aus Heft 30/2011 Politik 7 Kommentare
Ende einer Dienstreise
Seite 5: »Ich werde mein Parteibuch mit ins Grab nehmen«
Von Alexandros Stefanidis Fotos: Paul KranzlerSpätnachts in einem Dresdner Restaurant sieht Sarrazin etwas mitgenommen aus. Er bestreitet alle seine Auftritte mit Disziplin, aber sie kosten Kraft. Reden halten kostet Kraft. Tausende Autogramme schreiben kostet Kraft. Interviews geben kostet Kraft. Sich ständig rechtfertigen kostet Kraft. Er fragt zum ersten Mal den Reporter, wie der die Veranstaltung fand. Er hatte die Menge unter Kontrolle. Bis auf das koreanische Mädchen. »Ja«, sagt er. »Ich weiß auch nicht, was sie von mir wollte.«
Vielleicht hat ihn sein sturer, verbissener Kampf um Anerkennung in den vergangenen Monaten blind gemacht. Vielleicht ist das aber auch nur ein weiterer Charakterzug Sarrazins: Er will, dass die Leute ihn verstehen. Aber gleichzeitig versteht er die Leute nicht, die seine Thesen fürchten, weil er darin fordert, dass sie sich anpassen, ihre eigene Kultur aufgeben sollen. »Wie kann man etwas fürchten, was nur von Vorteil für uns alle sein kann?«, fragt er. Die Frage aber, wie sich ein Türke fühlt, der in der Bevölkerung als unproduktiv, dumm und Hartz-IV-abhängig gilt, stellt er sich nicht. »Gut, ich bin manchmal etwas provokant, aber wer hier lebt und die deutsche Staatsbürgerschaft anstrebt, muss auch die deutschen Sitten und Gebräuche annehmen. Das wollen die Türken und Araber aber nicht alle. Ich gehe manchmal die Straße entlang und sehe Frauen im Hochsommer in dicke Mäntel gehüllt und mit Kopftüchern. Dagegen habe ich schon eine gewisse Aggression entwickelt, das stößt mich ab.«
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Ende Februar rutscht Deutschland schafft sich ab nach 21 Wochen in Folge zum ersten Mal von Platz eins der Bestsellerliste. »Das war’s«, sagt Sarrazin, »jetzt geht es nur noch bergab.« Aber er hat noch einmal einen großen Auftritt. Vor der Jury des SPD-Ausschlussverfahrens erringt er Mitte April einen klaren Sieg. Andrea Nahles und die SPD knicken schon ein, bevor das Verfahren überhaupt begonnen hat. Sarrazin triumphiert. »Ich werde mein Parteibuch mit ins Grab nehmen«, sagt er. »Ich bin kein Rassist. Wer das behauptet, ist dumm.«
Die Debatte um seine Thesen rückt in den kommenden Monaten tatsächlich in den Hintergrund, andere Themen bestimmen nun die tagespolitische Agenda: Griechenlandkrise, Arabische Revolution, Eurokrise, Atomausstieg.
Ende Juni in Deggendorf sagt eine Frau nach seinem Vortrag zu ihm: »Lieber Herr Sarrazin, machen Sie weiter, lassen Sie sich ja nicht unterkriegen!« Sarrazin nickt freundlich und dankbar. Aber er weiß, er kann nicht ewig Vorträge zu Deutschland schafft sich ab halten, seine Zahlen und Statistiken sind bereits von neuen aktuellen Zahlen und Statistiken ersetzt worden. Auf die Frage, ob er vielleicht ein neues Buch im Kopf habe oder den nächsten Tabubruch plane, antwortet Sarrazin: »Nein. Ich werde jetzt erst mal mein Golf-Handicap verbessern.« Er lächelt. Zum ersten Mal.
- Seite 1: Ende einer Dienstreise
- Seite 2: Sarrazin will kein Goebbels sein
- Seite 3: Die Motivation der Provokation
- Seite 4: Nicht mehr nur der Mann hinter den Kulissen
- Seite 5: »Ich werde mein Parteibuch mit ins Grab nehmen«
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17 Uhr 32
http://myshortbiography.blogspot.com/
LEARN TRUTH ABOUT UNITED NATIONS, AMNESTY INTERNATIONAL AS WELL AS NEW WORLD ORDER(MULTICULTURALISM = TERRORISM) GOVERNMENTS(Equal Employment Opportunity Commission) !!! NOT THERE TO PROTECT YOUR RIGHTS, BUT TO DENY YOUR RIGHT TO EXISTENCE !!!
ABDUCTIONS / FORCED BRAIN CHIP IMPLANTS / BLACKLISTING / FORCEFUL UNEMPLOYMENT / MK-ULTRA BRAINWASHING AGAINST WHITE(under "NAZI" lie) CIVILIAN POPULATION TODAY IN 2011/2012 ACROSS THE EUROPE AND NORTHERN AMERICA !!!
http://myshortbiography.blogspot.com/
WHY TO ACCEPT LIABILITIES FOR CRIMES COMMITTED WHEN WE CAN SIMPLY ASSASSINATE OUR VICTIMS(YOU) THANKS TO HUMAN RIGHTS ORGANIZATIONS AND FREE PRESS/MEDIA(most severe censorship of genocide ever !!!)!!
Related to WHITES AREN?T WELCOME IN AMERICA ANY LONGER !!! http://www.youtube.com/user/BostjanAvsec
08 Uhr 17
Mit dem Echo auf sein Buch ist klar geworden, wie tief Ausländerfeindlichkeit in diesem Lande verwurzelt ist, wie gespalten unsere Gesellschaft ist.
Und vor allem, wie wenig nötig ist, um diese Feindlichkeit aus dem Verborgenen hervorzuholen.
Isa Bernd nannte sie die ewig Gestrigen. Das ist weit gefehlt, es sind die Heutigen, die solche Sorgen machen. Es ist eine Generation, die in einer doch so weltoffenen Gesellschaft aufgewachsen ist und gebildet worden sein soll.
Ist das Ganze dann nicht auch ein Spiegelbild dieser Bildung?
Unterm Strich: Sarrazin hat das Publikum, das er verdient, auch jenen, die enttäuscht sind, wenn er ihre hochgeschraubten Erwartungen nicht erfüllt, weil er dann doch nicht so deutlich, wie erwartet, wird.
Sein Buch jedenfalls war kein Schritt nach vorn auf dem Weg zu mehr Integration.
14 Uhr 21
14 Uhr 11
PS. Herr Meiser, Sie sollten sich schämen!
22 Uhr 18
Bevor er sein nächstes Buch schreibt, sollte er sich auf eine norwegische Insel zurückziehen und den Rat der Musikstudentin befolgen und gründlich darüber nachdenken, was er anrichtet.