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Reise 07. Mai 2017

Zehn Huskys und das große Glück

Von Gabriela Herpell  Foto: Beate Rhomberg/Fotolia

Einmal einen Hundeschlitten fahren zu können, war ein Kindheitstraum unserer Autorin. Aber reichen vier Tage, um es zu lernen? 

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Der Plan war, in wenigen Tagen den eigenen Hundeschlitten zu lenken und durch verschneite Weite zu gleiten. Ein Traum meiner Kindheit, inspiriert durch die Lektüre der Bücher von Jack London. Es muss ja nicht gleich Alaska sein, dachte sich unsere Autorin, und buchte einen Flug nach Vilhelmina. Schwedisch Lappland. Neun Monate Winter mit absoluter Schneegarantie, drei Monate Turbosommer.

Schon bei der Landung auf dem Flughafen Vilhelmina war klar, wie gottverlassen diese Gegend ist. Der Flughafen besteht aus einem Terminal, das Gebäude so groß wie ein Schuhkarton, das Gepäckband ein Meter lang. Draußen alles weiß, wie versprochen. Die Fahrt von Vilhelmina ging zügig über die geschlossene Schneedecke, ohne Spikes ist man hier oben verloren. Dann steht da plötzlich ein Rentier, wie aus dem Boden gewachsen. Ist gerade noch gut gegangen.

Erste Nacht im Hostel. Himmlische Ruhe. Es ist nicht nur wenig los hier, jeder Laut wird auch noch vom Schnee gedämpft. Am nächsten Morgen geht’s los, Christian und Ingrid sagen gleich du, das macht man so in Skandinavien, und nehmen unsere Autorin mit ins Gehege der Hunde. Einer schöner als der andere. Einer wilder als der andere. Und einer verschmuster als der andere.

Christian lacht, schüttelt den Kopf und sagt, dass Huskys den Wölfen näher sind als den Hunden. Sie lassen sich gern mal streicheln, aber auch nicht zu gern. Und sie tun nicht alles für den Menschen. Ließe man sie los, im Wald, wären sie weg. Aber den Schlitten ziehen sie gern, liebend gern sogar. Das liegt ihnen im Blut.

Der Kurs unserer Autorin sollte vier Tage dauern – ein zu ehrgeiziges Ziel? Warum dann doch alles nicht so glatt lief und sie lernen musste, dass die Erfüllung von Träumen mit Muskelkater und einem dröhnenden Kopf einhergehen kann.

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