aus Heft 44/2012 Gesellschaft/Leben 73 Kommentare
Sein Wille geschehe
Am Anfang war es ein Streit, wie er in vielen Familien vorkommen kann. Doch dann begann ein Kampf, in dessen Verlauf eine Familie zerstört, das Leben der Mutter zum Albtraum und das Wohl des Kindes geopfert wurde. Deutsche Justiz- und Sozialbehörden hätten das verhindern können.
Von Rainer Stadler Bilder: Daniel Heidkamp
Schon vor Erscheinen dieses Artikels gab es juristische Auseinandersetzungen zwischen einem Protagonisten des beschriebenen Gerichtsstreits und dem »SZ-Magazin«. Im Kern ging es dabei um Persönlichkeitsrechte, insbesondere um die Rechte eines minderjährigen Jungen. Um diese zu wahren, wurden Namen, Wohnort und Berufe der wichtigsten Beteiligten sowie wesentliche Daten unkenntlich gemacht. Das ändert nichts an der dunklen Wahrheit dieser Reportage, die einen haarsträubenden Fall dokumentiert und zugleich zeigt, wie dramatisch ein Apparat aus Justiz und Jugendbehörden unter bestimmten Umständen aus dem Ruder laufen kann – ein Apparat, der Jahr für Jahr über das Schicksal Hunderttausender Menschen in Deutschland entscheidet.
Der Tag, an dem Angela Schmelzer alles verliert, was ihr im Leben wichtig war, beginnt mit Sonnenschein und einem ausgedehnten Frühstück. Wie immer hat sie ihren Sohn Matthias, 9, um halb acht zur Schule gefahren, nun sitzt sie mit ihrer Mutter in der Küche. Vier Wochen zuvor hatte die Familie einen Todesfall zu verkraften, Angela Schmelzers Vater war an einem Herzinfarkt gestorben. Die Trauer über den Verlust mischt sich an diesem Morgen mit Vorfreude: Es ist der 25. März 2010, in wenigen Tagen wollen Matthias, seine Mutter und seine Oma gemeinsam zum Neusiedler See in Österreich reisen, die Zimmer sind seit Langem gebucht. Gegen zehn Uhr klingelt es.
Zwei Frauen und ein Mann stehen am Gartentor. Als Angela Schmelzer die Haustür öffnet, geben sie sich als Polizisten zu erkennen. Sie tragen keine Uniform und sind im Zivilfahrzeug am Haus der Schmelzers vorgefahren, das die Familie vor zehn Jahren gekauft hat; ein Einfamilienhaus mit Garten in Süddeutschland. Die Besucher sind gekommen, um Angela Schmelzer zu verhaften. Sie wird dringend verdächtigt, ihren Sohn Matthias massiv sexuell missbraucht zu haben. Ihren Pass und etwas Geld darf sie noch aus dem Haus holen, dann wird sie zum Polizeirevier transportiert.
Am Abend verliest ihr ein Richter den Haftbefehl: Sie habe zwischen November 2003 und November 2004 »zu wenigstens 165 Gelegenheiten ähnliche Handlungen wie Manipulationen am Glied« von Matthias vorgenommen. Von Oktober 2003 bis zum 31. Dezember 2006 habe sie »zu wenigstens 700 Gelegenheiten eine Hand ihres Sohnes unter ihr T-Shirt« geführt und ihn veranlasst, »an ihrer Brust zu massieren«. Die Beschuldigte habe eine hohe Haftstrafe zu erwarten, deshalb bestehe die Gefahr, dass sie sich ins Ausland absetzen könnte.
Angela Schmelzer bestreitet alle Vorwürfe. Aber die ermittelnde Staatsanwältin und das zuständige Landgericht München scheinen bereits zu diesem Zeitpunkt, anderthalb Jahre vor der Hauptverhandlung, entschlossen zu sein, sich über die vielen Widersprüche und Merkwürdigkeiten in dem Fall hinwegzusetzen und die Frau mit aller Härte des Gesetzes zu bestrafen. Für Angela Schmelzer beginnt ein Albtraum, der bis heute nicht enden will. Je mehr sie sich gegen ihren Untergang wehrt, umso näher wird sie von einer übermächtigen Allianz aus Justiz und Jugendbehörden an den Abgrund gedrängt. Dabei arbeiten die Behörden in dem Fall äußerst unsauber und einseitig. Vor allem erkennen sie bis heute nicht, dass sie im Grunde nur ausführen, was ein Beteiligter des Verfahrens vorgibt: Robert Schmelzer, der Mann, von dem sich die Beschuldigte ein Jahr vor ihrer Festnahme getrennt hat.
Angela Schmelzer wurde 1957 in einer schwäbischen Kleinstadt geboren, ihre Mutter war Hausfrau, der Vater Studiendirektor für Mathematik und Physik. Abiturnote: 1,6. Sie studierte Architektur, erhielt ein Hochbegabtenstipendium. Promotion: magna cum laude. Mit 33 habilitierte sie sich, arbeitete zunächst als Architektin in leitender Position, danach als Managerin in einem süddeutschen Fachbuchverlag. Zwischenzeitlich war sie Delegierte einer Landesarchitektenkammer. Auch privat fand sie ihr Glück: Mit 38 heiratete Angela Schmelzer, sechs Jahre später, im Mai 2001, kam ihr Sohn zur Welt. Doch das Fundament ihres Lebens ist nicht so stabil, wie es von außen erscheint, am Ostersonntag 2009 bekommt es sichtbare Risse.
Die Eltern von Angela Schmelzer sind damals zu Besuch und haben im Garten Ostereier versteckt. Matthias wühlt unter den Sträuchern und Hecken, die Familie geht hinterher und schaut zu. Auf einmal stößt Robert Schmelzer einen Schrei aus: Seine Frau sei auf seine Tulpen gestiegen. Er fängt an zu schimpfen, die Schwiegermutter schluchzt. Matthias, der seine Oma verteidigen will, nimmt sein Plastikschwert und köpft weitere Tulpen. Der Vater wird später zu Protokoll geben, seine Frau habe ihn daraufhin aus dem Haus geworfen. Seine Frau wird – ebenso wie die Großmutter – aussagen, ihr Mann sei tobend zur Garage gelaufen und mit seinem Audi A3 davongefahren. Sie wird auch erklären, die Ehekrise habe sich seit Langem abgezeichnet.
Nach der Geburt von Matthias reduzierte Angela Schmelzer ihr berufliches Pensum, um den Jungen großzuziehen. Ihr Mann vergrub sich immer tiefer in seine Arbeit, er ist Neurologe und besitzt eine Praxis. Freunde und Bekannte erlebten ihn als zunehmend gereizt, mürrisch und teilnahmslos, das Paar entfremdete sich voneinander. Angela Schmelzer sagt, sie habe lange gehofft, dass es sich nur um vorübergehende Launen handle. Aber in den letzten beiden Jahren vor der Trennung habe er wiederholt den Sohn Matthias drangsaliert, ihm mal im Auto einem Straßenatlas ins Gesicht geschlagen, mal zu Hause ein Stück Seife in den Mund gesteckt. Während eines seiner
Wutanfälle sei sogar der Schreibtisch von Matthias aus dem Fenster des ersten Stocks geflogen. Diese Vorfälle bestreitet der Vater heute, während sie vom Sohn bestätigt wurden. Nach dem Eklat am Ostersonntag, sagt Angela Schmelzer, habe sie die Notbremse gezogen und ihrem Mann zwei Koffer vor die Tür gestellt – in der Hoffnung, dass er zur Besinnung komme. Doch der Ehestreit eskaliert nun erst richtig.
Zwei Monate nach seinem Auszug schickt Robert Schmelzer einen Schriftsatz an das Amtsgericht: Es sei »dringend erforderlich«, dass der Sohn »von sofort an« bei ihm wohnt und von ihm betreut wird. Seit Ostern verweigere ihm seine Frau »jeden Kontakt mit dem Kind«. Tatsächlich hat er, wie aus den Gerichtsakten hervorgeht, Matthias kurz zuvor an seinem Geburtstag im Biergarten getroffen und ihm ein Geschenk mitgebracht. Weiter behauptet Robert Schmelzer, zwei frühere Haushälterinnen der Familie hätten ihm erzählt, dass seine Frau »massive sexuelle Handlungen« an Matthias vorgenommen habe, »indem sie das Kind animierte, an ihren Brüsten zu spielen, und indem sie erkennbar lustvoll das Geschlechtsteil des Kindes küsste«. Später im Prozess wird eine der genannten Zeuginnen bestreiten, Beobachtungen dieser Art gemacht zu haben.
Die andere Haushälterin, Erika Maierhuber, war von 2003 bis 2006 bei den Schmelzers beschäftigt. Sie hat sich weder in dieser Zeit noch danach über angebliche Missbrauchsfälle geäußert. Drei Jahre später wird sie von Robert Schmelzer angesprochen, der sich laut eigenen Angaben um seinen Sohn sorgt, weil ihn ein Lehrer als verhaltensauffälligen Schüler beschrieben habe. Wenige Tage nach dem Gespräch erklärt Erika Maierhuber in einer eidesstattlichen Versicherung beobachtet zu haben, wie Angela Schmelzer ihren Sohn Matthias sexuell missbrauchte. Später berichtet sie auch, dass Matthias nie allein gegessen habe, »obwohl er das konnte, er musste bei ihr auf dem Schoß sitzen und sie hat ihn gefüttert«. Dass es »weder Fleisch noch Gemüse, noch Kartoffeln, noch sonst irgendeine normale Ernährung« gab, »er hat eigentlich nur von Nudeln gelebt«. Dass Matthias nicht geduscht wurde, seine Haare stanken und »teilweise richtig verdreckt« waren. Dass er »mitten in der Küche auf den Boden gepieselt« und keinerlei soziales Verhalten gehabt habe, und auch keine Freunde. Schon hier drängt sich die Frage auf, warum sie damals nie eingeschritten ist, nie das Jugendamt oder die Polizei verständigt hat. Wenn sich wirklich alles so abspielte, wie sie es schildert, und sie dem Treiben wirklich über drei Jahre tatenlos zuschaute, hätte sie sich mindestens der unterlassenen Hilfeleistung schuldig gemacht. Auch auf Robert Schmelzer wirft die Aussage ein seltsames Licht: Die Haushälterin berichtet nicht nur von massivem sexuellen Missbrauch, sie zeichnet das Bild eines verwahrlosten, asozialen Jungen. Wie kann es sein, dass der Vater, Mediziner von Beruf, laut eigener Aussage davon nichts mitbekam?
Erstaunlicherweise konfrontiert Robert Schmelzer seine Frau auch nicht mit den Vorwürfen der Haushälterin und erstattet nicht selbst Anzeige. Das erledigt sein langjähriger Freund aus Studienzeiten, der in Baden-Württemberg ein Unternehmen betreibt. Auch er kann sich nun an einen Vorfall erinnern, »ca. 2004 oder 2005 in einem Outlet-Shop«, wie es in seiner Anzeige bei der Staatsanwaltschaft München I heißt. Angela Schmelzer habe sich »auf eine Sitzmöglichkeit in der Nähe der Umkleidekabine« gesetzt und »ihren Sohn zwischen den gespreizten Beinen für jedermann ersichtlich dazu animiert, unter ihrem T-Shirt ihre Brustwarzen zu massieren bzw. zu manipulieren, so dass diese abstanden«.
Die Staatsanwaltschaft nimmt die Ermittlungen auf. Robert Schmelzer reicht fleißig Schriftsätze ein, führt weitere Zeugen gegen seine Frau an: Von einem Paar, das seit Jahrzenten mit seiner Frau befreundet ist, habe er erfahren, dass Angela Schmelzer »nunmehr immer einen Notfallkoffer mit Kleidung und ausreichend Bargeld bereitliegen hat«, um mit dem Sohn zusammen ins Ausland zu fliehen. Diese Freunde hielten es angeblich sogar für möglich, dass die Mutter ihren Sohn und sich selbst töten werde. Denn Angela Schmelzer sei »so auf das Kind fixiert, dass sie zu allem fähig ist«, wenn sie befürchten müsse, dass Matthias ihr weggenommen werde. Diese Ansicht teilten auch die Kinderärztin und der Klassenlehrer von Matthias, schreibt jedenfalls Robert Schmelzer an das Gericht, beide befürchteten, »dass Schlimmes passieren könnte«. Das Kind sei »mittlerweile gänzlich isoliert«, das Haus verriegelt, alle Jalousien seien geschlossen. Matthias lebe »also im Dunkeln oder bei künstlichem Licht«.
Auch diese Darstellung erweist sich als unwahr: Als der Klassenlehrer von Matthias und die Kinderärztin erfahren, wie Robert Schmelzer sie vor Gericht zitiert hat, widersprechen sie. »Die Behauptung, ich sähe eine akute Gefährdung des Kindes und die Möglichkeit eines erweiterten Selbstmordes, stammen nicht von mir, sondern von Herrn Schmelzer selbst«, schreibt der Klassenlehrer an das Gericht. Die als Zeugen angeführten Freunde von Angela Schmelzer bestreiten ebenfalls, was sie laut Robert Schmelzer gesagt haben sollen: »Da ist nichts Wahres dran.«
Mehrere Bekannte des Ehepaars Schmelzer erzählen, Robert Schmelzer habe sie nach dem Streit an Ostern kontaktiert, um belastende Aussagen gegen seine Frau zu sammeln. Alle diese Zeugen hatten dabei den Eindruck, Schmelzer wolle seine Frau vernichten, zwei von ihnen erinnern sich, dass er dieses Ansinnen auch explizit so formulierte. Robert Schmelzer bestreitet auf Nachfrage, solche Äußerungen gemacht zu haben, und droht dem SZ-Magazin mit rechtlichen Schritten.
Und die geschlossenen Jalousien, hinter denen der neunjährige Matthias laut Robert Schmelzer isoliert wird? Sigrid Arndt, seine ehemalige Arzthelferin, berichtet der Staatsanwaltschaft, Schmelzer habe sie wiederholt von der Praxis in das 300 Meter entfernte Wohnhaus geschickt, in dem nun Mutter und Sohn allein lebten, um ein Protokoll über die Zustände im Haus zu erstellen. Sie habe zwar an zwei Tagen notiert, dass bei einer Terrassentür der Laden geschlossen und bei zwei Fenstern die Vorhänge zugezogen seien. Aber das sei nicht weiter ungewöhnlich gewesen: »Es war sehr heiß, und wir hatten auch in der Praxis die Rollos heruntergelassen.« Robert Schmelzer bestreitet, dass er seine Arzthelferin zu seinem ehemaligen Wohnhaus geschickt habe, um dort zu spionieren.
Außerdem erzählt Sigrid Arndt von einem Treffen, das sie damals sehr erstaunt habe: »Irgendwann im Juni 2009« sei die ehemalige Haushälterin der Schmelzers, Erika Maierhuber, in der Praxis aufgetaucht und von Professor Schmelzer »sehr herzlich begrüßt« worden. Dann hätten sie sich in ein Zimmer zurückgezogen. Die Arzthelferin wunderte sich über diese Vertrautheit, schließlich habe sie drei Jahre zuvor mitbekommen, wie Maierhuber wegen Diebstahls im Hause Schmelzer großen Ärger hatte und schließlich entlassen worden war. Nach dem Treffen mit Robert Schmelzer habe sich Maierhuber »bei mir sehr herablassend über Frau Schmelzer geäußert«, gibt Sigrid Arndt zu Protokoll. »Ich hatte den Eindruck, dass Professor Schmelzer und Erika Maierhuber an diesem Tag eine Intrige gegen Frau Schmelzer geschmiedet haben.« Robert Schmelzer entgegnet heute, die Begrüßung seiner ehemaligen Haushaltshilfe sei »normal freundlich« gewesen. Bei diesem Treffen habe er nicht gewusst, dass sie »angeblich Wertgegenstände entwendet hatte«.
Der Vorwurf des sexuellen Missbrauchs wird seit einigen Jahren an deutschen Familiengerichten vermehrt erhoben. Weil sich ein großer Teil der Vorwürfe in Familienverfahren als haltlos erweist, sprechen Experten vom »Missbrauch des Missbrauchs«. Üblicherweise wählen Frauen diese Waffe, um den Partner im Streit um das Sorgerecht für die Kinder zu diskreditieren. Doch auch Robert Schmelzer scheint die Tragweite eines Missbrauchsvorwurfs bewusst zu sein: Angela Schmelzer und eine Freundin erinnern sich noch gut, wie sie im Sommer 2008 in der Küche beim Kaffeetrinken saßen. Sie redeten über ihre Kinder, die beide die gleiche Klasse besuchten und sich von der Lehrerin ungerecht behandelt fühlten. Wiederholt hatten sich die Eltern beim Rektor beschwert, ohne Erfolg. Beide Frauen schildern übereinstimmend, als sie sich unterhielten, stand plötzlich Robert Schmelzer in der Tür. Ob es Ärger mit der Schule gebe, habe er gefragt. Und geraten, doch den Rektor anonym wegen Pädophilie anzuzeigen. Dann sei der erst mal weg vom Fenster. Robert Schmelzer bestreitet, diese Aussagen gemacht zu haben.
Nach dem Verhör der Arzthelferin Sigrid Arndt sind der Staatsanwältin im Fall Schmelzer Zweifel gekommen. Am 18. November 2009 stellt sie ihre Ermittlungen ein. Begründung: Die Glaubwürdigkeit der Hauptzeugin Erika Maierhuber sei erschüttert, es könne nicht ausgeschlossen werden, dass die Missbrauchsvorwürfe gegen die Mutter »lediglich als Werkzeug im ebenfalls anhängigen Familienverfahren erhoben wurden«. Vier Monate später stellt dieselbe Staatsanwältin einen Haftbefehl aus, und Angela Schmelzer wird festgenommen. Woher der Sinneswandel?
Anzeige
- Seite 1: Sein Wille geschehe
- Seite 2: Das Verfahren beginnt
- Seite 3: Deal statt Freispruch
- Seite 4: Ständige Rückschläge, immense Kosten
Cocktails
Kochquartett
20 Jahre
Sagen Sie




23 Uhr 56
Nach unserer Wahrnehmung wiegt das Vaterrecht derzeit mehr als das Kinderrecht, sogar mehr als das Kindeswohl. Von dem Wohl der Mutter ganz zu schweigen.
Es geht leider in diesen Fällen IMMER um sehr streitbereite Väter. Vernünftige Mütter und Väter finden auch ohne Gesetze eine für beide Seiten lebbare und die Leistung des jeweils anderen respektierende Lösung. Streitbereite Väter beharren auf Gesetzen. Egal, wie es den Kindern dabei geht. Und die Familiengerichte und deren Helfersystem, das man mittlerweile als Helfer-Industrie bezeichnen kann, stoßen ins gleiche Horn. Das ist weder zum Kindeswohl, noch erlaubt es den Müttern ein lebenswertes Leben MIT ihren Kindern.
Ich bin im Verein Mütterlobby e. V. (in Gründung) aktiv - übrigens ebenso wie mittlerweile Frau Schmelzer - und Sie können mich gern kontaktieren: thieme@muetterlobby.de
23 Uhr 41
"Jede Mutter hat Anspruch auf den Schutz und die Fürsorge der Gemeinschaft."
23 Uhr 24
Als eine unserer Aufgaben sehen wir die Unterstützung von Müttern in allen Lebensphasen, insbesondere in Sorgerechtsauseinandersetzungen und alleinerziehende Mütter.
U.a. fördern und entwickeln wir Konzepte, die sich gegen jedwede Form von Gewalt - also körperliche und ausdrücklich auch psychisch-seelische Gewalt - gegen Mütter und Kinder richtet.
Frau Angela Schmelzer kann über die Mütterlobby (Email: angela.schmelzer@online.ms) kontaktiert werden.
18 Uhr 18
Alles zum Wohle des Kindes- katholische Fürsorge, Gutachterin, Psychologen, usw...mit die Kosten dieser Inszenierung hätte man ein paar Kindern aus Armutsvierteln sicherlich eine schöne Zeit ermöglichen können.
14 Uhr 40
Gibt es denn schon Neuigkeiten in dem Fall?
13 Uhr 18
16 Uhr 00
Wenn jetzt daraus ein Geschlechterkampf erwächst oder ein Kampf der Mütter gegen die Väter bzw. umgekehrt, geht das meiner Ansicht nach an der Sache vorbei. Wenn hier nun andere Fälle wie "Augsburg" und usw. ins Spiel gebracht werden, so liegt zunächst die einzige Gemeinsamkeit darin, dass es sich um Familiendramen oder Beziehungsdramen handelt. Ansonsten verbietet sich eine Pauschalisierung, weil das in die Irre führt.
Bei den meisten Müttern handelt es sich um gute Mütter. Dies gilt ebenso bei den Vätern, wenngleich die Vaterschaftsplichten bekanntermaßen eher mal vernachlässigt werden.
In dem Artikel von Herrn Stadler spricht sachlich nichts dafür, soweit nachvollziehbar, dass der Mutter ihr Kind zu Recht entrissen wurde. Allerdings sind die Diffamierungen des Vaters ein Gift, dass sich auch in manchen Kommentaren verbreitet hat. Die körperliche Nähe der Mutter zu ihrem Kind, betrachte und verstehe ich als innig und löblich. Vermutlich hätte kein Mensch daran etwas anrüchig empfunden, wäre da nicht die Diffamierung des Vaters zum Tragen gekommen!
21 Uhr 25
Und dann gibt es noch Mütter, die selbst einen Schaden haben und überalle Missbrauch sehen, vielleicht weil sie selbst so etwas erlebt haben.
Eine sehr schwere Aufgabe, hier die Wahrheit herauszufinden und wie man sieht, sind oft die Erfinderinnen auch gut vernetzt und beklagen die Tatsache, dass ihre Lüge aufgedeckt wurde.
Bei Kachelmann kann heute auch kein Außenstehender wissen, was wirklich war, trotzdem tun viele so, als wüssten sie es.
12 Uhr 54
"...häufen sich auch in Bayern solche Vorfälle in der jüngsten Zeit" - nicht nur in Bayern!
Betroffene Väter können sich in Deutschland an rd. 350 Vätervereine wenden, die mehr oder - häufig leider - weniger das Kindeswohl im Auge haben, je nachdem, an welchen Verein "Mann" gerät. Für Mütter gab es bisher keine Stimme, außer die eigene - und die wird in Verfahren regelmässig nicht gehört bzw. als Manipulation und/oder Instrumentalisierung der Kinder gewertet.
Es wird höchste Zeit, dass die Mütter in Deutschland aufstehen und sich gegen diesen Systemwahn wehren:
www.muetterlobby.de
03 Uhr 06
Der nachfolgende Zeitungsbericht in der Augsburger Allgemeinen, mit drei beschriebenen Fällen zum Thema Missbrauch, löste ein Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft aus.
Nach den heimlichen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gegen die Väter in diesem Zeitungsbericht wurde plötzlich alles eingestellt, denn man hatte festgestellt, dass in den drei geschilderten Fällen in der Augsburger Zeitung, Umgangsangelegenheiten an anderen Gerichten, sprich Familiengerichte anhängig waren. Man erkannte weiter, dass es Mütter mit einer Art kriminellen Energie waren, die u.a. den erfundenen Missbrauch taktisch einbrachten, um den Umgang Vater - Kind damit zu blockieren.
Der Zeitungsjournalist Detlef D R E W E S (angeblicher Missbrauchsexperte im Internet und auf vielen Podiumsdiskussionen etc. als sogenannter Internetexperte in Sachen Missbrauch) hatte angeblich mit den Müttern in seinem Zeitungsbericht gesprochen und somit eine Story gezaubert, die so geschrieben - erstunken und erlogen war.
Dies zum Schaden der Väter und deren betroffenen Kinder!
Er hatte nur mit den Müttern gesprochen aber nie mit den hier verteufelten Vätern.
Der Zeitungsbericht erschien in der Zeitung und prompt wollte die Staatsanwaltschaft die Klardaten haben zu dieser Drewes Horror Story und Drewes lieferte sie.
Er lieferte der Staatsanwaltschaft somit ein sehr mieses Märchen und der staatliche Wächter, sprich Staatsanwaltschaft fing an, gegen die drei Väter in diesem Zeitungsbericht im Hintergrund zu ermitteln.
Die Staatsanwaltschaft ermittelte nun gegen brutal geschilderte Missbrauchsfälle, die es in Wahrheit nie gegeben hat.
Das alles mit Polizei und Gutachter und Ärzte !
Die Kinder sollten befragt werden zu einem Missbrauch, den es nicht gab.
In einem der drei Fälle hatte die Kindesmutter eine Vorladung der Kriminalpolizei. Hier bei der Polizei sollte die Mutter die Vergewaltigung des Kindes und ihrer Person genau beschreiben. Doch da brach das Lügengerüst der Kindesmutter unter Tränen zusammen und sie sagte: Es hat nie einen Missbrauch und eine Vergewaltigung des Vaters geben.
In einem anderen Fall in diesem Zeitungsbericht hatte die Kindesmutter das Kind mit einem vorbestraften Mann nach Südamerika entführt. Dort erzählte die Mutter dem Kind die unglaubliche Lüge, der Vater sei tot.
Das ARD Fernsehen ging mit dem beschuldigten Vater auf die Suche nach seinem Kind und man fand es in einem Kindergarten an der Grenze von Argentinien/ Brasilien. (Film wurde in der ARD gesendet)
Die Staatsanwaltschaft stellte alle heimlichen Ermittlungen gegen die Väter ein !!!
Im Klartext, alle Schilderungen in dem Zeitungsbericht der Augsburger Allgemeinen waren erlogen und erfunden und hatten mit der Realität absolut nichts zutun.
Doch lest selber was Detlef Drewes dazu geschrieben hat und mit diesem sauschlecht recherchierten Bericht und erfundenen Dreck damit auslöste !!!
-----------------------------------------------------------------------------------------------------
Augsburger Allgemeine, 28.8.97 -
Detlef Drewes
Die Angst der kleinen Karin vor jedem Samstag
Die Eltern streiten sich um das dreijährige Mädchen, die Gutachter um den Vorwurf des Mißbrauchs
Von unserem Redaktionsmitglied Detlef Drewes
Augsburg Für die dreijährige Karin sollte dieser Donnerstag im August ein Horrortag werden. Ihre Mutter Ingrid (32) ahnte das schon vorher. Aber alle Versuche, etwas zu ändern, hatte der Richter zurückgewiesen. Also wurde Karin kurz vor sechs Uhr geweckt, um - halb schlafend - ins drei Stunden entfernte Gericht "transportiert" zu werden. Dort stand sie denn auch pünktlich, ängstlich zitternd, im Gerichtssaal und wurde verhört. In der Sache Huber gegen Huber, Vater gegen Mutter.
Kein Scheidungsverfahren, sondern ein fast alltäglicher Prozeß um das Sorge- und Umgangsrecht. Oder eben doch nicht. Denn Karin soll, so hat die Mutter immer wieder auch durch Zeugen belegt, von ihrem Vater sexuell mißbraucht worden sein.
Ein Hindernislauf
Rückblende: Vor fast einem Jahr fiel Ingrid Huber zum ersten Mal etwas auf. Dann erzählten auch Freunde, das Kind verhalte sich auffäliig. Ingrid nimmt ihre Tochter, zieht aus und klagt. Noch ist nichts bewiesen, und der Versuch, dies zu tun, wird zu einem Hindernislauf für die immer fassungsloser werdende Mutter. Das Gericht schickt sie zu einer psychologischen Beratungsstelle. Dort hat man gerade 15 Minuten Zeit für die damals knapp Dreijährige. Dafür ist das - so ein Mißbrauchsexperte gegenüber unserer Zeitung - "haarsträubend oberflächliche" Gutachten aber über 100 Seiten dick, die sich in einem Satz zusammenfassen lassen: Alle Vorwürfe sind erfunden. Und die Zeugenaussagen? Die werden mit dem Hinweis abgetan: "Alle von der Mutter beeinflußt."
Ingrid Huber holt sich Rat, sucht eine anerkannte Ärztin auf, die sich mit Fällen von Kindesmißbmuch auskennt. Die nimmt sich Zeit - zwei, drei Stunden. Mehrmals. Ihr Ergebnis: "Die Indizien sprechen eindeutig dafür, daß das Mädchen mißbraucht wurde." Das Gericht zeigt sich unbeeindruckt.
Inzwischen macht der Vater die Öffentlichkeit mobil. Immer wieder stellt er sich samstags mit einem Pappschild in die Fußgängerzone der bayerischen Stadt, klagt die Mutter an: "lch will mein Kind wiederhaben." [paPPa.com geht davon aus, daß uns dieser Fall bekannt ist - für uns stellt er sich anders dar.]
Und er mobilisiert das Netzwerk jener Väter, die sich ungerechtfertigt dem Vorwurf des Mißbrauchs ausgesetzt glauben. Erst durch die Recherchen unserer Zeitung erfährt Ingrid Huber, daß auch ihr Fall, obwohl noch nicht einmal vor Gericht entschieden, bereits im Intemet als Beispiel dafür breitgetreten wird, wie Mütter mit angeblich falschen Mißbrauchsvorwürfen ihre ehemaligen Lebenspartner austricksen wollen. Daß dieses Netzwerk Querverbindungen zu pädophilen Organisationen hat, interessiert weder bei, den zuständigen Behörden noch bei Gericht irgend jemanden. (*) Ingrid Huber sitzt zwischen einem Rechtsbeistand, der sich mit Kindesmißbrauch nicht auskennt, einem Richter, der noch nie einen solchen Fall in Händen hatte, und einem Vater, dem man aufgrund seines Prestiges ungeprüft alles zu glauben scheint.
An diesem Donnerstag im August nun entscheidet der Richter: Der Vater darf das Kind fortan einmal monatlich sehen. Die Mißbrauchsvorwürfe spielen gar keine Rolle mehr.
Als der Vater wenige Tage später zum ersten Mal kommt, dreht die kleine Karin durch. Sie ist krank, will den Vater nicht sehen. Erst später beruhigt sie sich ein wenig. "Was soll die Kleine denn machen?" sagt ihre Mutter.
Fälle in jüngster Zeit
Karin heißt nicht Karin, Ingrid nicht Ingrid und die Hubers heißen nicht Huber. Aber mitten in einer öffentlichen Diskussion über die Frage, wie man Kindern das Aufwühlen der schlimmen Vergangenheit ersparen kann, häufen sich auch in Bayern solche Vorfälle in der jüngsten Zeit:
Ein vierjähriges Mädchen aus Schwaben wird eigenen Angaben zufolge monatelang beim Mißbrauch durch den Vater gefilmt. Als die Gutachterin einer großen deutschen Universitätsklinik nach mehrtägiger dauerhafter Untersuchung die Schilderungen des Kindes best ätigt, wischt das Gericht das Dokument einfach vom Tisch.
In einem anderen Fall werden Mutter und Tochter jahrelang vom Vater geschlagen, sexuell mißbraucht. Der Mann, der sich hinter einem bundesweit bekannten Pädophilen versteckt, erhält vor Gericht uneingeschränktes Besuchsrecht, das die Mutter ihm trotz Androhung eines hohen Bußgeldes aus Sorge verweigert. Steht seither ein Besuchstermin an, bekommt das Kind Fieber, Schreikrämpfe. Der Richter will davon nichts wissen.
Als vor wenigen Wochen die neue Stiftung "Hänsel & Gretel", die unter der Schirmherrschaft des baden-württembergischen Ministerpräsidenten Erwin Teufel gegen Mißbrauch von Kindern ankämpft, Fachleute zu einem Runden Tisch einlud, geißelten Staatsanwälte und oberste Landesrichter genau die Vorgehensweise der Justizbehörden, wie sie wenige Wochen später stattfand: unsensible Juristen auf allen Seiten, zu viele voreingenommene und unqualifizierte Gutachter vor Ort, Väter, die die Instrumente der Täuschung bis zur Perfektion beherrschen, während die Mütter oft genug hilflos von einer Stelle zur anderen geschickt werden - im Schlepptau die Kinder, die immer und immer wieder erzählen und belegen sollen, was ihnen widerfahren ist.
Karin Huber gehört dazu. Und sie muß am nächsten Samstag wieder ihren Vater erwarten. Ob sie will oder nicht. Egal, was vorgefallen ist.