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aus Heft 18/2008 Luxus

Nur nicht hetzen

Max Fellmann  (Zusammenstellung)

Wenn man deutsche Prominente zum Thema Luxus befragt, fällt ihnen immer wieder eine gute Antwort ein. Eine.


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Sabine Christiansen

"Yacht haben wir keine. Mein Luxus ist es, Zeit zu haben."
(»Persönliche Antworten von A–Z«, Münchner Abendzeitung 30.4.1997)

Jasmin Tabatabei
"Was bedeutet Luxus für Sie?" - "Ausschlafen. Zeit haben. Schön wohnen, viel Platz und Privatsphäre haben."
(Gala 19.4.2007)

Boris Becker
"Was ist für Sie Luxus?"
- Becker (überlegt lange): "Der größte Luxus ist, Zeit zu haben, sich mal hängen zu lassen, nicht von Termin zu Termin hetzen zu müssen. Oder auch abends einfach mal sitzen bleiben zu können, wenn die Stimmung gut und die Gesellschaft sympathisch ist und man weiß, morgen muss ich mal nicht um sieben aufstehen."
- "Haben Sie solche Momente heute häufiger als in Ihrer aktiven Zeit?"
- "Ich bin nach wie vor schwer beschäftigt. Und ich mache da keinen Unterschied, egal, ob ich am nächsten Tag ein Match oder eine Konferenz habe. Mein Gegenüber erwartet von mir, dass in den ein oder zwei Stunden, die man miteinander verbringt, was Produktives rüberkommt. Das erwarte ich auch. Zeit ist kostbar."
(Gala 8.5.2003)

Moritz Bleibtreu
"Für mich definiert sich Luxus nicht über Kohle. Um alles, was ich mir kaufe, muss ich mich ja auch kümmern. Luxus bedeutet für mich eher, Zeit zu haben und zu machen, was ich will."
- "Wie schaffen Sie das?"
- "Man muss sich die Zeit eben nehmen. Der Beruf bringt es mit sich, dass man über weite Strecken hart und intensiv arbeitet und dann eben auch wieder viel Zeit hat, wenn man nicht so viel Glück mit den Angeboten hat."
(Playboy 1.11.2004)

Wolfgang Joop
"Na ja, die Stammkundschaft, von der wir früher lebten, verarmt auch, also der Mittelstand (…) Die kaufen ihr T-Shirt jetzt bei Hennes & Mauritz."
- "Aber noch können Sie es genießen, Luxus zu produzieren?"
- "Mein Genuss ist erheblich gestört, nicht durch fehlendes Geld, aber durch fehlende Zeit."
(Der Spiegel 16.12.1996)

Yvonne Catterfeld
"…Sie dürfen nicht die Schattenseiten des Ruhms vergessen."
- "Schattenseiten?"
- "Ja. Im Privatleben bin ich enorm eingeschränkt. Ich gebe alles für meinen Job. Die Folge ist, dass ich sehr wenig Zeit habe. Zeit ist für mich Luxus! Ich wünschte, ich hätte öfter Gelegenheit, meine Freunde und meine Familie zu sehen."
(Das Goldene Blatt 3.1.2005)

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