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Alle Texte zu Die Gewissensfrage

  • Die Gewissensfrage

    Die Gewissensfrage

    "Im Internet gibt es ja viele Arten, Freundschaften zu pflegen, bei StudiVZ, bei den Lokalisten oder bei Facebook. Nun starb eine Bekannte, mit der ich zur Schule ging. Soll ich unsere ,Freundschaft auf diesen Internetseiten bestehen lassen, als Gedenken, oder darf ich sie beenden, auch um nicht dauernd an ihren Tod erinnert zu werden? Oder wäre das schlimm oder sogar beleidigend, sollten ihre Eltern Zugriff auf das Konto haben? Hannelore K., Magdeburg Von Dr. Dr. Rainer Erlinger

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    Die Gewissensfrage

    "Ich versuche so zu leben, dass meine Mitmenschen und die Umwelt möglichst wenig unter meinen Handlungen leiden. Aber je mehr ich mich darüber informiere, desto verwerflicher finde ich das Tun meiner Freunde: Malediven-Urlaub, neues Auto, Einkaufen beim Discounter. Muss ich den Mut zum Klartext haben und ihnen sagen, wie unmöglich sie sich verhalten? Oder sind Freunde wichtiger als das Leben mir unbekannter Erdbewohner? Uli O., Köln Von Dr. Dr. Rainer Erlinger

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    Die Gewissensfrage

    Darf man eine hilfsbedürftige Dame einfach stehen lassen, nur weil man seine Straßenbahn erreichen möchte? Von Dr. Dr. Rainer Erlinger

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    Die Gewissensfrage

    "Ich verkaufe gerade meine Wohnung und habe drei Interessenten, die mir alle sympathisch sind. An wen soll ich nun verkaufen? Was ist in den Augen der Interessenten ein gerechtes Verfahren? Streichhölzer ziehen? Wer zuerst kommt, mahlt zuerst? Oder wer am meisten bietet? Diese Lösung lehne ich an sich aus moralischen Gründen ab, obendrein bin ich eigentlich mit dem Preis zufrieden. Haben Sie eine Idee?" Anna P., Stuttgart Von Dr. Dr. Rainer Erlinger

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    Die Gewissensfrage

    "Ich leide an Epilepsie, das heißt: Klinikaufenthalte, Tabletten, seelische Belastung. Aber ich will keinen Behindertenstatus und erzähle keinem Arbeitgeber von der Krankheit, die mich etwa einmal im Jahr trifft – auch, weil ich deswegen schon aus einem Job gemobbt wurde. Außerdem falle ich bei einem Anfall höchstens für einen Tag aus – andere sind wegen eines Schnupfens länger zu Hause. Verhalte ich mich falsch? Hans O., München Von Dr. Dr. Rainer Erlinger

  • Die Gewissensfrage

    Die Gewissensfrage

    "Meine zehn Monate alte Tochter lächelt jeden Menschen sofort an. Auch solche, die mir unsympathisch sind oder asozial wirken, wie leider manche Obdachlose. Natürlich freuen diese Menschen sich über ein Lächeln, aber ich versuche dann meine Tochter abzulenken – und fühle mich schlecht dabei, weil ich in Vorurteilen denke und sie (noch) nicht. Andererseits muss ich ihr beibringen, nicht jedem Menschen zu trauen. Was denken Sie?" Linda I., Offenburg Von Dr. Dr. Rainer Erlinger

  • Die Gewissensfrage

    Die Gewissensfrage

    "Mit dem Computerprogramm ‚ElsterFormular‘, das ich für meine Steuererklärung verwende, lässt sich auch die voraussichtliche Steuerschuld berechnen. So weiß ich schon jetzt, dass auf mich eine Nachzahlung zukommt. Ist es nun moralisch in Ordnung, die Steuererklärung so spät wie nach der Abgabenordnung möglich einzureichen, also bis 31.5.? Oder sollte man dem Staat sofort geben, was des Staates ist? Mareike B., Merseburg Von Dr. Dr. Rainer Erlinger

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    "Neulich hatte ich eine längere Zugfahrt, ich setzte mich auf meinen reservierten Platz und begann zu lesen. Wenig später bestieg eine Reisegruppe mit geistig behinderten Kindern den Wagen. Es wurde sehr lebhaft und laut, ich konnte mich nicht mehr auf mein Buch konzentrieren und verließ deshalb den Wagen. Das hätte ich bei jeder anderen lärmenden Gruppe (Kegelverein, Fußballfans, Love-Parade-Teilnehmer) genauso getan, dennoch beschlich mich ein schlechtes Gewissen. Zu Recht?" Dirk S., Esslingen Von Dr. Dr. Rainer Erlinger

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    "Zur Geburt unseres dritten Sohnes bekamen wir einen Gutschein eines Spielwarenladens über 40 Euro. Durch unsere beiden älteren Söhne ist der Bedarf an Babyspielzeug allerdings gedeckt - während unser Ältester immer wieder neues braucht. Dürfen wir unserem ahnungslosen Säugling das Geschenk vorenthalten und stattdessen etwas kaufen, was ihm später gebraucht vererbt werden wird?" Peter S., Landshut Von Dr. Dr. Rainer Erlinger

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    "Die Bewohnerin eines Pflegeheims, die als äußerst schwierig gilt, spendierte den Betreuerinnen einen Kasten Apfelschorle, den einige Pflegerinnen nicht annehmen wollten, mit der Begründung, sie seien nicht bestechlich. Eine neue Pflegehilfskraft war dagegen der Meinung, man dürfe diese Geste der Dankbarkeit und vielleicht auch der Entschuldigung nicht zurückweisen. Was meinen Sie?" Lise R., Zuffenhausen Von Dr. Dr. Rainer Erlinger

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    Die Gewissensfrage

    "Vor einem Jahr verlor ich – Alleinverdiener, Frau und Kinder – meinen Job in einer Umwelttechnik-Firma: ein Gebiet, das mir auch privat wichtig ist. Wir versuchen, umweltbewusst zu leben, fliegen nicht, kaufen lokale Produkte usw. Nun wurde mir eine sehr gut bezahlte Stelle bei einem deutschen Autobauer angeboten. Bin ich es der Familie schuldig, den Job anzunehmen, oder ist es verantwortbar, umweltpolitischen Zielen treu zu bleiben?" Rainer W., Konstanz Von Dr. Dr. Rainer Erlinger

  • Die Gewissensfrage

    Die Gewissensfrage

    Über Tote darf man nicht schlecht sprechen, oder vielleicht doch? Von Dr. Dr. Rainer Erlinger

  • Die Gewissensfrage

    Die Gewissensfrage

    "Im Physik-Unterricht meines 14-jährigen Sohnes wurde ein Kabel mutwillig zerstört. Der Lehrer weiß nicht, wer es war – die Kinder schon: ein Junge, der schon so viel angestellt hat, dass er nun wegen dieser Sache von der Schule flöge. Die Klasse hat sich entschlossen, ihn zu decken und die Strafe als Kollektiv auf sich zu nehmen. Der Lehrer ist entsetzt, die Eltern loben ihre Solidarität. Wer hat recht?" Andrea Z., Halle   Von Dr. Dr. Rainer Erlinger

  • Die Gewissensfrage

    Die Gewissensfrage

    "Ich arbeite in einem Zeitschriftenladen, in dem die rechtsextreme National-Zeitung verkauft wird. Muss ich meinem Arbeitgeber gegenüber ein schlechtes Gewissen haben, wenn ich zu einem Kunden, der die National-Zeitung kauft, eher unfreundlich bin und ihm mit abweisender Körperhaltung und eisigem Blick gegenübertrete?" Jochen P., Frankfurt Von Dr. Dr. Rainer Erlinger

  • Die Gewissensfrage

    Die Gewissensfrage

    "Mein siebenjähriger Sohn und ich hätten gern eine Katze. Nun lebe ich seit vier Jahren getrennt von seinem Vater und unser Sohn wächst abwechselnd bei uns beiden auf. Das Problem: Mein Ex-Partner leidet unter einer Katzenhaar-Allergie. Bin ich nun - trotz Trennung - aus moralischen Gründen verpflichtet, auf eine Katze zu verzichten, weil mein Sohn die Katzenhaare in den Haushalt meines Ex-Partners einschleppen würde?" Ramona Z., Burghausen Von Dr. Dr. Rainer Erlinger