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aus Heft 06/2017 Liebe & Partnerschaft

»Ich bin ihr unterlegen«

Von Gabriela Herpell  Fotos: Julian Baumann

Kann das gut gehen? Zwei Maler als Paar? Oder funktionieren Künstlerehen nur, wenn einer die Muse oder der Bewunderer ist und der andere der Kreative? Wir haben mit Rosa Loy und Neo Rauch über die Liebe im Atelier und Trennungsdrohungen gesprochen. 

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Die Maler Rosa Loy und Neo Rauch sind seit mehr als 30 Jahren ein Paar. Sie haben beide in Leipzig Kunst studiert, sie haben sich in einer ehemaligen Leipziger Baumwollspinnerei ihre Ateliers eingerichtet und arbeiten Tür an Tür. Kürzlich haben sie angefangen, auch gemeinsam auszustellen.

Rauch gehört zu den derzeit erfolgreichsten Malern Deutschlands, auf dem Kunstmarkt in den USA ist er noch begehrter als in der Heimat. Rosa Loys Bilder erzielen bei weitem nicht die astronomischen Preise, die seine erzielen, aber sie hat, sagt Rauch, ihre Abnehmer. Und die, ergänzt er, sind so glücklich mit ihren Bildern, dass sie sie behalten. »Der Zweitmarkt ist völlig frei von Rosa Loy.«

Überhaupt sind Neo Rauch und Rosa Loy gut zueinander. Regt sich Loy etwa über patriachiale Strukturen auf, die in Jurysitzungen Frauen benachteiligen, ergänzt Rauch: »Ich möchte am liebsten mit dem Vorschlaghammer in diese Runde eintreten und für klare Verhältnisse sorgen.« Konkurrenz gibt es zwischen ihnen nicht, sagen sie im Interview mit dem SZ-Magazin, eher Freude über den Erfolg des anderen. Oder über eine gute Idee des anderen. Über die man vielleicht selbst auf die nächste gute Idee kommt.

Um die Rollenverteilung in ihrer Beziehung zu definieren, erzählt Neo Rauch von ihren seltenen, aber regelmäßigen Schachpartien. Die er immer verliert. Die er dennoch nicht missen möchte. Obwohl sie, Rosa Loy, ihn schlägt, während sie gleichzeitig Weihnachtsgeschenke strickt und mit einem Ohr ein Hörspiel hört.

Wie verheerend zu frühe Kritik oder ein zu frühes Lob des anderen sein können, wie sie sich kennen gelernt haben (auf einer Party mit dem Motto »Hochzeitsmarkt«, so viel sei verraten) und was es mit ihrer Heimatverbundenheit auf sich hat, lesen Sie im Interview mit SZ Plus: 



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