aus Heft 18/2008 Luxus Noch keine Kommentare
"Wäre ich plötzlich reich, würde ich einen langen Urlaub in der Karibik machen."
Luxus ist Ansichtssache. Wir haben vier ganz unterschiedlichen Menschen 1000 Euro geschenkt. Einzige Bedingung: Sie mussten das Geld auf der Stelle ausgeben.
Von Christine Zerwes (Interview); Christopher Thomas (Fotos)
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Katharina Felbermeir, 16 Jahre, Schülerin
SZ-Magazin: Katharina, macht Geld glücklich?
Katharina Felbermeir: Nein, auf keinen Fall! Die wirklich wichtigen Dinge kann man sich nicht kaufen: gute Freunde, eine liebe Familie, Gesundheit.
Ja, das sagt man immer so. Du hast aber ganz schön zufrieden ausgesehen, als du für tausend Euro einkaufen durftest.
Okay, ich gebe es zu. Als ich gehört habe, dass ich so viel Geld ausgeben darf, war ich erst total geschockt, dann aber fand ich es einfach geil. Ich dachte nur: Klamotten, iPod, neues Handy . Vor allem auf das Handy habe ich schon lang gespart. Ich habe keinen Vertrag, nur eine Prepaid-Karte und ein Billig-Handy. Meine Eltern sagen immer: »Wenn du ein besseres Handy willst, musst du es dir selbst kaufen.« Irgendwie haben sie recht, mein altes tut es auch, ein schickes Handy ist Luxus.
Den Luxus hast du dir jetzt geleistet. Was empfindest du noch als Luxus?
Spät ins Bett gehen, am nächsten Tag nicht in die Schule müssen und richtig lang schlafen – ich denke beim Wort Luxus auch an Karibikstrände, Diamanten, Fünf-Sterne-Hotels und Shopping.
Was war denn bisher dein luxuriösestes Erlebnis?
Der Hammer war die Kreuzfahrt mit meinen Eltern in den Osterferien. Auf dem Schiff gab es alles: zwei Pools, Bars, eine Disco, ein großes Theater. Und dann das Essen! Schon morgens gab es drei Gänge und abends noch mal fünf. Auch, dass wir jeden Tag eine neue Stadt anschauen konnten, war unglaublich toll. Trotzdem:Dass ich diese tausend Euro jetzt ausgeben konnte, einfach so, nur für mich, ohne über den Preis nachzudenken – das ist so schnell nicht zu toppen. Für Leute, die viel Geld haben, ist das wahrscheinlich ein Klacks, aber für mich war es der reine Wahnsinn.
(Lesen Sie auf der nächsten Seite: "Aber es war geil, ich kam mir vor wie eine Luxus-Lady – und ein bisschen wie ein Bonzenweib, ein komisches Gefühl, aber ein sehr gutes.")
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