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aus Heft 35/2015 Gesellschaft/Leben

»Natürlich ist Religion erst mal Pflicht«

Interview: Tobias Haberl  Fotos: Julian Baumann

Der Katholik Martin Mosebach und der Muslim Navid Kermani sind fasziniert vom Glauben des jeweils anderen. Ein Gespräch über falsche und echte Toleranz - und darüber, wie der Islam im Westen missverstanden wird

Navid Kermani ist ein deutsch-iranischer Schriftsteller, Essayist, Reporter und habilitierter Islamwissenschaftler. Der gläubige Muslim wurde in Siegen geboren und lebt heute mit seiner Familie in Köln. Seit Jahren kritisiert er die »Verzerrung religiöser Texte« und die »komplette Verdrängung des Religiösen« aus dem Alltag der Menschen. Sein neues Buch, eine Meditation über das Christentum anhand christlicher Kunstwerke, trägt den Titel »Ungläubiges Staunen«. Im Oktober wird ihm in der Frankfurter Paulskirche der Friedenspreis des deutschen Buchhandels verliehen.
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