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Der Pranger

Lob und Tadel

Freude, Ärger, Schulterzucken: Das SZ-Magazin löst bei den Lesern jede Woche die unterschiedlichsten Reaktionen aus. Hier finden Sie ab sofort die besten Briefe an die Redaktion. Wir behalten uns vor, Leserbriefe gekürzt zu veröffentlichen.




14. Januar 2011: Heft 02/2011 - Die Ruhe nach dem Sturm

An Die Redaktion,

leider wird Ihr Magazin immer nichtssagender,  Ich denke, Ihnen sind die Themen ausgegangen. Schade um das Papier, die Farben und die Zeit.
Vielleicht sollten Sie Ihre Leser hierzu mal befragen.

Bernd S.

20. Dezember 2010: In der Blüte ihres Lebens.

Sie widmen das "Süddeutsche Zeitung Magazin" Menschen, die "in der Blüte ihres Lebens" starben. Dieser Artikel enthält achtzehn Nachrufe von Menschen, die der Tod aus ihrem Leben gerissen hat, darunter sind auch Personen, die in ihren Aufgaben für ihr Gemeinwesen umgebracht worden sind wie Hermila Garcia Baeza. Was ich nicht verstehe ist, daß Sie in diesem Zusammenhang nicht einem der jungen Soldaten der Bundeswehr gedenken, die in diesem Jahr in Afghanistan ermordet worden sind, denn das Thema ihres Magazins verpflichtet doch geradezu, den deutschen Soldaten, die ihr Leben für unsere Nation aufs Spiel setzen und bereit sind, dafür zu sterben, einen ihr Leben würdigenden und ehrenden Nachruf zu schreiben. Ich empfinde Ihr Versäumnis als gedankenlos und verletzend und würde mich freuen, wenn Sie mir erklärten, was Sie bewogen hat, eine Erinnerung an einen der umgekommenen Soldaten zu unterlassen.

Hochachtungsvoll
Michael N.


17. Dezember 2010: »Ich freue mich eher still.« Ein Gespräch mit Florian Henckel von Donnersmarck.

sehr irritiert habe ich Ihr Interview mit Herrn von Donnersmarck im SZMagazin Nr 49 gelesen. Warum sind Sie ihm nicht über sein Mundwerk gefahren in punkto Widerstand gegen Hitler, als er behauptete, dass Adlige wissen, welche Werte in ihren Familien gelten? Es waren doch nicht wenige Generäle Adlige und Anhänger Hitlers Ideen. Von ihnen hätte man nach von Donnersmarcks Theorie doch viel früher Widerstand erwarten können, nach dem Motto wehret den Anfängen. Und weil am Ende des Desasters ein adliger General aufbegehrt hat bedeutet dies noch lange nicht, dass ihm ein Land mit Wertmaßstäben von Freiheit, Gleichheit,Brüderlichkeit vorschwebte.Von der SZ hätte ich mir mehr kritischen Journalismus gewünscht/erwartet.

Josef P.

19.Novemeber 2010: Edition 46. Ein Bilderzyklus von Hans-Peter Feldmann

...ist wirklich die "letzte Nummer" (aber nicht zum lachen). Kunst nennen Sie das? Verarsche ist das! - Und für sowas geben die Dummen noch (viel?) Geld aus; wie blöd sind die Geldsäcke eigentlich? Schad ums Papier (SZ-Magazin).

Markwart C.
 Stuttgart 


19. November 2010: Edition 46. Ein Bilderzyklus von Hans-Peter Feldmann

Sehr geehrte Damen und Herren,

wenn so ein Dreck - natürlich "Kunst" - wieder in unser Haus kommt, kündige ich Ihre Zeitung fristlos.

Dr. Günter W.
Familenzentrum Heiligenstadt


15. November 2010: Das verstehe ich nicht - Warum diese Überlänge?

Hallo Frau Roten!

Ich möchte Ihnen nur ein paar Sätze zu Ihrem wie ich finde dummen Artikel sagen.Sie finden Überlängen eine seltsame Tradition? Überlängen hätten einen sympathischen Ansatz? Die Realität ist nur real und dadurch halt langweillig? Und Sie haben sich mit der jüngeren Geschichte also genug auseinander gesetzt und alles bekannt!!! Entweder Sie sind arrogant oder einfach nur dumm, sowas zubehaupten!! Und das absolut beste: Bankbelege sortieren oder Steuererklärung ausfüllen. Da läuft es mir kalt über den Rücken. Sie arme Frau oder Mädchen.

K.-R.S.
Bremen


13.November 2010: Land ohne Aussicht

Sehr geehrte Damen und Herren,
 
es ist erschreckend zu sehen, mit welcher Fahrlässigkeit die für das Magazin Verantwortlichen mit dem Wahrheitsgehalt ihrer Veröffentlichungen umgehen. Auf S. 26 unten und 27 oben wird von einer 6monatigen Waffenruhe ab 19.6.08 berichtet. Anschließend wird erläutert, dass Angriffe auf israelisches Gebiet durch Hamas (natürlich !) nicht unterbunden wurden. Diese Darstellung ist falsch (im Klartext: gelogen).
 
Die Fakten sind einfach zusammenzufassen: In der Tat wurde unter ägyptischer Vermittlung (auch Unterstützung Carter) eine Waffenruhe ab dem 19.6.08 vereinbart. Die Waffenruhe wurde auch von Hamas bis Ende Oktober eingehalten, auch nach israelischen Quellen sind die Einschläge auf israelisches Gebiet in dieser Zeit auf nahezu Null zurückgegangen. Diese fragile Waffenruhe wurde durch Israel am 4.11.08 durch einen Angriff auf Gaza gebrochen (isr. Begründung: notwendige Zerstörung eines Tunnels). Daraufhin nahmen die Hamas-Angriffe wieder zu. Der Gaza-Angriff steht stellvertretend für die isr. Strategie, jedwedes Aufkommen friedlicher Phasen zu unterbinden.
 
Dies alles hätte man, wenn man sorgfältig recherchiert hätte oder willens gewesen wäre, die Fakten zu erheben, ohne Mühe beschreiben können. Einfacher scheint es allerdings zu sein, die von den Israelis erzeugten (und von deutschen Medien und Politikern häufig wiederholten) Lügen zu veröffentlichen. Von Veröffentlichungen der SZ hätte ich allerdings mehr Sorgfalt bei der Auswahl der Verfasser und mehr Streben nach der Darstellung von Fakten erwartet.
 
Mit freundlichen Grüßen Johannes N.


12. November 2010: Das kleine Blaue

Sehr geehrte SZ Magazin Redaktion.

Eigentlich bin ich ein großer Fan ihres Magazins, aber so langsam häufen sich die Momente in denen mir Artikel, Shootings etc in einem sehr auffälligen Maße geklaut erscheinen. Z.B. heute: Seite 32 und das Projekt von Frau Winnemuth. Wenn man sich schon so unkreativ bedient, dann doch bitte auch diejenigen nennen, die wirklich innovative Konzepte ausdenken und Urheber sind. Und dieser Blog ist echt hinreichend bekannt und hat zudem noch deutlich mehr Gehalt und Relevanz.

Das Cover der Augmented Reality Ausgabe war auch schon ein Look den Inezinez van Lamsweerde und Vinoodh Matadin kreirt haben.

Peinlich. Echt.

Grüße aus Berlin,
Charlotte


7. August 2010: Eine Frage des (Ver)Trauens

In Ihrem Artikel greifen Sie ein Brautpaar an, das seine Gäste darum bittet, bei der Hochzeit auf "Social Media" zu verzichten, also keine Bilder der Hochzeit im Internet hochzuladen. Sie nennen das verbohrt und kontrollsüchtig und werfen dem Paar vor, die eigenen Vorstellungen den Gästen aufzuzwängen. Was Sie dabei vergessen: Ob man eigene Bilder im Internet sehen will, ist eine höchstpersönliche Sache, die moralisch erst einmal indifferent ist; der eine sieht darin kein Problem, der andere sehr wohl. Es ist möglich, dass man mit einem Freund in fast allen Dingen einig ist, aber in dieser einen Sache nicht. Sollte man diesen Freund deswegen allen Ernstes nicht zur eigenen Hochzeit einladen, wie Sie es vorschlagen?

Das Recht am eigenen Bild ist in Deutschland grundrechtlich geschützt, Art. 1 I (Menschenwürde), 2 I Grundgesetz, so dass man ggf. sogar auf Unterlassung klagen könnte. Wenn nun ein Paar von diesem Recht Gebrauch macht, so trifft es in eigener (!) Sache eine Entscheidung, die es zu akzeptieren gilt. Die Begründung, das Paar habe nur Angst vor Peinlichkeiten, greift nicht! Es ist Sache des Einzelnen, ob er auch nur irgendein eigenes Bild hochladen will! Sie tun also selbst nichts anderes, als Sie dem Paar vorwerfen, nämlich eigene Vorstellungen zum Alleinmassstab zu erklären.

Ulrich K.


7. August 2010: Das Kochquartett - Kalbsleber

Liebes SZ Magazin,
ich habe mit Erstaunen und echter Symapathie festgestellt, dass die Süddeutsche ihren LeserInnen einen "aufgeklärten Vegatarismus" schmackhaft machen will (14.03.2010, Eine Familie lebt vegetarisch und v.a. 10.01.2010, Ethik in der Ernährung - Zitat: "Falls das nach einem Aufruf zum Vegetarismus klingt, ist das beabsichtigt."). Um so ärgerlicher stoßen mir die Kochrezepte im SZ Magazin auf. Warum muss da beschrieben werden, wie man die Leber eines wenige Wochen oder Monate alten Kälbchens zubereitet (SZ Magazin vom 7.08.2010)? Aus kochtechnischer Sicht stellen vegetarische Rezepte ohnehin eine viel größere Herausforderung dar. Warum fordert Ihr die Spitzenköche nicht auf, Fleischloses zum Besten zu geben? Dann könnten sie Ihre wahre Meisterschaft zeigen und die SZ bliebe ihrer in dieser Hinsicht dankenswerten Linie treu.
Grüße,
Matthias H.


7. August 2010: Die Gewissensfrage - Rauchende Schwangere

Sehr geehrte Damen und Herren!
Hier geht es nicht um eine - neue - Gewissensfrage, sondern um die Replik auf die zuletzt vorgestellte und die in diesem Zusammenhang aufkommende Frage, ob man sich als Einzelperson einmischen sollte.
Das erinnert mich an dreierlei:

1) die Einführung des Gurtzwanges im Auto und die dabei gar nicht so selten gemachten Beobachtungen, wie gedankenlos Mütter dieses Gebot mißachteten. Auch hier konnte man sich natürlich fragen, ob den Frauen bewußt war, in welche Gefahr sie damit ihr Kind brachten (oder ähnliche Überlegungen).

2) Die Hilfestellungen, die Bücher wie "Dreikurs,Kinder fordern uns heraus" jenen Eltern zu geben im Stande wären, die sich nicht als geborene Erzieher sehen (Man sehe den Nachholbedarf auf diesem Felde, was sich fünfzig Jahre nach dem Erscheinen des o.g. Werkes mit der Herausgabe von Dr. Winterhoffs "Warum unsere Kinder zu Tyrannen werden" unschwer ablesen läßt). Oftmals habe ich mit mir gerungen, ob ich mich mit dem Fingerzeig auf diese Publikation (Dreikurs) zu Wort melden solle in Bezug auf das offenbar gestörte Verhältnis zwischen Mutter und Kind. Manchmal habe ich meine Bedenken überwunden, aber - soweit ich mich erinnere - in keinem Fall den Eindruck gewonnen, ich hätte jemanden einen Gefallen getan.

3) Die in den 60er Jahren von der Bild-Zeitung geführte Kampagne gegen das Rauchen und das Aufzeigen der hierdurch bewirkten Gesundheitsschäden haben manchen Kettenraucher innehalten lassen, denn die aufgezeigten Beispiele waren drastisch.

Zurück zur Gesetzgebung, die den Sicherheitsgurt vorschrieb. In Anlehnung an die Bild-Kampagne gegen das Rauchen stellte ich mir machmal vor, die Unbelehrbaren könnten die Printmedien am ehesten am Portepee packen mit einer gemeinsamen und zielgerichteten Anzeigenwelle, in und mit der jene verstockten Leute mit dem darin enthaltenen Vorwurf sensibilisiert werden könnten, daß sie - da sie ja bewußt durch ihr Verhalten ihre Kinder in Gefahr brächten - als gewissenlose Mörder angesehen werden könnten.
Nur auf diese Weise wäre m. E. die Sache mit den rauchenden Müttern in spe auf die Reihe zu bringen, ohne daß sich jemand persönlich in die Angelegenheit einmischt.
Mit freundlichen Grüßen
R.Jerabek


6. August 2010: Sagen Sie jetzt nichts, Margot Käßmann

Schon auf Seite 1 der heutigen Ausgabe "HEUTE MIT" war ich erschrocken, auf wen Margot Käßmann anlegt. Erster Bildeindruck: Sie zielt mit einer der Kalaschnikow nachempfundenen Waffe auf einen ihrer Gegner, der ihr in den letzten Monaten zu schaffen machte. Auf dem Titelbild des Magazins konnte man erst bei genauerem Hinsehen erkennen,dass es eine Fahrradpumpe ist.  Dem Fotografen und auch der Bildredaktion hätte schon bei den Aufnahmen für die Seite "Sagen Sie jetzt nichts" auffallen müssen, dass man solche Bilder
in diesem Kostüm nicht machen kann.

Im Übrigen finde ich die Seite "Sagen Sie jetzt nichts" den schlechtesten Beitrag im SZ-Magazin. Aber das liegt vielleicht an Abhängigkeiten :Thema-Redakteur-Photograph-Person. Trotzdem kann man manchmal lachen.
Thilo M.

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Die Darstellungen von Frau Käßmann in Ihrem Magazin sind weder komisch, noch belustigend und sie bitten auch nicht wirklich um Verständnis für das Vorgefallene. Sie sind nur peinlich. Frau Käßmann hätte sich niemals in dieser Weise abbilden lassen dürfen. Indem das Magazin die Bilderserie aber veröffentlichte verungimpfligt es die Alkoholfahrt von Frau Käßmann mehr als es sie erklärt und stellt sich damit ungewollt in die Reihe jener, die Autofahren unter Alkoholeinfluß immer noch als eine Art Kavaliersdelikt betrachten. Für eine ausschließlich künstlerische Betrachtungsweise der Pantomime und ihrer Deutung fehlt, vor diesem Hintergrund, aber die notwendige Unbefangenheit.
 
Othmar P.

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Sehr geehrte Damen und Herren,
ich bin Abonnent der SZ, weder evangelisch noch katholisch, aber - wie Sie
auf meiner Internet-Vorstellung nachlesen können - nicht ganz dumm und auch
nicht konservativ. Ein derart dümmliches Niveau wie der Titel Ihrer Nr 31 und dann in Steigerung die Seiten 8/9 sollte sich die Süddeutsche Zeitung nicht leisten. Ich werde diese Seiten einem Psychologen geben, der dann nicht über Frau Käßmann nachdenken wird, sondern über die Autoren, die sich mit dieser
Erfindung eines Abwatsch-Objektes in Text und Foto demaskieren - als miese
Journaille.

Vielleicht freuen sie sich jetzt, daß sich noch jemand aufregt.
Sie können den Mangel an Niveau fortsetzen, wenn Sie mir sagen:
Sie sind zu alt, Sie haben keinen Humor, wir wollen junge Leser-Schichten erschließen. Vielleicht auch noch: eine starke Frau muß das aushalten! Sie würden dabei vergessen, daß es sich hier konkret darum handelt, daß die
SZ mit diesem Niveau aus der untersten Schublade ein Problem hat. Ich lese die SZ nicht für Albernheiten ohne den Anflug eines Gedankens. Natürlich erfahre ich jeden Tag die SZ anders. Und ich gehöre nicht zu denen, die wegen einer solchen Entgleisung (ist morgen in der Müllverbrennung) die Zeitung abbestellen.
Mit freundlichen Grüßen
Roland G.


7. August 2010: Titelbild Heft 31

Sehr geehrte Redaktion,
mit einiger Verwunderung habe ich in dieser Woche das Titelbild des
SZ-Magazins betrachtet. Bei unbefangener Betrachtung wird dort Frau Käßmann
mit einer angeschlagenen Kalaschnikow abgebildet. Erst bei näherem Hinsehen
erweist sich das Instrument in ihren Händen als aufgezogene Luftpumpe. Es
wurde wohl verkannt, dass der schwarze Streifen, der die Knopfleiste ihrer
Jacke markiert, den Griff der Kalaschnikow darstellen kann. Oder war diese
Abbildung etwa Absicht? Halten Sie Frau Käßmann für so gefährlich? Etwa als
Menschenfängerin? Dann kann ich sie beruhigen. Auch diese Frau kocht, wenn
sie kocht,  nur mit Wasser.
Mit freundlichem Gruß,
Friedrich-Wilhelm H.


6. August 2010: Die Toten von Steinhausen

Lieber Tobias Haberl,
Ihr Artikel aus dem heutigen Magazin, in dem die Angehörigen als Ich-Erzähler ihre Trauerzeit schildern, hat mich sehr berührt. Dinge wie Dauerregen oder andere Alltagswidrigkeiten verlieren dann völlig an Bedeutung.
Mit freundlichen Grüßen, Heike Z.

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Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe heute die drei Schicksale zum Artikel "Die Toten von Steinhausen" gelesen und ich muss sagen, sie haben mich sehr berührt. Wuderbar finde ich, dass es auch bei Medien sensible Menschen gibt, die, wie in den angeführten Berichten, nicht gedankenlos an Gedenkstätten vorbeigehen, sondern sich Gedanken machen und für die Schicksale, die dahinter stecken, interessieren.
Ich bin jedenfalls sehr dankbar dafür.
Mit freundlichen Grüßen,
Helga B.

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Sehr geehrter Herr Haberl,
selten ist mir eine SZ-Reportage so nahe gegangen wie Ihre im jüngsten Magazin: Sensibel, ehrlich, ohne jegliches Pathos - ich gratuliere Ihnen zu diesem wunderschönen Stück, und mir, der ich das lesen durfte.
 
Gespannt bin ich auf die indirekte Fortsetzung: In ihrem Hinweis auf die nur noch kurze Zeit zu erwartende Rente von rund 1500 € für die Thailänderin steckt ja das neue Thema: Was wird aus Hinterbliebenen unschuldiger Verkehrsopfer? Erfreulich ist, dass die Familie des Verunglückten sich der jungen Witwe annimmt; auch das ist nicht überall selbstverständlich. Umso schlimmer aber der Gedanke, dass diese unglückliche Frau ohne Zukunftshoffnung ist. Mir war nicht bekannt, dass die Rentenzahlungen nach wenigen Jahren eingestellt werden. Deswegen freue ich mich auf Ihren Bericht darüber, was aus Hinterbliebenen wird, wenn diese keine Rente mehr bekommen.
 
Ich wünsche Ihnen und mir als Leser, dass Ihnen die Freude an unserem einzigartigen Beruf ungeschmälert erhalten bleibt und, dass Sie häufig Gelegenheit haben, aus eigenen Themen derart großartige wahre, aktuelle Geschichten zu machen.
 
Mit freundlichen Grüßen
bin ich stets
Ihr S. Michael W.

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Diese Reportage hat mich zu Tränen gerührt! Es ist eine Kunst, für etwas so offen zu sein, was man jeden Tag vor der Nase hat. Und der Reporter Tobias Haberl hat dies getan! Ich danke ihm für diese Seiten voll Trauer aber auch Hoffnung - für diese Reportage über Menschen, die zu Gräbern gehören!

Sabine S.


8. August 2010: Das Ost-West-Heft

Liebe Redaktion,

in unserer WG hat es etwas länger gedauert, bis das SZ-Magazin von letzter
Woche auch bei mir angekommen ist. Ein Heft über die neue deutsch-deutsche
Grenze - sehr mutig, kistenweise Leserbriefe sind da sicher vorprogrammiert.
Ich als in Bayern lebende und aus dem Erzgebirge stammende Studentin war
entsprechend gespannt. Fand dann einige Aussagen sehr passend, wenn ich mir
mein Umfeld oder meine eigenen Einstellungen anschaue, bpsw. die Punkte
"Wählen" und "Glauben" von Jochen Wolff. Worüber ich mich sehr geärgert
habe, war die Beschreibung der Massen-Leserrreise der SUPERillu: "Am Abend
spielte eine Trachtenkapelle (...) Die Menschen waren selig." Vielleicht
hätte man an dieser Stelle die Altersstruktur der Mitreisenden erwähnen
können...

Enttäuscht war ich auch von den Reisetipps. Die Berichte halte ich für
gelungen, die fünf Fotos dagegen bestätigen eher den West-Eindruck von
absoluter Einsamkeit und Tristesse, als Lust auf einen Ost-Trip zu machen.
Die neue Seenlandschaft von Leipzig, die Dresdener Alt- und Neustadt sowie
das Elbsandsteingebirge, Quedlinburg, die Ostsee (mit Sonne)- da hätte man
wirklich mehr draus machen können.

Ansonsten wie üblich ein sehr gutes Magazin, ich freu mich jeden Freitag
aufs Neue!

Mit herzlichen Grüßen aus Regensburg
Claudia W.
23. Juli 2010: Illustration der "Gewissensfrage"

Herzlichen Glückwunsch! Der Illustrator hat die Szene in jenem Kreuzberger Restaurant auf Anhieb besser verstanden als Dr. Dr. Erlinger. Natürlich befand sich der eine Mann unter dem Tisch in unmittelbarer Nähe des anderen Mannes, als der Kellner die beiden höflich darum bat, das Lokal zu verlassen.
Eine absurdere Illustration habe ich selten in der SZ gesehen. Sie führt den Text ad absurdum und ist keinesfalls abgrundtief komisch, auch wenn sich der Illustrator hierauf beziehen mag.
Dagmar L. (auf www.sz-magazin.de)

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23. Juli 2010: Ärger um Sarkosix

Sehr geehrte Redaktion!

Ich bin Halbfranzose, mein Vater ist aus Gallien, meine Mutter Deutsche und ich habe in der schönen Normandie das Licht der Welt erblickt. Allerdings bin ich seit meinem 3. Lebensjahr hier in Deutschland, in "Germanien" sozialisiert.

Das will ich jetzt nicht weiter bewerten...
Vor kurzer Zeit war ich wieder in meinem Geburtsland, um meine Mutter zu
besuchen, die "als Deutsche" - wohlgemerkt - unweit von Toulouse mit einem Engländer zusammen lebt.
Von denen gibt es dort übrigens viele!
Ich kann nicht begrüßen, was Ihr Autor als Fazit aller jüngsten Ereignisse
in Frankreich zieht.

Mein Unbehagen über die französische Politik ist auch groß, aber mir ist
nicht ersichtlich, dass es der deutschen, empörungswilligen sehr viel besser ginge. Deutschland lebt in einem Zustand der permanenten Selbstblockade, unterschreitet wie selbstverständlich EU-Vorgaben wie zum Beispiel über den Mindestlohn und verschaftt sich damit Wettbewerbsvorteile gegenüber denen, die ihn vernünftigerweise eingeführt haben; daher die berechtigte Kritik von Christine Lagarde.

Es scheint weder in Deutschland noch in Frankreich die dringend benötigten Geister zu geben, die aufhören das Eine gegen das Andere auszuspielen. Und Fussball reicht nun mal einfach nicht aus, um ein Land, bzw. Europa zu regieren, Projektionsfläche hin oder her.

Ob Ihr Autor als Korrespondent der "Welt" nicht doch etwas zu simpel
gestrickt ist? Ich meine, dass, was er macht, kennt man ja zur genüge: polarisieren, unterschwellige Ressentiments wieder aufwärmen.
Die Frage: Warum nicht einfach akzeptieren, dass Frankreich auch seine
Schwierigkeiten mit den Deutschen hat (das Massaker von Ouradur-sur-Glane liegt gerade mal 65 Jahre zurück), haben darf? Und der wirtschaftliche Erfolg Deutschlands, zählt der in erster Linie?
Oder macht der nicht auch dekadent und blind?

Also, Kritik an Frankreich wäre für mich mit dem Kehren vor der eigenen
Haustür verbunden, und da hat sich hier einiges an Dreck angesammelt; by the way: schon mal von Problemen mit der Klimaanlage im "TGV" gehört?
Ich nicht.

Zunehmend enttäuscht über das Niveau Ihres Magazins, verbleibe ich natürlich dennoch mit freundlichen Grüßen

Sebastian D.

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Sehr geehrte Redaktion,

"Es steht nicht gut um Frankreich", beginnt der Krisenreport. "Und auch nicht um das Französisch mancher deutscher Journalisten", muss man ergänzen. Wie präzis ist deren Sicht der Dinge, wenn sie alltägliche Redewendungen verkehrt aufschnappen? Im Untertitel steht "ne c'est-pas" - soll wohl "nicht wahr" heißen, ist aber eine verkorkste Version von "n'est-ce pas". Im Text beklagt der Autor, dass "die Milch zum Café au Lait regelmäßig zu heiß aufgeschäumt" wird. Vorsicht - die Milch im Café au Lait, meist zum Frühstück aus einer Schale getrunken, bleibt üblicherweise unaufgeschäumt. Wer Kaffee nach Art des Cappuccino möchte, bestellt in Frankreich einen "café crème"! Und die Entgelisung des Fußballspielers Nicolas Anelka? "Lass dich doch von hinten ficken", hat er zum Nationaltrainer gesagt (Redaktion, warum eigentlich die keuschen Sternchen nach dem "f"?). Klar, dafür ist Anelka geflogen. Die wortwörtliche Übertragung stimmt hier, aber nicht die Tonlage. Der Kraftausdruck ist in der Grande Nation so bekannt, dass er eher unserem "Leck mich am Arsch!" entspricht. Nicht weniger und nicht viel mehr. So klingt die Sprache unserer Nachbarn manchmal einen Tick verruchter als sie vermutlich sind. Das sollte man beim Übersetzen berücksichtigen.

Franz S.

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Sehr geehrte Damen und Herren,

schon über den Online -Artikel "die frustrierte Republik" habe ich mich
gewundert. Aber dieser Artikel hier schiesst nun wirklich den Vogel ab. Ist
Frankreichfeindlichkeit wieder in Mode gekommen in Bayern? Wenn ihr
Redakteur Frankreich nicht mag, dann soll er doch bitte schön einfach
woanders hin ziehen und uns mit seinem Genöle verschonen. Man kann ja
sicherlich den Kopf schütteln über die Auswüchse der frranzösischen
Protestkultur. Trotzdem ist und bleibt dies eine zutiefst demokratische
Kultur der Zivilcourage. Davon hätte zB. Deutschland in den 30ern durchaus etwas mehr gebrauchen können. So oder so sind Sätze wie "und in den verbliebenen Bistrots wird die Milch zum Cafe au Lait regelmässig zu heiss aufgeschäumt" nun wirklich einfach grosser Schmarrn.

Ich finde es  befremdlich dass solche von latentem Revanchismus (ob nun
historisch oder persönlich bedingt) geprägten Artikel im Jahr 2010 überhaupt noch geschrieben werden -- geschweige denn veröffentlicht. Kein Ruhmesblatt für die SZ die ich ansonsten sehr schätze.

MfG,
Jörg H.
Nancy, Frankreich

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Jede  N a t i o n  ist  einmal dran..... als im Niedergang befindlich bezeichnet zu  werden.

Wir erinnern uns daran, wie häufig in der Nachkriegszeit Deutschland als nicht reformierbar, zu behäbig , zu wenig innovativ  etc.  von "wohlgesinnten" anderen Staaten bezeichnet wurde. Ähnliches gilt für die USA, der allerdings nicht ganz zu Unrecht vorgeworfen wird, über die Verhältnisse zu leben. Nun ist also Frankreich dran. Der SZ-Frankreich Korrespondent Sascha Lehnartz hat im SZ-Magazin v.23.7.2010 nicht ungeschickt eine Fülle von Fakten und Beobachtungen zusammengetragen, die belegen sollen, daß die Franzosen "psychisch erschöpft" seien. In der Tat hatte  seinerzeit der Time-Artikel  "The Death of French Culture" das "bashing"  französischer Verhältnisse angetrieben. Viel Kritik macht sich dabei  an Veränderungen im Stadtbild und  Lebensgefühl in Paris fest und es stimmt wohl, daß Paris nicht immer zu seinem Vorteil zu viel angelsächsisches "ambiente" entlehnt hat. Ob aber dann aber  gleich die Schlußfolgerung gezogen werden kann, Berlin habe Paris längst als Zukunftswerkstatt überholt, darf füglichst bezweifelt werden. Paris ist nicht das ganze  Frankreich und am Charme der französischen Kultur und Lebensweise in der "tiefen Provinz" hat sich doch gar nicht so viel  verändert. Es ist sicherlich zutreffend zu sagen, daß es den Franzosen noch nicht gelungen ist, die Probleme mit arbeitslosen Jugendlichen in den "banlieues" in den Griff zu bekommen. Aber das Generalurteil einer erschöpften Nation  , das Lehnartz formuliert, kann  unmöglich so Geltung beanspruchen, nur weil die französische Fußballmannschaft in Südafrika eine solch traurige Figur abgegeben hat. Richtig allerdings ist wohl, daß das Präsidialsystem in Frankreich immer mehr Schwächen offenbart. Die sind keineswegs nur Nicolas Sarkozy allein anzulasten sondern betreffen eben den,  nach wie vo, r zu ausgeprägten Zentralismus französischer Politik.

Sigurd S.

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Tatsächlich einer der schlechtesten Artikel die ich seit langem gelesen habe. Stimmungsmachender mainstream Jornalismus. Das einem sowas als Jornalist nicht peinlich ist, wahrlich interessant.. Wo sind die Quellen Angaben ? Wo die Verweise ? Wo sind Fakten, Daten, Vergleiche mit anderen Nationen? Wer sich wirklich informieren möchte sollte auf andere Informationsquellen zurückgreifen (z.B. www.hintergrund.de)
mfG
Raoul Grochocki (Kommentar auf www.sz-magazin.de)


























23.07.2010 "Scheiße, was hab ich gemacht?" und
"Och Menno...!"

Das SZ-Magazin wird schon seit einiger Zeit immer schlechter, aber die
aktuelle Ausgabe Nr. 29 schlägt dem Fass den Boden aus.

Warum lassen Sie gewattätige Jugendliche in abstruser Weise zu Wort kommen, von "geilem Blutrausch" etc. sülzen - wollen Sie Nachahmer heranzüchten, oder was??? Sprechen Sie soch lieber mal mit den Opfern solcher Taten, soweit diese noch sprechen können. Immer wieder bringen Sie Straftäter, insbes. solche, die Gewaltdelikte begangen haben, da muss bei Ihnen jemand ein heimlcihes Faible dafür haben...

Ja, und dann dürfen natürlich wieder die Münchener Kinder nicht fehlen, die diesmal ihre Lieblingskleider präsentieren...darf ich mal raten, wieviele
von den abgebideten Kindern zu Ihren Redakteuren gehören...?????

Der Artikel ist auch ein schöner Gegensatz zu dem vorherigen über die Gewalttäter, da können Ihre Redakteure sich vor "künstlerischer
Verwirklichung" wahrscheinlich gar nicht beruhigen. Insgesamt kann ich nur dem Lesebriefschreiber zustimmen, der die Lektüre Ihres "Magazins" für verschwendete Zeit hält - so ist es. Aber dass Randgruppen wie verurteilte Gewalttäter wiederholt herausgestellt werden,
ist eine absolut negative Tendenz. Gehen Sie doch lieber mal in Strafverhandlungen und Krankenhäuser und schauen sich die zusammengeschlagenen, genähten, operierten, behinderten Opfer an!!!

Y. Köhler, BS.

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sehr geehrte damen und herren,

ich finde es unglaublich geschmacklos einen artikel über junge menschen zu bringen, die eine schwere, arme und lieblose kindheit erlebten und aus diesem grund auf unterster stufe in unserer gesellschaft anfangen müssen ihr leben aufzubauen und anschließend einen zicken und verwöhnte bubis mode-artikel anzuschließen. es lebe der unterschied. schämt euch für diese gefühllosigkeit. aber ihr habt wohl keinen grund da ihr wohl eher aus der gesellschaftsschicht des zweiten artikels stammt.
wenn mein man nicht wäre hätte ich das abo schon gekündigt. ich lese seit 26 jahren ihre zeitung und finde sie wird immer mehr eine zeitung für die etwas bessere schicht. traurig!!!

U.W.


23.07.2010 "Och Menno...!"

Hallo liebe Radaktionäre,

wieder mal ein schönes Magazin, insbesondere die Berichte über Jugendgewalt ... was mich dann aber umgehauen hat waren die folgenden Seiten "Moderatgeber für Kiddies- Stilleben" die uns Eltern eines klar machten: So richtig glücklich werden Kinder nur in Designerklamotten von Armani und Hilfiger.

Hallo???

Und auch bei 4-jährigen geht es nicht mehr ohne Converse-Schuhe. Leider ist diese Option nicht jedem offen und nicht jeder SZ Leser gehört zur Münchner Oberschicht. Hut ab vor soviel zur Schau getragene Oberflächlichkeit. Ratlosigkeit macht sich breit - was fange ich mit so einem Beitrag an?

Jetzt ist entgültig klar wieso die zuvor interviewten "Ghettokids" keine Chance hatten... Hätte man die auch mal in Dior und Burberry gekleidet.
Die Kombination in dieser Ausgabe finde ich schlicht geschmacklos - ich bin kein Leserbriefschreiber, aber habe mich hier als Mutter von 2 Kindern sehr geärgert. Gut, daß unsere bisher auch mit Takko und C & A glücklich sind oder zumindest bisher sozial nicht geächtet werden Nach Ihrem Artikel werde ich hier die Entwicklung natürlich im Auge behalten...

Trotzdem sehe dem nächten Magazin mit wieder vorwiegend sinnvollen Beiträgen optimistisch entgegen - aber bitte wenn irgend wie möglich
keine Kinder in Designerklamotten. Das paßt einfach nicht in die aktuelle Gesellschaftssituation.

Viele Grüße
Birgit D.

23.07.2010 SZ-Magazin und Axel Hacke

Hallo liebes Redaktionsteam,

ich freue mich jeden Freitag auf das neue Heft und bin totunglücklich wenn
es im Urlaub in der Freitagsausgabe der SZ im Ausland nicht beiliegt.
Macht weiter so und verbleibt im freundschaftlichen Arbeitsverhältnis mit
Axel Hacke, denn seine Kolummne gibt dem Heft einen schönen Abschluss.

Viele Grüsse und einen schönen Sommer
wünscht Ihnen

eine treue Leserin
Petra G.



15.07.2010 "Es werde Polarlicht!"

Liebes sz-Magazin (oder wie die Anrede auch immer heisst), wir moechten uns bei Ihnen fuer einen immer noch schoenen Urlaub in Island bedanken. Sie wissen nicht warum? In der Januarausgabe des SZ-Magazins war ein ganz kleiner Urlaubstipp zu Island. Wir haben sofort gebucht. Jetzt sind wir hier und freuen uns jeden Tag, dass wir diesen Artikel gelesen haben.

Mit freundlichen Gruessen
Anne und Thomas L.


09.07.2010 "Das verstehe ich nicht"


Frau Roten, der Artikel ist doch ein Witz, oder?! Der ist nicht ernst gemeint?! Falls nicht: unterstes Boulevard-Niveau inklusive einem Frauenbild von vorvorgestern. Das ich so etwas bei der SZ bzw. im SZ Magazin lesen muss, ist wirklich unmöglich! Wieder ein Grund mehr, das Abo dieser Zeitung zu kündigen!
Marlies L.

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Frau Roten, geben Sie mir meine fünf Minuten wieder zurück!
Christian H.

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Es ist mir unbegreiflich, dass eine Redaktion mit auch ein wenig Anspruch an die Qualität des eigenen Blattes einen solchen haaresträubenen Unsinn zum Druck zuläßt.
Helmut S.

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Wenn ich mir solch eine Meinung anhören/lesen wollen würde (wie die der Verfasserin des Artikels), dann würde ich RTL anschauen oder die BUNTE kaufen - aber doch nicht die Süddeutsche/das Magazin! Ich bin schwer enttäuscht:-((((
Stephanie S.

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Nein, Frau Michèle Roten, die Mehrheit der Menschen trägt Kleidung nicht AUS NOT mehrmals, sondern weil das die einzig normale Verhaltensweise ist. Dies gilt auch für prominente Menschen, die eine Vorbildfunktion haben (ja, Michèle, auch für Frauen). Alles andere wäre in einer Welt, in der heute die Menschheit von nahezu allen Ressourcen drei Mal mehr verbraucht, als in natürlichen Prozessen reproduziert wird, äußerst verantwortungslos, wenn nicht gar dekadent. Wenn Sie, Frau Michèle Roten (natürlich mit Accent grave), mit diesem Artikel ihre mondäne und aristokratische Grundgesinnung hervorheben wollten, ist dieser Schuss meines Erachtens kräftig nach hinten losgegangen. Ich bin ja ein Freund der freien Meinungsäußerung, aber es schmerzt doch sehr, solchen Unsinn in der ansonsten hervorragenden Magazin der Süddeutschen Zeitung lesen zu müssen.
Udo G.

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Sehr geehrte Redaktion, könnte jemand vielleicht Frau Roten erklären, das Geld nicht einfach da ist, sondern auch irgendwo herkommt? Das gewählte Thema ist leider völlig banal, Meinungen dazu überflüssig, Ihre Schlussfolgerungen willkürlich (die Recyclerei soll die Normalität...). Vielleicht kann jemand aus der Redaktion Frau Roten darüber informieren wie hoch allein die Repräsentationskosten (täglich neue Garderobe in "repräsentativer" Qualität) von Regierungen sind und welche Alternativmöglichkeit mit gesellschaftlichem Nutzen möglich wären... Angeblich kein Geld haben, ist auch ein Ergebnis davon, wofür man das vorhandene Geld einsetzt. Vielleicht versteht Frau Roten den Zusammenhang, wenn Ihr jemand Ihr Ihre eigene Steuererklärung erläutert. Leider einer der wenigen wirklich dummen Artikel. Ich bin mir unsicher, ob es mich eher beruhigt oder beunruhigt, wenn dies etwas Wesentliches im Leben von Frau Roten ist, "was Sie nicht versteht".
 Rainer B.

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Frau Roten, Sie schreiben, Sie könnten nicht verstehen, warum die Frau des US-Präsidenten ihre Kleider mehrmals trägt. Haben Sie sich schon überlegt, dass die Frau vielleicht ihre Kleider schlicht und einfach mag? Und dass sie dadurch, dass sie sich nicht zu jedem Anlass zwangsweise eine neue Garderobe anschafft, auch ein Zeichen dafür setzt, dass dieses Verhalten auch für eine Frau von Welt durchaus (pardon) tragbar ist? Im Übrigen wundere ich mich doch sehr über das Rollenbild, das Sie mit ihrem Artikel bedienen. Dass die Frau des Präsidenten vor allem in der Pflicht steht, zu repräsentieren... finden Sie nicht, dass Sie die Frau dadurch zu wenig mehr als einem besseren Kleiderständer machen? Ihr dann noch den Vorwurf zu machen, sich mit ihrem Verhalten an die "Normalität" anbiedern zu wollen, das finde ich dann doch ziemlich dreist. Nun, vielleicht ist mir ich auch einfach nur die subtile Ironie in ihrem Text nicht aufgefallen, und das eindimensionale Rollenbild, die Häme und der Neid, der mir aus Ihrem Text entgegen zutropfen scheint, transportiert eigentlich eine tiefgründige Abrechnung mit der Oberflächlichkeit der Modekritikbranche. Aber vielleicht kann ich bei diesem Thema auch nur einfach nicht qualifiziert mitreden, schließlich bin ich (um auch mal ein Klischee zu bedienen) nur ein Mann und finde, dass Frau Obama ihr Kleid steht und sie gut daran tut, es auch weiterhin zu tragen. Mit besten Grüßen,
David S.

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 18.06.2010 "Seien Sie anspruchsvoll"

Sehr geehrte Frau Zerwes! Wenn in einer periodisch erscheinenden Druckschrift irgendwann und irgendwie von "lustfeindlich" die Rede ist, dann wird flugs das Attribut "protestantisch" dazugeschrieben. Acht Absätze Ihres Beitrags lang hatte ich gehofft, diesmal würde es anders sein, er reicht doch, die Deutschen als nachlässig in Kleidungsfragen zu bezeichnen, da holte mich die Medienrealität im letzten Absatz auf den Boden des Journalisten-Flachlandes zurück. Bums - da war es! Einfach so.

Ohne Hintergrund, ohne eigenes Nachdenken, eine einfach dahingeschriebene Behauptung, wie das halt viele der Zunft so tun. Klingt ja gut und aufgeklärt. Schade. Nebenbei: Nach Ihrer Logik wäre Deutschland ein ganz und gar protestantisches Land. Erkundigen Sie sich doch bitte bei den Herren Robert Zollitsch und Cem Özdemir, ob sie das auch so sehen. Oder bei Ihren Münchner Nachbarinnen und Nachbarn. Und: "Mit Chic in die Pleite" - halten Sie diese gegenwärtige Devise Italiens für zukunftsweisend? Seien Sie anspruchsvoll! - Auch in Bezug auf die eigene Arbeit.
Mit freundlichem Gruß
Joachim F.

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Die Autorin lebt in diesem ungutem Selbsthass. Es wird auch nicht zwischen Mann und Frau unterschieden. Frau ist hier in Stuttgart jedenfalls hochmodisch und hochbeinig. Die Position des Mannes ist heute dagegen sehr problematisch (tief statt hoch!), aber nicht nur in Deutschland. Das Modeangebot in der EU ist wirklich ein Witz! Zudem ist alles 50% teurer als bei Frauen. Das Material und die Verarbeitung sind veraltet. Was z.B. an Sandalen z.B. angeboten wird, ist eine bodenlose Frechheit. Zudem werden nur Jungelchen- Klamotten (Karo- Bermuda ist abgeblich lässig, aber eher in der Stadt einen Clown - Lachnummer) oder Dienstanzug angeboten! Dazwischen das eher modelose 70er Stil -Jeans und Pullover oder T- Shirt. Mode ist ja tätsächlich weiblich und die franz. und engl. Hochkultur eben ausgesprochen feminin: LA France! DIE Französin heist der Staat, aber DAS Deutschland!

Männer in D. sind nicht an "Mode"(da weiblich) interessiert, aber an toller, ideenreicher und männlicher progressiver Kleidung. Diese wird aber von engl. und italien. Schwulen aber nicht geschneidert! Es sollten sich Heteros - auch und gerade Deutsche - an eine Erneuerung der Männerkleidung wagen! Sie würde wie wild gekauft werden!!!! Bisher versagen die Designer und die Industrie komplett!!!! 2. Teil Deutsche sind zudem guterweise Metaphysiker!!! In GB wird das seit 1000 Jahren zu verweigern versucht (Kelten, Normannen), was aber lächerlich ist. (Damit war GB in der Kunst meist sonderbar.) Das Innere ist also wichtiger als die Oberfläche. Deutsche und viele Amis (Mehrzahl deutschsprachiger Herkunft) haben sich der einer primären Oberflächenkultur oder Symbolkultur engl. Prägung glücklicherwiese bislang verweigert! So werden deutsche Autos eben nicht eingekleidet, sondern auch von innen heraus und nicht nur umgekehrt entwickelt und gestaltet. Gestaltung ist eben viel mehr als das symbolorientierte engl. Wort Design! Gestaltung hat Tiefe.

Wird deutsche Kultur noch selbstbewusster, mischt sie ähnlich im Bereich der Autos auch die männl. Art der Kleidung auf - Art - um nicht von Mode zu sprechen. Man kann als Mann nicht gleichzeitig weltbester Ingenieuer und männliche Modepuppe sein! Entweder oder! Ingenieure wollen nicht modisch sein, aber durchaus gut angezogen.

Hier versagen aber die Modedesigner komplett: Sie bieten dem Mann keine zeitgemäße Kleidung an, die seinem Lebensgefühl entspricht. Die weiblichen oder oft schwulen Modefritzen wollen den Ingenieur verkleiden, aus ihm etwas anderes machen, als er ist. Sie können ihn nicht leiden, diesen Ingenieuer ! Was für ein Irrsinn! FAZIT: Die Designer sollen nicht ihr Gegenüber beschimpfen, sondern endlich DIENEN! LERNT DEMUT UND DIENEN! Dann komt tolles Design dabei heraus!

Rüdiger B. (auf sz-magazin.de)

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Sorry, aber den Artikel finde ich ehrlich gesagt selten dämlich. "Außerdem habe er kaum Frauen mit hohen Schuhen gesehen." Da scheint es also gar nicht darum zu gehen, dass Leute schick aussehen, sondern dass sie sich einem bestimmen vorgefertigten Geschmack unterwerfen. Was hat das denn mit Individualität zu tun? Abgesehen davon hätte man sich den belehrenden Ton sparen können.

Bernhard S. (auf sz-magazin.de)

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Danke, Christine Zerwes! Endlich jemand, die mir aus der Seele spricht. Ich habe mir erlaubt, einen Hinweis auf diesen wunderbaren Artikel an slow wear weiterzuleiten. Schöne Grüsse aus der stilistischen Diaspora Freiburg Cl. L.

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18.06.2010 "Frau Bundeskanzlerin!"

Wie sich das der kleine Muck so vorstellen soll. Der Artikel stößt in die Rubrik "alternativlos". Wir sind alle übergreifenden globalen Faktoren ausgesetzt und deshalb sei es so wie es ist mit der einzigen Option einer alles übergreifenden Koalition der Vernunft. Nein , so ist es definitiv nicht! Was hier unterschwellig akzeptiert werden soll ist der Staat als Nachtwächterstaat der den Präferenzen der Wirtschaft (insbesondere internationaler Finanzmärkte) ausgeliefert ist. Politik ist die Führung eines Gemeinwesens und nicht der Erfüllungsgehilfe der Wirtschaft. Die Finanzmärkte und die Wirtschaft allgemein haben sich diesem Gemeinwesen unter zu ordnen. Der Staat muß agieren , zeitweise durchaus unternehmerisch! Die Realwirtschaft hat im Vordergergrund zu stehen, die Finanzwirtschaft ist lediglich Erfüllungsgehilfe. Geld können wir schließlich nicht essen! Das Primat der Politik muß wieder durchgesetzt werden , der Staat muß wieder agieren , dann können die Probleme auch gelöst werden!

Thomas R.

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Hallo, liebe Redaktion, herzlichen Glückwunsch zu der fiktiven ungehaltenen Rede unserer Bundeskanzlerin. Sie trifft die politische Lage in ihrer Komplexität genau. Unverzeihlich ist jedoch, dass Sie unser aller Angie gleich um über drei Jahre älter machen! Sie ist nicht 59 !, sondern 55 und wird im Juli 56. Mag sie manchmal auch ganz schön alt aussehen, im mehrfachen Wortsinne, so sollte man doch den Tatsachen ins Auge sehen! Herzlicher Gruß ein aufmerksamer SZ-Abonnent:

Hartmut S.

11.06.2010: "Zerreißen Sie dieses Heft!"


ein szmagazin, das man gleich zerreißen kann. was genau ist daran jetzt ungewöhnlich? "wk_scherr" via Twitter

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Geschätzte Magazinmacher,
nachdem ich schon am Donnerstag Abend tief enttäuscht das Ausbleiben des SZ-Newsletters feststellen musste, schlug die Enttäuschung in blankes Entsetzen um, als ich Freitag früh, beim Aufschlagen des Magazinz, das "Kreuz mit den Worten" zweigeteilt vorfand. Ich bin sicher, mails ähnlichen Inhalts erreichen Sie in großer Zahl und bitte Sie händeringend den alten Zustand wieder herzustellen. Bei der Gelegenheit darf ich Sie auch um Aufklärung zu dem ausbleibenden Newsletter bitten.
Mit freundlichen Grüßen
Helmut W.

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Diese Idee des Durchreißens ist zwar äußerst kurzlebig - aber Hut ab vor der Frau oder dem Mann, die/der das ausgebrütet hat. Cool.
Volker K. via Facebook

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Danke liebe DenkerInnen des SZmagazins. Danke für diese brillante Ausgabe. Ihr könnt euch nicht vorstellen wie sehr ich mich freue. Eine Hälfte ist mit mir im Freibad, die andere beim Publikviewing. Danke und einen schönen Sommer.
Moritz D. via Facebook.

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Heute muß ich es mal loswerden.... DAS ist ja heute wieder ein absolutes KNALLER-Heft :-) Wuuuunderbar, die Idee mit der Unterteilung.... Ich freue mich ja jeden Donnerstag Abend beim Schlafengehen auf die Süddeutsche am Freitag und heute hat sich das Aufstehen mal wieder ECHT gelohnt. Weiter so!!!!
Monika D.


04.06.2010 "Femizissmus"


Sehr geehrte Damen und Herren,

bei der Auswahl des Titelblatts des SZ-Magazins vom 4.6.2010 attestiere ich Ihnen, daß Sie sich vergriffen haben: auch wenn die Aufnahme "künstlerisch" sicher von Bedeutung ist, hätte sich zu dem Thema auch ein passenderes Bild finden lassen. Natürlich weiß ich auch, daß " sex sells", aber muß man sich dafür auf das Niveau der Blöd-Zeitung begeben?

In der Hoffnung, in Zukunft nicht noch Nahaufnahmen einer Vagina oder eines erigierten Penis' sehen zu müssen

grüßt Sie

Karin P.

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Apropos Coverstory ... macht mich wütend!! Da wird eine Schuldfrage gestellt, für die Weiterentwicklung der weiblichen Generationen ... die nichts anderes macht als ihren Sehnsüchten des weiblichen nachzukommen ... was hier mit der Darlegung extremer Beispiele verurteilt wird. Dabei braucht unsere Gesellschaft die Herausstellung der weiblichen Werte und mehr die Haltung dazu, die Bedürfnisse in die richtigen Bahnen zu lenken. Kein konstruktiver Beitrag!

Anja G. (auf Facebook)


26.03.2010 "Das haut nicht hin"
Sehr geehrte Redaktion, lieber Hr. Nürnberger,

wenn man sich auf moralische Überlegungen einlässt  - nicht nur dann, aber dann mal ganz besonders -  sollte man als Journalist m.M. vor allem eins sein: Genau. Denn das sollte Sie doch von den zurecht kritisierten "gewissen Medien" unterscheiden.

Aber Sie schreiben allen Ernstes: "Eine Bischöfin tritt wegen Trunkenheit zurück", was zweifellos falsch bzw. nicht nicht vollständig ist. In der Inhaltsübersicht auf Seite 2 geht´s noch ärger: "Warum muss eine Bischöfin, die einmal zuviel getrunken hat, zurücktreten?"

Nochmal der Korrektheit wegen: Fr. K. ist nicht wg. Trunkenheit, sondern wg. Trunkenheit am Steuer zurückgetreten! Das mag Ihnen jetzt Haarspalterei erscheinen, macht einen ganz grroßen Unterschied. Die zahllosen Verkehrstoten nach alkoholbedingten Unfällen könnten davon singen.

Hinzu kommt: Hätte sie wirklich nur einmal getrunken, könnte sie mit 1,5 Promille gar nicht mehr Auto fahren. Aber das alles ist Ihnen scheint´s egal und sie verzichten auf dieses lästige Detail mit dem Autofahren.

Allmählich kriege ich den Eindruck, dass das für ihr Magazin ein recht sensibles Thema ist, denn schon in Heft Nr. 9 konnte "K.Bricker" das hohe Lied des achsosehr gequälten Trunkenheitsfahrers anstimmen.

Verärgert, weil beruflich mit dem Thema befasst und daher um die Bedeutung wissend grüßt

Heijo E.

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Ist es Komik oder Chuzpe, was uns da Ch. Nürnberger zumutet?
Er schwadroniert gegen Gott und die Welt, aber auf die Kritik gegen seine
Bischöfin M. Käßmann reagiert er sauer.

Sie, die ihren Gläubigen Wasser
gepredigt hat, aber selbst mit 1,54 Promille aus dem Verkehr gezogen wurde -ohne Auffälligkeit, ein Indiz für ihre Trink- festigkeit.

Vielleicht könnte uns Ch. Nürnberger bei seinem nächsten schriftlichen
Rundumschlag mitteilen, welche Konsequenzen er der ev. Kirche empfohlen hat, als vor ein paar Jahren ein ev. Pfarrer in
Niedersachsen seine Frau ermordet hat.

Ferner sollte er uns seine Forderung "...weg mit dem Zölibat..." erklären,
zumal von den 4 ev. Bischöfinnen in Deutschland 3 geschieden sind, und 50 % der Ehen in Deutschland geschieden werden, bzw. von der Scheidungsrate die ev. Pfarrerinnen und Pfarrer nicht ausgenommen sind.

E. B.

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Sehr geehrter Herr Nürnberger,
mit großem Interesse habe ich Ihre Ausführungen zu den Moralvorstellungen der heutigen Zeit gelesen.

Im Grundsatz teile ich Ihre Auffassung: Hinsichtlich der vorgeblichen Moralvorstellungen unserer Gesellschaft liegen Anspruch und Wirklichkeit weit auseinander - ja sie sind zum Teil sogar widersprüchlich.

Die von Ihnen angeführten Beispiele sind nach meinem Dafürhalten jedoch teilweise unangebracht, unzutreffend oder schlichtweg falsch.
Das von Ihnen angeführte Fallbeispiel von Frau Käßmann im Vergleich zu den Bankern fehlt hierbei gleich in mehrfacher Hinsicht.

Zum einen erweckt es den Anschein als seien Sie der Meinung, Moral sei ein relativer und kein absoluter Wert. Wie ist dies zu verstehen? Sie bemängeln außerdem moralische Polemik und finden in dieser Sache nicht einen einziges konkretes Beispiel für einen Banker, der in seinem Handeln moralisch gefehlt hat.

Ganz zu Schweigen von der Tatsache, dass im Gegensatz zum Beruf von Frau Käßmann derjenige der Banker nicht im Wesentlichen darin besteht, den Menschen von Moral zu predigen. Darüber hinaus möchte ich die Frage stellen wer überhaupt öffentlich den Rücktritt von Frau Käßmann gefordert hat? War es nicht vielmehr so, dass Sie selbst ihren eigenen Moralvorstellungen nicht mehr zu genügen glaubte und deshalb zurücktrat?

Das nächste Beispiel vom Mißbrauchsskandal innerhalb (nicht durch oder von!) der katholischen Kirche ist weiterhin nicht nur beleidigend, wenn sie von der "Anbetung katholischer Götzen" sprechen, sondern ebenso unsachlich.

Die nachfolgende Kritik an dem Zöllibat, dem "Verbot" der Pille oder aber dem Vorbehalt von männlichen Priesteramtskandidaten steht weder in empirischem Zusammenhang mit dem Mißbrauch von Kindern noch scheint mir dieses Teil irgend eines gesellschaftlichen Problems, sondern vielmehr Ausdruck tiefer Intoleranz gegenüber der katholischen Kirche zu sein.

Ebenfalls lassen Sie den Leser im Unklaren inwiefern und warum "die ganze kirchliche Dogmatik auf tönernen Füßen" stehen würde.
Nach meinem Dafürhalten machen Ihre Zeilen vor allem eines deutlich: Die tatsächliche "Bewertung" von Moral findet weder in der Politik noch in der Kirche sondern in erster Linie in den Medien selbst statt. Es sind die
großen Tageszeitungen, Fernsehsender und andere Medien die ein ums andere Mal von jeder vermeintlichen moralischen Verfehlung profitieren.

Diese Selbstkritik fehlt gänzlich in Ihrer Darstellung.

Mit freundlichen Grüßen
Stefan B. (Trier)

26.03.2010 "Eine schöne Sauerei"
Liebe SZ-Kunstkennerinnen  und -kenner,

ich möchte Sie auf einen gravierenden Irrtum hinweisen:

Längst hat auch das Meerschweinchen einen würdigen Platz in der Kunstgeschichte eingenommen.

In Ecuador heißt dieses possierliche Tier "Cui" und wird in gebratener Version als Leckerei geschätzt.

So sehr, dass in einer der großen kolonialen Kathedralen in Quito auf einem schätzungsweise 400 Jahre alten Gemälde des Abendmals (europäischen Darstellungen nachempfunden) auf Jesus Teller ein solches Cui auf seinen Verzehr wartet...

Vielleicht recherchieren Sie das mal und geben ihren irregeführten Leserinnen und Lesern eine Richtigstellung zur Ansicht?

Mit erwartungsvollen Grüßen!
Anna B. 

19.03.2010 "Der Lillifee-Komplex"
Vielen Dank für diese großartigen ehrlichen Worte!

Mein Patenkind (8) ist
auch vom Lillifee-Wahn befallen und ich, die ich schon als Kind Mädchen, die zu viel Rosa hatten und waren, doof fand, und es auch heute noch tue, weiß auch nicht so recht ob ich ihre Leidenschaft nun schrecklich finden soll oder vielleicht doch süß...

Mir aus der Seele geschrieben!

Elisabeth H.

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Guten Abend Herr Rühle,

als Betroffener habe ich mit Vergnügen Ihren Bericht gelesen -
betroffen allerdings erst in der zweiten Linie: Wir haben 4 Söhne und daraus sind 5 Enkelkinder entstanden, lauter Mädchen!

Drei Mädchen waren total infiziert, eine ein bißchen und eine gar nicht, denn sie sollte von ihrer älteren Schwester die abgelegten Lillifee - Sachen übernehmen, das wollte sie aber nicht.

Ich kann Sie trösten: Auf einmal ist der Spuk zu Ende, aber es hat natürlich gekostet und selbst im EBAY erlösen sie für gebrauchte Lillifee fast nichts.

Wir haben dann alles auf den Speicher gepackt, vielleicht interessieren sich die Urenkelinnen noch dafür, wenn es welche gibt.

Noch einen schönen Abend

W. J.

19.03.2010 "Ganztagsjob, zwei Kinder, kein Mann"
Sehr geehrte Redaktion!

Habe gerade den wütenden Brief der alleinerziehenden Mutter gelesen, die
danach von Ihnen besucht wurde. Bei einem Capuccino.

Es gibt ja nun beileibe viele Geschichten, traurige, von Alleinerziehenden.
Meine ist auch traurig, jedenfalls für meine beiden Töchter, die ohne ihre
Mutter groß werden. Die hatte nämlich vor fünf Jahren ihren Coming-Out und seitdem versuchen wir es zu dritt alleine. Ich, 44, freier Journalist und
meine Töchter A. (morgen 12) und E. (8).

Klar, für die Mädels ist die Trennung von der Mutter, die allerdings ganz
ordnungsgemäß ihren Unterhalt zahlt, schwierig. Für mich bedeutete es ein
Erwachen. Seitdem bin ich nicht nur freiberuflich erfolgreich, ich bin
ehrenamtlicher Kreisheimatpfleger, schreibe Bücher, bin Vorsitzender zweier Vereine und so einiges mehr. Meine Freundin lebt 335 Kilometer weit weg, auch das geht.

Das heißt aber nicht, dass ich meine Mädels vernachlässige. Die Große ist
Klassenbeste, die Kleine auch nicht schlecht, Klavier, Harfe, Ballett,
Sport. Alles geht, nur eine Frage der Organisation, wenn auch manchmal nicht einfach.

Einen Capuccino gäbe es bei mir auch.

Viele Grüße

Stefan K.

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Kann man nicht endlich Männern die nur Vergnügung suchen das Handwerk
legen.

Sämtliche Männer dieser ekelhaften Spezies gehören in der Tagespresse
mit Bild und Adresse der Öffentlichkeit bloß gestellt. Warum muß die steuerzahlende Masse für verantwortungslose Typen geradestehen.

Deshalb mein Aufruf: Frauen verwendet wieder öfters Verhütungsmittel.

S.

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Sehr geehrte Damen und Herren,

Die entscheidende Frage beantworten die Statistiken jedoch nicht: Wer ist
schuld an der Misere? Die Fragestellung ist gut aber wird von Ihnen nicht
zufriedenstellend beantwortet. Warum sind nicht genügend Arbeitsplätze  zu existenzsicherndem Einkommen vorhanden?

Warum schafften die bisherigen Regierungen  es immer nur zum Schaden des Volkes Politik zu machen? Warum wird immer das schlechtere als alternativlos dem Volk verkauft und alternativen unterdrückt oder bekämpft?

Hier könnten Sie,hier sollten Sie besser Ihre Berichterstattung dran ausrichten!

Mit freundlichem Gruß und der
Hoffnung auf eine Antwort ,

Sven P.

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Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin Anfang der fünfziger Jahre geboren. Meine Mutter hat meine Schwester und mich unter schwierigsten Umständen allein erzogen. Mein Vater hat damals wörtlich vor Gericht gesagt: "Ich bin einer der bestverdienenden Ärzte in Bayern, aber ich zahle nicht." Das hatte keinerlei Konsequenzen. Als ich schon erwachsen war, zahlte er lächerliche 15 000 DM.

Nach meiner Beobachtung hat sich in den letzten 60 Jahren in dieser Hinsicht nichts geändert. Das Prinzip für viele Unterhaltspflichitge heisst: Fakten schaffen, nicht zahlen. Warum kann man nicht für jedern Monat nicht gezahlten Kindesunterhalt einen Monat Auto- oder Führerscheinentzug dagegenhalten? Wenn Männer die Kinder erziehen würden, gäbe es bestimmt eine andere Rechtslage. Es ist wie in vielen anderen Bereichen: Kinder haben kein Recht, schon gar nicht auf Erfüllung ihrer Bedürfnisse.

Ehrlich gesagt, mich hat der Bericht über eine Frau, die über 500 Euro im
Monat für den Kinergarten bezahlen kann und dabei noch jammert schon sehr gewundert. Ich kenne eine Frau, die mit ihren 3 Kindern von weniger als 1000 € lebt.  Da ist kaum mehr das Prinzip "satt und sauber" einhaltbar, von Aktivitäten wie Musik oder Sportverein kann keine Rede Sein. Das ist der Alltag von Alleinerziehenden.

Mit freundlichen Grüßen
B. R.

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Sehr geehrte SZ Redaktion,

vielen Dank für Ihre Berichte über die Situation von Alleinerziehenden.
Ich kann diesem Artikel nur zustimmen denn ich frage mich was sich in
unserer Kultur bzw.Gesellschaft abspielt.

Wir entfernen uns vom Feminismus,der Gleichheit von Einkommen hin zu
Klassengesellschaft in der Kinderkriegen zunehmend ein Privilileg für
besserverdiendende ist in gutbezahlten Positionen.

Die Rahmenbedinungen für Frauen mit Kindern verschlechtern sich zunehmend, die Realität Diskriminiert diese Frauen deren Arbeit(Erziehung)nicht als Produktiv gilt.
Alles was kein Preis hat ist Wertlos.

Morgens in einer Bäckerei Frühstück für Kunden zubereiten ist ein Job,der
bezahlt wird und zum Bruttozozialprodukt beiträgt.

Ich habe 4 Kinder grossgezogen während mein  exehemann karriere als
Mediziner machte ich jedoch nun vom Staatl.Transfer lebe da er sich als
Selbständiger auf 100 euro selbstbehalt armrechnen lies.

Ich kämpfe seit 4 Jahren um Mindestunterhalt habe den 4 Anwalt da alle
Verfahrensfehler begangen und es stellt sich heraus das der Richter Weitz
sich kaum mühe gemacht hat finanz.Auskünfte einzuholen und schickte mich mit den Kindern in Hartz 4.

Bei mir leben die Kinder in Armut beim Vater in Luxus ,deutlicher kann man
den Wert einer Mutter nicht darstellen.
Dieser Richter ist für Verfahrensfehler und Bequemlichkeit bekannt.
Nun warte ich auf die Antwort des Petitionsausschusses warum sich ein
gutverdiendender Mediziner armrechnen lassen kann und der Steuerzahler
seinen Vermögensaufbau mitfianziert.

wenn man schon über Hartz 4 diskutiert sollte man betonen wie viele
Alleinerziehende nicht auf staatl.Hilfen angewiesen wären wenn es
möglichkeiten gebe die verantwortungslosen Väter zu Arbeit zu bewegen.

Wenn eine Ehefrau Unterhalt will muss sich sich nach 3 Jahren
Kindererzieheung um eine Stelle bemühn wenn sie der Mann verlässt dann bekommt sie 0 unterhalt.

warum wird ein Mann nicht dazu gezwungen für den Unterhalt arbeiten zu
gehn,stattdessen meldet man sich arbeitslos o.schraubt die Arbeitsstunden runter.

Habe meinen Kinds geraten auf Nachwuchs zu verzichten.
Auch wenn die Frauen für ihr Einkommen sorgen müssen es ist und bleibt eine Michmädchenrechnung denn nach allen Abzügen bleibt den Meisten
Alleinerziehenden nichts übrig so wird man für Kinderkriegen bestraft.

Ich kann Ihnen 4 Jahre andauerenden langen kampfes alles belegen wie
Verfahren hinausgezögert werden ,mein ex mir Gutachter Verfahrenspfleger auf den Hals schickt um mir die Kinder zu nehmen die Anwälte Frauen ungenügend beraten und untätig bleiben die Männer sich die teuersten Anwälte nehmen und die Frauen zermörben und mit Prozesskostenhilfe aufgeben müssen.

Ich habe es vor das OLG Hamm geschafft aber nur weil ich mittlerweile Jura studieren könnte und meiner ausdauer und gerechtigkeitssinn bzw.fair  play.

Sogar der Richter zwang mich einen Vergleich zu Unterschreiben der mich und die Kinder in die Armut führt.

Hat der Feminismus der berfreiten und unabhängigen Frau Arbeit und Familie zin den Balanceakt gebracht.
Nein ,das Familienleben wurde durch Arbeit ersetzt ,warum gibt es immer mehr psych.unstabile und betreute Kinder.

Warum leben Alleinerziehende am Existenzminimum ohne Recht auf Bildung und Kultur.

Warum werden Alleinerziehende auf dem Arbeitsmarkt selektiert, ettiketiert und isoliert.

Warum schafft man die Steurklasse 5 nicht ab.warum werden Frauen wenn Sie nach einer Babypause in den job zurückkehren wollen rausgemobbt und degradiert.Das neue Unterhaltsrecht lässt die Frauen für Kindererziehung bestrafen .

Diese Rahmenbedinungen sind für eine Familienplannung nur zum Nachteil.Die Dumme ist immer die Frau.

In Deutschland zählt der Status und die Klassengesellschaft mehr als Gesetze und gerechte Familienpolitik.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

Mit freundlichem Gruss

Monika B.-K.

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Ich bin auch eine allein erziehende Mutter. Ich arbeite vollzeit als
Erzieherin in einem Kindergarten und habe ca. 1800 Euro, wovon Miete, etc. abgehen. Das Geld ist nicht mehr mein größtes Problem, seit ich vollzeit arbeite, obwohl mir nicht mehr zum Leben bleibt wie Gabi aus dem aktuellen Brief. Allerdings habe ich kein Auto, rauche und trinke nicht und fahre auch nie in den Urlaub.

Ich bin verärgert über die Rahmenbedingungen, die das Arbeitsleben und auch das sonstige so mit sich bringen. Elternabende an den Schulen sind erst ab 19 Uhr. Wer ist in dieser Zeit bei meinem Sohn? Ich natürlich, und weiß auch, dass die Lehrer mich dann als eine wenig interessierte Mutter
abstempeln.

Spätdienste muss ich natürlich genauso machen, wie meine 20jährige
kinderlose Kollegin, denn sie kann ja nichts dafür, dass sie noch kinderlos
ist. Wer badet diese Gerechtigkeit aus? Mein Sohn, der ab 13 Uhr unbetreut zu Hause ist. Mittlerweile ist er zu alt für den Hort, meine Zeit braucht er aber schon noch.

Freunde sind der Meinung, ich sollte öfters ausgehen. Das kann ich jeden 2. Samstag, wenn Papawochenende ist, und ich nicht zu müde von der harten Woche.

Die Lehrer sind der Meinung, dass ich konsequenter die Hausaufgaben überprüfen muß. Wann? Mein Sohn möchte gern im Verein Tanzen. Ich scheitere schon daran, einen Verein zu suchen, geschweige denn ihn zu bezahlen und ihn regelmäßig dorthin zu bringen.

Meine Mutter sagt, dass ich meine Wohnung sauberer halten soll, jeden Tag eine Stunde sauber machen, dann sahe es doch schon prima aus. Und als mein Vater noch lebte, riet er mir, täglich eine Stunde an die Luft zu gehen, am besten Joggen, für die Figur. Ich bin ihm zu dick geworden.

Meine Kollegin ist beleidigt, dass ich nach dem Dienst gleich heim fahre, statt noch einen Kaffee mit ihr zu trinken. Und die Krankenkasse zweifelt an der Notwendigkeit einer Mutter Kind-Kur, weil ich so selten krankgeschrieben bin.

Ich bin mir sicher, dass ich nicht die einzige bin, der es so geht. Aber ich
könnte schreien, wenn ich Simons Vater sehe, der keinen Unterhalt zahlt,
aber Jahr für Jahr 3 Monate in Thailand verbringt. Habe ich es schon gesagt, ich fahre nie in den Urlaub. Leider.

Karin S.

19.03.2010 "Sagen Sie jetzt nichts, Ella June Thomas"

Was meinst Du, willst Du später lieber arbeiten und Geld verdienen oder zu Hause bleiben und Kinder erziehen?
 
Zu Hause bleiben = keine Arbeit?
Warum heißt es Hausarbeit?

Ist der Fragenformulierer ein Mann?
Wenn ja - ist er schon alt?
Wenn nein - was hat sie sich dabei gedacht?
 
Freundliche Grüße
Ulrike K.-B.

19.03.2010 "Sagen Sie jetzt nichts"
Hallo,

wenn von den 26 Gesichtsmuskeln nur 8 Muskeln für die Mimik zuständig sind, dann erschöpfen sich die Gesichtsausdruck-Variationen in "Interviews ohne Worte" ziemlich schnell ...

ich überblättere diesen langweiligen Beitrag einfach und bedaure jedesmal, dass an Stelle dieser mehr oder weniger gelungenen Grimassen nicht "Rätsel des Alltags" präsentiert werden ...

schade dass diese kurzweiligen Beiträge abgesetzt wurden ... warum
eigentlich? ... es gibt doch noch genügend Rätsel, oder?

Mit freundlichen Grüßen
Gerhard F.

19.03.2010 Heft Nummer 11
(...) immer wieder intertessant finde ich Texte über Alleinerziehende, grade weil ich auch  von Daniela damals gelesen habe und besonders gefallen hat mir der Artikel über Tamara Sobolewa. Ich wusste nicht, dass Menschen früher im Kreml gelebt haben, vielen Dank Frank Nienhuysen!

Grade in Zeiten, in denen ich mich immer mehr über das Zeit-Magazin aufrege hat das heutige Süddeutsche Magazin wieder mal richtig Spaß gemacht.

Auch wenn ich mich frage, ob wirklich jemand eine Fotoserie über absurd hässlichen Schmuck mit Blumen braucht. Wollt Ihr, dass Eure Leser so etwas tragen?

Passt auf, dass Ihr nicht auch dekadent, überflüssig und irrelevant werdet, bitte.

Viele Grüße
Diane H.

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Sende hiermit einfach nur ein dickes Lob für die großartigen Romy Fotos, die
fantastisch schöne Tulpen+ Schmuckstrecke und den interessanten Bericht von der Insel Mayotte.

Wieder ein gelungenes, facettenreiches Heft. Danke!

H.H.


12.03.2010 "Getrennte Schlafzimmer"
Liebe Cathrin Kahlweit,
wie überaus angenehm: mir geht es also nicht alleine so.
Mein Ehemann schnarcht schon lange. Ich schlafe deshalb getrennt. Schon lange. Es stimmt, ich fühle mich deshalb manchmal komisch...wenn ich Leuten das Haus zeige. Aber ich weiß, wie schlecht ich mich nach einer Nacht im Doppelzimmer fühle. Unausgeschlafen. Nicht gut gelaunt.

Blöd sind Aufenthalte im Hotel. Die gemeinsamen längeren Urlaube verbringen wir immer in Ferienwohnungen, die groß genug sind für zwei Schlafgelegenheiten, da gibt es keine Frage. Bei Hotels wäge ich immer wieder ab: Outen wir uns als getrennt Schläfer und bestellen 2 Einzelzimmer? Die sind viel teurer und oft Besenkammern nicht unähnlich, das bessert sich aber zur Zeit. Entscheiden wir uns fürs Doppelzimmer, gehts manchmal gut, oft jedoch beginnt die Reue schnell. Ich liebe meinen Mann mehr, wenn ich ihn nachts nicht schnarchen höre, und er schläft ja auch besser, wenn ich ihn nicht dauernd knuffe und wecke.
Ach, es ist schon schade.

Mit freundlichen Grüßen.
Danke für den Artikel.  
Vera D.

12.03.2010
Sehr geehrte SZ-Magazin-Macher und -Verantwortliche,

nachdem ich von Anfang an als Münchner Ihr Magazin im Rahmen des
Wochenend-Abos geschätzt, bewundert, geliebt und gepriesen habe, muss ich nun, seit einem Jahr in Sydney lebend, endlich meine Anerkennung für die Arbeit an jeder Ausgabe aussprechen.

Vielen Dank auch, dass die meisten Inhalte inklusive der hervorragenden Fotografien und Illustrationen im Internet zu genießen sind. Mögen die Verlagsoberen und die Werbekundschaft noch lange die Qualität und die redaktionelle Freiheit möglich erhalten.

Möge die Redaktion auch in Zukunft gute Fotografie, hochwertige Texte,
anspruchsvolle Interviews, klasse Rubriken und Ratgeber, persönliche
Empfehlungen und geniale Tips den Lesern wöchentlich kredenzen.

Herzliche Grüße aus Sydney

Thomas S.

05.03.2010
Seit Jahr und Tag ist es eine Freude Ihre Zeilen zu lesen. Eine Freude, die
ansonsten sehr rar geworden ist. Es ist fast immer geistreich, spannend in
jedem Fall, hübsch zu lesen, fast nie kleingeistig, manchmal progressiv und
selten antiquiert. Doch das allerwichtigste ist: Man spürt so wohltuend in
jeder Zeile  dass Sie keinem politischem Flügel, keinem kulturellem
Esthablishment, keiner gesellschaftlichen Strömung oder dem politisch
korrekten Trend unterworfen sind. Sie schreiben einfach, weil Sie es müssen.
Und das ist der Beste aller Gründe.
Vielen Dank
Lars L.

05.03.2010 "Streber in Not"
Sehr geehrte Damen u. Herren,

zu o.g. Artikel inkl. Zeichnungen fällt uns nur eines ein: Miserabel in jeder Beziehung - sowohl menschlich als auch journalistisch! Leider kann man nichts gegen Schmierereien dieser Art tun, in entsprechenden Gazetten sieht man sie ja immer wieder, allerdings in diesem Ausmaß selbst dort eher selten.
Was wir als langjährige Abonnenten allerdings allerdings besonders ärgerlich finden und absolut nicht verstehen können: Warum geben Sie, "die SZ", solchen Leuten ein Forum u. drucken diese niveaulose, unverantwortliche, öffentliche Hinrichtung ab?

Mit freundlichen Grüßen
Elke B.
Sabine H.

19.02.2010
Hallo liebes Team vom SZ-Magazin,

ich mag Eure Texte wirklich sehr, aber die Schriftgrösse auf Eurer Webseite
ist wirklich eine Zumutung... Vielleicht richtet sich das Magazin ja an
jüngere Leute, aber wenn ich schon mit 30 Augenkrämpfe kriege, bei dem
Versuch Eure Texte zu entziffern, nimmt das sehr stark die Freude an den
sonst tollen Inhalten.

Würde mich freuen, wenn Ihr darüber vielleicht mal nachdenken könntet.

Viele Grüsse
Lydia E.

19.02.2010 "Friede sei mit euch"
Sg. Redaktion,

selten hat mich eine Artikelüberschrift wie "Friede sei......." so entsetzt.

Ist Ihnen Ihr Mitarbeiter, Dr. Andreas Bernard, mit seiner Beleidigung, Hohn und Spott an den LeserIn in Ihrer Redaktionssitzung nicht aufgefallen? Als Abboinhaberin bin ich verärgert mich im Zusammenhang mit "Friede sei mit Euch" hysterisch anschreiben zu lassen. Selbst wenn der Schreiber dies möglicherweise provokativer Journalismus nennen sollte.

Ich würde mich sehr freuen, wenn ich  eine christliche Kirche und gäbe sie sie nur am Rande einer Mülldeponie in den islamischen Ländern sehen würde oder darüber lesen könnte.

Im Gegenteil. Ich weiß von Christenverfolgungen der schlimmsten Art und davon, daß sie nicht einmal eine Gebetsstätte offiziell haben können, geschweige ca. 40  in einer Stadt. Christenverfolgung duch Muslime wollte nicht das Thema dieses Artikels sein.

Der Schreiber hat aber wohl auch keine Ahnung darüber, sonst hätte er wohlmöglich nicht so drauflosgeschrieben und sich dabei auch noch mit den Bildern eines jungen Fotografen geschmückt.

Ich mag mir es in der Tat nicht vorstellen von 40 Moscheen umringt zu sein, nicht einmal in Frankfurt am Main.

MfG
Ingeborg P.    

12.02.2010 "Unser Mann in Berlin"
Gerade habe ich die "Kritik" von Herrn Praschl  zum argentinischen Film
"Rompecabezas", der bei der Berlinale gezeigt wurde, gelesen.

Die wenigen Zeilen, die Sie zu dem Film zu sagen hatten, empfinde ich als Verrat an einem Film, den Sie offenbar "gar nicht so schlecht" fanden.  Entweder Sie hätten lieber gar nichts dazu gesagt, damit Menschen, die sich vielleicht doch einfach so für solch einen Film (kein Problemthema aus Problemland) interessieren, sich nicht davon abhalten lassen, hineinzugehen, oder Sie hätten sich doch einmal ernsthaft überlegt, was Ihnen daran gefallen hat, statt einen guten Film mit diesen lauwarmen Worten abzuspeisen.

Mir liegt das argentinische Kino sehr am Herzen und es macht mich traurig, wenn ich mir überlege, dass dieser Film, wenn er denn jemals auf den deutschen Markt geworfen wird, mit so einem Startkapital hier loslegen muss, dem nämlich, dass es jedem Film ( jedem Buch und jeder Ausstellung) unmöglich machen würde, jemals Erfolg zu haben, der Gleichgültigkeit in der Berichterstattung. Was war nur der Sinn ihres Textes?

Ich kann nur hoffen, dass ich nicht die einzige Leserin sein werde, die sich
den Film jetzt aus Trotz ansieht.   Maggy S.  

05.02.2010 "Highway to Hellas"
Mit Vergnügen habe ich den Artikel von Alexandros Stefanidis gelesen, der
punktgenau die Probleme Griechenlands beschreibt, die man noch noch um etliche Punkte erweitern könnte, z.B. der Immobilienskandal von 2008 mit dem Kloster Vatopedi.

So kann ich z.B. von einem Bauantrag berichten, der etwa ein Jahr nach
Antragstellung unauffindbar war. Der Fehler des Antragstellers war wohl, daß er nicht bereit war Fakelaki zu übergeben.

Auf einen gravierenden Fehler in Ihrem Artikel muss ich aber noch hinweisen: Der von 2004 bis 2009 regierende Kostas Karamanlis ist nicht der Sohn sondern der Neffe des von 1974 bis 1980 regierenden Kostas Karamanlis.

Ansonsten ein grosses Kompliment nicht nur für diesen Artikel sondern auch für das gesamte Magazin, das mir immer grosse Freude bereitet.   Alexandra K.-W.

04.02.2010
Sehr geehrte Redaktion, 

seit meiner Kindheit lese ich die SZ, in den letzten Jahren ärgert mich mehr  und mehr die Belanglosigkeit des SZ Magazins, am meisten aber, wie abgesehen  von der journalistischen Seichtigkeit der Bereich der Konsumberatung immer  größeren Raum im Heft einnimmt.

Wenn das Heft insgesamt interessantes bieten  würde, würden mich auch die Modestrecken nicht so ärgern. Ich schreibe Ihnen,  da ich neulich auf einer Party feststellen konnte, dass es vielen Menschen so  geht, vielleicht wissen Sie das ja gar nicht.

Mit freundlichen Grüßen F.O.  

29.01.2010 Titelbild Heft 04/10
Sehr geehrte Redaktion,

großes Lob möchte ich Ihnen aussprechen über das Titelbild der Nummer 4. Endlich einmal etwas erfrischendes und lustiges! Weiter so!

HHsen.

Ps. Wenn Euer Impressum noch kleiner gedruckt werden könnte, könnte man es überhaupt nicht mehr lesen.

22.01.2010 "Das Kochquartett"
Sehr geehrte Damen und Herren,

endlich mal wieder ein Rezept, mit dem ich etwas anfangen kann. Ich hasse Rezepte, für die ich Zutaten benötige, die ich nicht anderweitig verwenden kann und dann herumstehen oder weggeworfen werden müssen. Ich finde es übrigens unmöglich, wenn Sie bei einer Zutat nur eine Bezugsquelle nennen, wie vor einigen Wochen bei einem bestimmten Salz. Da hat man doch den Eindruck, dass dieser Lieferant gefördert werden soll.

Mit freundlichen Grüßen

Paul K. H.

22.01.2010 "Wir müssen reden"
DA CAPO,Wien ,UNÜBERTROFFEN! -spielt sich doch am besten selbst.

Ich dankeIhnen für diesen authentischen Geniestreich Lob ist zu wenig, preiswürdig das Ganze.

Ich Danke Ihnen sehr.
INES G.-K.  

15.01.2010 "Das beste Leben der Welt"
Sehr geehrter Herr Nürnberger,

Unser Sohn, Jahrgang 1969, sandte uns Ihren Artikel in unser "Toskanahäuschen" ( in diesem Fall Cote dÁzur) zu mit dem Kommentar, Sie seien ihm zuvorgekommen!

Tatsächlich sind wir (Jahrgang 1941 und 1943) ein passendes Beispiel  für die Elterngeneration mit " großbürgerlichem Lebensstil" : Nach langem Berufsleben in akademischen Feldern reisen wir mehrmals jährlich in ferne Gefilde und verbringen zusätzlich golfschlägerschwingend unsere freie Zeit am Mittelmeer.

Was haben wir verbrochen an der Generation unserer Söhne? Das ist uns in Ihrem Artikel leider nicht klar geworden. So können wir  uns nur auf den Kommentar  von Ethan Lasalle beziehen, alle Bildungsmöglichkeiten haben wir an die junge Generation weitergegeben und statt über Weinberge und Olivenöl zu sprechen ihnen die Türen in unseren Häusern  weit geöffnet für Begegnungen mit Menschen aus aller Welt, Studienplätze in ganz Europa, Sprachkurse und Praktika, ihnen aufgezeigt, welche Projekte wir Alten noch bewerkstelligen, sei es Leprahilfe in Nepal, Senioren helfen Junioren, Vorstandsarbeit in Bürgervereinen, Aufbau eines Reittherapiezentrums, Aktionen mit Obdachlosen und in Kirchengemeinden...

Diese Liste könnten wir beliebig verlängern, wenn wir uns im Freundeskreis umschauen. Darf ich deshalb nun nicht mehr nach " Mallorca"? Gerade in  Pakistan, Indien, Syrien und Iran haben wir viel über Politik diskutiert und ich glaube, die Menschen  sind glücklich dort über die Kommunikationsmöglichkeiten, die sie heute durch unsere "CO2-trächtigen Reisesucht" erhalten.

Ich habe gerade mit dem Arabischunterricht begonnen, um die Menschen dieser Sprache besser verstehen zu können, und sehe noch hoffentlich viele positive Rentnerjahre vor mir , wobei ich genau weiß, dass ich nicht die ganze Welt beeinflussen oder gar ändern kann: eine gewaltige Aufgabe für die Generation unserer Kinder und Enkel!

Barbara H.  

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Die Ausgabe mit  o.g. Artikel war die letzte, die ich mir gekauft habe.
Bye bye SZ.

W. S. (Jahrgang 1947)  

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Sehr geehrter Herr Nürnberger, sehr geehrte SZ Magazin Redaktion, ich bin passionierte SZ Abonnentin und habe heute mit einem seltenen Genuß ihren Artikel gelesen.

Der Artikel war äusserst erhellend, (es gab viele Absätze, in der ich sowohl
mich (Jahrgang 71) als auch meine Elterngeneration (Jg 44) erkannte). Den soziologischen Überblick über die gesellschaftliche Entwicklung in
Deutschland und der Welt fand ich wirklich toll und der fehlt mir heute ganz oft in den hippen Artikeln z.B. in der SZ am Wochenende, den
selbstkritischen Blick und-dass der Artikel nicht im Lamentieren verharrte
sondern tatsächlich Hoffnung weckt, was die Generation Jg 1950 bewirken
kann, mit den von ihr beherrschten Mitteln / Kompetenzen.

Denn man darf natürlich nicht vergessen, dass ja nicht alle in der Toskana
an ihren Weinrebchen zupfen sondern viele, deren Kinder irgendwo in der Welt "geweht" wurden weil sie hier einfach keine Arbeit fanden- nicht wissen: wofür bin ich noch nutze? Will mich noch jemand?

Ganz toll, herzlichen Dank für den Lesegenuss!

Nina W. (Jg 71, Psychologin, München / Mannheim)  

14.01.2010
Liebe Redaktion,

nachdem ich nun über ein  Jahr schon das sz-magazin online lese und mir die gedruckte Zeitung freitags spare, muss ich doch mal fragen, ob das auf Dauer gut gehen kann? Ich meine für Sie und Ihren Verlag? Wie soll das wirtschaftlich funktionieren? Ich kann alle Texte etc. haben und das auch noch einen halben Tag vor den braven Abonnenten. Wieso verschleudern Sie Ihre sicher teuerst produzierten Inhalte dermaßen?

Verstehe ich nicht. Schon allein wegen CUS habe ich mir früher die Freitagsausgabe gekauft. Jetzt kann ich ihn bequem am Donnerstagabend ausdrucken, gleich doppelt sogar, denn mein Freund will auch rätseln und wir machen jetzt einen Wettbewerb daraus, wer schneller fertig ist.

Da ich Ihre Arbeit sehr schätze, habe ich ein schlechtes Gewissen, mich derart parasitär zu vergnügen, andererseits ist es einfach bequem, alles mit ein paar Tastenklicks auf den Bildschirm zu laden und nicht extra zum Zeitungskiosk pilgern zu müssen.

Glauben Sie wirklich, dass irgendwelche Riesenzahlen von Seitenaufrufen Ihrem Magazin die Existenz retten werden?  Ich weiß, das ist alles bigott, was ich hier schreibe, aber ich bin jedesmal fassungslos, wenn ich das neueste Heft anklicke und alles nett drapiert und vor allem umsonst bekomme. Hofft nicht auf die Selbsterziehung, dafür sind Menschen wie ich einfach nicht gemacht.

Moralische Bedenken helfen nicht, nur Tatsachenentscheidungen: Raus aus dem Netz! Und ich bezahle wieder für die gute, alte Zeitung.

Frohes Schaffen, Carola Mia S., Berlin

08.01.2010 "Sieben auf einem Strich"
Ich nehme anstoß an der fotoserie, in der die körper toter fliegen als
"kunst" sowohl zweifelhaft humoristisch missbraucht wurden.

von kunst kann keine rede sein, jeder dieser "cartoons" ist ein schlechter witz. Dass nun echte tote Fliegen recycelt und in schlampigen Zeichnungen zu ulkigen vermenschlichten Figuren gemacht werden macht die Sache obendrein extrem respekt- und geschmacklos.

Aber warum auch Respekt zeigen für die wohl unbeliebtesten und lästigsten Insekten nach den Mücken..Wenn ich Ihnen eine Fotoserie geschickt hätte, in der ich überfahrene Katzen in witzigen Posen
arrangiert und mit Denkblase versehen hätte, hätten Sie das auch
veröffentlicht?????

Interessant wäre gewesen, wenn der Künstler z.b. schöne, keine provokant grausigen Schmuckstücke aus ihnen gefertigt hätte, deren Beschaffenheit sich erst auf den zweiten Blick entpuppt hätte .. aber so sehe ich hier einfach nur Verhunzung und Achtlosigkeit.

Antworten Sie mir bitte, wie das passieren konnte und was Sie sich dabei
gedacht haben??!

Ich bin einfach geschockt.
Gruß   M.