Sie haben Ihren Adblocker auf unserer Seite aktiviert. Bitte deaktivieren Sie diesen für SZ.de! mehr zum Thema

bedeckt München
Anzeige
Anzeige

Kino/Film/Theater 25. September 2017

»Ich bin nicht mehr so wütend«

Foto: Jacopo Raule/FilmMagic/gettyimages

Wie schafft man es, sich selbst zu verzeihen? Dem Schauspieler Woody Harrelson ist das gelungen – bloß einen Lebensfehler kann er sich nicht vergeben. Ein Gespräch.


Anzeige
Woody Harrelson war ein Maniac. Ein Getriebener. Ein zorniger junger Mann. Nun ist Woody Harrelson ein milder älterer Mann. Dank der Liebe seiner Familie habe er nicht mehr so viel Wut im Bauch wie früher und sei ein besserer Mensch geworden, sagt er im Interview mit dem SZ-Magazin. Denn die Liebe, das wusste Harrelson schon als Mickey Knox in Natural Born Killers, kann Dämonen bezwingen.

Derzeit sieht man ihn in einer Rolle, die eher zum alten Image passt als zum neuen. In Schloss aus Glas spielt er Rex, einen zugleich verantwortungslosen und begeisterten Vater. Cholerisch, charismatisch, größenwahnsinnig. Woody Harrelson ist nicht nur die optimale Besetzung, er verteidigt Rex auch im Interview. »Er glaubt daran, frei sein zu können«, sagt Harrelson. »Er versucht es wirklich. Man kann seine Art, das zu versuchen, nicht gut finden. Ich finde sie spannend.«
 
In Deutschland nahm man Woody Harrelson zum ersten Mal so richtig in Ein unmoralisches Angebot wahr. Er spielte Demi Moores zwar gut aussehenden, aber – neben dem damals noch sehr glamourösen Robert Redford – auch etwas blassen Ehemann. Den sie dann aber doch mehr liebt als Robert Redford. Demi Moore und Woody Harrelson bekamen 1994 bei den MTV Movie Awards einen Preis für den besten Filmkuss.

So harmlos ging es nicht weiter. Schon wenig später drehte Woody Harrelson Natural Born Killers und legte mit der Rolle des Dämons das Fundament für seine weitere Laufbahn. Zuletzt sah man ihn mit Mütze und Bart in Die Tribute von Panem und in der Serie True Detective.

Im Interview spricht Harrelson über Religion und Vergebung. Warum er vor seiner Schauspielerkarriere Theologie studierte. Wie er heute darüber denkt. Welches Buch ihn nach Jahren als Agnostiker wieder dazu brachte, an Gott zu glauben. (Die Bibel war es nicht.) Wie man es schafft, sich selbst zu vergeben. Und warum es trotzdem eine Sache gibt, die er sich nie verziehen hat.

Lesen Sie das Interview jetzt mit SZ Plus:

Anzeige