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aus Heft 26/2017 Ein Interview ohne Worte

Sagen Sie jetzt nichts, Georg Gänswein

Fotos: Frank Bauer

Georg Gänswein, Kurienerzbischof und Präfekt des päpstlichen Haushaltes, über seinen besten Skischwung, die Sünde, die er sich am ehesten verzeiht, und seinen Traum vom Glück. 



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Geboren
30. Juli 1956 in Riedern am Wald
Beruf Kurienerzbischof
Ausbildung Theologie- und Philosophiestudium an der Universität Freiburg und an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom
Status Dem Himmel so nah     

Man muss nicht gläubig sein, um den Schauer der Geschichte zu spüren beim Durchqueren der prächtigen Gänge, Hallen und Säle, bis man den Raum erreicht, in dem Georg Gänswein für das SZ-Magazin fotografiert wird: sechs, sieben Meter hoch die Decke, Intarsien im Marmorboden, Seidentapeten, braune Flügeltüren. So oft kommt es ja auch nicht vor, dass man im Vatikan mit dem Lift in den dritten Stock fährt und den Satz »Seine Exzellenz Georg Gänswein erwartet uns« sagt, damit einem die Schweizer Garde Einlass gewährt. Gänswein, sehr freundlich, nimmt sich mehr als eine Stunde Zeit, bis er mit seinen Antworten zufrieden ist. Was wohl sein Vater, verstorben und vermutlich im Himmel, Schmied in siebter Generation im Südschwarzwald, über die Karriere des ältesten seiner fünf Kinder dächte? Georg Gänswein war Skilehrer und talentierter Tennisspieler, als er begann, Theologie zu studieren. Lange schon ist er Präfekt des Päpstlichen Haushalts, sowohl des emeritierten Papstes Benedikt als auch des aktuellen, Franziskus. Sehr anschaulich kann Gänswein erzählen, wie er seine Termine zwischen den Arbeits- und Schlafzeiten der beiden Päpste koordiniert und mit seiner Aktentasche von einem zum anderen hechtet. Nach den Fotoaufnahmen schenkt er allen einen Rosenkranz.

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