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aus Heft 48/2011 Ein Interview ohne Worte

Sagen Sie jetzt nichts, David Garrett

Fotos: Alfred Steffen

Ein Interview, in dem der Geiger nichts sagt und doch alles verrät: über seinen alten Job als Bibliothekar, Rihanna und den Körperkontakt mit seinen Fans.

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Name:
David Garrett
Geboren: 4. September 1980 in Aachen
Beruf: Geiger
Ausbildung: Abitur, Juilliard School in New York
Status: Rock me, Amadeus

Er sieht aus wie Kurt Cobain mit gewaschenen Haaren, ist fast so erfolgreich, aber mit Sicherheit weniger verzweifelt. Nein, David Garrett scheint nicht darunter zu leiden, dass die Hallen voll sind, wenn er auf der Bühne steht. Was also soll man sagen zu diesem jungen Mann, den Feuilletonisten oft schlechtschreiben oder ignorieren, weil er neben Bach auch den Hummelflug von Rimski-Korsakow in Weltrekordzeit oder Thunderstruck von AC/DC auf der Geige spielt? Vielleicht, dass er mit seinem Talent machen kann, was er will? Vielleicht, dass auch manche Feuilletonisten besser Steuerberater geworden wären? Yehudi Menuhin jedenfalls hielt ihn für den »größten Violinisten seiner Generation«, und das ist ungefähr so, als würde Franz Beckenbauer einen neuen Beckenbauer ausrufen. Garretts aktuelles Album Legacy, übrigens eine reine Klassikaufnahme, ist auf Anhieb auf Platz sechs in die Charts eingestiegen. Beethoven zwischen Coldplay und U2 – das immerhin hat er geschafft.



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