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aus Heft 32/2015 Stil leben

Im grünen Bereich

Rezepte und Styling: Klaus St. Rainer und Maximilian Hildebrandt (Goldene Bar, München)  Fotos: Mierswa & Kluska

Die wichtigste Zutat eines Sommerdrinks ist die Gurke. Sechs Rezepte für heiße Tage.

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Mitte des 19. Jahrhunderts garnierte man Punches und andere Drinks gern mit Borretschblüten. In Cocktailbüchern aus dieser Zeit findet man gelegentlich den Hinweis, dass man die Borretschblüten durch ein paar Streifen Gurkenschale ersetzen kann, da Borretschblüten erstens selten zu bekommen sind und zweitens sowieso nach Gurke schmecken: Borretsch wird auch Gurkenkraut genannt. Das war wohl der Beginn der Liaison zwischen Drink und Gurke, die beispielsweise im berühmten Pimm’s Cup No. 1 und seinen Varianten unbedingt zusammengehören. Anfang dieses Jahrtausends hatte die schottische Gin-Marke Hendricks die sehr clevere Idee, ihrem mit Gurke und Rose aromatisierten Wacholderdestillat die Gurkenscheibe als sogenanntes »Signature Ingredient« beizufügen, also als unverwechselbare Zugabe für ihre Version des Gin Tonic. Irgendwann bestellten viele Gäste nur noch »den Gin Tonic mit der Gurke« und sagten den Markennamen gar nicht mehr dazu. So fand die Gurke ihren Platz auf fast jedem Schneidbrett hinter dem Bartresen – und wie bei jedem echten Trend entstehen immer wieder interessante Abwandlungen. Hier ein paar Varianten, die sich gut zu Hause nachmachen lassen.
Klaus St. Rainer


PIMM’S CUP NO.1

In einem Glaskrug eine Portion Pimm’s No. 1 über so viel Eis wie möglich schütten und den Krug mit Ginger Ale auffüllen. Das Verhältnis Pimm’s No. 1 zu Ginger Ale sollte etwa 1:3 betragen. Mit Gurkenscheiben, einem Spritzer Orangen- und Zitronensaft, halbierten Erdbeeren, Borretschblüten und Minzblättern dekorieren (Mengen nach Belieben) und eiskalt genießen. Dieser Klassiker wird in England seit Jahrzehnten nachmittags zu besonderen Anlässen wie Wimbledon getrunken – oder einfach auf dem alten Lebensmittelmarkt »Borough Market«. Früher gab es diesen Drink in sechs Versionen in Flaschen abgefüllt, von denen aber Pimm’s No. 1 mit Gin am berühmtesten wurde. Pimm’s No. 2 gab es mit Scotch Whisky, No. 3 mit Brandy, No. 4 mit Rum, No. 5 mit amerikanischem Rye Whiskey und No. 6 mit Wodka. Heute sind nur No. 1 und No. 6 erhältlich. Pimm’s Cup No. 1 eignet sich für jeden Anlass. Man kann ihn auch in einer Karaffe oder in einem Bowlengefäß zubereiten (im gleichen Verhältnis wie oben gemischt). Die Dekoration dann gleich mit in die Mischung geben und alles mit einer Schöpfkelle in kleinen Gläsern mit Eis servieren.

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SANTINO

100 ml
Crodino, 20 ml frischer Ananassaft, 100 ml Ginger Beer (etwa von Fentimans über barfish.de), 5 dünne (2 mm) Scheiben Salatgurke

Ein Weinglas oder anderes großes Gefäß bis zum Rand mit Eis füllen und ein Fläschchen Crodino darüber gießen. Den Ananassaft dazugeben und das Glas mit Ginger Beer auffüllen. Leicht umrühren, bei Bedarf nochmals Eis hinzugeben, dann Gurkenscheiben in den Drink stecken.

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RICHMOND GIMLET MIT GURKE

60 ml
Tanqueray No. Ten Gin, 30 ml Lime Juice Cordial (etwa über allyouneedfresh.de), ein schöner Zweig Minze, 3-4 dünne Scheiben Gurke

Alle Zutaten in einen Shaker geben, mit solidem Eis füllen und 10 bis 15 Sekunden hart shaken. Doppelt durch ein Teesieb in ein vorgekühltes Cocktailglas seihen und eiskalt servieren.
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