Sie haben Ihren Adblocker auf unserer Seite aktiviert. Bitte deaktivieren Sie diesen für SZ.de! mehr zum Thema

bedeckt München 28°
Anzeige
Anzeige

Leben 19. Dezember 2016

Das Geheimnis des guten Schlafs

Foto: Vapi / photocase.de

Unser Autor erklärt, warum es ein Segen für ihn war, nachts aufzuwachen und nicht mehr einschlafen zu können.

Hellwach bei Nacht: Zwischen drei und vier Uhr morgens wachen viele Menschen auf, weil diese Zeit zwischen zwei Tiefschlafphasen liegt. Die »Stunde des Wolfes« nennen Schlafforscher dieses Phänomen.


Anzeige
Schlafstörungen gehören zu den am weitesten verbreiteten gesundheitlichen Beschwerden: Nach Erhebungen von Krankenkassen leiden hierzulande rund vier Millionen Menschen daran, in Umfragen beklagt sich statistisch sogar jeder Vierte Deutsche über schlechten Schlaf.

Zwar ist nicht jeder gleich krank, der regelmäßig nicht einschlafen kann oder nachts aufwacht und sich im Bett wälzt. Aber schlechter Schlaf beeinträchtigt die Lebensqualität, man fühlt sich erschöpft, erledigt, unbrauchbar. Und es ist wie ein Teufelskreis: Unter Umständen belastet einen die Angst, nachts nicht gut schlafen zu können, schon am Tag davor. Und nachts werden die Sorgen größer, vor allem die Frage: Wie soll ich den Tag morgen durchstehen?

Vielleicht ist das der wichtigste psychologische und gesellschaftliche Aspekt bei der Unfähigkeit, gut zu schlafen: die Angst, nicht belastbar zu sein, den Ansprüchen nicht zu genügen. Guter Schlaf wird zu einem Wunschzustand, der nur noch mit Hilfsmitteln zu erreichen ist. Rund hundert Millionen Euro werden jährlich in Deutschland für Schlafmittel ausgegeben, und am anderen Ende des medizinischen Spektrums gibt es inzwischen 280 Schlaflabore in Deutschland, die sich der individuellen Ursachenforschung widmen.

Aber was ist der Grund für die Schlafprobleme vieler Menschen? Eine gängige These lautet, dass die Menschen in den Industrienationen heute womöglich zu wenig schlafen, dass wir also unsere natürlichen Schlafrhythmen durch unseren Arbeits- und Lebensstil in Unordnung gebracht haben. Zugleich untersuchen Wissenschaftler historische Schlafrituale. So sollen vor der Industriealisierung die Menschen in Abschnitten geschlafen haben: einige Stunden zu Beginn der Nacht, und dann, nach einer längeren Pause, einige Stunden vor Tagesanbruch.

Mit all diesen Fragen begann sich der SZ-Magazin-Autor Till Raether zu beschäftigen, als er selbst pötzlich jede Nacht aufwachte. Erst ärgerte er sich, nach und nach kam er aber dazu, nachts einfach für eine gute Stunde aufzustehen, statt wachzuliegen und im Bett auf den Schlaf zu warten. Inzwischen betrachtet er die eigene Unfähigkeit zum Durchschlafen sogar als eine Art Geschenk, das sein Leben auf bisher ungeahnte Weise bereichert. Fürs SZ-Magazin hat er beschrieben, wie er das nächtliche Wachsein in sein Leben integrierte und dadurch einen anderen Blick auf den Schlaf und eine neue Art Lebenszufriedenheit gewann. Steckt in Till Raethers Erfahrungen auch ein Rat für die unzähligen anderen Menschen, die an Schlafstörungen leiden?

Den kompletten Text lesen Sie hier mit SZ Plus:



Anzeige




 

  • Leben

    Alles im grünen Bereich

    Ein Bad muss keine sterile Zelle sein. Mit den richtigen Pflanzen lassen sich sogar Duschvorhang und Fußmatte ersetzen.

  • Anzeige
    Leben

    Meine Beiden

    Else Buschheuer nahm ein schwules Paar aus dem Nahen Osten auf. Und fand sich in der Mutterrolle wieder: ein Berg von Verantwortung, fruchtlose Ermahnungen – und die Unmöglichkeit des Loslassens.     

    Von Else Buschheuer
  • Leben

    Ab in die Kiste

    Mit einer Holzkiste auf dem Rad zeigt man Liebe zur Umwelt - und Leichtgläubigkeit.

    Von Susanne Schneider