
Die Fehler der Vergangenheit
Ich zögere mit meiner Erwiderung. Die Truppen des Westens sind aus guten Gründen in Afghanistan, denke ich. Nicht zuletzt, um die Fehler der Achtzigerjahre zu korrigieren. Der Kalte Krieg hatte zu seltsamen unheiligen Allianzen geführt. Auch die Fehler seit dem Krieg, der im Herbst 2001 nach dem Terroranschlag von New York begann, müssen jetzt korrigiert werden: Es war falsch, auf eine Zentralregierung zu vertrauen, der es nicht gelang, wesentliche Teile des Landes unter Kontrolle zu bringen, und die traditionellen Machtstrukturen zu vernachlässigen; Fehler waren auch der zögerliche Aufbau afghanischer Sicherheitskräfte; der unzureichende Schutz der Zivilbevölkerung bei Kampfeinsätzen; und es hatte die Einsicht gefehlt, dass auch mit den Aufständischen gesprochen werden muss.
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Einflussnahme in Afghanistan war schon immer eine schwierige Angelegenheit: Im Jahr 1838 versuchten die Engländer, einen König ihrer Wahl an die Macht zu bringen, von dem sie eine dem Empire wohlgesonnene Politik erwarteten: Schah Shuja. Er war 1810 von seinem eigenen Bruder gestürzt worden und hatte seitdem im britisch kontrollierten Indien Exil gefunden. Mountstuart Elphinstone, der Doyen der britischen Afghanistan-Politik, kritisierte dieses Vorhaben: »Ich zweifle nicht daran, dass wir Kandahar und Kabul einnehmen und Schah Shuja als Herrscher einsetzen können; aber ihn in einem armen, kalten, starken und weit abgelegenen Land, unter einem so unruhigen Volk wie den Afghanen, an der Herrschaft zu halten, scheint mir hoffnungslos zu sein.« Er sollte recht behalten.
Elphinstone war der erste britische Diplomat gewesen, der Kontakt zu den Herrschern von Afghanistan aufnahm. Seine Erkenntnis, dass ausländische Mächte die traditionelle Ordnung des Landes akzeptieren müssen, hat bis heute Aktualität. Akzeptanz der traditionellen Ordnung heißt, mit Leuten wie Sher Mohammad zu sprechen und ihren Anteil an der Macht anzuerkennen. Immerhin: Der neue Kommandeur der amerikanischen und NATO-Truppen, General Stanley McChrystal, scheint diesen Weg gehen zu wollen.
Das Gesetz der Straße
Am nächsten Morgen fahren wir nach Kabul zurück. Der erste Arbeitstag der Woche, es herrscht viel Verkehr auf der wichtigen Verbindungsstraße. Anfangs beruhigt mich dieser Verkehr. Aber mehr Autos und Menschen bedeutet auch mehr Kontrollen – von wem auch immer. Wir werden ernsthafter kontrolliert als auf der Hinfahrt, kurz nach Gardez das erste Mal. Männer in Polizeiuniform. Mansur setzt seine Kappe auf, rückt sie nervös zurecht. Meine eigene setze ich die ganze Fahrt über gar nicht erst ab. Man soll seinen Kopf bedecken, um Demut vor Gott zu zeigen. Die Polizisten werfen einen gelangweilten Blick in das Taxi, wir werden durchgewinkt. Nach einigen Kilometern wiederholt sich das Ganze. Nicht alle Männer in Polizeiuniformen sind Polizisten in unserem Sinne: Viele arbeiten auf eigene Rechnung, für kriminelle Organisationen oder Kriegsfürsten. Ein Fahrzeug vor uns wird an den Straßenrand beordert. Im Wagen sitzt eine Familie, zwei Männer steigen aus. Sie öffnen den Kofferraum. Wir fahren weiter. Mansur ist nervös: Bei jeder Kontrolle stellt er die Musik ab, danach sucht er hektisch einen neuen Sender.
(Lesen Sie auf der nächsten Seite: Kontrollen mit Kalaschnikows)
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17 Uhr 31
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LEARN TRUTH ABOUT UNITED NATIONS, AMNESTY INTERNATIONAL AS WELL AS NEW WORLD ORDER(MULTICULTURALISM = TERRORISM) GOVERNMENTS(Equal Employment Opportunity Commission) !!! NOT THERE TO PROTECT YOUR RIGHTS, BUT TO DENY YOUR RIGHT TO EXISTENCE !!!
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