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aus Heft 48/2012 Ein Interview ohne Worte Noch keine Kommentare

Sagen Sie jetzt nichts, Rolando Villazón

Opernsänger Rolando Villazón über hustende Zuschauer, Zärtlichkeiten auf der Bühne und seine Ähnlichkeit zu Mr. Bean.

Fotos: Heinz Augé



Name:
Rolando Villazón  
Geboren: 22. Februar 1972 in Mexiko-Stadt  
Beruf: Sänger  
Ausbildung: Akademie für Darstellende Kunst, Musikkonservatorium
Status: Heiß wie ein Vulkan     

Mit elf wollte er Romanfigur werden, später katholischer Priester, heute ist er Sänger, aber nur im Hauptberuf: Im Oktober hat er den ECHO Klassik in Berlin moderiert, im Sommer seine zweite Oper inszeniert, im Frühling wird sein erster Roman erscheinen, sogar bei der ersten Wetten, dass..?-Sendung von Markus Lanz saß er mit auf der Couch und hat von seinen Nasenhaaren erzählt, um dem Moderator ein wenig die Nervosität zu nehmen. Villazón ist für die Klassikwelt, was Messi für den Fußball ist: der perfekte Botschafter und Imageträger, der neue Fans gewinnt und Ausnahmemomente schafft wie 2005 bei den Salzburger Festspielen, als er in La Traviata an der Seite von Anna Netrebko über Nacht zum Megastar wurde – jede Vorstellung war achtfach überbucht. Ihm gelingt, was die meisten anderen Vertreter der sogenannten Hochkultur nicht hinkriegen: Er nimmt das, was er tut, wesentlich ernster als sich selbst. Sein neues Album mit Arien und Liedern von Verdi ist gerade erschienen.

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