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aus Heft 09/2010 Fernsehen 7 Kommentare

Streber in Not

Seite 4

Von Max Fellmann und Rainer Stadler  Fotos: Albrecht Fuchs


Und wie wird es nun enden, mit Sat 1?

 Helmut Thoma sagt: »Am besten wäre, er würde jetzt eine Zeit lang aussetzen. Und sich überlegen, wie es weitergehen soll.« In der Fernsehbranche gibt es allerdings auch ein Motto, das lautet: »Wir senden, bis es euch gefällt.« Gerade Talksendungen benötigten manchmal bis zu einem Jahr, ehe sie sich etabliert hätten, heißt es. Kerner selbst sagt, er habe so ein Tal schon einmal durchschritten, als er vor gut zwölf Jahren von Sat 1 zum ZDF wechselte und die Quoten erst mal in den Keller rauschten. Verglichen damit sei seine heutige Situation nicht weiter beunruhigend.
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Vor der breiten Fensterfront seines Büros stehen Bilder, Erinnerungsfotos, Kerner auf der Chinesischen Mauer, ein Foto vom Mauerfall. Im Regal die dicken Gästebücher seiner Sendung, Zeugnisse besserer Zeiten. Daneben eine Riesenausgabe der Bibel. Vielleicht wird ja wirklich alles besser, wenn Kerner einfach nur lang genug daran glaubt.

Kommentare

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Kommentar:

  • Stephan Straube (1) Stephan Straube
    Die Lektüre des Artikels habe ich nach der ersten Seite abgebrochen. Von Leuten, die nicht wissen, dass es in Hamburg keine amerikanische Botschaft gibt und dass "das Zeitliche segnen" ein Synonym für sterben ist anstatt für einschlafen, kann man wohl nichts Vernünftiges erwarten. Bringen Sie bitte den Schreibern Ihrer Artikel erst einmal ein bisschen Allgemeinbildung und Grundkenntnisse der deutschen Sprache bei. Ein Niveau, welches in keinem Verhältnis zu Ihrem Anspruch steht. Die Herren sollten besser bei der Bild Zeitung unter kriechen.
  • jan bevurdi (0) Ja, hab mich auch gewundert, warum nicht ein einziges Mal die Quoten wenigstens erwähnt werden. Also die Zahlen. Und warum nochmal muss ein Satz anfangen mit: "Er sagt nicht..."? Haben ihn die Journalisten nicht gefragt? Das ganze verrät im Grunde mehr über die Einstellung der Porträtschreiber als über den Porträtierten. Traurig.
  • Oskar Rumpfmöller (0) Der Verfall des SZ-Magazins geht mit diesem Artikel weiter. Man muss Kerner nicht mögen, nach dem Lesen dieses Artikels möchte man ihn aber direkt in Schutz nehmen. Die Art und Weise, wie Sie hier über diesen Moderator herziehen, reicht vielleicht für eine Schülerzeitung, deren Redakteure aus Prinzip schon gegen etablierte Medien anschreiben. Mit Journalismus hat das aber nichts zu tun. Die Fülle an Fehlern, die die SZ in ihrer Samstagsausgabe sogar zu einer Korrektur veranlassten, macht die Sache noch ärgerlicher.
  • walter koppe (0) Die Widersprüchlichkeit bzw. Beliebigkeit bei Kerner ist mir zum ersten Mal als Beschäftigter beim Bodenverkehrsdienst eines Flughafens so richtig aufgefallen. Damals warb Kerner groß "Klasse Service mit Herz - ganz Deutschland und Europa - für nur 29 Euro". In dieser zeit wurde am Airport immer mehr tarifvertraglich Beschäftigtes personal durch Billiglohn-Leiharbeiter verdrängt - ich selbst war schliesslich direkt Betroffener.
    Der einzige Gewinner an derlei Werbung war dann wohl der ohnehin Best-Verdiener Kerner, der auf Kosten der Billiglohn-Beschäftigten noch einmal eine satte Geldbeträge erhielt.
    Das Schärfste war dann, als Kerner wenige Wochen später das Thema Billiglohn und Leiharbeit in seiner Sendung mit Geisler & Co. diskutieren liess, und dabei ziemlich Betroffen tat - ich weis bis heute nicht ob aus Unwissenheit und Dummheit. Immerhin hatte ich meine eigene Geschichte danach u.a. ans ZDF weitergegeben, und wenig später war er dann draussen. Weitere Monate später hatte gab es bei der ARD-Sendung Panorama eine Reportage zum Thema Billiglohn, die Horst Seehofer (dem Hausherren für Billiglohn) in Erklärungsnot brachte, siehe www.mucarbeiter.de
  • Werner Mantel (1) Mir geht´s wie Herrn Kroll (s.o.): Ich bin kein "Kerner-Gucker", aber mehr Nivaeu als seine Kritiker, die Botschaft und Konsulat verwechseln, dürfte er haben.
  • Karl Kroll (0) Ich mag Kerner nicht, aber ich sehe ihn mir auch nicht an - muss man ja nicht unbedingt. Aber was die Herren Max Fellmann und Rainer Stadler uns hier als Journalismus verkaufen wollen, befindet sich auf dem Niveau der Bild und sonstiger windiger Blätter. Ich möchte das nicht weiter kommentieren, es würde diesen Rahmen sprengen. Ich verfolge mit mildem Schrecken den Abstieg eines Blattes, das ich einmal mit Genuss gelesen habe.
  • Marcel Hollenstein (1) super titelbild. schenken sie herrn kerner einen eintritt zu maria lassnig- ausstellung in muenchen. oder wenn er nicht kann, ein bildband von francis bacon. vielen dank.