bedeckt München 25°
Anzeige
Anzeige

aus Heft 33/2012 Gesellschaft/Leben

Gestrandet

Alexandros Stefanidis  Fotos: Eva Leitolf

Die Krise, die Angst: Manche Griechen sind so verzweifelt, dass sie lieber sterben, als ihre Würde zu verlieren. Sie gehen dafür an den Ort, der ihr ganzes Leben geprägt hat: das Meer.

AGIA CHARALAMPOS, KOMOTINI Am Morgen des 14. April 2012 fährt ein 56-jähriger Fischer vom Strand »Agia Charalampos« nahe der Stadt Komotini mit seinem Boot aufs Meer. Seine Familie glaubt, er wird wie immer seine Netze auswerfen und den ganzen Tag auf dem Wasser verbringen – auch wenn seine Fänge schon lange nicht mehr ausreichen, um die neu erhobenen Steuern zu bezahlen. Die Hafenpolizei findet am nächsten Tag zuerst sein kleines Boot. Seine Leiche treibt zwischen seinen Netzen. »Seine Verwandten sagen, er war ein ausgezeichneter Schwimmer. Trotzdem wird dieser Fall sicher nicht in der Selbstmordstatistik auftauchen«, sagt einer der Polizisten.
  • Sagen Sie jetzt nichts, Heinz Strunk

    Der Schriftsteller und Entertainer Heinz Strunk im Interview ohne Worte über Elfriede Jelinek, »Eye of the Tiger« und Probleme in der Pubertät.

  • Anzeige

    Ohne Amt, in Würden

    Seit sechs Jahren ist Margot Käßmann nicht mehr Bischöfin, sondern einfache Pastorin. Doch sie längst zurück. Auf Facebook geht sie trotzdem nur heimlich.

    Von Tobias Haberl
  • Sagen Sie jetzt nichts, Dagmar Manzel

    Schauspielerin Dagmar Manzel im Interview ohne Worte über das Altern, die großen Theaterköniginnen und ihr komischstes Gesicht.

  • Die Stadt der Überflieger

    In Tokio lebt ein großer Schwarm wilder Papageien. Für einen japanischen Fotografen sind sie ein Sinnbild des urbanen Lebens geworden. Wir zeigen seine wunderbaren Bilder.

    Von Till Krause
  • »Ich habe gemerkt, wie sehr ich mit dem Begriff ›deutsch sein‹ ringe«

    Manche Ideen waren schon früher nicht gut. Etwa die eines deutschen Ehepaars, das vor 130 Jahren das Dorf Nueva Germania in Paraguay gründete, um das deutsche Blut vor fremden Einflüssen zu schützen. Der Plan ging nicht auf, aber das Dorf gibt es noch. Die Fotografin Constanze Flamme zeigt, was daraus geworden ist.

    Interview: Florian Zinnecker
  • Sagen Sie jetzt nichts, Nina Proll

    Nina Proll ist Sängerin, Tänzerin und Schauspielerin. Im interview ohne Worte »erzählt« sie von ihrer Kindheit, ihrem Image als Sexbombe und davon, was sie alles für Filmrollen tun würde.