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aus Heft 14/2017 Ein Interview ohne Worte

Sagen sie jetzt nichts, Jan Frodeno

Fotos: Gunnar Knechtel

Der Triathlet Jan Frodeno im Interview ohne Worte - über die Bundesjugendspiele, Sport im Alter und seine Gedanken beim Überqueren der Ziellinie.



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Geboren
18. August 1981 in Köln
Beruf Triathlet
Ausbildung Abitur an der Deutschen Internationalen Schule in Kapstadt
Status Schinderhannes

Schwimmen, radeln, rennen, das ist Jan Frodenos Job. Der deutsche Triathlet war elf, als seine Familie nach Südafrika auswanderte, dort lernte er Mountainbiken und Surfen und absolvierte erste Triathlons. Von da an ging es meistens bergauf – auch im wörtlichen Sinne. 2008 wurde er Olympiasieger und gewann einen Wettkampf nach dem anderen. Bis zum Jahr 2010 hatte Frodeno sich kaputt trainiert, manchmal stand er mitten in der Nacht auf, um laufen zu gehen. Er hielt sich nicht an seinen Trainingsplan, sondern schoss über ihn hinaus. Die Ärzte diagnostizierten Burn-out, da war er dreißig Jahre alt. Er machte Pause, ein Jahr. Vieles hat sich seitdem verändert. Jan Frodeno heiratete seine Freundin, eine australische Triathletin, heute verkauft er seinen eigenen Kaffee und hält Mittagsschlaf. Frodeno kam davon ab, sich selbst zu zerstören – und hatte wieder Erfolg. 2015 und 2016 wurde er Weltmeister beim »Ironman« auf Hawaii: 3,86 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Fahrradfahren, 42,195 Kilometer Laufen, dabei Hitze, Wind, Regen, Lavafelder und Insekten, die nicht ausweichen. Viele Kinder behaupten, ihr Vater sei der stärkste Mann der Welt. Bei Frodenos Sohn stimmt es zumindest bis zum nächsten »Ironman« – und vielleicht auch danach.

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