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aus Heft 31/2008 Sport 2 Kommentare

Wir sind alle Chinesen

Seite 7

Von Julia Rothhaas und Mauritius Much;  Fotos: Noshe



Mao Hengfeng wurde genötigt, ihr Kind abzutreiben, und klagte gegen die Ein-Kind-Doktrin Chinas. Im Dezember 2006 wurde sie zu zweieinhalb Jahren verurteilt, weil sie während des Polizeigewahrsams zwei Lampen zerstörte.
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Kommentare

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  • Miodrag Conic (1) Dass China keine Demokratie ist ist hinlänglich bekannt.
    Dass ber. viele Spiele unter vergleichbaren Bedingungen
    in nicht demokratischen Ländern stattgefunden haben auch.
    China entwickelt sich schneller als jedes andere Land,
    mit guten wie schlechten Nebeneffekten und daraus folgenden
    Gefahren für die Gesellschaft. Im Übrigen würden unsere
    westlichen Volkswirtschaften genauso wie unser eigener
    Wohlstand auch schlicht zusammen brechen, wenn es die
    fleißigen Millionen Chinesen nicht gäbe, die bei weitem nicht
    nur kopieren, wie es hier so peinlich herabwürdigend gern dargestellt wird.


    Aber DAS peinlich oberflächliche mediale Theater, das bereits
    seit Monaten läuft... lässt einen Nachdenklichen nur verstummen.

    Die neun deutschen Sportler sind bestimmt ganz stolz auf ihren
    selbstlosen und -aufopfernden Beitrag zur friedlichen Entwicklung Chinas zu einer Menschenrechte bejahenden Demokratie...
    ´schlage sie alle für Bundesverdienstkreuz vor, ebenso wie denjenigen, der auf diese großartige und vor allem so originelle Idee gekommen ist.

    Man erinnert sich nur an den serbischen Schwimm-Europameister, der sofort vom Rest der letzten EM ausgeschlossen wurde (obwohl oder gerade weil er heisser Anwärter auf weitere Medaillen war), weil er bei der Medaillenverleihung still ein T-Shirt mit der Aufschrift "Kosovo ist Serbien" trug, Begründung: "Unerlaubter polit. Protest"

    Aber jetzt:
    Proteste und Tibet-Fahnen überall, ja willkommen sind sie...

    Bigott ist ein schönes Wort für das, was gerade passiert.
  • Louisa Reichstetter (1) Zu:
    Imke Duplitzer: »Wir kämpfen beide: Ich als Sportlerin um Medaillen, er als Anwalt für Gerechtigkeit. Doch was ist wichtiger?« Die Frage, was wichtiger ist, und beider Engagement somit auf eine Stufe zu stellen, finde ich erschreckend naiv. Es ist nicht wichtig, für Medallien zu kämpfen, wenn man in China einfach der Weisung des Kommitees folgt und stumm seine Leistung abliefert und nur zuvor mit einem kopierten Fahndungsfoto für die SZ posiert. Dieser O-Ton beschreibt die Bigotterie dieser Spiele auf drastische, ehrliche Weise.