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aus Heft 28/2009 Außenpolitik 1 Kommentar

Morgenland ohne Morgen

Seite 7

Von Dietmar Herz 



Isoliert in Islamabad

Islamabad ist eine moderne Stadt, sie wirkt seltsam geschichtslos, der pakistanischen Realität entrückt. Der Traum von Städteplanern und Beamten. Wir wohnen im »Marriott«. Am 20. September 2008 hatten Terroristen einen mit Sprengstoff beladenen Kleinbus in den Eingang des Hotels gefahren und dann den Sprengsatz – zwischen 600 und 1000 Kilo, so schätzen Experten – gezündet. 53 Menschen kamen in den Flammen ums Leben, etwa 270 wurden verletzt. Pakistans Justizminister Farooq Naek verglich die Tat mit den Anschlägen des 11. September. Wie in New York sprangen Menschen aus Angst vor den Flammen aus dem vierten und fünften Stock in den Tod.
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Jetzt, Monate später, ist das Hotel wieder aufgebaut und renoviert. Betonbarrieren, Sicherheitsschleusen und Metalldetektoren vermitteln ein Gefühl der Sicherheit, der Abgeschlossenheit und der Isolation. Ansonsten erinnert nichts mehr an den Anschlag, der Pakistan tief verunsicherte. Die Hotelleitung versucht, den Terrorakt vergessen zu machen. Wie vor dem Anschlag bieten mehrere Restaurants den Gästen Komfort und internationale Küche. In diesen Tagen sind sie meistens leer. Am ersten Abend esse ich als einziger Gast im Steakhouse des Hotels. Die Taliban stehen fünfzig Kilometer vor Islamabad. Die Stadt in Richtung Norden zu verlassen ist daher kaum möglich. Niemand findet sich bereit, Ausländer dorthin zu fahren. Peschawar ist also auch von dieser Seite nicht zu erreichen. Jedenfalls raten uns alle, die wir dort treffen wollten, dringend von der Reise ab. Wir bleiben deshalb in Islamabad.

Das »Marriott« hat eine Bar, die versteckt im Keller des weiträumigen Gebäudes liegt. Da Alkohol ausgeschenkt wird, ist nur westlichen Gästen der Zutritt gestattet. Die gibt es aber kaum mehr in diesem Hotel. Als ich am letzten Abend meiner Reise die Bar besuche, bin ich – wie schon im Steakhouse – der einzige Gast. An den beiden Billardtischen spielen die Kellner. Große Flachbildfernseher übertragen Sportprogramme. Offensichtlich freuen sich die Kellner über den Gast.

Zwei Stunden sitze ich allein in der Bar und versuche, die Eindrücke und Gespräche der letzten Wochen zu ordnen. Die Region erlebt eine Zeit des Übergangs: In Pakistan beginnt sich die Gesellschaft gegen eine weitere Islamisierung zu wehren. Die Armee blickt nicht mehr nur nach Osten, auf den alten Erzfeind Indien, sondern auch auf die Gefahren im eigenen Land – ein wichtiger Schritt. Das militärische und zivile Engagement des Westens in Afghanistan ist notwendig, bedarf aber einer neuen Strategie.

Es herrscht Krieg, und dieser Krieg weitet sich aus. Das Leben in den Festungen ist daher keine Option, die auf Dauer funktionieren wird. Die Amerikaner haben das erkannt und danach gehandelt. Erst im Irak und nun in Afghanistan. Ich muss daran denken, was mir ein kanadischer Offizier, der in Gardez für die Vereinten Nationen als militärischer Berater arbeitet, sagte: Die Verluste der afghanischen Armee sind hoch, sie werden noch steigen. Auch die Verbündeten werden in diesem Krieg noch höhere Verluste hinnehmen müssen.

Ich bin überzeugt, dass der vom Westen in Afghanistan und Pakistan jetzt eingeschlagene Weg der richtige ist. Aber mir ist klar, dass sich dieser Gedanke leicht denken lässt: besonders in der Sicherheit des schwer bewachten »Marriott«-Hotels, noch so einer Festung des Westens; in dieser seltsamen Bar, wo die Kellner Billard spielen und ab und an ein kühles Bier servieren.


Literatur zum Thema Afghanistan und Pakistan:
- Tariq Ali »Pakistan: Ein Staat zwischen Diktatur und Korruption«. Diederichs, 2008
- John Burke / William Baker »From Kashmir to Kabul«. Prestel, 2002.
Bildband mit historischen Aufnahmen der legendären britischen Fotografen
- Ahmed Rashid »Descent into Chaos: The United States and the Failure of Nation Building in Pakistan, Afghanistan, and Central Asia«. Penguin, London 2008
- A. Roberts H. Synnott: »The Struggle for Afghanistan« in: »Survival: Global Politics and Strategy«, Vol. 51, No 1/February-March 2009
Fotos: Hulton Archive/Getty Images; Picture Alliance; Illustration Karte: Carolin Lintl

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  • MANWILLSTOP ONEDAYHAHAHA (0) MILLIONS TO BE ASSASSINATED FOR THE SAKE OF $$$ LIABILITIES(mk-ultra, chip implants, electroshocks etc. performed on them) AND NEW WORLD ORDER(multiculturalism = terrorism) POLITICAL AGENDA KNOWN AS "YOU ARE NEXT"(financial liabilities are 2 expensive for the government and it is cheaper to get read of you instead) !!! IF YOU WERE TREATED WITH ELECTROSHOCKS OR DRUGS USED FOR WIPING OUT MEMORY(numerous Americans and Europeans were and are) AFTER ENDURING FORCED CHIP IMPLANTS(or to retard individual = how homeless people are produced), YOU ARE SCHEDULED NEXT !!!
    http://myshortbiography.blogspot.com/

    LEARN TRUTH ABOUT UNITED NATIONS, AMNESTY INTERNATIONAL AS WELL AS NEW WORLD ORDER(MULTICULTURALISM = TERRORISM) GOVERNMENTS(Equal Employment Opportunity Commission) !!! NOT THERE TO PROTECT YOUR RIGHTS, BUT TO DENY YOUR RIGHT TO EXISTENCE !!!

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    http://myshortbiography.blogspot.com/

    WHY TO ACCEPT LIABILITIES FOR CRIMES COMMITTED WHEN WE CAN SIMPLY ASSASSINATE OUR VICTIMS(YOU) THANKS TO HUMAN RIGHTS ORGANIZATIONS AND FREE PRESS/MEDIA(most severe censorship of genocide ever !!!)!!

    Related to WHITES AREN?T WELCOME IN AMERICA ANY LONGER !!! http://www.youtube.com/user/BostjanAvsec