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Stars 26. Januar 2017

Was der berühmteste Friseur Hollywoods über Stars weiß

Von Sven Michaelsen  Foto: Hedi Slimane

Seit Jahrzehnten kreiert er die Frisuren von Lady Gaga bis Madonna: Peter Savic. Im Interview verrät er, wie man am besten mit Diven umgeht und was er bei seiner Arbeit über Schönheit gelernt hat.

Lady Gaga mit ikonischer Frisur von Peter Savic auf dem Cover ihrer EP »Fame Monster«
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Die Aufgabe von Peter Savic ist es, seine Kunden so zurechtzumachen, dass sie sich schön genug für die Kameras fühlen. Etliche Hollywoodstars lassen sich von ihm frisieren. Savic selbst ist allerdings kamerascheu. Fotografieren lässt er sich ungern bis gar nicht. Im Interview, das er dem SZ-Magazin gegeben hat, erklärt er, dass er seit vierzig Jahren kaum Fotos von sich gestattet. Savic sei im Übrigen sein wahrer Name, Peter nicht, und sein Alter gebe er nicht preis.

Das soll nicht heißen, Savic sei schwierig im Umgang. Im Interview spricht er offen und aufgeräumt - vor allem über seine Kunden. Darunter sind Lady Gaga, Christina Aguilera, Tina Turner, Céline Dion, Renée Zellweger, Cameron Diaz, Jessica Lange, Hilary Swank; aber auch viele Männer: etwa Mick Jagger, Tom Hanks, Sylvester Stallone, Johnny Depp, Richard Gere, Tom Cruise, Michael Douglas, Harrison Ford.

Bei all diesen Stars habe er den Ruf, ein unkomplizierter Friseur zu sein, sagt Savic, und anders würde sein Geschäft auch nicht funktionieren: »Es kann immer nur ein großes Ego im Raum geben. Deshalb muss man die Fähigkeit haben, die Luft aus sich rauszulassen. Dann gilt man als easygoing, und das ist eines der größten Komplimente, die es in Hollywood gibt«, sagt Savic. Er sage seinen Kunden auch nicht ständig, wie toll sie aussähen: »Stars haben ein Bullshit-Radar für dahingesagte Komplimente, weil sie oft von Schleimern und Ja-Sagern umgeben sind. Wenn man ihnen etwas Nettes sagt, sollte das einen triftigen Grund haben.«

Es mag oft ein dünnes Klischee sein, dass Friseure mit der Zeit zu den engsten Vertrauten ihrer Kunden werden. Im Fall von Peter Savic lässt sich aber zumindest sagen: Er ist ihnen nahe genug gekommen, um sie besser zu verstehen als fast jeder Promi-Reporter. Zum Thema Star-Gehabe sagt er: »Ich habe in Hollywood schnell gelernt, dass Zickigkeiten und Allüren kein Zeichen von Selbstbewusstsein sind. Dahinter stecken Unsicherheit und Angst. Viele werden Schauspieler, weil eine Rolle sie vergessen lässt, dass sie mit sich selbst nicht zurechtkommen. Sich drei Meter groß auf der Kinoleinwand bewundern zu können, ist eine Droge, die einen viele Wunden aus der Vergangenheit vergessen lässt.«
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Zum Thema Schönheit: »Sie kann eine schreckliche Last sein, weil ein schöner Mensch tief im Inneren nie weiß, warum er Erfolg hat. Liegt es an der eigenen Leistung oder nur am Aussehen? Wegen dieses Zwiespalts sind schöne Menschen oft komplexbeladen.« Und zum ältesten aller Themen, dem Unterschied zwischen Frauen und Männern: »Frauen sehen im Spiegel ihre Makel und fokussieren sich darauf. Männer gucken, ob jemand guckt, und schauen sich erst dann genauer an - meistens ziemlich selbstzufrieden.«

Und dann erzählt Peter Savic doch noch viel von sich selbst – zum Beispiel, warum er nicht weiß, was aus seinem Vater wurde.

Lesen Sie das Interview mit SZ Plus:



 

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