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aus Heft 46/2012 Ein Interview ohne Worte Noch keine Kommentare

Sagen Sie jetzt nichts, Eros Ramazzotti

Sänger Eros Ramazzotti über Anmachtricks, Musik als Spiegel der Seele und sein Verhältnis zur katholischen Kirche.

Fotos: Frank Bauer



Name: Eros Luciano Walter Ramazzotti Molina  
Geboren: 28. Oktober 1963 in Rom, Italien  
Beruf: Sänger, Songwriter  
Ausbildung: keine  
Status: Darauf einen Kräuterlikör!     

Hotel »Vier Jahreszeiten« in München, um die Mittagszeit: Ein italienisches Paar, Mitte vierzig, steht vor dem Hoteleingang. Sie reckt immer wieder den Kopf, er schaut gelangweilt. Um sein Handgelenk baumelt eine Fotokamera, sie hat das Album Stilelibero in der Hand (aus dem Jahr 2000) und summt »Per me per sempre«, eine unverwechselbare Ramazzotti-Ballade, die Liebeserklärung an eine Unbekannte: dezentes Klavier, nasale Stimme und das Ganze natürlich auf Italienisch. Im Jahr 2000 war Eros Ramazzotti noch mit der Moderatorin Michelle Hunziker verheiratet, 2002 trennte sich das Paar, die beiden haben eine Tochter. Ob das Lied ihr gewidmet war? Ramazzotti lächelt, eine Antwort bleibt er schuldig. Er ist in München, um seine neue Platte Noi (Wir) vorzustellen. Zum Interview werden ihm von seinen Begleitern gleich mehrere Lederjacken in Schwarz, Braun und Bordeauxrot vorgeschlagen, er nimmt die schwarze. Das Paar vor dem Eingang bekommt ihn erst zu sehen, als er das Hotel verlässt. Foto, Autogramm, sie ist glücklich. Und er anscheinend auch, weil sie es ist.

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