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aus Heft 04/2013 Ein Interview ohne Worte Noch keine Kommentare

Sagen Sie jetzt nichts, Karl Lauterbach

Der Arzt und SPD-Politiker Karl Lauterbach über Drogen, Doktortitel und den Kampf gegen Pharmalobbyisten.

Fotos: Alfred Steffen


Name:
Karl Wilhelm Lauterbach
Geboren: 21. Februar 1963 in Düren
Beruf: Arzt und Politiker
Ausbildung: Medizinstudium in Aachen, Düsseldorf und San Antonio, Studium der Gesundheitsökonomie in Harvard
Status: Harry Potter und der Stein der Galle

Damit eins mal klar ist: Das mit der Fliege stammt noch aus der Zeit, als Karl Lauterbach in Harvard studiert hat. Damals trugen Medizinstudenten Krawatte unter dem Kittel. Und weil der Schlips dem jungen Lauterbach ständig in offene Bauchwunden hing, entschied er sich halt für die Fliege. Die ist heute sein wichtigstes Markenzeichen, gefolgt vom Fransenpony und dem rheinischen Singsang, mit dem er abseitige Studien zitiert – egal ob zum Risikostrukturausgleich oder zu den Gefahren von Grillfleisch. Viele werfen »dem Herrn Professor« deshalb vor, er lasse seine Gegner mutwillig dumm dastehen. Aber kann man ihm das – bei den Gegnern – wirklich verübeln? Mit seinem Wechsel von der Forschung in die Politik, das erzählt Lauterbach gern, habe er sein Einkommen halbiert. Das passt gut zu seinem Image des unbestechlichen Feindes aller Pharmalobbyisten, das er in sämtlichen Talkshows auslebt. Eine Wissenslücke aber haben wir entdeckt: Bei der Frage, wo im menschlichen Körper der Os naviculare liegt, zeigt Lauterbach auf seinen Ellbogen. Dabei handelt es sich um einen Fußwurzelknochen. Erwischt, Herr Professor!

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