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Neue Fotografie 10. März 2016

Feucht-fröhlich

Interview: Johanna Schwarz  Fotos: José Javier Serrano

Der Siam Park auf Teneriffa ist einer der größten Wasserparks in Europa. Der spanische Fotograf José Serrano wollte wissen, wie sich die Besucher dort inmitten des Trubels entspannen können. Ein Besuch.



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Name
José Javier Serrano (Yosigo)
Alter: Geboren 1981 in San Sebastián
Ausbildung: Abschluss in Werbung und Grafikdesign
Wohnort: Barcelona
Websiteyosigo.es

SZ-Magazin: Was für eine Beziehung haben Sie zu Teneriffa?
José Javier Serrano: Ich mag diese Insel sehr, war als Kind oft mit meinen Eltern dort und habe Unmengen an schönen Erinnerungen an diese Urlaube.

Woher kam die Idee, dort im »Siam Park« zu fotografieren?

Ich war vor ein paar Jahren sehr interessiert an Massentourismus und bin während der Hochsaison für vier Tage hinzufahren. Vorher hatte ich schon Themenparks und Tourismus an sich fotografiert, nun hatte ich die Möglichkeit, beides gleichzeitig festzuhalten.

Was war für Sie das Faszinierende an diesem Ort?

Man möchte meinen, dass wir in den Urlaub fahren, um zu entspannen, abzuschalten und uns ein bisschen von der hektischen Welt zu entfernen. Und dann landen wir zur Hochsaison in einem Park, der unglaublich voll mit Menschen ist. Für mich ist das einer der Widersprüche unserer Zeit.

Haben Sie mit einer besonderen Kamera fotografiert?
Mit einer 35-Millimeter-Kompaktkamera. Die ist so klein und unauffällig, dass die Menschen überhaupt keine Scheu haben. So kann man auch ungestört fotografieren.

Es scheint, als hätten Sie besonderen Wert auf die Farbgestaltung gelegt...
Ich lasse mich beim Fotografieren immer von den Farben leiten, das passiert aber eher unbewusst. Der Retro-Effekt kommt von Kamera und Film, ich fand das Amateurhafte immer schon interessant. Genauso wie die Farben als die Fotografie noch in den Kinderschuhen steckte oder auch die US-amerikanische Fotografie der Siebzigerjahre.

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