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aus Heft 18/2008 Luxus Noch keine Kommentare

"Ich bin keiner, der entspannt zur Bank geht und tausend Euro abhebt."

Wir haben vier ganz unterschiedlichen Menschen 1000 Euro geschenkt. Einzige Bedingung: Sie mussten das Geld auf der Stelle ausgeben.

Von Thomas Bärnthaler  (Interview); Christopher Thomas (Fotos)



SZ-Magazin: Sie haben sich von den tausend Euro unter anderem Stiefel für 450 Euro gekauft. Tragen Sie immer so teure Schuhe?
Constantin Graf von Preysing:
Teuer ist relativ. Diese Stiefel habe ich die nächsten zwei Jahre sicher 200 Mal an. Ich hatte schon mal so ähnliche, die halten ewig. Für so was gebe ich gern auch mehr Geld aus.

Kommt es öfter vor, dass Sie einen Tausender auf den Kopf hauen?
Nie. Ich bin keiner, der entspannt zur Bank geht und tausend Euro abhebt. Das war schon was Besonderes.

So wie Ihr Sakko, das sieht auch sehr besonders aus.
Ein Stück von meinem Vater aus den Achtzigerjahren. Brioni. Mein Vater hat auch noch fast alle seine Schuhe, zum Teil aus Studententagen.

Dazu haben Sie sich jetzt auch noch eine passende Sonnenbrille, eine Hose und einen iPod gekauft.
Die Sonnenbrille bot sich an, weil es so ein schöner Tag war. Und für den iPod wurde es einfach mal Zeit, ich habe schon zwei verschenkt, jetzt habe ich endlich einen eigenen und kann beim Joggen Musik hören.

Der Stammbaum Ihrer Familie reicht tausend Jahre zurück. Mussten Sie sich je Sorgen machen ums Geld?
Natürlich. Ich bin für mich selbst verantwortlich, also sichere ich mich auch selbst ab. Dafür werde ich die nächsten dreißig Jahre arbeiten. Wenn ich mal etwas erbe, dann ist das schön, aber damit plane ich nicht meine Zukunft.

Was machen Sie beruflich?
Ich bin Immobilienmakler in München. Ich verkaufe tagtäglich Luxus: die schönsten, exklusivsten Wohnungen und Häuser der Stadt.

Und wie wohnen Sie selber?
In einer Drei-Zimmer-Altbauwohnung in Alt-Schwabing. Ein paar alte Möbel, ein paar Stiche an der Wand, viel Ikea. Zur Miete.

(Lesen Sie auf der nächsten Seite: "Als ich 14 war, hat mich mein Vater nach Irland geschickt, als Neustart – ein brillanter Schachzug")
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