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aus Heft 25/2016 Ein Interview ohne Worte

Sagen Sie jetzt nichts, Jojo Moyes

Fotos: Alfred Steffen

Die Schriftstellerin Jojo Moyes über ihren Erfolgsroman »Ein ganzes halbes Jahr«, Joanne Rowling und Tricks bei Schreibblockaden.



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Geboren
4. August 1969 in London
Beruf Schriftstellerin
Ausbildung Studium Soziologie und Journalismus
Status Spitzenreiterin

Von ihrem ersten Geld, für das sie nach der Schule putzen ging, kaufte Jojo Moyes sich heimlich ein Pferd, stellte es im Londoner Norden auf eine Wiese unter einer Eisenbahnbrücke und ritt dort durch die Gegend. Das zeugt von einem gewissen Pragmatismus und Durchhaltevermögen. Später schrieb sie acht Romane, die kaum zur Kenntnis genommen wurden. Aber sie mochte dieses Leben, schreiben und Familie haben, also machte sie weiter. Charles, ihr Mann, hielt ihr den Rücken frei, sagt sie. Das ist man ja sonst eher so von Frauen gewohnt. Die beiden waren sich in den Neunzigerjahren begegnet, als sie bei der Londoner Tageszeitung The Independent arbeiteten. Charles liest die Bücher seiner Frau natürlich als Erster, zu Ein ganzes halbes Jahr sagte er: »Die Geschichte ist perfekt, aber so speziell – sie könnte das Ende deiner Karriere bedeuten.« Damit lag er ziemlich falsch. Nicht nur, weil Jojo Moyes ja gar keine Karriere hatte. Sondern weil der Roman sich weltweit mehr als drei Millionen Mal verkaufte. Er kam natürlich sofort in die Frauenlektüreschublade, obwohl Moyes einen guten Ton und Witz hat, sich an das Thema Sterbehilfe herantraut und eine Liebesgeschichte ohne Happy End schreibt. Nun kommt der Film zum Buch: seit 23. Juni im Kino.

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