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Reise 08. Mai 2017

Warum die New Yorker ihre U-Bahn so lieben

Von Lars Reichhardt  Foto: Roderick Aichinger

Die Waggons sind überfüllt und marode. Aber wer einige Tage mitfährt, lernt erst die besten Seiten der Stadt kennen.

Der Autor unterwegs in New York

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Brooklyn bangt. Im Jahr 2019 soll der Canarsie-Tunnel nun endgültig geschlossen werden. 15 Monate sollen die Renovierungsarbeiten dauern. Sie wurden mehrmals verschoben und nach Protesten der Anwohner auch in der Planung verkürzt. Der Tunnel ist die wichtigste Verbindung für 500 000 Pendler täglich zwischen Brooklyn und Manhattan. Und nun fürchten die neuen Anwohner, vom Stadtleben in Manhattan abgetrennt zu werden.
 
Die gesamte Infrastruktur der New Yorker Subway ist marode. Ein kräftiger Regenschauer reicht, schon steht eine Linie wegen Überschwemmung eines Bahnhofs still. Die U-Bahnstationen sind oft schmutzig, viele Waggons dreißig Jahre alt. Sonntags gibt es die meisten Verspätungen, viele Züge fallen wegen Renovierungsarbeiten aus und man wartet besonders lang.
 
Doch die Bevölkerung liebt ihre Subway. U-Bahnfahren in NY wird selten langweilig. Musiker spielen zwischen den Stationen, Tänzer turnen an den Haltestangen. Künstler und Models setzen die neuen Mode-Trends für die Welt. Und niemand regt sich auf, wenn die vier neuen Haltestellen der Second Avenue Line 2,23 Milliarden Dollar pro Meile gekostet haben.
 
Das SZ-Magazin hat sich auf die Suche nach den Gründen für die Liebe der New Yorker zu ihrer U-Bahn begeben – und ist vier Tage lang U-Bahn gefahren.
 
Dabei hat unser Autor die Strecken kennengelernt, die noch ein Geheimtipp für New-York-Touristen sind: durch ein Vogelreservat, zum Sonnenuntergang oder für einen heimlichen Blick in einen alten, stillgelegten Bahnhof. Er hat allerdings auch erlebt, wie aus einem nett gemeinten »Geh noch einen Schritt vor, Junge«, in der Rushhour in Sekundenbruchteilen ein großer Streit entstehen kann.
 
Lesen Sie die Reportage mit SZ Plus:

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