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aus Heft 47/2012 Ein Interview ohne Worte

Sagen Sie jetzt nichts, Rosa von Praunheim

Fotos: Alfred Steffen

Filmregisseur Rosa von Praunheim über Spießer, Aids und Hetero-Männer.



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Name:
Rosa von Praunheim (eigentlich Holger Mischwitzky)
Geboren: 25. November 1942 in Riga, Lettland
Beruf: Filmemacher
Ausbildung: Mittlere Reife, Kunststudium (abgebrochen)
Status: Forever Young

Ohne Hut – geht Rosa nur ins Bett, das mal vorneweg. Das Verkleiden, das Spielen mit der eigenen Identität macht von Praunheim genauso viel Spaß wie das Provozieren. Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt hieß der Film, mit dem er 1970 zum Vorreiter der Schwulenbewegung wurde. Er wetterte gegen die Diskriminierung von Aidskranken und trat eine Outing-Debatte los, als er Anfang der Neunzigerjahre Alfred Biolek und Hape Kerkeling im Fernsehen als schwul bezeichnete. Rosa von Praunheim ist ein furchtloser, preisgekrönter, unermüdlicher Dokumentarfilmer, dessen Welt aus starken Frauen, genauso starken Schwulen und sensiblen Heteros besteht. Der Mann ist alles auf einmal: auflehnend, romantisch, liebevoll, kämpferisch. Nie im Leben käme man darauf, dass er schon 70 wird. Passend zum Geburtstag präsentiert er 70 neue Filme. Zu sehen sind 700 Minuten daraus am 24. und 25. November auf RBB, die 90-Minuten-Version läuft am 25. November auf Arte. Ein Buch hat er auch geschrieben. Titel: Ein Penis stirbt immer zuletzt.

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