Chinesisches Frühstücksei

An manchen Tagen braucht man viel Kraft. Egal ob es darum geht, einen Tag im Büro zu überstehen oder die lang aufgeschobene Gartenarbeit zu erledigen - ein gutes Frühstück hilft dabei mehr, als man denkt.

»Als ich das Gericht zum ersten Mal probierte, dachte ich: Bauarbeiter-Frühstück! Es ist auch nach einem Kater hilfreich. Oder wenn man den gesamten Garten umgraben und vorher mächtig Energie tanken möchte. Beim Garen wäre es von Vorteil, einen Wok zu benutzen, er gibt dem Gericht den besonderen und typisch chinesischen Geschmack, den sogenannten ›wok taste‹. Dieser Geschmack entsteht durch die enorme Erhitzung des Wok-Metalls, eine Spur Öl und das extrem scharfe Anbraten.«
Chinesisches Frühstücksei

Für 4 Personen

4 Eier
8 cl Öl

Für die Garnitur:
3 EL Pflanzenöl
200 g geräucherter und gegarter Schweinebauch
in Würfel geschnitten
1 Espressolöffel geräucherte Chili, gehackt
4 EL Frühlingszwiebeln, hauchfein geschnitten
2 EL Ingwer, hauchfein geschnitten
2 EL Cashewkerne, geröstet und grob gehackt

Außerdem:
2 EL Fischsauce
1 EL Oystersauce,
2 EL Koriander, frisch und fein geschnitten
4 Limettenviertel

Den Wok (oder die Pfanne) erhitzen. Öl in einem Topf erhitzen, die Eier aufschlagen und in eine Schüssel geben. Nun das heiße Öl flott in den Wok kippen und die Eier einzeln hineingleiten lassen – sie werden eher frittiert als gebraten. Wenn sie außen braun und knusprig sind, herausnehmen und jeweils in eine chinesische Schüssel geben. Das Pflanzenöl in einer Pfanne stark erhitzen, bis es dampft. Schweinebauch, Chili, Frühlingszwiebeln, Ingwer und Cashewkerne scharf anbraten. Die beiden Saucen und den Koriander in die Pfanne geben und kurz durchschwenken. Garnitur halb über die Eier in den Schüsseln geben, halb daneben anrichten. Jeweils ein Limettenviertel anlegen.

Tim Raue kocht in seinen Berliner Restaurants »Tim Raue«, »Sra Bua«, »La Soupe Populaire« und »Studio«. Er schreibt neben Anna Schwarzmann, Maria Luisa Scolastra und Christian Jürgens für unser Kochquartett.

Foto: Reinhard Hunger; Styling: Volker Hobl

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