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bedeckt München
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Gesellschaft/Leben 31. August 2017

Letzte Chance für den Görli

Foto: Jörg Brüggemann

Im Görlitzer Park in Berlin versucht man, mit neuen Ideen den Kampf gegen Drogen und Gewalt zu gewinnen. Unser Autor hat auch mit jener Gruppe gesprochen, die sich sonst eher bedeckt hält – den Dealern.

Es könnte so schön sein im Görlitzer Park – wenn Kriminalität und Drogenhandel nicht wären. Wobei man ehrlicherweise sagen muss, dass ein gewisser Anteil der Besucher überhaupt erst wegen der Drogen in der Park kommt.
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Der Görlitzer Park in Berlin ist eine der bekanntesten innerstädtischen Grünflächen Deutschlands. Das liegt aber nicht daran, dass es dort so schön ist – tatsächlich gibt es im Görli, wie ihn alle nennen, auch viele Ecken, die nicht besonders grün sind, sondern eher kahl und zugemüllt. Nein, der Görlitzer Park ist berühmt wegen der Dealer. Mehrere Dutzend kann man an jedem beliebigen Tag dort treffen, die meisten kommen aus west- oder zentralafrikanischen Ländern, sie stehen an den verschiedenen Eingängen des Parks, raunen »Brauchst du was?« oder »Weed?« und führen in aller Öffentlichkeit ihre Geschäfte durch. So geriet der Görli als »Drogen-Park« in die Schlagzeilen - und in die Reiseführer, wodurch er auch noch zur Anlaufstelle für die Party-Touristen wurde, die jedes Wochenende über Berlin hereinbrechen.

Vor zwei, drei Jahren eskalierte die Lage. Neben dem Drogenhandel kam es regelmäßig zu gravierenden Delikten wie Raub und schwerer Körperverletzung. Viele Anwohner begannen, den Park zu meiden, und die Polizei versuchte, härter gegen die Dealer vorzugehen, was sich aber als schwierig erwies und am Drogenhandel nichts änderte. Im vergangenen Jahr wurde im Bezirksamt Kreuzberg dann ein neues Konzept entwickelt, um der Probleme im Park Herr zu werden. Seitdem wird auf Bürgerbeteiligung gesetzt, auf Sozialarbeit und Veranstaltungen, auf Parkläufer, die für Ordnung sorgen, ohne gleich mit Polizei und Ordnungsamt zu drohen, und auf den neuen Parkmanager, der alles zusammenhalten soll. Cengiz Demirci heißt er, 43 Jahre alt, charismatisch, kommunikativ, zupackend. »Ich würde gern neue Wege gehen, auch quere Wege, aber mit den Leuten zusammen, damit das wieder ein Park für alle wird«, sagte er im vergangen Oktober, als er sein neues Amt antrat.

SZ-Magazin-Reporter Patrick Bauer, der selbst in Kreuzberg aufwuchs, hat die Arbeit von Cengiz Demirci ein Dreivierteljahr lang begleitet. Er hat beobachtet, wie der Parkmanager mit zahlreichen Kreuzberger Gruppierungen geredet hat, selbst mit der Antifa, und wie ihm plötzlich von gänzlich unerwarteter Seite Steine in den Weg gelegt wurden. Vor allem hat Bauer aber miterlebt, wie Demirci mit den Dealern ins Gespräch kam, deren anhaltende Präsenz der Kern des Problems ist.

In seiner Reportage gibt Bauer überraschende Einblicke in die Welt der Dealer. Er beschreibt, wo sie herkommen, wie das Geschäft im Park organisiert ist, wie sie der Polizei, mit der Bauer ebenfalls unterwegs war, immer wieder entkommen und wie Cengiz Demirci es geschafft hat, von ihnen respektiert zu werden. Und von den früheren Dealern Fifty und Danzou aus Guinea erfährt Bauer, was man ihrer Meinung nach tun müsste, um den Drogenhandel im Park einzudämmen.

Lesen Sie die komplette Reportage jetzt mit SZ Plus!



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