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aus Heft 11/2013 Ein Interview ohne Worte Noch keine Kommentare

Sagen sie jetzt nichts, Yann Arthus-Bertrand

Der Fotograf Yann Arthus-Bertrand über Löwen, Angst und die Liebe zur Welt.

Fotos: Frank Bauer



Name:
Yann Arthus-Bertrand
Geboren: 13. März 1946 in Paris
Beruf: Fotograf
Ausbildung: Biologiestudium
Status: Google Earth mit Schnurrbart

Yann Arthus-Bertrand könnte der Held eines Groschenromans sein: Aus einer alten Juwelier-Dynastie stammend, zog er als junger Mann nach Kenia, um drei Jahre lang nichts anderes zu tun als eine Löwenfamilie zu beobachten. Anschließend entrann er als Fotoreporter auf der Rallye Paris–Dakar mehrmals dem Tod, hängte sich mit seiner Kamera jahrelang aus Ballons, Leichtflugzeugen und Hubschraubern und wurde mit Fotos weltberühmt, die unsere Erde – ihre Schönheit und ihre Zerbrechlichkeit – von oben zeigen. Seither setzt er Ruhm, Geld und Zeit nur noch für den Umweltschutz ein. Im Gegensatz zu anderen Millionären, die sich der Rettung des Planeten verschrieben haben (Bono, Bob Geldof, Al Gore), nimmt man ihm die Rolle des Abenteurers sofort ab. Der Mann mit dem Asterix-Gesicht besitzt angeblich bis heute keine einzige Krawatte. Arthus-Bertrand hat über drei Millionen Bildbände verkauft, Filme mit Luc Besson gedreht und hätte von Sarkozy fast den Job als Umweltminister bekommen. Sein aktueller Film Planet Ocean ist kürzlich auf DVD erschienen.

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