Das Beste aus meinem Leben
Von Axel Hacke Illustration: Dirk Schmidt
Es war Nacht, ich saß in der Küche, trank noch ein Bier – oh, wie oft habe ich das geschrieben!, oh wie gern schreibe ich das! Bedeutet es doch, dass ich in München bin und mit Bosch reden kann, meinem sehr alten Kühlschrank und Freund. Dass ich nicht in fremden Städten bin, fremde Menschen nach fremden Wegen fragend…
Ist eigentlich schon mal jemandem aufgefallen, dass man – in welcher Stadt man sich auch nach dem Weg erkundigt – immer seltener Auskunft bekommt? Es spielt keine Rolle, ob die Stadt groß ist oder klein, ganz egal, die Leute haben keine Ahnung mehr von ihrer Umgebung.
Wobei man darauf hinweisen muss, dass, rein vom Gefühl her, bereits zehn bis zwanzig Prozent aller Taxifahrer die gesuchte Straße per Navigationssystem finden – auch hier wissen immer weniger Bescheid.
Noch mal nach Kassel: Ich fragte einen wartenden Busfahrer, wo die Bertha-von-Suttner-Straße sei. Er schüttelte den Kopf. »Wir haben ja nur unsere Linien«, sagte er. »Fragen Sie einen Taxifahrer!«
Das tat ich. Es stellte sich heraus, dass wir praktisch in der Bertha-von-Suttner-Straße standen.
(Lesen Sie auf der nächsten Seite: »Mit Salz kann man nicht reden. Es sagt auch nichts.«)
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