hier &amp;raquo;Moliceiros&amp;laquo; und dienten fr&amp;uuml;her zum Seetang-Fischen in der riesigen Lagune, in der Aveiro liegt. Der Seetang kam als D&amp;uuml;nger auf die Felder. Heute nehmen die Bauern Kunstd&amp;uuml;nger, aus den Gondeln wurden Ausflugsboote. Deren Bug zieren halb nackte Frauen &amp;ndash; was einsame Fischer halt so malen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Essen&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;&amp;raquo;Seit letztem Jahr sp&amp;uuml;rt man die Krise richtig im Land&amp;laquo;, sagt Jos&amp;eacute;, der trotzdem direkt am Fischmarkt sein &amp;raquo;O Bairro&amp;laquo; im August 2012 er&amp;ouml;ffnet hat. F&amp;uuml;r portugiesische Verh&amp;auml;ltnisse etwas teurer, f&amp;uuml;r deutsche g&amp;uuml;nstig: 35 Euro f&amp;uuml;r ein sehr leckeres F&amp;uuml;nf-G&amp;auml;nge-Abendessen samt gutem Wein. Der junge Chefkoch Tiago Santos nimmt klassische Gerichte wie Tintenfischsalat und interpretiert sie neu (&amp;raquo;O Bairro&amp;laquo;, Largo da Pra&amp;ccedil;a do Peixe, 24). Tipp f&amp;uuml;r ein schnelles Mittagessen: Im &amp;raquo;Z&amp;eacute; da Parreirinha&amp;laquo;, Travessa Do Lavadouro 10, kosten Suppe, Hauptgericht und Dessert zusammen 5 Euro. Einfach gut.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;Schlafen F&amp;uuml;r J&amp;uuml;ngere:&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;Jos&amp;eacute;s Hostel &lt;a href=&quot;http://www.aveirorossiohostel.com/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;www.aveirorossiohostel.com&lt;/a&gt; bietet viel Charme f&amp;uuml;r wenig Geld. Es gibt Doppel- und Gruppenzimmer. F&amp;uuml;r Bessersituierte: das gediegene &amp;raquo;Hotel Moliceiro&amp;laquo; (&lt;a href=&quot;http://www.hotelmoliceiro.pt/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;www.hotelmoliceiro.pt&lt;/a&gt;). Die Gondeltour startet gleich gegen&amp;uuml;ber. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Unbedingt&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;Ovos Moles essen, eine Spezialit&amp;auml;t aus Eigelb und Zucker; BUGA-R&amp;auml;der leihen (umsonst, daf&amp;uuml;r miese Bremsen); abends im &amp;raquo;Mercado Negro&amp;laquo; vorbeischauen (Rua Jo&amp;atilde;o Mendon&amp;ccedil;a, 17), da gibt es Konzerte, Filme, Partys. Mit dem Mietwagen an den Strand Costa Nova zum Surfen oder in die nahe Gro&amp;szlig;stadt Porto.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Auf keinen Fall&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;&amp;Uuml;ber das riesige Fu&amp;szlig;ballstadion reden. Das sieht mit seiner bunten Bemalung zwar lustig aus, ist aber ein Fiasko: gebaut zur Fu&amp;szlig;ball-EM 2004, bis heute nicht abbezahlt und zu Heimspielen des Erstligisten SC Beira-Mar sp&amp;auml;rlich besucht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;</description>
    <dc:subject>Aveiro</dc:subject>
    <dc:creator>Marc Baumann</dc:creator>
    <dc:date>2013-02-11T12:00:00+01:00</dc:date>
  </item>

  <item rdf:about="http://sz-magazin.sueddeutsche.de//texte/anzeigen/39481">
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    <title>Prag</title>
    <description>&lt;p&gt;Ehrlich gesagt: Hier &amp;uuml;bertreiben sie es mit dem Thema &amp;raquo;Venedig&amp;laquo; etwas.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://sz-magazin.sueddeutsche.de/upl/images/user/8059/56409.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;em&gt;H&amp;uuml;h!: Die riesigen Baby-Statuen des Bildhauers David &amp;#268;ern&amp;yacute; sind Wahrzeichen der Kampa-Insel.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Br&amp;uuml;cken&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Ein Holzsteg und f&amp;uuml;nf gemauerte Br&amp;uuml;cken f&amp;uuml;hren auf die kleine k&amp;uuml;nstliche Insel Kampa zwischen Moldau und Teufelsbach, die vom Fremdenverkehrsamt recht offensiv als &amp;raquo;Prager Venedig&amp;laquo; (Pražsk&amp;eacute; Ben&amp;aacute;tky) vermarktet wird. Die Insel ist gerade mal 2,5 Hektar gro&amp;szlig; und wurde im Sp&amp;auml;tmittelalter aufgesch&amp;uuml;ttet. Die Karlsbr&amp;uuml;cke, die &amp;uuml;ber sie hinweg auf die Altstadtseite f&amp;uuml;hrt, ist sogar noch &amp;auml;lter. So alt, dass sie gleich einige Rekorde h&amp;auml;lt: &amp;auml;lteste noch stehende Br&amp;uuml;cke Prags, eine der &amp;auml;ltesten Steinbr&amp;uuml;cken Europas. Jahrhundertelang wurde die Legende gepflegt, dass bei ihrem Bau der M&amp;ouml;rtel mit Eiern verst&amp;auml;rkt worden sei. Wissenschaftliche Untersuchungen haben dies widerlegt &amp;ndash; statt Eiern wurden gro&amp;szlig;e Mengen Quark und Wein beigemischt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Gondeln&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Eine organisierte Bootsrundfahrt durch das &amp;raquo;Prager Venedig&amp;laquo; dauert eine Stunde, sie wird von einer &amp;raquo;Prager Venedig GmbH&amp;laquo; angeboten. Wer sich lieber selbstst&amp;auml;ndig machen will: Tret- und Ruderboote kann man ein St&amp;uuml;ck flussaufw&amp;auml;rts an der Moldau mieten. Nach Kampa hinein kommt man damit allerdings nicht, das verhindert das Wehr zwischen Legionen- und Karlsbr&amp;uuml;cke.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;Stadtk&amp;uuml;nstler &lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Das Viertel zieht seit jeher K&amp;uuml;nstler wie den Grafiker und Trickfilm-Pionier Ji&amp;#345;&amp;iacute; Trnka an. Seine Villa am Teufelsbach z&amp;auml;hlt zu den sch&amp;ouml;nsten H&amp;auml;usern der Stadt. In einer rekonstruierten M&amp;uuml;hle an der Moldau beherbergt das Kampa-Museum die Sammlung der tschechisch-amerikanischen Kunstm&amp;auml;zenin Meda Ml&amp;aacute;dkov&amp;aacute;. Vor dem Museum stehen die bronzenen &lt;em&gt;Babies&lt;/em&gt; des Bildhauers David &amp;#268;ern&amp;yacute;, der das kleine Venedig wie kein anderer pr&amp;auml;gt: In seiner Stammkneipe, einer alten M&amp;uuml;hle am Teufelsbach, hat er die Theke gestaltet, ein surrealistisches Panoptikum in Kunstharz. Einen knappen Kilometer flussabw&amp;auml;rts steht &amp;#268;ern&amp;yacute; Statue Piss. Sie zeigt zwei lebensgro&amp;szlig;e m&amp;auml;nnliche Gestalten, die beim Urinieren ein Bassin in den Umrissen der Tschechischen Republik f&amp;uuml;llen. Der Harndrang l&amp;auml;sst sich per SMS &amp;uuml;bers Handy steuern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Essen&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;&amp;raquo;Lok&amp;aacute;l&amp;laquo;: beste b&amp;ouml;hmische Wirtshausk&amp;uuml;che. Die Betreiber beziehen Fleisch und Gem&amp;uuml;se aus der Region, in Prag keine Selbstverst&amp;auml;ndlichkeit. M&amp;iacute;&amp;scaron;e&amp;#328;sk&amp;aacute; 12, Mal&amp;aacute; Strana, Tel. 00420/257/ 21 20 14.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Schlafen&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;Das &amp;raquo;Mandarin Oriental&amp;laquo; liegt in einem rekonstruierten Kloster aus dem 14. Jahrhundert und ist kaum hundert Meter von der Karlsbr&amp;uuml;cke entfernt. Nebovidsk&amp;aacute; 1, Tel. 00420/233/ 08 88 88, www.mandarinoriental.com/prague, DZ ab 250 Euro. Viel g&amp;uuml;nstiger &amp;uuml;bernachtet man im &amp;raquo;Theatrino&amp;laquo;, etwa vier Kilometer von der Kampa entfernt, im Stadtteil Žižkov, der f&amp;uuml;r seine alternative Kultur- und Kneipenszene bekannt ist. &amp;raquo;Prague Hotel Theatrino&amp;laquo;, Borivojova 53, Žižkov. Tel. 00420/227/03 18 94. DZ ab 30 Euro.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Unbedingt&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;Ein Glas im Stehen trinken im &amp;raquo;Bistro Bruncv&amp;iacute;k&amp;laquo; (Na Kamp&amp;#283; 7), im Volksmund &lt;em&gt;ok&amp;yacute;nko&lt;/em&gt; (Fensterchen) genannt, direkt unter der Karlsbr&amp;uuml;cke und ein paar Schritte vom Teufelsbach. Den schottischen Bluess&amp;auml;nger Stan &amp;raquo;The Man&amp;laquo; Wolarz und seine Bohemian Blues Band in ihrem Stammladen h&amp;ouml;ren, dem Jazzclub &amp;raquo;U mal&amp;eacute;ho Glena&amp;laquo; (Karmelitsk&amp;aacute; 23, Tel. 00420/257/53 17 17).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Auf keinen Fall&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;Bargeld in einer der Wechselstuben auf der Kleinseite wechseln. Obwohl &amp;raquo;no commission&amp;laquo; versprochen wird, zahlt man drauf und verliert bis zu zwanzig Prozent gegen&amp;uuml;ber dem amtlichen Kurs. Lieber per Geldkarte am Automaten Kronen abheben. Vorsicht auch bei den Taxis, die in der Mosteck&amp;aacute;-Stra&amp;szlig;e unweit der Karlsbr&amp;uuml;cke warten; die Preise sind oft &amp;uuml;berteuert. Besser im Lokal oder Hotel ein Taxi rufen lassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;</description>
    <dc:subject>Prag</dc:subject>
    <dc:creator>Georg Pacurar</dc:creator>
    <dc:date>2013-02-08T12:00:00+01:00</dc:date>
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    <title>Empuriabrava</title>
    <description>&lt;p&gt;Tradition? Das Venedig Kataloniens ist gerade mal 45 Jahre alt.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://sz-magazin.sueddeutsche.de/upl/images/user/8059/56447.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Mein Haus, mein Boot, mein Anlegeplatz &amp;ndash; in Empuriabrava folgt die nachbarliche Hackordnung ganz klaren Kriterien.&lt;/em&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Br&amp;uuml;cken&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;Nur zwanzig Br&amp;uuml;cken &amp;uuml;berqueren das &amp;uuml;ber drei&amp;szlig;ig Kilometer lange Kanalnetz von Empuriabrava. Die Einheimischen unterqueren sie denn auch lieber mit ihren Booten: Jedes Haus hat eine eigene Anlegestelle.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Gondeln&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;Touristen k&amp;ouml;nnen die Siedlung nahezu ger&amp;auml;uschlos mit kleinen Elektrobooten erkunden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Stadtschreiber&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;Carles Fages de Climent schrieb Gedichte &amp;uuml;ber die Region Empord&amp;agrave;, die teilweise von seinem besten Freund Salvador Dal&amp;iacute; illustriert wurden. Fages starb allerdings schon 1968, sodass er Empuriabrava kaum noch kennenlernen konnte. Denn das Venedig Kataloniens wurde erst 1967 gebaut, um kaufkr&amp;auml;ftige Touristen mit eigener Yacht aus dem Norden Europas anzuziehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Essen &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&amp;raquo;Sabores&amp;laquo;, Av. Juan Carlos I, Portofino, 58, Tel. 0034/972/45 05 34, &lt;a href=&quot;http://www.saboresrestaurant.es/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;www.saboresrestaurant.es&lt;/a&gt;. Katalanische Fusion-K&amp;uuml;che, unbedingt die Sepia &amp;agrave; la chef probieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Schlafen&lt;/strong&gt; Hotel &amp;raquo;Port Salins&amp;laquo; direkt am Salinskanal, Av. Fages de Climent, 10&amp;ndash;15, &lt;a href=&quot;http://www.hotelportsalins.com/&quot;&gt;www.hotelportsalins.com&lt;/a&gt;, Tel. 0034/902/45 47 00, DZ ab 80 Euro.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Unbedingt&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;Fallschirm springen. Wer sich das auf diesem gr&amp;ouml;&amp;szlig;ten Sprungplatz Europas nicht traut, kann in einem gl&amp;auml;sernen Windkanal auch einen sch&amp;ouml;nen Nervenkitzel erleben; &lt;a href=&quot;http://www.skydiveempuriabrava.com/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;www.skydiveempuriabrava.com&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;Auf keinem Fall &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Einem Vogel etwas zuleide tun. Empuriabrava liegt im Golf de Roses, einem Feuchtgebiet, das unter Naturschutz steht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;</description>
    <dc:subject>Empuriabrava</dc:subject>
    <dc:creator>Achim Jecht</dc:creator>
    <dc:date>2013-02-08T12:00:00+01:00</dc:date>
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  <item rdf:about="http://sz-magazin.sueddeutsche.de//texte/anzeigen/39501">
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    <title>Sankt Petersburg</title>
    <description>&lt;p&gt;Wei&amp;szlig;e N&amp;auml;chte: zu Besuch bei Dostojewskis Urenkel.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Stadtschreiber&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;Lange hat Dmitri Andrejewitsch Dostojewski seinen Nachnamen als Fluch empfunden. Seine Mutter hat ihm als Kind von seinem ber&amp;uuml;hmten Urgro&amp;szlig;vater erz&amp;auml;hlt und ihn gewarnt, er solle das lieber f&amp;uuml;r sich behalten. Ein kluger Rat, so schien es: Wegen dieses Namens ist Dmitris Vater 1931 kurz verhaftet worden, und auch in Dmitris Schule sei der Name Dostojewski lange verp&amp;ouml;nt gewesen, kein einziges seiner B&amp;uuml;cher sei auf dem Lehrplan aufgetaucht. So war das an einigen sowjetischen Schulen zur Stalin- und Chruschtschow-Zeit. &lt;em&gt;Die D&amp;auml;monen&lt;/em&gt; etwa, die Geschichte einer Verschw&amp;ouml;rung, wurde erst Ende der Siebzigerjahre neu aufgelegt, zu unw&amp;auml;gbar schien die Wirkung dieses Buchs. &lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Dmitri ist so klein wie sein Urgro&amp;szlig;vater und auch im Gesicht meint man sofort eine &amp;Auml;hnlichkeit entdecken zu k&amp;ouml;nnen: die gleichen tiefen Augenh&amp;ouml;hlen, leicht eingefallene Wangen, das d&amp;uuml;nne Haar, ein &amp;auml;hnlicher altrussischer Bart. Dmitri ist mit 67 allerdings schon sieben Jahre &amp;auml;lter als Fjodor zum Zeitpunkt seines Todes.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Das erste Buch aus dem Werk seines Urgro&amp;szlig;vaters, das Dmitri las, war &lt;em&gt;Schuld und S&amp;uuml;hne&lt;/em&gt;, der in Sankt Petersburg spielende psychologische Kriminalroman um den M&amp;ouml;rder Rodion Raskolnikow. &amp;raquo;Ich war damals 19 Jahre alt, zu jung und dumm, um es zu verstehen&amp;laquo;, sagt er, er legte es bald wieder weg. &lt;em&gt;Schuld und S&amp;uuml;hne&lt;/em&gt;, neudeutsch: &amp;raquo;Verbrechen und Strafe&amp;laquo;, gilt als Dostojewskis popul&amp;auml;rster Roman. Den Hinterhof, wo Raskolnikow wohnte, kann man heute noch besuchen, ebenso wie die letzte Wohnung Fjodor Dostojewskis, aus der man 1971 ein Museum gemacht hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; Dmitris Vater trug im Krieg immer eine B&amp;uuml;ste von seinem Gro&amp;szlig;vater Fjodor bei sich, als Gl&amp;uuml;cksbringer. Dmitri dagegen begann erst in den Sechzigerjahren, seinen Familiennamen zu sch&amp;auml;tzen. Er war ohne h&amp;ouml;heren Schulabschluss zur Armee gegegangen, zu DDR-Zeiten in Potsdam stationiert, sp&amp;auml;ter auf Kuba, arbeitete nach seiner R&amp;uuml;ckkehr als Stra&amp;szlig;enbahnf&amp;uuml;hrer und schlug sich mit kleineren Reparaturjobs durch. Aber er wurde eingeladen in die ganze Welt. Zu Tagungen der Dostojewski-Gesellschaft, zu Dreharbeiten einiger Dokumentarsendungen &amp;uuml;ber das Leben des Urgro&amp;szlig;vaters. 1964 war er f&amp;uuml;r eine BBC-Dokumentation in Baden-Baden, er ging abends ins Kasino und gewann mit dem System, das der Urgro&amp;szlig;vater in seinem Roman &lt;em&gt;Der Spieler&lt;/em&gt; skizziert hatte, 190 Mark, viel Geld in der damaligen Zeit. 1981 bekam Dmitri Krebs und brauchte dringend ein teures, f&amp;uuml;r ihn unbezahlbares Medikament aus Japan. Dmitris Mutter bat den japanischen &amp;Uuml;bersetzer um Hilfe, der half gerne und schnell, Fjodor Dostojewski wird merkw&amp;uuml;rdigerweise in Japan wie ein Nationalheld verehrt. Dmitri wurde geheilt und sagt heute: &amp;raquo;Fjodor hat mir das Leben gerettet.&amp;laquo;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; Inzwischen lebt Dmitri am Stadtrand von Sankt Petersburg, in einem Plattenbau auf 46 Quadratmetern, zusammen mit seiner Schwiegertochter und drei Enkelkindern. Er arbeitet schon lange nicht mehr, das Bein schmerzt immer wieder. Manchmal f&amp;auml;hrt er ins Museum, um Literaturwissenschaftler und Touristen im Namen der Familie zu begr&amp;uuml;&amp;szlig;en. Ganz selten empf&amp;auml;ngt er Besuch zu Hause in der kleinen K&amp;uuml;che inmitten der tobenden Enkelkinder.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; Sein Sohn Alexei arbeitet als F&amp;auml;hrkapit&amp;auml;n f&amp;uuml;r ein Kloster, das auf einer Insel im Lagoda-See liegt; er kommt nur alle zwei Wochen nach Hause. Auch Alexei hat nie studiert, musste zur Armee, arbeitete kurze Zeit als Stra&amp;szlig;enbahnf&amp;uuml;hrer. Wenn Dmitris Bein ihn wieder zwingt, zu Hause zu bleiben, schickt er Alexei als Vertreter der Familie zu den Tagungen in aller Welt. Die Dostojewskis haben seit der Revolution 1917 keine Tantiemen erhalten, aber im Russland Putins sind der Name des Schriftstellers und seine &amp;Uuml;berlegungen zur russischen Nation so popul&amp;auml;r wie lange nicht mehr. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dmitris Enkeltochter war vier, als ihr die Eltern vom ber&amp;uuml;hmten Vorfahren erz&amp;auml;hlten; sie verstand es noch nicht. Sein j&amp;uuml;ngster Enkel Fjodor ist gerade einmal zweieinhalb Jahre alt. Er ist der vierte Fjodor Dostojewski, und die Familie ist gl&amp;uuml;cklich, dass der Nachname nun nicht aussterben wird. Die Familie Dostojewski f&amp;uuml;hre ein gl&amp;uuml;ckliches Leben, sagt Dmitri. &amp;raquo;Fjodor hat drei Dinge f&amp;uuml;r alle seine Nachkommen besiegt: den Alkohol, die Epilepsie und die Spielsucht.&amp;laquo;&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Nat&amp;uuml;rlich hat Dmitri inzwischen alles vom Urgro&amp;szlig;vater gelesen. Immer noch ist &lt;em&gt;Schuld und S&amp;uuml;hne&lt;/em&gt; das Buch, &amp;uuml;ber das fast alle mit ihm sprechen wollen. Dmitris Lieblingsbuch ist jedoch ein anderes: &lt;em&gt;Die Br&amp;uuml;der Karamasow&lt;/em&gt;. &amp;raquo;Wer die russische Seele kennenlernen und verstehen will, muss dieses Buch lesen. Die drei Br&amp;uuml;der symbolisieren alles, was uns Russen ausmacht: den Glauben, den Zweifel, die Rebellion.&amp;laquo;&lt;br /&gt;&lt;span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span&gt;[seitenumbruch title=&quot;Von der Ostsee, &amp;uuml;ber die Newa, bis nach Moskau&lt;/span&gt;&lt;span&gt;&quot;]&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://sz-magazin.sueddeutsche.de/upl/images/user/8059/56465.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Br&amp;uuml;cken&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;Nachts um halb zw&amp;ouml;lf werden w&amp;auml;hrend der taghellen &amp;raquo;wei&amp;szlig;en N&amp;auml;chte&amp;laquo; im Sommer die Br&amp;uuml;cken hochgeklappt. Dutzende Frachtschiffe fahren dann hintereinander von der Ostsee die Newa herauf in Richtung Ladoga-See und weiter &amp;uuml;ber die von Stalin gebauten Kan&amp;auml;le &amp;ndash; bis nach Moskau und &amp;uuml;ber die Wolga bis ins Kaspische Meer. Den besten Blick auf diese Schiffsparade hat man vor der Schlossbr&amp;uuml;cke zwischen Basilius-Insel und Altstadt. Aktivisten aus dem Umfeld von Pussy Riot haben fr&amp;uuml;her oft ihre Parolen auf die Br&amp;uuml;cken gemalt, immer kurz vor dem Hochklappen.&lt;br /&gt;&amp;nbsp;  &lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Gondeln&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Die Stadt hat viele Inseln. Auf einer liegt die Residenz, in der Wladimir Putin gelegentlich ein Privat-Wochenende verbringt. Putin f&amp;auml;hrt nicht gern Auto und auch nicht gern Boot, er fliegt am liebsten mit dem Hubschrauber ein &amp;ndash; genau wie Roman Abramowitsch, der gleich eine ganze Insel f&amp;uuml;r sich allein hat. &amp;Uuml;berhaupt: Ins Boot steigen in Sankt Petersburg nur Verliebte oder Touristen. Kleine Boote fahren im Sommer die ganze Nacht durch die Kan&amp;auml;le unter einigen der 320 Br&amp;uuml;cken hindurch, vorbei auch an Puschkins letzter Wohnung. Man kann auf den Booten essen. Gro&amp;szlig;e Tragfl&amp;uuml;gelboote fahren hinaus zum prunkvollen Schloss Peterhof, drei&amp;szlig;ig Kilometer au&amp;szlig;erhalb der Stadt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Essen&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;Graf Grigorij Alexandrowitsch Stroganoff soll das Rezept f&amp;uuml;r B&amp;oelig;uf &lt;br /&gt; Stroganoff Ende des 18. Jahrhunderts in Sankt Petersburg erfunden haben, als er unerwartet Besuch bekam und s&amp;auml;mtliche K&amp;uuml;chenreste in die Pfanne warf &amp;ndash; so lautet jedenfalls eine Version. Das Gericht ist nicht schwierig zuzubereiten: Man br&amp;auml;t Filetspitzen vom Rind oder Kalb mit Zwiebeln und je nach Rezept verschiedenen anderen Zutaten an; immer geh&amp;ouml;ren Dill, saure Sahne und Gew&amp;uuml;rzgurken dazu, egal ob in die Sauce gemischt oder als Extra-Beilage. In Sankt Petersburg hat jeder Koch sein eigenes Familienrezept, man kann es bedenkenlos in jeder Kneipe bestellen, es misslingt nie. Mein bestes B&amp;oelig;uf Stroganoff a&amp;szlig; ich im Restaurant des &amp;raquo;Hotels Astoria&amp;laquo;, einem alten Grandhotel mit gut erhaltenen Jugendstil-M&amp;ouml;beln, in dem schon Rasputin und etwas sp&amp;auml;ter Lenin a&amp;szlig;en. In der Sauce waren Pilze, wahrscheinlich war auch der Cognac darin besonders gut, der Kartoffelbrei war frisch gestampft, die Gew&amp;uuml;rzgurken waren als Salat angemacht, dazu wurden Wodka und Bier gereicht. 39 Bolshaja Morskaja, Tel. 007/812/494 57 57, &lt;a href=&quot;http://www.thehotelastoria.com/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;www.thehotelastoria.com&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Schlafen &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Hotels in Sankt Petersburg und Moskau sind vergleichsweise teuer. Wer &amp;uuml;ber Veranstalter wie zum Beispiel Studiosus Reisen Flug und Hotel bucht, bekommt in der Regel g&amp;uuml;nstigere Raten. &amp;raquo;The Brothers Karamazov&amp;laquo; ist ein kleines Mittelklasse-Hotel, um die Ecke vom Dostojewski-Museum gelegen und teilweise mit M&amp;ouml;beln aus dem &lt;br /&gt; 19. Jahrhundert eingerichtet. Sehr gutes, preiswertes Hotelrestaurant. 11-Ay, Sotsialisticheskaya st., Tel. 007/812/ 335 11 85, DZ ab 125 Euro, &lt;a href=&quot;http://karamazovhotel.com/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;www.karamazovhotel.com&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; &lt;strong&gt;Unbedingt&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;Die Eremitage besuchen. Man steht zwar auch im Winter zwei Stunden in der Schlange vor der Kasse  (wenn man ohne Reisef&amp;uuml;hrer kommt), aber an diesem neben dem Louvre und dem Prado bedeutendsten Kunstmuseum Europas f&amp;uuml;hrt kein Weg vorbei.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Auf keinen Fall &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Wein bestellen, der ist teuer in Russland. Oft meint man, der Preis auf der Karte werde wohl f&amp;uuml;r die ganze Flasche gelten, und erschrickt dann m&amp;auml;chtig bei der Rechnung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;</description>
    <dc:subject>Sankt Petersburg</dc:subject>
    <dc:creator>Lars Reichardt</dc:creator>
    <dc:date>2013-02-08T12:00:00+01:00</dc:date>
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    <title>Rovinj</title>
    <description>&lt;p&gt;Venedig-Gef&amp;uuml;hl? Klar: Ganz Istrien wird doch als Klein-Italien gehandelt.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://sz-magazin.sueddeutsche.de/upl/images/user/8059/56441.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Br&amp;uuml;cken &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Zwar hat das kroatische Rovinj im Mittelalter mal zu Venedig geh&amp;ouml;rt, die Altstadt liegt auch auf einer Halbinsel &amp;ndash; aber trotzdem gibt es keine einzige Br&amp;uuml;cke. Fr&amp;uuml;her gab es mal eine, her&amp;uuml;ber vom Festland auf die Insel, aber als der Kanal 1763 zugesch&amp;uuml;ttet wurde, verschwand auch sie. Nur das Caf&amp;eacute; &amp;raquo;Al Ponto&amp;laquo; erinnert noch heute an den &amp;Uuml;bergang.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Gondeln&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;Auch Rovinj hat ber&amp;uuml;hmte Boote, die flachb&amp;auml;uchigen Batanas: Sie werden gerudert oder gesegelt. Wenn die Batana-Fischer fr&amp;uuml;her von der Arbeit kamen, trafen sie sich in einem &amp;raquo;Spacio&amp;laquo;, einem kellerartigen Raum, den viele H&amp;auml;user in Rovinj haben &amp;ndash; zum Essen, Trinken, Singen. Heute segeln die Fischer bei Ba-tana-Umz&amp;uuml;gen mit ihren traditionellen roten Zipfelm&amp;uuml;tzen auf dem Kopf um die Halbinsel herum. Ihr Gesang dabei ist einzigartig: Weil sie fr&amp;uuml;her beim Fischen nicht die H&amp;auml;nde f&amp;uuml;r Musikinstrumente frei hatten, ist in Rovinj ein besonderer A-capella-Gesang entstanden, bei der einige S&amp;auml;nger Musikinstrumente mit ihrer Stimme imitieren: die &amp;raquo;Bitinada&amp;laquo;. Touristen k&amp;ouml;nnen Batana-Fahrten und ein Essen im &amp;raquo;Spacio&amp;laquo; buchen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Stadtmaler&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;In der K&amp;uuml;nstlergasse Grisia lebt der 87-j&amp;auml;hrige Maler Bruno Mascarelli; er arbeitet seit Ende der F&amp;uuml;nfzigerjahre in Rovinj.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Essen &lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;In Istrien gibt es das ganze Jahr Tr&amp;uuml;ffeln &amp;ndash; und viel davon: In den Konobe, den kroatischen Wirtsh&amp;auml;usern, bekommt man Tr&amp;uuml;ffeln sogar auf Butterbrot serviert. Au&amp;szlig;erdem empfehlenswert: Meeresfr&amp;uuml;chte und Fisch in allen Variationen und eine seltene Rinderart, die es nur in Istrien gibt, das Bo&amp;scaron;karin. Um dessen Fleisch zuzubereiten, brauchen K&amp;ouml;che eine Sondererlaubnis und eine spezielle Ausbildung. Legend&amp;auml;r ist die mit Nippes vollgestopfte Konoba &amp;raquo;Veli Joz&amp;eacute;&amp;laquo;, Svetoga Kriza 1, Altstadt, direkt am Wasser. Bo&amp;scaron;karin-Rind probiert man am besten im ein paar Kilometer entfernten Hotel &amp;raquo;La Grisa&amp;laquo; in Bale, www.la-grisa.com, DZ ab 78 Euro.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Schlafen &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&amp;raquo;Villa Tuttorotto&amp;laquo;, Dvor Massatto 4, Tel. 00385/52/81 51 81, &lt;a href=&quot;http://www.villatuttorotto.com/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;www.villatuttorotto.com&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;http://www.schlosshotels.co.at/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;www.schlosshotels.co.at&lt;/a&gt; &amp;ndash; ein altes, vor Antiquit&amp;auml;ten strotzendes Herrenhaus. Um durch die schmalen Gassen der autofreien Altstadt zum Hotel zu gelangen, erh&amp;auml;lt man eine Sondergenehmigung &amp;ndash; aber nur f&amp;uuml;r die halbe Stunde, die man zum Ein- und Ausladen der Koffer braucht. Fr&amp;uuml;hst&amp;uuml;ck auf dem Balkon mit Meerblick, DZ ab 79 Euro.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Unbedingt&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;In Restaurants die Hausweine bestellen: Weil Kroatien (noch) so wenig Wein exportiert, sind die gut. Die am weitesten verbreitete Rebe hei&amp;szlig;t Malvasia, aus der auch aromatische Dessertweine produziert werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Auf keinen Fall&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;Taschent&amp;uuml;cher mit Duft kaufen. Die Kroaten nehmen Parf&amp;uuml;mierungen sehr ernst.&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;</description>
    <dc:subject>Rovinj</dc:subject>
    <dc:creator>Kerstin Greiner</dc:creator>
    <dc:date>2013-02-07T17:00:00+01:00</dc:date>
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