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aus Heft 11/2011 Ein Interview ohne Worte 3 Kommentare

Sagen Sie jetzt nichts, Lira Bajramaj

Ein Interview, in dem die Fußballspielerin nichts sagt und doch alles verrät: über Boxernasen, Beinmuskeln und die weibliche Seite ihres Sports.

Fotos: Alfred Steffen

Name: Fatmire »Lira« Bajramaj 
Geboren: 1. April 1988 in Gjurakovc, Kosovo 
Beruf: Fußballspielerin 
Ausbildung: Steuerfachangestellte (Lehre abgebrochen) 
Status: Zehnerin

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So gesehen ist uns nicht ganz klar, warum Männer Frauenfußball immer noch nicht richtig attraktiv finden: Die Pässe kommen längst genauso schnell wie die von Timostschuk oder Pranjic, mitunter sind sie überraschender - und Bändchen im Haar tragen inzwischen sowieso alle. Es muss was mit Tradition und Sturheit zu tun haben, irgendwas typisch Männliches auf jeden Fall. Egal. In wenigen Wochen sorgt die Frauenfußball-WM in Deutschland hoffentlich dafür, dass nicht mehr über Öko-Benzin diskutiert wird. In unserer Mannschaft ist Lira Bajramaj so was wie der Bastian Schweinsteiger, mit dem Unterschied, dass sie weniger verdient, aber ein aufregenderes Leben hatte: Mit vier lebt sie - nach ihrer Flucht aus dem Kosovo - in einem Asylbewerberheim in Remscheid. Die Eltern wollen, dass sie Schauspielerin oder Tänzerin wird, aber Lira will Fußball spielen und tritt in den VfL Giesenkirchen ein. Mit 19 ist sie Weltmeisterin, mit 21 veröffentlicht sie ihre Autobiografie: Mein Tor ins Leben, in zwei Wochen wird sie 23 - eigentlich Zeit, dass mal wieder was passiert.

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Kommentare

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  • Iris Manner (0) Es ist schon was passiert: LIra Bajramaj engagiert sich als Botschafterin für das Kinderhilfswerk World Vision, um auch Kindern aus sehr schwierigen Lebensumständen einen Aufstieg zu ermöglichen. Sie hat nicht vergessen, dass sie selbst viel Unterstützung erfahren hat, nachdem sie als Flüchtling nach Deutschland kam. Zu ihrer Begegnung mit Patenkind Amina in Tansania gibt es einen schönen Film und Fotos auf www.worldvision.de
  • berti russel (0) Wunderschoen, wie hier ein Fussballerin in lasziver Pose zu ihrer "Weiblichkeit" befragt wird, waehrend hueben James Franco sein Halbwissen ueber Literatur zum besten geben darf.
    Und naechste Woche gibts dann wieder "Maedelsrunde" mit Beta und Zeta, bei dem sich selbstverstaendlich 80% des Gespraechsinhalts um Maenner drehen, weil "so sind wir "Maedels" nunmal" *zwinker* *kicher*
  • marc hartz (0) 1okampf auf malle! jo!