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aus Heft 27/2013 Ein Interview ohne Worte

Sagen Sie jetzt nichts, Rüdiger Nehberg

Fotos: Axel Martens

Der Überlebenskünstler Rüdiger Nehberg über Angst im Dschungel, Schwarzwälder Kirschtorte und den Geschmack von Regenwürmern.



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RÜDIGER NEHBERG


Geboren: 4. Mai 1935 in Bielefeld  
Beruf: Abenteurer, Aktivist und Autor
Ausbildung: Bäcker und Konditor  
Status: Dschungelkönig


Rüdiger Nehberg zaudert nicht, er packt die Sachen an, im Dschungel, auf dem Atlantik und in Rausdorf, Schleswig-Holstein. Denn kaum hat unser Fotograf seinen Wagen vor Nehbergs Mühle geparkt, kommt der Hausherr angelaufen, öffnet den Kofferraum, schnappt sich Lichtkoffer und Stative und marschiert damit ins Haus. Und was uns bei anderen vielleicht eher stutzig macht, ist bei einem wie ihm - auch wenn es naiv klingt - wohl einfach nur: natürliches Verhalten. Nehberg hat mehrmals den Atlantik überquert, unter anderem mit einem Tretboot und auf einem Tannenstamm. Er hat sich von einem Hubschrauber ohne Ausrüstung im brasilianischen Dschungel aussetzen lassen, hat Käfer, Würmer und bei einem Ritual der Yanomami-Ureinwohner die Asche von Toten gegessen. Dabei hat eigentlich alles ganz vernünftig angefangen, mit einer Lehre zum Bäcker und Konditor und einem gut laufenden Laden in Hamburg. »Weg von den Torten, hin zu den Torturen«, beschreibt Rüdiger Nehberg das, was danach passiert ist. Inzwischen ist er 78 Jahre alt und kämpft nicht mehr gegen Spinnen und Schlangen, sondern - mit seiner Frau und seiner Menschenrechtsorganisation - für eine bessere Welt.


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