
»Stillen schützt vor Übergewicht, das ist erwiesen«, sagt Dr. Mathilde Kersting vom Forschungsinstitut für Kinderernährung in Dortmund. »Aber was die Allergien betrifft, kann ich dem nicht zustimmen. Nach den neuesten Erkenntnissen dürfen die Kinder spätestens ab dem sechsten Monat alles zu sich nehmen, sofern maßgehalten wird. Eine abwechslungsreiche Ernährung ist das Einzige, was Allergien tatsächlich vorbeugen kann.« Das hindert natürlich niemanden daran, einem Vorwürfe zu machen, wenn man seinem Kleinkind Erdbeeren zum Naschen gibt: »Ach, herrje«, heißt es dann, »der kleine Schatz bekommt sicher mal
Neurodermitis.«
Die Insignien der neuen Über-Mütter sind nicht nur ihre Brüste. Wer dabei sein will, muss den richtigen Kinderwagen fahren, biodynamische Snacks bei sich tragen und sich für die anatomisch korrekteste Tragehilfe entschieden haben. Mütter, die etwa den Babybjörn benutzen (»Du Ärmste, hast du noch nie von der Spreiz-Anhock-Position gehört? Mit dem Ding hier leierst du dem Kind die Hüftgelenke aus«) oder dem Kind das milchschorfige Haar mit Shampoo waschen (»Bitte, tu das nicht! Du zerstörst den natürlichen Schutz!«), erlangen in etwa das gleiche gesellschaftliche Ansehen wie jene Frauen, die ihre Kinder zwei Tage in die Wohnung sperren, damit sie mal wieder richtig tanzen gehen können.
Was die Still-Faschisten gar nicht abkönnen, sind Argumente: Wenn eine Frau alleinerziehend und in der Ausbildung ist, ein gestörtes Verhältnis zu ihrem Körper hat, ist das noch lange kein Grund, nicht zu stillen. »Die Beziehungsverweigerung«, sagt eine der Frauen beim Still-Treff, »das ist es, was mich stört. Es ist doch komisch, wenn jemand ein Kind haben will, aber die Dinge, die mit einem Kind kommen, ablehnt.«
Radikalismus wird aus Mangel geformt. Nicht unwahrscheinlich, dass auch bei den Still-Faschisten ein psychologisches Problem Ursache ist: »Ich bin ein typisches Entfernungskind«, sagt die Laktationsberaterin nun in dem kleinen Raum im Gemeindehaus, »erst die Flasche, dann ein eigenes Bett, und dann auch noch der Kinderwagen. Manche Frauen können sich durch das Stillen auch heilen.« Der Glaube ist stark, dass vollkommenes Glück nur an der Mutterbrust entsteht: »Wäre ich gestillt worden, wäre ich weniger kontaktscheu und mein Mann hätte mich nicht verlassen« funktioniert genauso wie »Hätte ich mehr Körpernähe erfahren, wäre ich selbstbewusster und beruflich erfolgreicher«. Mit dem Tatbestand des Stillens kann man ein ganzes Universum erklären, in dem sich alles um zwei große, tropfende Brüste dreht.
Der Still-Treff ist fast zu Ende. Das Thema »Väter und Stillen«, das für heute eingeplant war, wird nur sehr kurz behandelt.
»Was können Väter denn zum Stillen beitragen?«, fragt die Laktationsberaterin.
»Sie können für uns kochen!«
»Richtig, das hilft sehr. Was noch?«
»Sie können einkaufen gehen oder mal die Füße massieren.«
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Vielleicht liegt es an der Luft. Stillhormone, das ist wissenschaftlich erwiesen, vernebeln einem den Verstand. Aber eigentlich möchte man sich sofort ausziehen. Dieses gemütliche Beisammensitzen, trinken und reden, das kennt man ja sonst nur von Stammtischen.
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Ihre erste Begegnung mit Still-Extremismus hatte Susanne Frömel, als sie beschloss, ihren Sohn abzustillen, um eine kurze Recherchereise anzutreten. "Wie alt ist er denn? Erst zehn Monate? Der Arme! Na, dann spar schon mal für die Psychotherapie", so der Kommentar einer Mutter auf dem Spielplatz. Nichts geschieht mehr beiläufig, über jede Entscheidung wacht heute eine Schwadron hyperaufgeklärter Mütter. Für Frauen, die Probleme beim Stillen haben, sind die Stillberaterinnen der La Leche Liga trotzdem eine gute Anlaufstelle.
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12 Uhr 14
Die Autorin schreibt, man müsse aufpassen mit Begriffen wie ?Still-Nazi?. Das ist keine Distanzierung von dieser Wortwahl. Und als Nachkomme von Nazi-Opfern fühle ich mich da doppelt verhöhnt. Stillende Mütter mit der die Nazizeit schamlos glorifizierenden Eva Hermann gleichzusetzen finde ich nicht nur stark überzogen, sondern beleidigend.
Infam finde ich auch das Zitieren eines Foren-Beitrags und die Nennung des richtigen Namen des Jungen. Das ist für mich eine Verletzung der Persönlichkeitsrechte. Der Kommentar zeugt von Nicht-Respekt.
Genauso wie das vorgetragene und kommentierte Unverständnis des Wunsches nach Anonymität. Jeder Journalist gewährt diese Möglichkeit, wenn es um etwas Intimes geht. Stillen ist zwar nichts Sexuelles (auch wenn das so manche/r denkt), aber intim ist diese besondere Form der Mutter-Kind-Beziehung auf jeden Fall. Traurig, dass die Autorin das wohl nie so erlebt hat. Abzustillen ist ihr gutes Recht, genauso wie ich (hoffentlich) weiter stillen ?darf? ohne als Faschist bezeichnet zu werden.
Von der SZ hätte ich mir ? auch in einer Glosse ? mehr Recherche und weniger subjektive Emotionalität der Autorin erwartet. Kein Wunder, dass es als unnatürlich in unserer Gesellschaft gilt länger als 6 Monate zu stillen. Überhaupt ist das Argument ?Natur? in Deutschland nicht modern. Da hilft es auch nichts, dass ich eine emanzipierte Freiberuflerin bin. Denn ich opfere mich ja auf für ein Kind, das mit Flaschennahrung genauso gut aufwachsen würde. Zum einen empfinde ich mich nicht als Übermutter, die 24 h am Tag für das Kind verfügbar sein muss, sondern als Mutter, die ihre Aufgaben gerne übernimmt. Und Flaschennahrung ist nicht genauso gut wie Muttermilch. Natürlich wird ein Kind groß werden, ohne Schaden zu nehmen. Aber die Immunanteile der Muttermilch enthält keine Pulvermilch. Das hat z.B. die Auswirkung das Mittelohrentzündungen bei Flaschenkindern doppelt so oft vorkommen als bei Stillkindern. Klar, stillen hat keine Vorteile, aber Ersatzmilch hat Nachteile. Die Konsequenzen aus dieser Information müssen die Eltern ziehen.
Es ist toll, dass das Überleben von nicht gestillten Kindern nicht mehr an den finanziellen Möglichkeiten der Eltern liegt. Aber es ist schade, dass die Werbeindustrie immer mehr Eltern suggeriert, dass ihr Kind weniger Blähungen hätte wenn es nur diese bestimmte Flaschennahrung gefüttert bekäme. Artikel wie dieser unterstützen da eher das Nicht-Stillen von Geburt an als zur Reflektion der eigene Bedürfnisse der Eltern und der Kinder zu motivieren.
13 Uhr 47
War das nun eigentlich ein Pro oder Contra-Artikel? Pro klang´s nun nicht gerade, aber kontra wäre so seltsam, hat die Autorin doch ihre eigenen Erfahrungen machen dürfen und ihr Kind auch nicht bei erstbester (gesellschaftlich als "Sollbruchstelle" vorgegebener) Gelegenheit abgestillt...
11 Uhr 11
Ich habe gelesen, dass es sich bei dem Artikel um eine Glosse handeln soll. Sollte sie dann beim Lesen nicht als solche erkennbar sein? Durch humoristischen Unterton zum Beispiel?
Ich kann keinen Humor erkennen, auch keine satirische Überzeichnung, sondern nur Hetze und Beleidigung.
Es tut mir leid, dass die Autorin auf dem Spielplatz so unangemessene und beleidigende Kommentare zu hören bekommen hat. Sowas würde ich mir nie erlauben, sondern ich bewundere eher, dass sie anscheinend trotz Berufstätigkeit so lange gestillt hat.
Allerdings hätte ich gerne den Artikel gelesen, der vielleicht entstanden wäre, wenn die ander Mutter den (statistisch gesehen viel wahrscheinlicheren) Spruch "Was, Du stillst dein 10 Monate altes Baby immer noch? Den kriegst Du doch nie vom Rockzipfel! Dann spar schon mal für seine Therapie!" abgelassen hätte.
In der Realität ist es eher wahrscheinlich, nach dem sechsten Monat dafür angegangen zu werden, dass man "immer noch" stillt, als für die Entscheidung, gar nicht zu stillen. Außerdem ist die Stillberatung in vielen Kliniken immer noch so schlecht, dass dies oft der Grund für zu frühes Abstillen ist. Und genau aus diesem Grunde existiert die LLL.
Um das Bewusstsein dafür, dass Stillen eine gute Sache ist, in der Gesellschaft zu stärken, und um Frauen, die Stillen WOLLEN, dabei zu unterstützen.
Und genau das finde ich an diesem Artikel problematisch:
Im Grunde wird das Stillen an sich als komisch, als Modeerscheinung dargestellt, und stillende Mütter als Extremistinnen.
Ich fühle mich von Begriffen wie "Stillnazi" getroffen, mal davon abgesehen wie inhaltlich falsch sie sind. Und wer will schon ein Stillnazi sein. Dann doch lieber gleich die Flasche geben. Ist es das, was die Autorin will? Dass mehr Frauen lieber gleich die Nahrungsindustrie fördern?
Wer verhält sich hier mafiös?
17 Uhr 13
Die Redaktion des SZ-Magazins muß sich fragen, was sie bewog, der Autorin ihr Hass- und Verteufelungs-Vokabular durchgehen zu lassen und auf welchen Anzeigenkunden aus dem Kreise der Milchpulver-Hersteller sie dabei Rücksicht nahm. Sie muß sich fragen, ob sie sich nicht in eine perception management Kampagen der Milchpulver-Herstelle "einbetten" und für deren teiwese kriminellen Profitinteressen (China 2008, Nestlé´70er) instrumentalisieren ließ. Sie muß sich fragen, ob sie der eigentlich renomierten SZ mit solchen Artikeln auf oder unter BlLD-Zeitungs-Niveau nicht erheblich schadet.
19 Uhr 48
den Artikel „Der Nippel der Welt“ von Susanne Frömel empfand ich, als La Leche Liga-Stillberaterin, sehr befremdlich. Vorurteile, Abwertung, Ironie und schlechte Recherche bestimmen den Artikel von der ersten bis zu letzten Zeile. Die Autorin gehört offensichtlich nicht zu den selbstbewussten Müttern, die ihre Kinder nach ihren Vorstellungen erziehen und stillen, sonst müsste sie sich nicht derart über ebendiese echauffieren.
Der abwertende Stil, der bei jedem Beispiel einer stillenden Frau deutlich spürbar ist, lässt bei Frau Frömel überdies auf eine sehr verurteilende Sichtweise anderer Mütter schließen.
Die Stillberaterinnen der La Leche Liga als Stillmafia-Frauen, Still-Faschistinnen oder gar Still-Nazis zu titulieren ist einfach nur unverschämt.
Wir sind ein gemeinnütziger Verein, der sich für die „Förderung der Bindung von Müttern, die ihre Kinder stillen wollen“ einsetzt. Wir unterstützen jährlich tausende Mütter, telefonisch, per Email und in Stilltreffen, ihre Babys entsprechend ihren Vorstellungen zu betreuen und zu stillen. Selbstverständlich wird der individuelle Weg, den die Mutter gehen möchte, immer akzeptiert.
Das mindeste was angebracht wäre, ist eine Richtigstellung des Artikels in folgenden Punkten:
- Die LLL enthält sich jeglicher Meinung gegenüber Frau Eva Hermann. Ihr Buch ist auch nicht auf der LLL-Seite vorgestellt.
- Der indirekte Vorwurf im Artikel die LLL würde rechtzeitige Einführung von Beikost nicht empfehlen und die Mütter zwanghaft zum Langzeitstillen drängen ist eine verzerrte Wahrnehmung von Frau Frömel. Wir empfehlen, gemäß den Richtlinien der WHO, 6 Monate ausschließlich und dann bis zwei Jahre und darüber hinaus, zu stillen. Diese Empfehlung gilt überall auf der Welt.
- Auch gibt es weit mehr Laktationsberaterinnen als ehrenamtliche Beraterinnen. Nämlich deutschlandweit mehr als 4 mal so viele.
- Der Ablauf eines Stilltreffens der dargestellt wird erinnert wohl eher an eine Gruppentherapie als an ein Stilltreffen der LLL.
- Die zahlreichen Studien, welche die Vorteile des Stillens beweisen, einfach als unwahr abzustempeln grenzt an Dreistigkeit. Vielen Dank für die Gratiswerbung für Nestlé und Co!
- Die Arbeit der LLL hat einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet, dass Stillen heute wieder so populär ist und jede Frau Zugang zu Stillwissen hat. Für eine ratsuchende Frau ist Stillen keineswegs nur eine Thematik die sich um „zwei tropfende Brüste“ dreht.
Es tut mir um jede Frau leid, deren Stillbeziehung oder das Stillende nicht so verlaufen ist, wie gewünscht. Allerdings muss es ein anderes Ventil geben, als sich auf Kosten eines gemeinnützigen Vereins dieses Frustes zu entledigen.
Etwas witziges hatte der Artikel allerdings dennoch: Die Frau auf dem Bild, die offensichtlich freischwebend (!) Zwillinge stillt. Solche Tipps und Tricks haben nicht mal wir La Leche Liga-Stillberaterinnen drauf!
00 Uhr 53
06 Uhr 36
Kälber trinken Kuhmilch, Lämmer Schafsmilch usw. Wieso sollen Menschenbabys keine Frauenmilch bekommen? Wir Frauen sollten für die faszinierende Fähigkeit unseres Körpers dankbar sein, der uns die Möglichkeit bietet, unsere Kinder mit der selbst produzierten Milch zu ernähren. Dankbar sollten wir auch sein, dass wir ebenso ruhig schlafen können, wenn wir aus welchem Grunde auch immer dem Kind NICHT unsere Milch geben (können), weil es trotzdem ernährt werden kann und wir um das Überleben nicht fürchten müssen - so wie Generationen um Generationen anderer (Menschen- und Tier-)Mütter, die ihre Kinder nicht stillen konnten!
Das große Problem scheint zu sein, dass wir, im Gegensatz zu allen anderen Generationen vor uns, die Qual der Wahl haben. Noch unsere Müttergeneration wurde z.T. ungefragt abgestillt, Generationen davor hatten noch weniger die Wahl, weil diesen wiederum keine Flaschennahrung zur Verfügung stand... Sich nach einer unglaublichen körperlichen, nie zuvor gekannten Leistung - der Geburt - direkt der nächsten zu widmen, dem Stillen, das wirft die Frau (von heute, die Berufstätige, die Gebildete, den Kopfmenschen) aus der Bahn! Aber die weder die Flaschenernährung noch das Stillen bieten Allheilmittel für alle Ängste, Unsicherheiten und Wagnisse, die mit der Entscheidung für eigene Kinder einhergehen! Frauen auf beiden Seiten, die solches behaupten, kann ich nicht trauen. Stundenlanges Stillen bis einem der Rücken durchbricht, weil das Kind an die Brust will, ist genauso erschöpfend, wie das ewige Theater um die Flasche, die kaum schnell genug zubereitet werden kann, wenn das Kind Hunger hat und das schlechte Gewissen, weil man seinem Kind quasi eine "Tütensuppe" zu essen gibt.
Liebe Frauen beider Lager, Pragmatismus und Toleranz ist angesagt!
Wieso lösen sich diese beiden wichtigen Werte, die überall im Leben zählen, gerade beim Mutter-(und Eltern-)dasein in der Diskussion immer so auf?
23 Uhr 23
@Fritz Hirsch
Kommentar ist überflüssig und am Thema vorbei. Stillen hat nichts mit der Optimierung zu tun sondern ist einfach das natürlichste der Welt. Wieso in die Ferne schweifen, wenn das Ursprüngliche der Natur so nah ist. Stillen hält Frauen nicht ab weiter die Karriere zu fördern. Ignorante Menschen und Firmen halten Frauen ab.
23 Uhr 23
Der Neologismus der Autorin ist ein Schlag ins Gesicht der Geschichte.
Ein paar intolerante, stillende Mütter (die es zugegebenermaßen sicher manchmal etwas übertreiben) mit staatlich organisierten Genoziden und millionenfachem institutionalisiertem Morden auf eine Stufe zu stellen finde ich echt eine unglaubliche Frechheit. Mut? Wohl kaum, denn dann hätte die Autorin ja ihren Artikel vor der Präsentation in der Gruppe vorstellen können: Persönlich.
Sie hätte es einleiten können mit: "Mädels, wenn Ihr mich nicht euere Namen nennen lasst, dann bezeichne ich euch als Still-Faschisten. So, das habt ihr jetzt davon!"
Ich kenne zu wenige Journalisten, um mir ein Generalurteil zu erlauben, aber ich bin froh, einer anderen Profession zugehörig zu sein. Das ist für mich ein klarer Fall von Fremdschämen... Wie kann man sich nur so im Ton vergreifen, so beleidigend und unsachlich werden? Ich kann mich nicht einmal erinnern in der Zeitung mit den großen BILDern derartige Entgleisungen vorgefunden zu haben... Aber Julius Streicher hätte Frau Frömel sicherlich gerne beschäftigt.
Es tut mir leid für alle stillenden Mütter, die sich nun fragen, ob sie es verdient haben, mit Massenmördern verglichen zu werden.
Allerdings war der Artikel für mich dennoch sehr lehrreich:
Ich lernte, dass die Anzahl der Fotoillustrationen nicht umgekehrt proportional zu Qualität und Geistesleistung sind.
22 Uhr 46
Was hier geschieht, ist jedoch weit mehr als das. Der Artikel differenziert keineswegs, und wenn doch, nur unzureichend, zwischen Frauen, die im Stillen eine Ideologie sehen, und solchen, die aus ganz anderen Gründen lange und gerne stillen. Auch ich "oute" mich als Langzeitstillende und trage erstaunlicherweise keine Öko-Klamotten, sondern kleide mich modern, ich bin freiberufliche Journalistin und arbeiten ist mir wichtig.
Dass Frau Frömel mit den negativen Reaktionen auf ihr Abstillen nicht souverän umgehen konnte, ist traurig, rechtfertigt aber nicht eine solch diffamierende, aus meiner Sicht äußerst bedenkliche Hetze gegen stillende Frauen und das Stillen an sich. Eine Schande für den gloaubwürdigen, fairen Journalismus. Selbst von einer humorvoll gemeinten Glosse erwarte ich mehr Respekt gegenüber Andersdenkenden und -handelnden.