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aus Heft 40/2007 Design & Wohnen

Marmor, Stein und Eisen nicht

Seite 3


Rindentuch

Macht man die Welt ein bisschen besser, wenn man Möbel und Kleider aus Feigenbaumrinde kauft?
Auf jeden Fall handelt der Konsument verantwortungsvoll. Die Rinde des Mutuba-Feigenbaums aus Uganda ist ein regenerativer Rohstoff, der ohne Pestizide angebaut wird und von sich aus kompostierbar ist. Außerdem unterstützt der Kunde »Bark Cloth« die einheimische Bevölkerung seit 1999 bei der Herstellung des sogenannten Rindentuchs. Es entsteht in traditioneller, mühevoller Handarbeit. Etwa 700 Bauernfamilien können heute davon leben.
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Sieht das denn gut aus, hundert Prozent Feigenrinde am Körper zu tragen oder als Laminat ins Wohnzimmer zu legen?
Rindentuch ist zwar das archaischste Textil der Welt, aber deswegen doch nicht weniger schön. Gerade Königinnen und Prinzessinnen in Ostafrika haben sich in Feigenrinde gekleidet. Ein uralter Mythos besagt nämlich, dass der von den Göttern geschaffene Mensch von einem Feigenbaum auf die Erde kletterte.
Anne Farken ist Diplom-Designerin und Expertin für ökologische
Produkte.


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