Sie haben Ihren Adblocker auf unserer Seite aktiviert. Bitte deaktivieren Sie diesen für SZ.de! mehr zum Thema

bedeckt München
Anzeige
Anzeige

aus Heft 42/2016 Reise

Letzte Ausfahrt

Von Lars Reichardt  Illustration: Bene Rohlmann / Sepia

Auch Objekten wird zuweilen so etwas wie eine Bestattung gewährt - ganz besonders Fahrzeugen.


Anzeige
Flugzeuge

Zuerst fanden auf dem Gelände der Aerospace Maintenance and Regeneration Group in Tucson, Arizona, nur B-29-Bomber und C-47-Transportflugzeuge ihre letzte Ruhe. Mittlerweile werden auch andere Modelle und ballistische Raketen (ohne Sprengkopf) zugelassen. Rund 4000 Flugzeuge mit einem Anschaffungswert von mehr als 35 Milliarden Dollar dienen nun auch als Ersatzteillager. Besichtigungstouren über amarcexperience.com

Autos
In der schwedischen Gemeinde Tingsryd in Småland liegt das Moor Kyrkö Mosse. Der Torfbauer Åke Danielsson schlachtete auf dem bewaldeten Moorgelände Autos aus, die Überreste ließ er einfach liegen, andere machten es ihm nach – so entstand Mitte der Achtzigerjahre dieser Autofriedhof. Neue Autoleichen werden nicht mehr angeliefert, dafür sorgten Umweltschützer. Aber die alten Karosserien dürfen in Frieden verrotten. Bis 2050 steht der Friedhof unter Denkmalschutz. Das Gelände ist zugänglich, unbewacht – und sehr beliebt. Der Eintritt ist frei.

Schiffe
Versenken ist billiger als verschrotten. Der ausgemusterte Flugzeugträger USS Oriskany bekam im Jahr 2006 sogar eine eigene Trauerfeier, bevor er vierzig Kilometer vor Pensacola Beach im Golf von Mexiko versenkt wurde. An der Zeremonie nahmen Hunderte Veteranen aus dem Korea- und Vietnamkrieg teil. Das Wrack dient den Amerikanern heute als größtes künstliches Riff – ein beliebter Ort für Sporttaucher.

Lokomotiven
Eher ein Mausoleum als ein Friedhof: Fünfzig Dampfloks ruhen auf einem historischen Bahnhof in Hermeskeil in der Pfalz. Ein Sammler rettete sie vor der Verschrottung. Sein ganzer Stolz: drei »Taigatrommeln« genannte Modelle und ein Schlafwagen aus dem Orient-Express. dampflokmuseum-hermeskeil.de

Fahrräder
Die Menschen, denen man die größte Liebe zum Fahrrad nachsagt, können auch erstaunlich lieblos handeln: Tausende Räder enden in den Grachten Amsterdams, weggeworfen, versenkt, vergessen. Einmal im Jahr wird groß reinegemacht. Dann wandern die verrosteten Gestelle ins Fiedsdepot, ein riesiges Gelände am Hafen. 18 000 herrenlose Fahrräder stehen und liegen bereits auf diesem Fahrradfriedhof. Die rund 200 Räder, die täglich hinzukommen, wurden irgendwo abgestellt und vergessen, ohne größeren Aufwand aus der Gracht gezogen, oder es sind Dauerfalschparker – denn obwohl allein der Bahnhof über 7000 Stellplätze verfügt, darf man sein Rad in Amsterdam nicht ewig stehen lassen. Nur ein Viertel des Bestands wird wieder abgeholt. Es dauert ja auch eine Weile, bis man sein Fahrrad in der Masse entdeckt. amsterdam.nl/parkeren-verkeer/fiets/fietsdepot


Anzeige

  • Reise

    Severin's Resort & Spa, Sylt

    Hier verlosen wir drei Gutscheine – jeweils für zwei Nächte und zwei Personen – für »Severin's Resort & Spa« auf Sylt.

  • Anzeige
    Reise

    Das Beste zum Schluss

    Zwei Tage vor Weihnachten kommen Sie hier vielleicht noch an ein großartiges Geschenk: Wir haben Spitzenhotels um je drei Gutscheine gebeten, die wir hier verlosen und – wenn möglich – noch vor Weihnachten an die Gewinner verschicken. Aber Sie müssen sich sputen: Teilnehmen können Sie nur bis zum 22. Dezember, 12 Uhr mittags. Viel Glück!

    Von Charlotte Hunsicker & Lars Reichardt
  • Reise

    JW Marriott Venice Resort & Spa, Venedig

    Hier verlosen wir drei Gutscheine – jeweils für zwei Nächte und zwei Personen – für das »JW Marriott Venice Resort & Spa«, Venedig.