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aus Heft 37/2016 Aus dem Magazin

Steinzeit

Von Max Scharnigg  Foto: Lukas Wassmann
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Schon seit J.R.R. Tolkien ein paar längere Notizen in der Sache verfasst hat, ist das Herumtragen von Ringen ja unheimlich bedeutungsschwer. Und dank Youtube erfährt man heute jeden Tag von einer neuen Möglichkeit, eine romantische Ringzustellung besonders aufwendig zu gestalten. Ohne Kleinflugzeug und polynesische Tanzgruppe geht dabei nichts mehr. Es ist zum Beispiel nicht mehr möglich, zur Verlobung nur lässig den Ring aus der Hosentasche zu holen und zu sagen: »Puppe, lass mal ehelichen!« Stattdessen muss allerlei Brimborium und Kleinkunst aufgefahren werden, zumeist von Menschen, die gar nicht die Typen für Brimborium sind. Gern sind auch Tiere involviert, als emotionale Stellvertreter sozusagen. Viele Menschen können bei putzigen Tieren ja mehr Gefühle zeigen als bei ihren zukünftigen Lebenspartnern. Hier im Bild besorgt also ein ausgestopfter Steinmarder die Verlobung und ja, er erledigt den Job verdammt gut. Obwohl auch Steinmarder eigentlich nicht für Brimborium gemacht sind.

Gehaltvoll: Diamantring von »Tiffany Setting« in Platinfassung von Tiffany & Co.
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